So lange ich in meiner Zeit im Einzelhandel zurückdenken kann, so lange gab es auch Äpfel im Beutel. Meistens eine kleinere Sortierung, die dann zu 1,5 oder 2 Kilogramm in Plastiktüten abgepackt und meistens auch um einiges günstiger als die lose Ware war, ein typisches Discounter-Produkt.
Bei uns gab es da jetzt eine kleine Veränderung. Zugegebenermaßen sieht man die Ware nicht mehr ganz so gut, denn die einst durchsichtigen Plastiktüten wurden durch Stoffnetze ersetzt. Aber diese lassen sich als (auf dem Etikett auch für die Kunden sichtbar ausgewiesener) Mehrweg-Artikel für zukünftige Gemüseeinkäufe wiederverwenden, was natürlich deutlich nachhaltiger als die seit Jahrzehnten verwendete Methode ist.
Ein Kunde brachte eine Packung Mehl zurück, weil sich darin Motten befinden. Ich war noch nicht da und die Kollegen nahmen die Packung diskussionsfrei zurück. Soll man sich wegen ein paar zehn Cent mit einem Kunden streiten? Eben.
Aber: Die beanstandete Packung war zwar noch haltbar, wich jedoch bereits sieben Monate von der Ware hier im Regal ab. Das ist ein langer Zeitraum, denn das Mehl unserer Eigenmarke ist kein Ladenhüter und wird im Grunde wöchentlich von uns bestellt. Ich würde darauf wetten, dass der Herr sich den Befall erst nach dem Kauf zugezogen hat.
Der Akzent der Anruferin erinnerte den Kollegen an
Apu von den Simpsons, nur eben weiblich und jünger. So taufte er sie auf "Apus kleine Schwester" – und genau so habe ich diese Nummer nun auch in der Sperrliste unserer Fritzbox eingetragen. (
Tellows-Score 7)
Immerhin: Hartnäckig sind sie.
Dieses Loch wird übrigens Montag mit der
bestellten Treppe gefüllt.
Es klirrte und schepperte vorhin ganz schrecklich in der Leergutannahme.
Dabei kam mir der Gedanke, dass von allen existierenden Dingen vermutlich leere Mehrweg-Bierflaschen den größten Krach-pro-Sachschaden-Quotienten haben. Zumindest aber auf jeden Fall schon ziemlich weit oben in dieser Liste stehen dürften.
Dass unsere Nachbarn den Hof hier zum Parken nutzen, ist ja in Maßen okay. Aber ganz persönlich dachte ich eben, dass ich die Fläche vor meinem Bürofenster doch vielleicht mal dauerhaft blockieren sollte. Immer mal wieder stellen sich hier auch größere Fahrzeuge hin und wenn dann ein hoher Kleintransporter hier vor dem Fenster steht, wird es hier einerseits spürbar dunkler, andererseits finde ich es echt unangenehm, hier nicht mehr vernünftig rausgucken zu können:
Norbert wollte wissen, wie sich Herbstgebäck / Weihnachtsware in den Monaten von der Lieferung Ende August / Anfang September bis zum Weihnachtsfest verkauft. In welchem Zeitraum werden welche Artikel der gesamten Ware am stärksten verkauft.
Eigentlich kann sich das fast jeder selber beantworten. Wann kauft ihr Lebkuchen? Wann Adventskalender und wann die "richtigen" Weihnachtssachen, also beispielsweise Schokoladenweihnachtsmänner? Die meisten von euch werden da ähnliche Gewohnheiten haben und ich denke, dass das etwa so aussieht:
Spekulatius, Lebkuchen: Fangen relativ stark an und steigern sich bis Anfang Dezember noch leicht.
Dominosteine, Kekse & Kuchen, Stollen: Fangen schwächer an als Spekulatius, haben ihren Höhepunkt aber ebenfalls Anfang Dezember.
Marzipan und Frutgummiartikel haben ebenfalls ihren Höhepunkt Anfang Dezember, setzen aber erst ein paar Wochen nach den bereits genannten Produkten ein. Von dort eine kontinuierliche Steigerung.
Schokolade und Hohlfiguren: Fangen erst Mitte Oktober schwach an und steigen ab der zweiten Novemberhälfte schnell in die Höhe.
Adventskalender haben ihren Höhepunkt natürlich nicht erst Anfang Dezember, sondern Ende November. Von ihnen wird die große Masse auch erst im November verkauft, vorher sind das quasi Ladenhüter.
Die Holzkisten mit dem "Wir lieben Lebensmittel"-Aufdruck, aus denen wir einen Teil unserer Gemüseabteilung
gebaut haben, lassen sich auch (bei entsprechenden Mengen und/oder zum entsprechenden Preis) mit individuellen Texten und Beschriftungen versehen.
Marion hatte diese Kisten mit dem Text "Wir lieben Borkum" in dem Inselmarkt auf Borkum (der Hinweis kam jetzt vermutlich wenig überraschend) entdeckt. Eine schöne Idee, bei mir reicht es wohl erst mal, wenn wir die mit der tiefen Zuneigung zu Lebensmitteln weiterhin verwenden.
Vielleicht zukünftig mal mit "Wir
<3 Bremen" und dann mit den anderen EDEKA-Märkten teilen, falls die dafür notwendige Menge zu groß für mich wäre. Da werde ich mal rumfragen, die Idee ist gar nicht mal so schlecht. Danke für die Inspiration.
Vielen Dank an Blogleser Simon, der diesen SPAR-Markt in
Bushmills, einem winzigen Ort in Nordirland, entdeckt hat.
Wenn man vor dem Laden steht, sieht man
auf der anderen Straßenseite das Gelände der
The “Old Bushmills” Distillery Co. Limited, einer der ältesten Whiskeybrennereien der Welt mit einer mehr als 400-jährigen Tradition.
Man staunt doch, wie oft Kunden Wein zurückgeben, weil er "korkt". Kommt jetzt nicht täglich vor, aber alle paar Wochen bringt mal jemand eine Flasche zurück, weil er "korkig" schmecken soll.
Okay,
Weinfehler kommen mal vor. Entweder haben da meine Kunden mal weniger Pech als ich sonst, oder alles, was nicht den perfekten Geschmack trifft, wird als "korkig" zurückgegeben. Ich hatte in den vielen Jahren, die ich schon Wein trinke, zwar schon viele gute und viele weniger leckere – aber noch
nie einen dabei, der aufgrund eines Fehlers ungenießbar gewesen wäre.
Norbert hat diesen SPAR-Markt im Herzen von
Sankt Petersburg entdeckt.
Vielen Dank für die Zusendung der Bilder. Schöne Lichtstimmung, ich bin ja ein riesiger Fan der
blauen Stunde.
(
Google Street View)
Durch die Windschutzscheibe im Regen fotografiert wird unser Hof mit umliegenden Gebäuden zu einem Aquarell. Nächstes Mal vielleicht doch lieber etwas Obst auf der Motorhaube für ein hübsches Stillleben drapieren.
Wenn die Packtasche voll ist, kommt die Flasche "Lillet" eben in einen meiner beiden Getränkehalter. Lass die Leute doch gucken und denken, was sie wollen. Hey, ich habe auch schon Leute auf dem Rennrad in voller Montur gesehen, die während der Fahrt bei immerhin nur mittlerer Geschwindigkeit eine Zigarette geraucht haben. Also …
Unser heiliger Leergutautomat läuft mal wieder nur zu einem Teil, denn die Kupplung des Crunchers hat sich erneut in Schall und Rauch und Wohlgefallen aufgelöst. Techniker ist
defekt informiert.
Ein Kunde gab eben Leergut ab und während ich seine Einwegflaschen wegräumte, versuchte er es mit etwas Smalltalk und fragte, ob der Automat kaputt sei. Ja, ist er und das ist auch der Grund, weshalb der große Zettel an der Tür des Gerätes hängt. Ich hätte mit "Ja" antworten können, spann mir aber einen Satz ähnlich des folgenden zurecht: "
Nein, kaputt ist der nicht. Aber er muss gerade die von der Berufsgenossenschaft verordnete Ruhezeit einhalten und so muss ich hier ran."
Ich hatte mit einer belustigten Reaktion gerechnet, stattdessen folgte ein erstauntes "oh, das hätte ich jetzt nicht gedacht" von dem Herrn. Hihi.