Von einer handelsüblichen Fenchelknolle kann man die einzelnen Lagen relativ problemlos abschälen. Ein einzelnes Blatt ist ziemlich fleischig, etwa zehn Zentimeter lang, gekrümmt und verjüngt sich an einer Seite und verlängert sich zum abgeschnittenen Stiel.
Hält man sich so ein einzelnes Fenchelblatt im richtigen Winkel vor die Nase, könnte man mit etwas Fantasie als Gonzo aus der Muppetshow durchgehen.
An der Kasse lag nun so ein einzelnes Stück einer Fenchelknolle herum und als ein (nicht mehr ganz so kleiner) Junge mit seiner Mutter an die Kasse kam, hielt sich Kollege Gregor zur spontanen Belustigung des Kundinnennachwuchses das Gemüsefragment vor seinen Rüssel. "Na", scherzte er, "wer bin ich?"
Der Junge guckte etwas gequält und überlegte die ganze Zeit, während seine Mutter den kleinen Einkauf bezahlte. Schließlich gab ihr Sohn zu: "Keine Ahung. Wer denn?" Der Mann auf der anderen Seite des Kassentisches griff erneut nach dem Fenchelstück, hielt es sich vor das Gesicht und sprach: "Na, Gonzo. Der Verrückte mit der Trompete. Aus der Muppetshow."
"Kenne ich nicht", sagte der fast schon jugendliche Junge. Die Mutter ging los, ihr Sohn hinterher.
Als sie außer Hörweite waren, lachte der Kunde, der hinter ihnen gewartet hatte, laut los: "Du hättest ihn nach dem Stromkasten und dem Stroh fragen sollen. Das hätte er bestimmt gekannt."
Okay, die Leute haben Recht: Das mit der Weihnachtsware wird tatsächlich jedes Jahr früher. In den letzten drei Jahrzehnten wurde auf diese Weise Woche für Woche ein ganzes Jahr überrundet.
Das traurige Ergebnis: Die Lebkuchen und Spekulatius, die hier derzeit im Laden stehen, sind in Wirklichkeit schon die Ware für 2012. Es tut mir Leid! Das musste jetzt einfach mal raus.
Eine junge Mutter war mit ihrem vielleicht fünfjährigen Sohn hier im Laden. Wie aufgedreht schrie er die ganze Zeit laut herum, rannte hin und her, trommelte auf und an den Kühltruhen herum und warf Pappe und leichte Waren durch die Gegend. Innerhalb von einer Sekunde auf die andere wechselten offenbar seine Interessen.
Heiko hat mir dieses Foto eines SPAR-Marktes in Lauterach (Voralberg, Österreich) zugemailt. Vielen Dank natürlich auch für diese Bereicherung meiner Sammlung.
Den Energydrink "Relentless" habe ich nicht nur seit inzwischen etlichen Monaten im Sortiment, sondern mittlerweile auch in den beiden Sorten mit Fruchtsaft-Anteil in der grünen bzw. roten Dose.
Den Aufdruck mit der Fliege finde ich störend. Die sieht nämlich wirklich täuschend echt aus:
Banknoten werden benutzt. Banknoten reißen durch. Banknoten werden provisorisch mit Klebefilm repariert.
Die Idee eines Kunden, einen durch- und eingerissenen Zehn-Euro-Schein mit "Fotofilm", also doppelseitigem Klebestreifen, der gewöhnlich zum Einkleben von Fotos verwendet wird, zu flicken, war allerdings nicht wirklich gut.
Insgesamt, vor allem auch mit Blick auf meine Zählmaschine, ist das nämlich eine recht klebrige Angelegenheit.
Ein Kunde kam an die Kasse, stapelte seine Waren ganz an den Anfang des Förderbandes, sortierte noch kurz seine Sachen und beachtete mich noch nicht weiter. Ich blieb währenddessen stumm sitzen und wartete erstmal ab. Das hat in meinen Augen auch nichts mit Unhöflichkeit zu tun. Natürlich wird jeder Kunde freundlich und möglichst mit der Tageszeit gegrüßt – aber solange ich das Gefühl habe, dass der Gruß sowieso nur unbeachtet "durchrutscht", sage ich eben noch nichts und beobachte nur.
Der Mann machte einen großen Schritt in meine Richtung und mit einem in meinen Ohren schon fast belehrend klingenden Tonfall sagte er: "Guuuten Morrrgen! So viel Zeit muss sein!"
Freundlich erwiederte ich den Gruß, ersparte mir danach aber jegliche mögliche Erklärung darüber, dass ich ihn selbstverständlich nicht einfach nur wortlos und ungegrüßt abkassiert hätte. Meine Vermutung war, dass er das sowieso nicht geglaubt und nur als Ausrede hingenommen hätte. Stattdessen versuchte ich es mit etwas Smalltalk und einer umso freundlicheren Verabschiedung, vor allem auch, um nicht einen unfreundlichen Eindruck bei ihm zurückzulassen.
Mittlerweile ist das große Kühlregal wieder komplett mit Ware bestückt. Ein paar Lücken haben wir noch, da wir die Bestellung der heute eingeräumten Waren bereits am Mittwoch machen mussten und wir auch bei aller Erfahrung immer wieder an den hellseherischen Fähigkeiten scheitern.
Ein rotes Sonderpreisetikett klebt auf einem Karton voller halbgebackener Mohnbrötchen. Das ist nicht weiter spektakulär, ich gehe davon aus, dass irgendjemand den Auszeichner, die wir im selben Raum lagern, ausprobiert und das Etikett einfach auf den nächstbesten Pappkarton geklebt hat. Das ist überhaupt nicht weiter spannend.
Interessant fand ich dagegen, was so ein kleiner Aufkleber prompt für eine Reaktion auslöst. Mein erster Blick glitt auf das aufgedruckte Haltbarkeitsdatum. "Wieso läuft sowas ab?", dachte ich mir noch. Erst danach fiel mir ein, dass ich mir den Gedanken auch hätte sparen können. Das Datum war hervorragend und selbst wenn nicht: Die Brötchen verkaufen wir nie auf diese Weise und das hätte (gerade) mir auch sofort auffallen können. Aber leuchtend rote Etiketten mit dem Aufdruck "SONDERPREIS" haben wohl doch ihre ganz eigene magische Wirkung.