Gestern Morgen im Auto bedauerte ich (mal wieder), dass ich mit dem Blog erst 2005 angefangen hatte und wie schön es doch wäre, die komplette Geschichte meiner Firma hier in einem Werk zusammengefasst vorliegen zu haben.
Darum werde ich jetzt nach und nach alle (teilweise auch schon in den letzten 14 Jahren hier im Blog mal erwähnten) Beiträge, an die ich mich aus der Zeit vor Januar 2005 erinnern kann oder zu denen es Material gibt, hier in "rückdatierter" Form unterbringen. Die Beiträge verschwinden eigentlich nur im Archiv und werden nicht auf der Startseite angezeigt. Damit dem einen oder anderen, der daran interessiert ist, diese zusätzlichen Blogeinträge nicht entgehen, werde ich dennoch jeweils einen kleinen (!) Hinweis hier auf der Startseite liefern, aber mehr wird es dazu nicht geben.
Die "Gurken-Oma" ist ein Hingucker, aber leider kein sehr langlebiger: Der Sockel ist aus Pappe und nach spätestens ein paar Jahren komplett verschlissen. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass die Oma in allen Variationen bemalt wird. Nach Aussage des Oma-Außendienstes sind Hitlerbärtchen wohl allgemein die beliebteste Oma-Verzierung.
Unser letzter Oma-Aufsteller mit der Krone hatte den Umbau nicht überstanden und so waren wir in den letzten Monaten omalos. Aber das ist nun auch vorbei, eine neue steht ab sofort hier in der Gemüseabteilung. Nur das Regal daneben, in dem sich die unterschiedlichsten Salat-Zutaten und Dressings befinden, muss noch mal vernünftig überarbeitet werden.
Ein Kunde sprach Ines an: "Ich suche Brotaufstrich."
Da es da wirklich viele Möglichkeiten gibt (Leberwurst, Konfitüre, Schokoschmadder, Schmierkäse, vegetarische / vegane Variationen, Honig) fragte Sie ihn, was er denn nun genau suchen würde.
Seine knappe Antwort: "Brotaufstrich."
"Meinen Sie diese vegetarischen Brotaufstriche?"
"Ja, genau. In so kleinen, flachen Behältern."
"Ach, dann suchen Sie bestimmt die von unserem Naturkostlieferaten in den kleinen Dosen."
"Nein, die von EDEKA.
Ahh. Gut. Wir haben es gefunden und auch da. Das sind aber keine "kleinen flachen Gläser", lieber Kunde. Man sollte für solche Anfragen ein Sparschwein im Laden stehen haben und bei jeder falschen Antwort fünf Mark Euro einwerfen.
Warum sind da 71 Gramm drin? Dass es krumme Füllmengen bei gleichzeitiger Angabe von zum Beispiel Masse und Volumen hat, ist ja nun völlig normal. Bei Ketchup zum Beispiel. Aber was hat sich Knorr / Unilever bei der 71 gedacht? "Lasst uns da eine Primzahl als Grammzahl nehmen"? Aber wenigstens haben sich sich dabei nicht für eine gerade Primzahl entschieden.
Ein Foto, das während der Arbeiten an den Kabelkanälen entstanden ist. Der Blick von auf dem MoPro-Kühlregal sitzend an unserem großen Wandkühlregal entlang in Richtung SB-Fleisch:
Ein sehr sehenswerter Film (meine Rundfunkgebühren sind doch nicht ganz für die Katz), der berechtigte Kritik am Fleischkonsum übt, ohne einem jedoch mit erhobenem Zeigefinger das Steak oder den Burger verbieten zu wollen.
Ein weiterer Schritt ist erledigt: Der Brüstungskanal unter der Decke ist auf der rechten Ladenseite nun vollständig geschlossen! Das Stück an der hinteren Ladenwand, also über dem Brotregal, kann ich auch noch verschließen und dann heißt es erst mal wieder: Ab in den (Kriech-)Keller und Kabel einziehen. Auf der anderen Ladenseite kann der Kabelkanal nämlich noch nicht mit seinen Deckeln werden, da dort noch ein paar Stromleitungen, u.a. für die Kleineistruhe und die Coca-Cola-Kühlschränke, eingezogen werden müssen.
Eine Arbeit, die wir bislang erfolgreich vor uns her geschoben haben …
In Flaschen hatten wir letztes Jahr im Sommer schon einmal ein paar Daisho-Sorten im Angebot. Bei dem Lieferanten bestellen wir nur unregelmäßig alle paar Wochen mal und mangels Lagerplatz war das mit den Getränken irgendwie nicht wirklich praxistauglich.
Zwischendurch (und ganz sicherlich auch durch den Umbau-Stress) war Daisho irgendwie wieder in Vergessenheit geraten, aber vor ein paar Wochen sprach mich ein Mitarbeiter unseres Haupt-Biolieferanten an und bot mir ein Display mit Daisho in Dosen (nicht nur die Sorte vom Foto, sondern alle drei) an, das ich auch prompt bestellt hatte.
Inzwischen geliefert, platziert und schon teilweise verkauft:
Unser neuer Backofen schafft sieben Bleche gleichzeitig, das beschleunigt die Arbeit schon spürbar … Schönes Teil, das hier brav seinen Dienst verrichtet.
Übrigens: Wenn ich hier im Blog (und natürlich auch außerhalb davon, aber das bemerkt ihr natürlich nicht) von der linken und der rechten Ladenseite rede, meine ich immer die getrennten Seiten aus der Perspektive der Kunden!
Wer also vorne durch die Tür tritt, hat rechts die Kühlregale und Tiefkühltruhen und links die Getränkeabteilung, Non Food und die Kasse.
Keine Ahnung, wie andere das machen, ich fand es nur zu logisch und beim Theater oder in einem Kino wird es genauso gemacht. Dort ist es eben die Perspektive der Zuschauer, anhand der die beiden Seiten definiert werden.
Ich stolperte über einen Karton im Lager. Also nicht wirklich und auch nicht, weil er auf dem Boden lag – er lag obenauf in der Papppresse und mir fiel vor allem der Aufdruck auf: "Geschichten aus Peru 210g". Wie viele Geschichten aus Südamerika bekommt man denn für 210 Gramm? Was ist das?
Kurze Recherche anhand der aufgedruckten Artikelnummer: "Geschichten aus […]" sind eine Serie an Feinkostsalaten von Frikoni, von denen ein Kollege ein paar Sorten für unser Kühlregal in der Gemüseabteilung bestellt hatte. Muss einem Doofen ja auch erst mal gesagt werden.
Von mir selber entdeckt auf einer Packung "Ammerländer" Bio-Milch: Ein Strichcode, auf dem zwei Schwarzbunte (mit Herzflecken, originelle Züchtung ) grasen:
Zwei Männer (vom Rewe-Markt hier in der Gegend) schlichen durch den Laden und kamen schließlich auch mit einem meiner Kollegen ins Gespräch, weil er die augenscheinlich etwas suchenden Männer mit der Frage ansprach, ob er helfen könne.
Sie stellten sich kurz vor und sagten, dass sich sich nur mal umgucken wollen. So weit, so gut, das wollen wir ihnen ja nicht verbieten.
Dann fragten sie meinen Mitarbeiter jedoch noch ziemlich direkt, wie viel Umsatz wir hier pro Woche so machen würden. "Verratet ihr mir euren?", entgegnete er schlagfertig. Statt einer Antwort bekam er nur ein spöttisches Lachen. Eben. Was stellt er auch diese selten blöde Frage.