Skip to content

Schaden durch Blitzschlag?

Während des Gewitters, das gerade über Bremen zog, hat ca. 100m entfernt von hier ein Blitz eingeschlagen.

Ein Kunde und ich standen gerade vor dem Leergutautomaten, als ein greller Lichtschein durch die Glasbauscheine drang, begleitet von einem relativ lauten Entladungsgeräusch, das unmittelbar in unserer Nähe hier im Gebäude war. Wo und wie genau, weiß ich nicht. Hinter uns standen Regale, draußen an der Wand hängen die vielen Verflüssiger für die Kühl- und Klimaanlagen und die Sat-Antenne für unser Radio. Einen Sekundenbruchteil später erschütterte ein gewaltiger Donner die Gegend.

Radio…

Radio!

Das fällt mir jetzt erst auf: Die Musik ist aus. Die Geräte sind zwar noch an, aber ich habe keinen Empfang mehr. Ob die Überspannung da wohl eben den Sat-Receiver zerlegt hat?

Warum wird Ferrero nicht reduziert?

Zu diesem alten Beitrag über Ferrero-Artikel kam vor ein paar Wochen folgender Kommentar:
Hallo auch wenn das Hier Jahre alt ist was mich Heute immer Frage Weihnachten und Ostern ist Ferro Geizig und Gierig Jeder Laden verkauft auch nach Ostern und Weihnachten die Sachen z.B Lind das zeiug kann man nach O/W auch noch Billiger tage lang kaufen wieso die Kinder Produkte nicht diese werden teilweiße 2 stunden Vor schluss am 24.12 Paletenweiße aus den läden geholt das wird nicht weiter verkauft wobei sich echt Schwache Familien mit wenig geld Freuzen würden das billiger nach O/W zu kaufen."
Das kann ich mit einem Satz beantworten: Ferrero nimmt sämtliche Saisonartikel wieder zurück und die Händler bekommen eine Gutschrift über die nicht verkaufte Ware.

Welche Absicht da nun genau hinter steckt, weiß ich leider auch nicht. Ein Ansatz wäre, dass die Artikel nicht verramscht werden sollen, denn früher oder später würden die Reste dieser Produkte über Sonderpreise abverkauft werden. Eine andere Idee ist der Ansatz, einfach das Risiko für die Händler zu minimieren, so dass sie insgesamt mehr Ware bestellen und dadurch auch mehr verkaufen. Zumindest bei uns wäre das so, da wir ab dem diesjährigen Weihnachtsgeschäft Ferrero tatsächlich deutlich umfangreicher anbieten werden.

Warum die Sachen in einem Geschäft aber schon zwei Stunden vor Schluss aus dem Verkauf genommen werden, kann ich auch nicht sagen. Spontan fallen mir zwei Ideen ein: Die Mitarbeiter wollten möglichst viel vorarbeiten, um nach Ladenschluss oder auch erst nach den Feiertagen weniger Arbeit zu haben – oder die Produkte, die ohnehin gutgeschrieben werden, wurden aus dem Verkauf genommen, damit die Artikel, die nicht gutgeschrieben werden und die man über eine Reduzierung verkaufen müsste, noch möglichst weit abverkauft werden…

Regenwasserspeicher

Erst beim letzten starken Regen fiel mir ein konstruktiver Nachteil unserer neuen Lagertür auf: Wenn Regenwasser an der Außenwand herunterläuft, fließt es hinter den Falz und sammelt sich dann oben auf dem Türblatt und läuft von dort auch aufgrund der stramm sitzenden Dichtung nicht mehr weg. Wenn man jetzt die Tür öffnet, hat man ein feuchtfröhliches Vergnügen, das sich bei mir übrigens im Bereich des Gesichts abgespielt hatte.

Hab's mal an unseren Vermieter weitergegeben und vielleicht kann er ja irgendwas bei der Firma erreichen, welche die Tür eingebaut hat. SO ist es jedenfalls großer Käse. :-(


Alternativer Lieferschein

Etwas ungewöhnlich war dieser schnell vom Fahrer auf einem alten Zettel handgeschriebene Lieferschein, aber er erfüllte immerhin seinen Zweck. Wenn das Original schon nicht da ist, muss man sich eben zu helfen wissen… :-)


Neuer Blogeinträge-Rekord im Juli 2015

Aus unterschiedlichen Gründen war es hier in den letzten Jahren mitunter sehr ruhig. Das ergab sich aus unterschiedlichen Dingen, vor allem waren einige Fragen mit meinem Vermieter (nicht privat, ich rede vom Laden) ungeklärt. So hing ich hier mit der Firma teilweise in der Luft, was sich sehr auf meine eigene Motivation ausgewirkt hat. Dazu kam der private Umbruch, vor allem Elenas Geburt, so dass ich mich von dem Ärger um die Firma hervorragend ablenken konnte. Trauriger Blog-Negativrekord: Neun Beiträge im September 2014.

Egal, die Zeiten sind vorbei. Letzten Monat gab es sage und schreibe 167 Beiträge hier, ich bin stolz auf mich. Auf jeden Fall habe ich meine Motivation und Begeisterung für die Firma wiedergefunden und das wirkt sich auch hier im Blog aus. Abgesehen von den täglich anfallenden Dingen arbeite ich gerade die vielen, vielen E-Mails und Schnipsel ab, die sich hier in den Monaten angesammelt haben. Wartet's ab, es gibt viel zu lesen. :-)

Preiserhöhung Doritos

Die Tortilla-Chips "Doritos" haben eine Preiserhöhung bekommen. In den Tüten sind mittlerweile nur noch 200g, aber den Preis musste ich gerade auf stattliche 3,99€ pro Beutel nach oben korrigieren. Vorher gab es mal 225g für deutlich weniger Geld.

Das sind dann die Preisetiketten, bei denen man schon fast ein schlechtes Gewissen bei seinem Handeln (buchstäblich sogar) bekommt. (Auch Nüsse und Dinkel sind momentan von einer gigantischen Preiserhöhung betroffen, teilweise echt krass!)

Sorry, Dr.Pop. :-(

Renitenter Schnorrer

Der Macker mit den gammelingen Fingern war schon wieder da. Noch bevor ich das Licht im Laden einschaltete, kam er durch die für ein paar Lieferanten offenstehende Ladentür rein, steckte sich zwei Bier ein und verschwand wieder. Sobald das Licht anging, betrat er erneut den Laden. Noch mit den beiden Flaschen in der Jacke, nahm er sich bereits die nächsten Beck's aus einer Kiste.

Die Polizei hat ihn nun erstmal davonkomplementiert. Wie lange ein Platzverweis gilt, darüber scheint Uneinigkeit zu herrschen. In der Wikipedia steht etwas von Verhältnismäßigkeit und während die Polizisten von gestern den Zeitraum offen gelassen hatten, sagte mir der Beamte eben, dass sowas "nur für den einen Tag" gilt. Wenn er nochmal wiederkommen sollte, sollen wir bitte wieder anrufen. Wird gemacht.

Auf jeden Fall bekommt er jetzt NOCH eine Anzeige wegen Ladendiebstahls (Woooho!) und noch eine wegen Hausfriedensbruchs (Woooohoho!) hinterher. Aber praktischerweise hatte er ausreichend Geld dabei, so dass er die beiden Flaschen aus seiner Jacke auch in diesem Fall wieder behalten konnte. Brr…

Spiderman-Eis

Eine Anruferin wollte wissen, ob wir das Schöller "Spiderman-Eis" im Sortiment hätten. Es gab auf jeden Fall mal eins und ich glaube, das hatten wir sogar mal im Sortiment, ist gefühlt eine Ewigkeit her und auf jeden Fall haben wir es jetzt nicht mehr. Vorsichtshalber lief ich trotzdem mit dem Telefon am Ohr in den Laden und zu den Tiefkühltruhen, um nochmal genau nachzusehen. Während ich suchte, erklärte mir die Frau am Telefon: "Spiderman! Das ist dieser rote Typ, der fliegen kann." – ich fühlte mich an diesen Beitrag erinnert und entgegnete leicht genervt, dass ich Spiderman kenne. Das Eis hatten wir nicht, die Anruferein bedankte sich und legte auf.

Etwas grätig war ich schon. Kann ja sein, dass sie schonmal an jemanden geraten ist, der Spiderman nicht kannte. Oder vielleicht hat sie gerade selber auch zum allerersten Mal davon gehört, als irgendjemand sie beauftragt hatte, genau dieses Eis zu besorgen. Aber pauschal einem Fremden zu unterstellen, Spiderman nicht zu kennen, finde ich schon mutig. Mein Empfinden ist jedenfalls, dass es nicht die Frage ob Fan oder Nicht-Fan ist. Sowas gehört doch schon zur Allgemeinbildung.

Und fliegen kann der auch nicht. Höchstens schwingen! :-P

Endlich wieder mit Lieferdienst!

Hab mal ein paar schnell zusammengeklickerte Flugblätter vorne auf den Packtisch gelegt. Muss nicht gestalterisch wertvoll sein, das Ding muss einfach nur grob seinen Zweck erfüllen.

Ab Dienstag geht es wieder los. Mal gucken, wie der erste Tag laufen wird.


Blogparade zum Einzelhandel im Jahr 2020

Dennis von scoop.nrw hat mir geschrieben:
"Es ist ein sonniger Tag im August 2020. Du gehst mit Deiner Familie, Freundin oder Deinem Ehepartner durch die Fußgängerzone Deiner Heimatstadt. Du möchtest ein wenig einkaufen und einfach einen schönen Tag erleben. Warum hast Du Dich dazu entschlossen “Offline” einzukaufen und dem Onlinehandel keinen Vorzug gegeben?
Was möchtest Du im Jahr 2020 in der Innenstadt vorfinden? Was rätst Du Einzelhändlern, damit sie auch 2020 noch ein tolles Einkaufserlebnis bieten und Kunden in Ihren Geschäften bedienen können?
"
(Hier gibt es weitere Informationen dazu.)

Aus meiner Einzelhandelssicht, aber auch einer ganz persönlichen, wird der "Offline-Handel" noch eine ganze Weile Bestand haben. Selbst ich bestelle gerne online, bequem vom Schreibtisch. Aber das tue ich nicht bei allen Artikeln gerne. Bekleidung und Lebensmittel muss man einfach anfassen, erleben. Das mag für folgende Generationen anders sein, da sie mit mehr Onlinehandel aufwachsen als wir – aber das Sprichwort mit der Katze im Sack passt wohl ganz gut.
Warum wohl haben die Online-Textilhändler so gigantische Rücksendequoten? Weil die Leute eben nicht so oft so zufrieden mit der Ware sind, wie sie sein sollten. Schuhe fallen anders aus, ein Stoff fühlt sich nicht so weich an usw. Das kann man im Geschäft vor Ort natürlich direkt überprüfen.
Bei dem Onlineangebot von Lebensmitteln finde ich, dass der große Knackpunkt in der Sortimentsvielfalt zu suchen ist. Was meint ihr, warum es zwar viele Lebensmittel-Onlineshops gibt, diese aber entweder sehr spezialisiert sind oder nicht wirklich viel Auswahl im Vergleich mit einem echten Ladengeschäft bieten? Wer einen durchschnittlichen Wocheneinkauf online bestellen möchte, muss sich durch ein nahezu unüberblickbares Sortiment klicken. Im Regal im Supermarkt kann man das mit wenigen Blicken erfassen und erkennt auch sofort "seine" oder wenigstens bekannte Marken wieder.

Zur Frage nach den Innenstädten: Erstmal die Sale-Schilder wieder wegräumen! Prinzipiell könnte erstmal alles so bleiben, wie es ist. Wenn ich mir die Entwicklung so ansehe wäre aber mehr Individualität und weniger Ramsch sehr wünschenswert. Ob man nun in der Innenstadt von Bremen oder von Köln ist – Nordsee, H&M, Deichmann, Fielmann, Peek & Cloppenburg, Thalia und viele andere Ketten dominieren die Fußgängerzonen und führen zu einer langweiligen Konformität. Nur unterbrochen durch Reisebüros Handy- und Sonderpostenläden. Wenn mal ein Laden leersteht, dann oftmals sehr lange, da die Mieten in den Innenstädten oftmals so hoch sind, dass niemand dort eine Existenzgründung wagen kann oder möchte. Wenn man dieses Schema aufbrechen würde, hätten die Innenstädte schonmal viel gewonnen.
In den Läden selber braucht sich pauschal nichts zu ändern. Jedes Geschäft ist anders und macht allgemeine Trends nach eigenem Gusto mit. Das sollte für genügend Einkaufserlebnis sorgen.

Links 336

Mit Pfandsammeln lässt sich viel Geld verdienen - aber ist das legal?

Millionen Kinder müssen auf Kakaoplantagen schuften

Bröselnde Margen im LEH

Postillon: EZB psst Münzen und Scheine den Ladenpreisen an

Das Problem mit Rewes Werbung

A Renaissance painting reveals how breeding changed watermelons

Show Your Employees Some Love: Why It Pays to Praise

What You Need to Know About the Plastic Bag Ban

Das macht der blau schimmernde Ring auf den Euro-Münzen

Fairtrade: Faire Rekorde im Supermarkt

Phlegmatischer Ladendetektiv

Gestern am frühen Abend beim Combi-Verbrauchermarkt hier in der Neustadt (Volkmannstraße), das ist etwa einen Kilometer von mir hier entfernt: Meine Frau war privat dort und hat einen Typen beobachtet, der bei uns als "VP" (verdächtige Person) schon häufiger aufgefallen ist und auch mit einigen anderen komischen Leuten, von denen einer seit ein paar Wochen aufgrund eines Diebstahls Hausverbot hat, hin und wieder in unseren Laden kommt.

Mit einer großen, aber offensichtlich leeren, Umhängetasche um den Hals ging er zielstrebig zum Kaffeeregal und nahm dort zwei große Gläser Nescafé in die Hand. Sämtliche Alarmglocken klingelten bei Ines und sie flitzte zur Kasse und erzählte der Mitarbeiterin dort, dass sie gerade beklaut würden. Die Kassiererin verwies auf den Ladendetektiv, der etwas weiter entfernt stand.
Während der Ladendieb mit einer prall gefüllten Tasche (!) zielstrebig in Richtung Ausgang ging, setzte sich der Detektiv nur im Schneckentempo in Bewegung. Der mit dem Kaffee ging in aller Seelenruhe durch eine geöffnete Kasse und war schon kurz vor der Tür, als er den Detektiv bemerkte. Da gab er Gas, verlor dabei noch eines der Kaffeegläser und verschwand im benachbarten Kleingartengebiet.

Der Herr Ladendetektiv ging in aller Ruhe zur Tür, sammelte das verlorene Glas wieder ein stand wie eine Ölgötze an der Tür und glotzte dem Typen hinterher. "Der hat die Tasche voller Kaffee!!!", mahnte Ines noch und bekam vom Detektiv zur Antwort, dass er auf dem Parkplatz nicht versichert sei, wenn ihm was passieren würde.