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Ventilatorenaufstockung

Die derzeitigen Temperaturen bringen einen eher dazu, einen klassischen Heizlüfter als einen Ventilator einzuschalten, aber es soll ja hoffentlich noch irgendwann wieder richtig warm werden.

Kann keiner sagen, wir hätten nicht vorgesorgt. :-)


Angepasste Öffnungszeiten / 6-22 Uhr

Bevor es wieder zu Missverständnissen kommt, habe ich das Schild an der Eingangstür eben mal mit einem gelben Aufkleber versehen, auf dem die temporär geltenden Öffnungszeiten stehen.

Wenn der ganze Maskenball irgendwann vorbei ist und man davon ausgehen kann, dass es keine Ausgangssperren und kein Hin oder Her und kein Ja oder Nein oder doch nicht vielleicht mehr gibt – dann werde ich die Situation neu bewerten.


Anrufer um 22:25 Uhr

Gestern Abend klingelte mein Telefon. Normalerweise gehe ich bei mir unbekannten Nummern um die Zeit gar nicht mehr ran, aber ich brauchte wohl mal wieder eine Bestätigung dafür, warum ich mir einst diese Regel überhaupt auferlegt habe.

Vor unserem Laden stand ein Mann, der noch etwas einkaufen wollte. Er bestand darauf, dass der Laden bis 24 Uhr geöffnet haben müsste, weil es ja so auf dem Schild neben der Eingangstür steht. Meinen Hinweis darauf, dass wir aufgrund der Ausgangssperre derzeit nur bis 22 Uhr öffnen und dass er aus dem selben Grund eigentlich auch gar nicht mehr vor dem Laden stehen sollte, beachtete er nicht weiter und nervte stattdessen mit der Frage, warum der Laden nicht bis 24 Uhr geöffnet ist. Immerhin steht das so auf dem Schild. Stimmt, steht da so. Aber da ja ohnehin niemand mehr draußen herumlaufen darf, dürfte das theoretisch nicht weiter von Belang sein und deshalb hatten wir das nicht verändert bzw. ergänzt.

Nach mehreren umständlichen Erklärungsversuchen hatte er es dann auch verstanden.

Nachtrag: Offenbar haben Geimpfte nun doch entgegen ursprünglicher Aussagen Privilegien, die nicht geimpfte Personen nicht genießen dürfen. Hatte ich nicht mitbekommen. :-) Könnte also tatsächlich sein, dass der gute Mann geimpft war und völlig legal vor der Tür stand.

Strom-Jahresabrechnung 2020 Findorff

Post von Lichtblick mit der Strom-Jahresabrechnung für 2020 vom Markt in Findorff. Eigentlich ja in der Münchener Straße, aber da es ein Eckhaus ist, haben manche Firmen, mit denen wir zu tun hatten, auch gerne mal die Starnberger Straße auserwählt.

Ich hoffe, ich kann die Nachzahlung irgendwie stemmen.


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Zeozwo-Ampel

Seit gestern Abend haben wir hier nun auch eine CO2-Ampel im Laden stehen. Eine Kollegin fragte schon spöttisch, was denn der Kohlendioxyd-Gehalt mit dem Corona-Virus zu tun haben soll. Klare Antwort: Direkt überhaupt nichts.

Aber der CO2-Gehalt lässt sich relativ einfach messen und daraus der "Verbrauchszustand" der Raumluft ableiten. Ist viel CO2 in der Luft, haben viele Leute darin geatmet und entsprechend hoch könnte die Belastung mit in Aerosolen herumschwappenden Viren sein. Alles im Konjunktiv gehalten, denn auch in völlig "verbrauchter" Luft besteht keine Ansteckungsgefahr, wenn sich keine infizierte Personen darin aufgehalten haben. Andererseits ist aber offenbar auch Frischluft, sogar außerhalb geschlossener Räume, keine Garantie dafür, nicht infiziert werden zu können – sonst gäbe es ja nicht die Maskenpflicht in Fußgängerzonen und auf Parkplätzen.

Aber was auch immer jetzt die richtige Lösung ist, ich lasse mir nicht nachsagen, hier nicht verantwortungsvoll zu handeln. Grün ist gut, bei gelb oder rot muss gelüftet werden:



(Und wenn in der Nähe jemand flatuliert, klappt oben auf dem Gerät der Deckel auf und eine kleine weiße Fahne erscheint, die automatisch geschwenkt wird.)

Guten Morgen vom Backofen

Bis wir hier am Morgen die Bake-Off-Regale mit Brötchen und Snacks gefüllt haben, dauert es immer rund drei Stunden. Die meiste Zeit geht dabei natürlich für die unterschiedlichen Backprogramme drauf, die durchaus mal eine halbe Stunde dauern können.

Erkenntnis nach knapp drei Jahren: Unsere "Backstube" ist definitiv zu klein. Nein, wir verlagern die nicht an den leeren Laden an der Straßenecke. :-P


Ein Robin Hood?

In der vergangenen Woche fand hier eines Abends im Laden eine sehr sonderbare Begegnung statt, die mich für den Rest des Tages sehr beschäftigte. Inzwischen geht es mir wieder etwas besser, aber auch in den folgenden Tagen musste ich sehr viel darüber nachdenken und so richtig glücklich bin ich bis heute nicht. Ändern kann ich es aber nicht mehr und letztendlich trifft uns auch keine direkte Schuld. Der junge Mann, um den es hier geht, hatte sich zumindest an einem Punkt falsch verhalten und damit eine Ereigniskette ausgelöst, an der wir hier mit mehreren Kollegen beteiligt waren und die mich rückwirkend betrachtet überhaupt nicht glücklich stimmt.

Was war passiert?

Ines war an dem Tag unser "Türsteher" und hat die Einkaufswagen an die eintretenden Kunden verteilt, damit wir hier die Personenanzahl im Blick behalten können. Plötzlich rief sie mich an, weil ihr aufgefallen war, dass ein etwas verwahrlost wirkender junger Mann "irgendetwas" essen würde. Sie war sich nicht ganz sicher, meinte jedoch, ein Stück aus unserem Brotregal identifiziert zu haben.

Mit Hilfe der Videoanlage sah ich seinem Treiben zu. Immer wieder lüpfte er seine Mund-Nase-Bedeckung, um von einem Gebäckstück abzubeißen. Als er damit fertig war, ging er erneut zum Brotregal, nahm sich einen Berliner aus der Auslage und schob sich auch diesen heimlich zwischen den Gängen Bissen für Bissen unter seine Maske. Alles klar, das kann er bezahlen. Immerhin hatte er auch ein Teil in seinem Einkaufswagen liegen und würde damit wohl früher oder später zur Kasse gehen.
Dem war jedoch nicht so. Er stellte das Paket Milch wieder zurück ins Regal, nahm sich seine Tasche und wollte unter dem Vorwand, dass es ihm gerade zu voll sei, den Laden verlassen.

Was in den folgenden Minuten passierte, war sehr emotional. Zunächst wollten wir ihn nur zur Rede stellen und ihn darauf hinweisen, dass das, was er da gerade getan hatte, nicht korrekt ist und eigentlich als Diebstahl gilt. Da er überhaupt nicht einsichtig war und gleich laut wurde, schalteten wir reflexartig auf das gewohnte Ritual um und ließen ihn nicht gehen und forderten seinen Ausweis für eine Anzeige. Der Mann wollte jedoch nicht mitwirken, sondern versuchte, zu flüchten. Ein Kollege wollte ihn festhalten, aber der Mann riss sich los und stürmte in Richtung Tür, die ein anderer Kollege von außen abgeschlossen hatte. Da die Szene immer lauter wurde und ich fürchtete, dass der Mann gewalttätig werden könnte, rief ich die Polizei an. Nicht wegen des wertmäßig beinahe belanglosen Diebstahls, "Mundraub" gibt es ja schon lange nicht mehr, sondern aufgrund der inzwischen entstandenen Gesamtsituation, die wirklich hässlich war.

Zum Glück entspannte sich die Sache auch relativ schnell wieder. Wir schafften es, mit dem jungen Mann zu reden, die Polizei wurde wieder abbestellt und mit ein bisschen Kleingeld, das er bei sich führte, durfte er den entstandenen Schaden bezahlen. Eine Anzeige bekam er nicht, aber ich gab ihm noch ein Hausverbot mit auf den Weg und wünschte ihm ein Nimmerwiedersehen.

Danach sah ich mir die Videoaufzeichnung noch einmal in Ruhe an. Vielleicht hatte er ja nicht nur auf unsere Kosten gegessen, sondern auch noch andere Dinge eingesteckt. Dann wäre es jetzt vermutlich auch egal gewesen, aber ich wollte zumindest diese Erkenntnis noch gewinnen.

Eingesteckt hatte tatsächlich etwas. Nämlich zunächst für fast drei Euro Leergut in den Automaten und anschließend den Bon in unsere Elepfandspendenbox!

Sprachlos sah ich auf den Monitor der Videoanlage. Und nicht nur das, jetzt machten auch einige seiner im vorhergehenden Tumult zunächst unverständlichen Aussagen einen Sinn. In seinem Mindset hatte er sein Geld, immerhin mehr als das Doppelte des Wertes der von ihm aufgegessenen Artikel, für die Elefanten gespendet und sich dafür ein bisschen was von einem großen Unternehmen, dem der Verlust nicht schadet, wiedergeholt. Ich war wirklich gerührt. Auf der Straße fand ich ihn leider nicht mehr an und auch als ich bis zur Kreuzung ging, manchmal warten dort Leute auf den nächsten Bus oder die nächste Straßenbahn, war er dort nicht zu sehen. Schade, ich hätte gerne noch einmal mit ihm in Ruhe geredet und dabei ein paar Dinge geklärt und ihn auch wieder zu uns eingeladen.

Es war definitiv nicht korrekt von ihm, hier im Laden einfach fremde Dinge zu essen. Damit hatte er die ganze Situation letztendlich erst provoziert.

Ich schwöre euch, hätte er es kommuniziert, quasi ein "ich möchte eine Spende für die Elefanten gegen etwas Essbares für mich tauschen", wäre das sicherlich mit mir verhandelbar gewesen.

Getränkekiste mit Überraschungs-Loch

Beim Abräumen des Flaschentischs unseres Leergutautomaten füllte ich in gewohnter Art und Weise mit der rechten Hand die Flaschen in die leeren Rahmen, die ich wie üblich in der linken Hand hielt. Plötzlich klirrte es unter mir und ich stand in den Scherben einer Glas-Sprudelflasche. Die übrigens, wie aufmerksame und fachkundige Leser bemerken dürften, eigentlich gar nicht in diese Kiste hinein gehört. Aber das ist eine andere Sache.

Ich dachte zunächst, ich wäre zu unaufmerksam gewesen und hätte die Flasche versehentlich zu schräg gehalten und durch das große Loch in der Seite der Kiste geworfen. Aber dem war nicht so … :-P


Homeoffice und die Rufnummern

Seit längerer Zeit schon ist unsere Fritzbox so konfiguriert, dass sie Anrufe nicht mehr durchschaltet, wenn die Telefonnummer des Anrufers nicht übertragen wird.

Das ist zwar nicht ganz nett gegenüber Leuten, die aus welchen Gründen auch immer die Nummer nicht mit übertragen, aber diese Fälle sind heute eher selten. Die meisten derartigen Anrufe waren Werbemüll und mit der jetzigen Einstellung ist unser Alltag hier deutlich entspannter geworden.

Dann kam Corona und damit stieg der Anteil derer, die im Heimatbüro hocken. Vor allem Servicehotlines und ähnliche Bereiche ließen sich problemlos ins Home Office verschieben. Ob die Leute nun im Büro oder zu Hause vor dem PC hocken, spielte keine große Rolle. Aber ein Problem tauchte zwischendurch mal auf: Wer plötzlich zu Hause sitzt, telefoniert mit großer Wahrscheinlichkeit von seinem privaten Telefon. In der Position würde ich meine Nummer vermutlich via CLIR ebenfalls nicht in die Welt hinauströten.

Der Abend war etwas blöde, als die Kollegen auf den Anruf von unserer IT-Hotline (aus dem Home Office mit unterdrückter privater Telefonnummer) gewartet haben und nichts mehr ging – aber inzwischen haben sich alle mit der Situation hier arrangiert.