Ist man mit dem Scheuer-Saug-Automaten, vulgo: Wischmaschine, im Laden unterwegs, bleiben natürlich immer feuchte Spuren auf dem Boden zurück, auch wenn das Gerät das Wischwasser überwiegend gleich wieder aufsaugt.
Immer niedlich zu beobachten, wie Kunden dann mit spitzen, schnellen Schritten da durchtrippeln, um ja die frisch gereinigten Stellen möglichst wenig zu berühren – während man selber mit den Händen an der Maschine mit breiten Schritten da gemächlich durchlatscht.
Selbstgemachte Auflage, an die ich mich schon (wider Erwarten) seit ein paar Wochen erstaunlicherweise mit eiserner Disziplin halte: Zu meinem Feierabend muss mein Schreibtisch so weit aufgeräumt sein, dass kein Geraffel mehr auf der Arbeitsplatte liegt. Sonst hat man morgens schon gleich da wieder Zeugs liegen, das ein hervorragender Einstig für das
Broken-Window-Syndrom ist und einem das Vollstellen noch leichter macht.
Bin stolz auf mich und das mit der Fensterbank bekomme ich auch noch hin.
Seit ein paar Tagen haben wir "Express-Reis" nicht nur in den vielen Sorten von Uncle Ben's im Sortiment, sondern auch von unserer Eigenmarke. Ich war erst skeptisch, ob sich die Kunden da wohl rantrauen würden und hatte erst mal nur eine Einheit pro Sorte bestellt und war dann, als ich direkt nach dem Verräumen der Ware schon wieder bestellen musste, zu wenig mutig, so dass ein paar Tage später alle drei Sorten schon wieder komplett ausverkauft waren.
Memo: Ab jetzt immer zwei Kartons pro Sorte hintereinander ins Regal stellen und rechtzeitig nachbestellen, dann passt es.
Aktueller Blick in den Laden in der Münchener Straße: Die Ware ist zu 100% abtransportiert (inklusive Lager und allen irgendwie sonst immer noch in den Ecken herumstehenden Kisten), bis auf einen kleinen Haufen ist schon fast die komplette Einrichtung raus und auch die Kassentechnik ist fast vollständig abgebaut. Es fehlt noch der (halbe) Kassentisch, das Gemüseregal, der Leergutautomat und vor allem das Kühlregal, in dem sich derzeit allerdings noch das Kältemittel befindet, weshalb diese Baustelle noch warten muss. Das Gas muss fachmännisch abgezogen und entweder an anderer Stelle weiterverwendet oder fachgerecht entsorgt werden. Die Entscheidung fällt aber erst nächste Woche.
Montag ist ein Termin mit den Vermietern, bei dem wir in erster Linie besprechen werden, wie es bzgl. Renovierung und in dem Zusammenhang auch dem Verbleib der Markise und der beiden Klimaanlagen weitergeht. Bis dahin können wir erstmal nichts mehr machen …
Nachdem mal jemand versucht hatte, in Findorff ins Büro einzudringen, hatten wir da auch eine Kamera installiert. Da die Videoanlage dort nicht aufzeichnet und nur ein Livebild zu sehen ist, war das mit der "Arbeitsplatzüberwachung" auch kein Problem, zumal alle Mitarbeiter davon wussten. Man hat sich ja ohnehin nur selber gesehen, wenn man vor dem Bildschirm stand, also gab es auch keine unangenehmen Überraschungen. Ein aufgestellter Spiegel hätte nicht weniger "Überwachung" gebracht.
Sollte sich aber noch mal wieder jemand mit bösen Absichten in den Raum verirren, hätte er beim Anblick seines eigenen Antlitzes auf dem Bildschirm aber vielleicht doch lieber schnell das Weite gesucht. Ist danach aber nie wieder passiert, zumindest glauben wir das.
Ein letzter Gruß, bevor die Anlage für immer schweigen musste:
Dass man Gesichtsmasken als Corona-Schutzmaßnahme provisorisch aus Kaffeefiltern basteln kann, war vor Wochen schon im Gespräch. Wir hatten uns darauf schon früh eingestellt und vorsichtshalber die Bestände hier im Markt hoch gehalten. Dabei habe ich zwar keine großen Vorräte angelegt, aber gerade auch bei den Eigenmarkenprodukten habe ich bei jeder Bestellung immer dafür gesorgt, dass das Regal so voll wurde, wie es ging. Letztendlich blieb der Ansturm auf Filtertüten jedoch aus.
Nun ist mir aber tatsächlich mal
ein Kunde hier im Laden aufgefallen, der sich aus einer Filtertüte und einem Gummiband einen Mundschutz gebastelt hat. Immerhin.
2008 hatten wir im Markt in der Filiale
die Markise bekommen, die Unterlagen davon und auch die Bedienungsanleitung lagen noch in einem Fach im Büro herum. Interessant fand ich das Übergabeprotokoll. Wer auch immer die "Übergabe" gemacht hat, die Unterschrift ist, ähm, "kreativ" …
Fundstück in meinem "Findorff"-Ordner: Nach diesem Plan haben damals die Ladenbauer die Regale und sonstigen Einrichtungsgegenstände im Markt in der Münchener Straße aufgebaut. Einiges hatte sich danach noch verändert, aber grundsätzlich war die Anordnung bis zum Schluss so erhalten geblieben …
Eine Frage, die uns in den letzten Wochen immer wieder von den unterschiedlichsten Leuten gestellt wurde, war die nach einem Nachfolger in der Münchener Straße. Wir wissen es jedoch allesamt selber bis heute nicht.
Interesse hatte wohl vor ein paar Wochen mal ein türkischer Supermarkt, dem aber die (aktuelle) Miete zu hoch war. Zwei alternative Läden aus dem Umkreis haben zumindest Interesse verkündet, ich weiß aber nicht, was da momentan der Stand der Dinge ist und selbst wenn ich es wüsste, würde es nicht in dieses Blog gehören.
Woran die Vermieter wohl kein Interesse haben, sind irgendwelche dubiosen Spelunken mit abgeklebten Scheiben: Wettbüro, Shisha-Bar, "Freundschaftsverein" oder Spielhalle werden dort vermutlich nicht einziehen. Die Nachbarn und Anwohner wird es freuen.
Dass die Eigentümer in eine ganz andere Richtung gehen und den Laden umbauen und Wohnraum daraus machen, könnten wir uns noch vorstellen. Wie weit das zulässig ist, weiß ich nicht, aber da könnte man einige schöne Flächen aus den Geschäftsräumen machen, immerhin hat der Laden rund 350 Quadratmeter. Aber wie auch immer – das ist alles nicht mehr unser Problem und da der Mietvertrag seit inzwischen einem halben Jahr gekündigt ist, kommt das Ende für die Hausverwaltung ja nun auch nicht so ganz überraschend.
Ich werde aber ganz gewiss ab und zu mal vorbeifahren und nachsehen. Apropos, mein letzter Besuch in Achim ist auch schon wieder
über ein Jahr her. Da könnte ich demnächst auch mal wieder hin. Sobald das Wetter wieder schöner wird, immerhin ist das als "verlängerter Heimweg" eine 70km-Radtour, werde ich mal nach Feierabend diesen kleinen Umweg mitnehmen.
Stammkunde: "
Kann ich dich mal schnell was fragen?"
"
Lieber langsam, ich bin etwas schwer von Begriff."
So einen Spruch kann man aber natürlich nur bei Kunden bringen, die man kennt.
Was mir auffiel: Klauen Leute hier im Laden quasi wertloses, bzw. besonders profanes Zeugs, bezeichne ich das hier im Blog leicht mal als "
armselig". Werden jedoch teure Sachen geklaut, rutscht mir dagegen schnell ein "
dreist" über die Lippen.
Daraus kam mir gerade folgende scherzhafte Überlegung: Was ist denn nun eigentlich der korrekte Wertbereich für einen akzeptablen Ladendiebstahl? Es muss doch offenbar irgendwo einen Bereich zwischen "armselig" und "dreist" geben, sofern das nicht direkt ineinander übergeht.
Eine Bewerberin hatte in ihren Unterlagen das Bewerbungsfoto nicht oben in die Ecke vom Lebenslauf geklebt, sondern als gesonderte Seite mit in die Mappe gelegt. Das Foto hatte sie auf A4-Format gestreckt auf einem eigenen Blatt Papier ausgedruckt.
Da erschreckste dich aber erst mal beim Durchsehen der Papiere.
Parkt jemand unerlaubterweise hier auf dem Hof, sogar nach inzwischen zweimaliger persönlicher Ansage, dass ich das nicht will, habe ich als Geschädigter nicht viel Handlungsspielraum. Die Polizei unternimmt nichts, da es sich um ein Privatgrundstück handelt und folglich gibt es auch kein Bußgeld wegen Falschparkens oder ähnlichem. Schließt man das Fahrzeug ein oder stellt seinen eigenen PKW mitten in die Zufahrt, ist es dagegen schon ein Fall für die Polizei, dann macht man sich nämlich der Nötigung strafbar. Und das ist dann nicht nur eine Ordnungswidrigkeit sondern eine Straftat.
Man könnte den unerwünschten Besucher abschleppen lassen. Das machen alle oder zumindest die meisten Abschleppunternehmen aber nicht einfach so und der Geschädigte müsste mit einem dreistelligen Betrag in Vorkasse gehen und darauf hoffen, das Geld vom Autobesitzer zurückzubekommen, notfalls über eine zivilrechtliche Klage. Darauf hat natürlich fast niemand Lust und lässt es gleich bleiben.
Eine Option gibt es da aber schon, darauf bin ich zufällig bei der Recherche gestoßen: Abschleppen lassen kann man natürlich und die Information, bei welchem Unternehmen das Auto auf dem Hof steht,
darf man so lange vorenthalten, bis der Fahrzeughalter die entstandenen Kosten beglichen hat. Sehr gut, auf die Idee war ich noch nicht gekommen.
Ist natürlich nur die äußerste Option (und hier in 20 Jahren noch nicht einmal passiert), aber vielleicht kann ja von euch da draußen noch jemand von der Information profitieren.
Von dem
längst ausgelisteten Lycheewein haben wir zu Hause auch noch eine Flasche hinten im Schrank stehen gehabt. Die war schon mal irgendwann geöffnet worden und dürfte die Flaschen hier aus dem Laden noch um ein paar Jahre übertroffen haben. Was auch immer da genau mit dem Inhalt passiert war: Irgendwie haben sich färbende Bestandteile an der Oberfläche der Flasche versammelt und schwammen, nachdem ich die Flasche bewegt hatte, schließlich als schwarze Bröckchen in der Flüssigkeit.
Das ging dann direkt in den Ausguss …