Aktuell haben wir einen kleinen Aufsteller mit "Forest Gum"-Kaugummis hier im Laden stehen. Dabei handelt es sich um plastikfreies Kaugummi auf natürlicher Gummibasis. Geschmacklich sind sie gut, das Kaugefühl ist etwas "dünner" als bei den bekannten Kunststoff-Kaugummis, aber das ist wohl nur eine Gewohnheitssache. Blasen kann man damit übrigens nicht machen, denn die Kaumasse ist deutlich weniger elastisch als man es sonst kennt.
Ob ich mit meiner These richtig liege, dass bei manchen Produkten den Machern irgendwann mal im Suff in einem kreativen Moment ein besonders lustiger oder origineller Name eingefallen war und sie daraufhin unbedingt ein Produkt um diesen Namen kreieren wollten? Diesen Gedanken hatte ich häufiger schon, wenn mir neue Produkte von irgendwelchen kleineren Firmen vorgestellt wurden und auch "Forest Gum" ("Waldgummi") gehört dazu. Klingt bestimmt nicht ganz zufällig so ähnlich wie ein gewisser Garnelen-Milliardär aus der Feder des Winston Groom.
Zusendung von Monika, die diesen Strichcode mit Pfoten auf einer Packung der Rewe-Eigenmarke (ja!) Hundefutter entdeckt hat. Hier für die Nachwelt archiviert, da diese kreativen Strichcodes bei den Ja!-Produkten wohl nach und nach verschwinden werden.
Ines und mir fiel eine Frau im Laden auf, die sich sehr sonderbar verhielt und parallel dazu mit einem recht auffälligen Äußeren die Aufmerksamkeit mehrerer Kollegen auf sich zog.
Sie trug eine grüne Einmal-Hose mit Gummizug, wie man sie aus dem Krankenhaus kennt, hatte ein Pappschild am Band um den Hals, das wie ein Brustbeutel vor ihrem Bauch baumelte und roch extrem nach, nun, ich erspare euch die Details, jedenfalls roch sie nach menschlichem Ermessen nicht gut.
Während wir bereits hinten im Büro an der Videoüberwachung klebten, kam eine andere Kollegin ins Büro gestürmt: "Da ist so eine ganz komische Olle im Laden… Guckt ihr schon?" Klar guckten wir.
Die Frau ging hin und her, ohne das irgendeine Kaufabsicht erkennbar gewesen wäre. Zwischendurch kratzte sie sich noch mit der Hand in der Hose an verschiedenen Körperstellen, die eben für gewöhnlich vom oberen Ende einer Hose verdeckt werden, und ging schließlich zur Kasse. Dort kaufte sie nichts, hielt aber meinem Mitarbeiter das Pappschild vor die Nase. Darauf stand ihr Name und eine Adresse mit Telefonnummer und der Hinweis, dass man doch bitte in der Einrichtung für betreutes Wohnen anrufen soll, damit sie wieder eingesammelt werden könne.
Kurzerhand wählte mein Mitarbeiter die angegebene Telefonnummer und erreichte auch jemanden, bekam jedoch die Auskunft, dass wir bitte die Polizei informieren sollen. Diese sollte sich dann um die offenbar verwirrte Frau kümmern. Okay, machen wir.
Da dieser Anruf die Arbeit an der Kasse zu lange aufgehalten hätte, übernahm ich den Job. Nachdem ich nach insgesamt rund einer Viertelstunde in der Warteschleife vom Zentralruf der Polizei Bremen hing und endlich jemanden an der Strippe hatte, ging alles ganz schnell. "Wir haben hier eine offenbar orientierungslose Person aus einer Einrichtung für betreutes Wohnen. Uns wurde gesagt, dass Sie sich bitte darum kümmern sollen", erklärte ich. "Alles klar, gebe ich weiter", bekam ich als Antwort und das Gespräch war nach einer Minute beendet.
Ein paar Minuten später rief mich die Mitarbeiterin der Polizei zurück und erklärte mir, das die Frau bei denen schon ziemlich gut bekannt ist und dass ihre Betreuer es wohl immer wieder versuchen, die Polizei als kostenlosen Fahrdienst einzuspannen. "Die darf sich ganz offiziell alleine draußen auf der Straße bewegen. Wenn die Frau ansprechbar ist, sagen Sie ihr bitte, dass sie nicht abgeholt wird und direkt nach Hause gehen soll."
Es dauerte ein paar Augenblicke länger als gewöhnlich, bis meine Worte bei der Frau ankamen, aber sie nickte, stand auf und marschierte los.
Vor knapp einem Jahr berichtete ich an dieser Stelle, dass wir nun auch "Hard Seltzer" im Sortiment hätten. Die BUZZ-Dosen waren nach einer Weile verschwunden und es hatte auch nie wieder jemand danach gefragt.
Nun haben wir mal einen neuen Versuch gestartet: Von den Holy-Hard-Seltzern haben wir nun mal testweise ein kleines Display hier im Laden stehen. Bis jetzt haben wir schon einige der (Mehrweg-)Flaschen verkauft. Das Wetter ist gerade eher nicht so passend, aber im Frühling könnte es noch etwas werden.
Wie so oft die Frage an dieser Stelle: Kennt ihr dieses Produkt oder habt ihr schon Erfahrungen damit gemacht?
Da haben wir heute auf einem Haufen zwei abgeschnittene Flaschensicherungen gefunden. Leider ließ sich nicht mehr feststellen, wer da was geklaut hat – aber darauf, dass uns da zwei Flaschen Alkohol abhanden gekommen sind, würde ich mit hohem Einsatz wetten.
Na, warte. Mach das öfter und wir werden dich kriegen!
Anruf einer Firma aus Richtung Berlin. Der Anrufer stellte sich kurz vor und mir daraufhin ein paar relativ unverfängliche Fragen:
"Haben Sie noch Lieferanten, bei denen Sie nicht per MDE-Gerät bestellen?"
"Ja, klar. Einige sogar", antwortete ich ehrlich.
"Wie viele etwa, wenn ich fragen darf und aus welchen Sortimenten?"
"Na, etwa ein Dutzend, würde ich sagen. Quer durch den Laden. Von Frische bis Getränke ist da auch so ziemlich jede Warengruppe dabei."
"Wir haben eine App entwickelt, wo sie bequem von Handy oder Tablet aus bestellen können …", berichtete der Mann am anderen Ende der Leitung. Und er berichtete, dass schon einige Edeka-Märkte deren App nutzen würden und dann holte er zum anpreisenden Rundumschlag aus. So kann man mit dieser App beispielsweise Sortimentslücken besser vermeiden und effizienter arbeiten.
Das klingt ja alles prinzipiell nicht schlecht. Voraussetzung ist natürlich, dass potentielle Lieferanten ihre Artikeldaten für das System zur Verfügung stellen.
Der Anrufer wollte dann noch einen Termin für eine Videopräsentation vereinbaren. "Dann erfahren Sie auch, welche Kosten auf Sie zukommen", erklärte er mir.
Ich stutzte. "Auf mich kommen Kosten zu? Mal ehrlich, bislang bestellen wir telefonisch oder via E-Mail, das kostet mich gar nichts. Warum soll ich dafür plötzlich etwas bezahlen?"
Zeitersparnis und Effizienz waren die Schlagworte in der darauffolgenden Erklärung.
Da "Kosten" natürlich immer relativ sind, bohrte ich noch etwas weiter, um ihn zu einer Antwort zu bringen. Ich hasse es, wenn Leute um den heißen Brei herumreden oder einem erst im letzten Moment solche Details verraten. Ich rechnete mit einer kleinen Pauschale. Aber damit lag ich falsch.
Ich hole mal eben etwas aus und nehme als Beispiel unsere Bio-Wein-Bestellung.
Diese Bestellung erledige ich seit Ewigkeiten schon schriftlich. Ich habe mir einen Vordruck gebastelt, auf dem alle Artikel aufgeführt sind, daneben jeweils ein Feld für die Bestellmenge. Der Vorgang des Bestellens läuft dann folgendermaßen ab: Ich werfe kurz die Datei auf den Drucker, nehme mir das Blatt und laufe zum Regal. Dort gucke ich mir der Reihe nach die Platzierung im Regal an und wenn ich entscheide, dass ich einen Artikel bestellen möchte, trage ich dort die entsprechende Menge ein. Meistens einen oder zwei Kartons. Hinterher stecke ich das Blatt in unseren Scanner, wähle die Adresse aus uns versende die Bestellung als pdf-Datei via E-Mail. Fertig.
Wenn ich diese angepriesene App verwenden würde, müsste ich zwar keine ausgedruckte Seite verwenden, aber der Arbeitsaufwand, ans Regal zu gehen und die benötigten Mengen zu erfassen, würde genauso bleiben wie bisher. Das Absenden geht dann in der App vielleicht ein paar Sekunden schneller als am Scanner, aber wir reden da nicht einmal von einer Minute Aufwand.
Wäre die App jetzt für mich kostenlos zu nutzen, könnte man damit mal Erfahrungen sammeln. Alle Lieferanten in einer Anwendung zusammengefasst und für alle das gleiche Prozedere ist sicherlich eine kleine Arbeitsersparnis. Aber …
Aber …
Aber! Kosten von EINEM PROZENT von jeder übermittelten Bestellung sind schon echt eine Ansage, die sich gewaschen hat. Gerade der Lebensmittelhandel mit seinen eher knappen Margen, der um jedes einzelne Prozent Rohertrag feilscht, wo für die Durchsetzung von Cent-Bruchteilen im Einkaufspreis ganze Lieferanten wochen- und monatelang ausgelistet werden – ausgerechnet da will jemand für eine im Grunde zu vernachlässigende Erleichterung des Bestellprozesses mal eben ein Prozent vom Einkaufspreis für sich abgreifen.
Um mal beim Beispiel mit der Weinbestellung zu bleiben: Das Ausdrucken der Bestellvorlage (10 Sekunden) und das Scannen und versenden (1 Minute) wäre der Aufwand, den wir mit der App sparen würden. Dafür würden wir diese Zeitersparnis mit rund zehn echten Euros bezahlen.
Kann er gerne woanders weiterversuchen, aber ich bin da raus.
Immer wieder fragen Kunden nach Geschenkgutscheinen von uns hier. In der Vergangenheit hatten wir noch ein paar alte SPAR-Gutscheine und sonst noch einige neutral gehaltene in unterschiedlichen Ausführungen, die wir mal als Muster von Druckereien oder Werbemittelversendern bekommen hatten. Aber wir hatten nie eine vernünftige Lösung und haben den letzten immer nur Absagen erteilen müssen.
Vor ein paar Wochen bekam ich wieder einmal Post von einem Werbemittelhersteller. Sie schickten mir einen Katalog, in dem nur Produkte mit Bezug zur EDEKA dargestellt wurden. Von Zeitungsanzeigen über Flaggen bis hin zu Kundenzeitungen kann man dort alles bestellen. Auch ein paar Gutscheine waren dort abgebildet und ein paar Tage später hatten wir dort angerufen und gefragt, ob wir die auch so bekommen könnten. Nein, "so" konnten wir die nicht bekommen. Die Abbildung war dort nur, um zu zeigen, dass sie sowas erstellen können. Das Design war komplett von und in Abstimmung mit den Märkten entstanden. Ich könnte aber eine Vorlage oder einen groben Entwurf einsenden. Dann würde man den für mich gestalten und wenn man sich dann final auf eine Version geeinigt hätte, würden die Gutscheine gedruckt werden. So verblieben wir.
Ines und ich setzten uns hin und überlegten, wie die Gutscheine aussehen könnten. Irgendwann kam uns eine Erkenntnis: Wenn ich schon selber etwas basteln muss, kann ich es auch gleich eine komplette Version in druckbarer Qualität mit Photoshop erstellen. Im Format 21 x 9,9 cm auf 350g schwerem Hochglanzpapier habe ich dann 200 Stück dieser doppelseitig bedruckten Karten für unter 25 Euro bei einer Onlinedruckerei bestellt. Jahrelang vor mir hergeschoben und nun endlich umgesetzt. Ich finde sie ziemlich cool:
Etwa mittig zwischen Nürnberg und München liegt die kleine Stadt Riedenburg. Mitten in Riedenburg gibt es das Riedenburger Brauhaus, dessen Produkte hier im Norden eher nicht so bekannt sein dürften. Eine leere Flasche "Doldensud" hat es nun in unseren Leergutautomaten geschafft.
Meine Tochter hätte vermutlich ihre Freude mit dem Etikett, immerhin befindet sich ein Elefant darauf. Wenngleich es ein als Reittier misshandeltes Rüsseltier (India Pale Ale --> Indischer Elefant) ist, aber daran würde sich eine Achtjährige wohl (noch) nicht stören.
In den Müllsack vor unserem Leergutautomaten hatte jemand diese leere Flasche "Eco Freude" Waschmittel von Rossmann geworfen. Ich sah sie im Vorbeigehen, war neugierig und entdeckte diesen Strichcode mit Gräsern oder anderen kleinen Pflanzen:
Die 30. Woche meiner Ausbildung verlief ohne Zwischenfälle, aber in diesem Tätigkeitsnachweis findet sich eine kleine Erinnerung an die Zeit vor der Ausbildung wieder, als ich als Aushilfe dazu eingestellt war, den Parkplatz und Außenbereich sauberzuhalten: Paletten, Rollcontainer und Kisten ordentlich zusammengestellt …
Dienstag habe ich die Getränke (Trinks) gepackt und die Getränke-Abteilung komplett aufgeräumt. Anschließend habe ich Gemüse nachgepackt und die Gemüseabteilung komplett aufgeräumt. Nachmittags habe ich den Parkplatz saubergemacht und hinten auf dem Hof das Leergut (Paletten, Rollcontainer, Kisten …) ordentlich zusammengestellt.
Ich habe die Getränkeschilder so umgehängt / umgesteckt, daß über jeder Sorte das richtige Schild hing.
Papppresse ausleeren, Leergut annehmen. Abends habe ich die leeren Paletten von draußen ins Lager gefahren. Preise für Kasse suchen.
Am Donnerstag habe ich einen Teil eines Regals komplett neu aufgebaut.
Getränke (EW) packen.
Beim Reifen werden Milchzucker, Kasein und Fett umgewandelt. Aus Kasein entstehen wohlschmeckende und wohlriechende Stoffe, die das Aroma der Käse ausmachen.
Aus Milchzucker entstehen Milchzucker und Kohlendioxyd, welches die "Löcher" im Käse verursacht, da es nicht durch die Rinde entweichen kann. Das Fett wird zum Teil in die Fettsäuren und Glycerin gespalten.
Die Reife wird zum richtigen Zeitpunkt beendet. Der reife Käse wird verkauft oder gekühlt gelagert. Die Käsepflege (Lenkung, Überwachung und Vollendung der Reifungsvorgänge) muß bis zum Verkauf an den Verbraucher fortgesetzt werden.
Überzüge aus Bienenwachs, Hartparaffin und synthetischen Wachsen sind zum Schutz der Käse vor Schmutz und Austrocknung erlaubt. Allerdings muß sich der Überzug leicht vom Käse trennen lassen.
Käse ist die Methode, Milch über längere Zeiträume haltbar zu machen!
Blick von der Tür in mein Büro. Eine Ansicht, die ich selten "bewusst" sehe. Ich renne da eben rein und raus, halte mich aber selten an der Tür auf, um den Raum zu betrachten. Wenn ich da drin bin, hocke ich ja meistens hinter dem Schreibtisch.
Langsam nervt es, ständig iPhones bei Instagram zu gewinnen …
Dass man aber auch nichts nachhaltig gegen diese scheiß Spammer unternehmen kann. Wir melden sie ja schon ständig, aber immer und immer wieder taucht diese Werbung auf. Beruhigend immerhin, dass nicht nur wir davon betroffen sind.
Hier zog eben eine recht große Demonstration am Laden vorbei, die heute wie auch in anderen Städten unter dem Tag #hanauistüberall, an den Anschlag in Hanau 2020 erinnern soll.
Als ich eben von einem Kollegen davon erfahren habe, war der Zug aus etlichen Demonstranten jedoch schon komplett hier am Laden vorbeigezogen und mir blieb nur noch ein Foto von der blau blinkenden Nachhut: