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Mein Berichtsheft in Echtzeit (Teil 100)

Jubiläum: Es ist die 100. Woche meiner Berufsausbildung und zur Feier dieses Anlasses gibt es keine spektakulären Ereignisse im Wochenbericht. Zwischendurch hatte ich die Ehre, die heilige Papppresse ausleeren zu dürfen. Oh, oh, ich werde hier noch zum Zyniker. ;-)

Im Fachbericht staunte ich über eine Formulierung, die entweder aus zu viel oder möglicherweise auch aus zu wenig Inhalt besteht. Stellen wir fest: Das Besondere an Thymian ist, dass er bereits schon kurz vor der Ernte geerntet und getrocknet wird. :-)



Am Montag-Morgen habe ich Gemüse gepackt. Ich habe mich dabei um die Seite mit den Früchten / Exoten und um die Äpfel gekümmert. Anschließend habe ich den Müll (Kartons) weggeräumt und den Boden gefegt.
Annehmen und Vergleichen verschiedener Brotlieferungen von Wendeln, Harry und Lieken. Danach habe ich vorne die Paletten herausgefahren und den Laden offiziell aufgeschlossen (für die Kunden).
Ausleeren der Ballenpresse. Leergut annehmen und auswechseln der Rolle in der Leergut-Kasse.
Danach habe ich die Essmann-Bestellung gemacht.
Am Dienstag habe ich die Getränke-Lieferung angenommen, verglichen und gepackt. Getränke-Bestellung mit dem MDE-Gerät machen, Margarine u. Kondensmilch packen.



Zimt ist die getrocknete Innenrinde des Zimtbaumes, die seit Jahrtausenden als Gewürz begehrt ist, aber erst im 15. Jahrhundert in Deutschland bekannt wurde. Der beste Zimt kommt aus Sri Lanka und wird durch Schälen einjähriger Wurzelschößlinge gewonnen. Zimt wird zum Würzen von Gebäck, Obst und Milchsuppen, süßsauer eingelegtem Gemüse, Glühwein, Punsch und vielen anderen Sachen verwendet.

Thymian ist in aus Südeuropa stammendes Küchenkraut. Heute wird es besonders in Mitteleuropa und den USA angebaut. Kurz vor der Ernte wird das Kraut geerntet, an der Luft getrocknet und kleingeschnitten. Thymian weist einen hohen Anteil an ätherischen Ölen auf, der den würzigen Geschmack und Geruch des Krautes bestimmt. Thymian wird meist in Verbindung mit Majoran zum Würzen von Wurst, Pasteten und Saucen verwendet.

"Wild Life" Sammelfanten

Seit ein paar Tagen läuft die nächste Sammelfanten-Aktion der EDEKA. Diesmal lautet das Motto "Wild Life" und die Ottifanten haben sind zu anderen Viechern mutiert: Gorilla, Känguru, Fledermaus, Giraffe und viele andere Tiere gibt es nun, die irgendwie einen Rüssel haben. Etwas sonderbar, aber irgendwie auch sehr putzig. :-)



Natürlich haben wir auch wieder eine Dose an der Kasse stehen, in der doppelte Ottifanten getauscht werden können. Diese Einrichtung wurde auch in den vergangenen Jahren immer gerne angenommen:


Wimmern in der Backstube

Das Thema mit der defekten Spültischarmatur in unserer Backstube ist auch endlich ausgestanden. Eigentlich sollte sich darum der Sanitärbetrieb kümmern, der das Teil damals auch eingebaut hatte.

Die Kombination aus "Urlaub", "keine Leute" und "wieder Urlaub" sorgte für eine kleine, geradezu winzige Verzögerung von nur zwei Monaten. Ich hatte die Baustelle nicht täglich vor Augen, aber die Kollegen haben auch nicht ständig gedrängelt und so war das Problem etwas in den Hintergrund gerückt.
Nun hatten wir Anfang vergangener Woche noch einmal mit Nachdruck beim Installateur nach dem Ersatzteil gefragt. Insgesamt wären das wohl rund 100 Euro für die Teile geworden, zzgl. Einbau. In ganz neu wäre die Armatur sofort lieferbar, jedoch inzwischen etwas teurer als beim Einbau 2018. Über 300 Euro netto sollte sie nun kosten. Und dann hätten wir wieder diesen spiddeligen Hebel gehabt, der schnell abbrechen konnte. Nee, das wollte ich nicht.

Wir haben uns jetzt für 130 Euro so eine Armatur bei IKEA besorgt:



Der Einbau war für uns handwerklich nicht ganz unbegabte Leute schnell erledigt und so haben wir jetzt mit einer knappen Viertelstunde eigener Arbeit eine nagelneue Armatur am Spülbecken.

Funktioniert wunderbar, wie auf dem Bild zu erkennen ist und selbst, wenn sie nur zwei Jahre halten würde (IKEA gibt auf die Armatur 10 Jahre Garantie), kämen wir unterm Strich noch günstiger davon als mit der teureren Armatur vom Fachbetrieb.


Fummel, fummel …

Unsere Acryl-Kiste mit deinem Einwurfschlitz für Leergutbons scheint eine magische Anziehungskraft für sonderbare Gestalten zu haben. So oft erleben wir, dass Leute daran herumfummeln. Sei es oben am Schlitz, offenbar in der Hoffnung, einen oder mehrere der Bons greifen und herausziehen zu können – oder wie in diesem Fall direkt am Schloss.
Bei unserer Spendenbox handelt es sich dabei übrigens um ein richtiges Schloss, für das man einen Schlüssel benötigt. Es lässt sich also nicht unauffällig mit einer geschmeidigen Handbewegung öffnen, sondern man müsste sich schon etwas mühe machen.
Mit unserem Vorrat an Menschenkenntnis erkennt man die eingangs erwähnten "sonderbaren Gestalten" oft schon auf den ersten Blick. Da stehen Leute vor dem Automaten und man ahnt schon, dass sie irgendwann diese Box entdecken und diese zumindest mal kurz hinsichtlich der Erreichbarkeit der darin liegenden Bons abchecken.

So auch in diesem Fall. Zwei Typen, denen wir kein Stück über den Weg trauten, kamen zur Leergutannahme und Ines und ich gingen direkt ins Büro und schauten den beiden zu. Letztendlich taten sie nichts Schlimmes, aber einer der beiden Männer konnte den Ort nicht verlassen, ohne noch einmal die Elepfandspendenbox zu befingern.


Ring-Pull-Verschluss einer Getränkedose

Vor ein paar Tagen hatte ich auf einem geschotterten Parkplatz beim Blick nach unten einen ausgesprochen seltenen Gegenstand entdeckt, den viele schon gar nicht mehr kennen dürften: Den Ring-Pull-Verschluss einer Getränkedose, wie er wohl seit 30 Jahren schon nicht mehr verwendet wird.

Das Material sieht schon reichlich mitgenommen aus, vielleicht ist das Ding wirklich mehr als zwei Jahrzehnte alt – aber dass der alte Dosenverschluss überhaupt noch vollständig erhalten ist, nachdem da vermutlich viele Jahre lang Autos drübergefahren waren, ist erstaunlich.

Kennt ihr diese Verschlüsse noch? Auch die kleinen UFOs, die man aus manchen (aber nicht aus diesem) bauen konnte? :-)


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Fertige Fassadenneugestaltung

Die Arbeiten an unserer Fassade sind inzwischen fast vollständig erledigt. Die Eingangstür zu den Wohnungen wird auch noch neu gestrichen, denn die mit Schmierereien übersähte Tür ist derzeit noch ein regelrechter Schandfleck zwischen den neu gestrichenen Wänden.

Ansonsten sieht es richtig gut aus. Die ganze Aktion hat zwar einen Haufen Geld gekostet, aber es hat sich wirklich gelohnt. Unser Haus wirkt nun deutlich frischer und moderner. Die gelben Verblender in den in oberen Etagen sehen dadurch zwar immer noch nicht gut aus, aber die nimmt man nicht so sehr wahr, wenn man hier auf dem Gehweg läuft oder vor dem Gebäude steht.



Das obere Bild ist vom Vortag. Die drei Lüftungsgitter unter meinen Schaufenstern sind, wie man auf dem nur eine halbe Stunde alten unteren Foto erkennen kann, auch neu gestrichen worden:


Es blieb ein großes Fragezeichen

Eine Kundin hatte wohl Frage zu den Haushaltsartikeln. Sie sprach eine Vetreterin an, die gerade in einem Regal in der Nähe räumte, aber von dem anderen Sortiment nicht allzu viel Ahnung hatte.

Wahrheitsgemäß antwortete sie der Frau, dass sie sich hier nicht so gut auskennen würde, aber gerne mal eben einen der Mitarbeiter des Marktes holen könne.

Die Kundin machte ein langes Gesicht und antwortete der Angesprochenen in relativ rotzigem Tonfall: "Egal, dann guck ich eben woanders!" – und stapfte davon.

Glutenfreies Knäcke

Eine Kundin sprach einen meiner Kollegen an. Wo wir denn glutenfreie Produkte hätten, wollte sie wissen. Er erklärte ihr, dass diese Produkte immer thematisch mit dort platziert sind, wo auch die jeweiligen normalen Produkte stehen. Also Nudeln bei Nudeln, Kekse bei Keksen und so weiter …

Da ich gerade vorbeikam, klinkte ich mich ein und fragte, was sie denn genau suchen würde. "Knäckebrot", lautete ihre Antwort, "haben Sie glutenfreies Knäckebrot?"

Haben wir, sogar zwei Sorten. Sie war hellauf begeistert und erklärte mir, dass sie sowas nicht einmal im Reformhaus bekommen würde – und dann kommt sie zum EDEKA und findet dort gleich zwei verschiedene glutenfreie Knäckebrote.

So lässt man Kundenaugen leuchten. :-)

Die erste Farbe auf der Fassade

Es wird was mit unserer Fassade. Die erste Farbe ist schon drauf und auch unser Vordach ist bereits weiß gestrichen und beeindruckt nicht mehr mit schwarz-melierter Schimmeloptik.

Sehr schön. Ich freue mich schon auf das Endergebnis! :-)


Komasaufen im EDEKA

Ein Typ kam in den Laden und steuerte direkt auf das Spirituosenregal zu. Dort nahm er sich eine Flasche Wodka, öffnete diese und trank in den folgenden Minuten drei Viertel des Inhalts direkt aus der Flasche. Zwischendurch öffnete er noch eine Dose Cola und machte sich direkt im Mund eine Mischung.

Einer aufmerksamen Kundin war der Typ jedoch aufgefallen und so sagte sie bei einem meiner Mitarbeiter Bescheid. Wenige Augenblicke später saß der Mann im Lager auf einer Getränkekiste. Da konnte er noch sitzen. In den folgenden fünf Minuten wirkte der Alkohol und er sank auf der Kiste immer weiter zusammen, bis er schließlich von seiner Sitzgelegenheit rutschte und regungslos auf dem Lagerfußboden liegen blieb.

Es dauerte weit über eine Stunde, bis die Polizei schließlich auftauchte. Der Wodkatrinker rührte sich in der Zeit kein Stück. Auch die Polizisten konnten ihm über ein paar träge Bewegungen und einige lallende Laute keine weiteren Lebenszeichen entlocken.

Zehn Minuten später wurde er dann von einem Team des Rettungsdienstes eingesammelt und zur Ausnüchterung weggebracht.

Mal eben die fremde Mütze von der Fensterbank …

Dass ich direkt beklaut werde, also die Ware mitgenommen wird, die wir hier zum Verkauf anbieten, gehört quasi zum Tagesgeschäft dazu.

Dass Kunden sich gegenseitig die Sachen wegnehmen, kommt seltener vor.


Eine Stammkundin hatte ihre Wollmütze während der Leergutabgabe auf die kleine Fensterbank vor dem Automaten gelegt – und natürlich prompt vergessen. Keine Stunde später hat ein anderer Stammkunde aus der Ethanol-Fraktion die Mütze entdeckt, begutachtet und nach dem Abgeben seines Leerguts scheinbar unauffällig und wie selbstverständlich eingepackt. Dumm nur, dass das alles im 1-A-Blickfeld einer Kamera passiert ist und ich den Mann fast täglich hier sehe.

Einige Tage später darauf angesprochen stellte er sich erst doof und stritt dann alles ab. "Ich muss mal gucken, was ich da machen kann", war seine Antwort, als ich ihm sagte, dass die andere Kundin gerne ihre Mütze wiederbekommen würde. Muss er wohl, sonst braucht er nämlich eine neue Bezugsquelle für die günstige Hopfenkaltschale.

Haake-Beck-Bruch

Beim Packen ist einem Kollegen ein ganzer Stapel Bierkisten umgekippt. Der Schreck war groß, zumal der Kollege noch relativ frisch bei uns ist. Passiert halt mal …

Fast ärgerlicher als der Warenschaden ist der Aufwand, alles aufzuwischen. Es sind ja nicht nur die paar Scherben, die aufgesammelt werden müssen, sondern vor allem das Bier, das überall hingelaufen ist. Natürlich auch unter die umstehende Ware, die vollständig weggeräumt werden musste, um alles reinigen zu können.