Ein paar junge Männer schoben einen Einkaufswagen zu uns in den Laden, den sie nach eigener Aussage "im Gebüsch gefunden" hatten und den ein Kollege dankend annahm. Erst ein paar Momente später fiel ihm auf, dass der Wagen überhaupt nicht von uns und auch vom Format her nicht so recht mit unseren Einkaufswagen kompatibel war.
Wir wollten ihn nicht haben, denn ein weiteres unnötiges Stück können wir überhaupt nicht gebrauchen. Zum Glück waren die Jungs noch erreichbar und auch gar nicht böse darüber, dass sie ihn wieder mitnehmen sollten. "Dann wird das jetzt unser WG-Einkaufswagen.""
Auch gut.
Strichcode-Fundstück von Blogleser Falk auf einer Flasche "Gurktaler Alpenkräuter", einem Kräuterlikör aus
Gurk, Kärnten. In Gurk steht der
Dom zu Gurk, eine über 800 Jahre alte romanische Kirche, der auf dem Likör als Strichcode verewigt wurde.
Das finde ich mal eine sehr schöne Idee.
Keine 14, aber doch immerhin
fast elf Jahre lang hat uns dieser Stempel im kleinen Markt in der Münchener begleitet. Anfangen kann ich damit nun nichts mehr, einfach wegwerfen mag ich ihn aber auch nicht. Da so ein Stempel nun wirklich nicht groß ist, wird er erstmal in einer Kiste mit anderem seltener genutzten Büromaterial landen. Entsorgen kann ich ihn immer noch.
Apropos entsorgen: Der große Umbau in der Neustadt und die Schließung des Zweitmarktes haben ihren Tribut in Form von Platz und Durcheinander bei mir in der Halle gefordert. Nicht eingelagert für alle Ewigkeiten und damit meine Tochter damit irgendwann beim Trödeltrupp landet, aber ich wollte die Sachen nach und nach gesittet verwerten. Entweder verkaufen / verschenken oder zumindest fachgerecht entsorgen. Das geht von der Halle aus besser als aus den ohnehin zu engen Läden, resp. jetzt ja nur noch einem. Wird nach und nach passieren und für viele weitere Einträge hier im Blog sorgen. Soll ja nicht langweilig werden …
Eines der häufigsten Schreiben der Staatsanwaltschaft Bremen beinhaltet die Aussage, dass der oder die Täter/in noch mehr Dreck am Stecken hat: "
Neben der in jener Sache zu erwartenden Strafe fällt die Strafe, zu der die Verfolgung der von Ihnen angezeigten Tat führen kann, nicht beträchtlich ins Gewicht, [...]".
So einen Brief habe ich erst vor ein paar Wochen bezüglich eines Ladendiebes bekommen, der hier nicht nur schon mehrfach auffällig geworden ist, sondern der inzwischen auch von mir schon mehrere Anzeigen wegen Ladendiebstahls und aufgrund der Wiederholung auch wegen Hausfriedensbruchs erhalten hat. Selbst ich vertrete nun nicht die Ansicht, dass Ladendiebe direkt beim ersten Diebstahl für alle Zeiten in den Knast wandern sollen (befürworte jedoch definitiv eine schnellere Steigerung des Strafmaßes im Wiederholungsfall), aber man fragt sich schon, warum jemand mit so einer (Vor-)Geschichte tatsächlich noch herumläuft und fleißig Diebstähle verübt … So geschehen vor ein paar Tagen, als er vom Gesetzgeber zwangsweise maskiert hier den Laden betrat und sich mal eben im Vorbeigehen eine Packung Sardinen aus dem Kühlregal in die Jackentasche gesteckt hat. Direkt erkannt haben wir ihn aufgrund des Schnupftuchs auf den ersten Blick gar nicht, aber spätestens beim Blick auf seinen Ausweis klingelte es wieder hell und schrill.
Du kannst noch so groß und auffällig den Preis an eine Ware schreiben, das Schild kann im Großformat sein, Blinken und eine Melodie abspielen – irgendjemand wird herkommen und persönlich nach dem Preis der angebotenen Ware fragen.
In einer der Ablagen in Findorff habe ich noch diesen alternativen Ladenplan entdeckt, der damals aber zum Glück nicht umgesetzt wurde. Den Laden der Länge nach durch lange Regalreihen zerteilt wäre nicht so elegant gewesen wie der deutlich transparentere Entwurf mit den Tiefkühltruhen in der Ladenmitte, der es dann letztendlich ja auch in die Umsetzung geschafft hatte …
Seit ein paar Wochen liegt aus mit nicht bekannten Gründen eine leere Packung "Esspapier" im kleinen Büro. Vielleicht hatte ein Kunde sie als Muster bei einem Kollegen abgegeben mit der Frage, ob wir den Artikel bekommen können. Können wir nicht, aber was mir heute erst klar geworden ist: Ich habe dort immer
Schweine gelesen, denn schließlich ist da eine Sau abgebildet. Dass es aber "Scheine" sein sollen, wohl wegen des Esspapier-Inhalts, fiel mir erst jetzt auf.
PS: Gehört das "cool" in ähnlicher Schriftart eigentlich zum Namen? "Cool süße XXL Scheine" klingt ja irgendwie auch sehr sonderbar.
Der Leergutautomat hatte augenscheinlich ein technisches Problem. Eines der Förderbänder bewegte sich von jetzt auf gleich unerklärlicherweise nicht mehr und auch ein Neustart des gesamten Systems brachte keinen Erfolg. Während ich im Büro saß, um ein "Außer Betrieb"-Schild auszudrucken, kam ein Kunde mit Leergut, der wohl gar nicht wusste, dass der Automat nicht funktioniert, und hat leichtsinnigerweise sein Leergut abgegeben, als wäre der Automat völlig in Ordnung.
Also vorerst kein Schild. Aber der Techniker soll trotzdem mal nachsehen, ob ein Fehler zu finden ist. Völliges Versagen eines Antriebs könnte mit der Stromzufuhr zu tun haben. Ich tippe auf einen Wackelkontakt durch einen Kabelbruch in einer Zuleitung zum Motor, zumindest deckt sich diese Hypothese mit allen erkennbaren Symptomen.
Im Büro in der Münchener Straße haben wir noch zwischen den Unterlagen dieses Zertifikat von 2010 gefunden, in dem Bescheinigt wird, dass wir an einem freiwilligen Hygienekontrollprogramm der
SGS teilnehmen, bzw. zumindest mal teilgenommen hatten.
Was daraus geworden ist, weiß ich gar nicht. Wurde das Programm eingestellt? Hat es irgendjemand gekündigt? Eventuell auch die Zusammenarbeit mit der Edeka damals? Ich kann mich beim besten Willen nicht mehr daran erinnern. Aber zumindest drei Jahre lang gab es diese Zertifikate und haben geschützt in
einer Zeitkapsel einem Ordner bis heute überlebt …
Ist auch fast egal, was aus dem Programm wurde: So einen Laden kann man freiwillig und mit entsprechendem Engagement auch ohne ein Zertifikat eines Drittanbieters sauber halten.
So kann man es als Spammer auch machen: Statt an die im Impressum angegebene Adresse "
keine-seo-und-link-anfragen-bitte [at] shopblogger.de" hat der Absender daraus "
ich_lese_jede_mail [at] shopblogger.de" gemacht, die Dank
Catch-All auch zugestellt wurde. Das ist zwar mal ziemlich kreativ, hat ihn aber dann auch nicht vor der nachhaltigen Markierung als Spam geschützt. Hihi …
Eine Sache kann ich mit Sicherheit feststellen: Die Lieferengpässe bei Toilettenpapier, die wir in den letzten Wochen erleben durften, sind offenbar endgültig vorbei. Teilweise haben wir sogar von der Großhandlung zugeteilte (nicht bestellte) Mengen bekommen, wie beispielsweise diese kürzlich gelieferten drei Rollcontainer voller
Soffione-Klopapier, das mit den Blumen, die auf den ersten Blick ironischerweise
wie Corona-Viren aussehen.
Ein Kunde staunte über unsere recht umfangreiche Zotter-Auswahl und kombinierte schließlich, dass bei so vielen ähnlichen Produkten, bei denen doch keiner so richtig die Übersicht haben dürfte, die Bestellung wohl automatisch ausgelöst würde.
Dem ist jedoch nicht so. Ganz klassisch auf ausgedruckten Sortimentslisten (die wir dann (RETROALARM!) ins Faxgerät stecken) erledigen Ines oder ich die Bestellung völlig manuell. Da die Listen und die Platzierung im Regal alphabetisch geordnet sind, hält sich die Mühe dabei in recht überschaubaren Grenzen. Der Kunde konnte es fast nicht glauben.
Seit wir das Loch in der Hallenwand verschlossen hatten, hat sich logischerweise auch die
Schleiereule nicht mehr blicken lassen. (
Natürlich hatten wir sie nicht blindlings eingeschlossen und in dem Gebäude ihrem Schicksal überlassen!)
Da das Loch jedoch nur provisorisch von uns abgedichtet war, um den durch die Eule verursachten Hinterlassenschaften Einhalt zu gebieten, blieb ein kleines Loch, durch das jetzt Rotkehlchen Zugang zu einem sicheren und quasi völlig ungestörten Nistplatz gefunden haben. Die dürfen bleiben! Rotkehlchen würgen jedenfalls keine Gewölle hoch und auch die Häufchen aus dem hinteren Ende des Tieres sind bedeutend kleiner.
Fundstück von Blogleser Jonathan auf einer Packung Reibekäse der französischen Intermarché-Eigenmarke Pàturages: Ein Strichcode, der aussieht wie eine Scheibe Käse mit Löchern. Vielen Dank für die Zusendung.