Eigentlich klappt das seit Monaten ganz gut mit dem werbefreien Briefkasten bei uns an der Halle. Die Urheberin dieses grünen Flyers habe ich nun einfach mal gefragt, wie deutlich man diese Hinweise noch erkennbar machen muss, damit sie beachtet werden…
"Guck mal, Diät-Kekse", witzelte mein Mitarbeiter, als er mit der leeren Packung (seufz…) in mein Büro kam.
Es ist zum reinschlagen, dass die Leute sich ständig an fremden Sachen vergreifen. Und trotzdem musste ich schmunzeln, als der Kollege so frech grinsend durch die Tür trat.
Eine Frau, nicht Stammkundin, erblickte den Leergutautomaten und fuhr direkt die nächste Mitarbeiterin an. Dass wir jetzt auch so ein Scheißteil hätten und dass dadurch doch bestimmt zwei Mitarbeiter eingespart werden würden und dass das höchst unsozial sei.
Ich habe ihr nicht angeboten, mal einen Tag in den Tüten voller ekeliger Getränkereste herumzuwühlen. Stattdessen versuchen meine Mitarbeiterin und ich es beschwichtigend. Dass es nunmal der Trend sei und dass wir von den Personalkürzungen zum Glück nicht weiter betroffen wären.
Welcher Held ist auf die Idee gekommen, die Kunststofftür vom Leergutautomaten mit einem Topfschwamm (oder einem ähnlich rauhen Mittel) sauberzumachen???
Sieht jetzt richtig toll und edel aus. Ist ja auch sowieso schon zwei Monate alt, da spielt das ja überhaupt keine Rolle mehr.
Wir benutzen hier in der Firma gemietete Arbeitsbekleidung. Das ist sehr praktisch, denn wir bekommen jede Woche frisch gewaschene Sachen direkt ins Haus geliefert und wenn es mal Änderungen oder Reparaturen gibt, wird das stets prompt erledigt.
Nun ist es so, dass wir hier generell Bekleidung mit aufgenähten Namen tragen. Das Erstellen dieser Aufnäher kostet Geld und so ist es immer besonders schade, wenn man für neu eingestellte Leute die komplette Ausstattung anfordert und denen dann nach ein paar Tagen oder Wochen auffällt, dass sie doch hier lieber nicht arbeiten möchten. Dann war die ganze Mühe vergebens.
Aber wie soll man es sonst machen? Die Chance, dass Mitarbeiter einen in der ersten Zeit verlassen, ist besonders groß. Andererseits möchte man sie so schnell wie möglich in das Team integrieren, wozu meiner Meinung nach auch die individualisierte Arbeitsbekleidung gehört. Doch wo zieht man die Grenze? Wie lange warten, bis jemand persönliche Sachen mit Namensschild bekommt? Wir hatten hier früher immer einen Satz "neutrale" Westen ohne Aufnäher für solche Fälle liegen – aber die braucht man nunmal auch normalerweise nicht und auch da kostet das reine Vorhandensein wieder Geld.
Man kann es drehen und wenden wie man will, es bleibt schwierig. Und so werde ich wohl beibehalten, jedem neu eingestellten Mitarbeiter auch sofort die passende Bekleidung zu bestellen.
Unser "wartungsunfreundliches ec-Gerät" hat mal wieder eine Macke am Drucker gehabt und einen ganzen Haufen Belege in überhaupt nicht mehr benutzbarerm Zustand ausgedruckt. Dummerweise auch die Abschlagsbelege ("Kassenschnitte"), so dass ich mir die einzelnen Summen auf den Kontoauszügen zusammensuchen musste. Hat dann letztendlich auch noch irgendwie geklappt.
Wie auch immer: Die Tage oder im Idealfall sogar nur noch Stunden für dieses Gerät sind gezählt. Es wird nun durch ein ganz modernes Terminal ersetzt, das sich hoffentlich längst auf dem Weg hierher befindet!
Bis Montag sollte die Wand durchgetrocknet und dann gleichmäßig rot sein. Feierabend für heute. Hat leider aufgrund der Trocknungszeit für den Voranstrich länger gedauert als geplant.
Der erste Anstrich ist drauf, aber die gespachteln Stellen verlangen noch eine gesonderte Behandlung. Nachdem die Oberfläche getrocknet ist (wir verbringen die Wartezeit gerade damit, uns durch ein paar lustige Videos im Web anzugucken), kommt die zweite Farbschicht drauf. Dann sollte alles gut sein und wir können endlich in den Feierabend gehen.
"Die Wand ist frisch grundiert, aber da sollte ein Schild ran, damit sich kein Kunde dagegen lehnt. Hab den Kollegen schon gefragt, ob er ein Schild drucken kann." – "Er soll frisch gestrichen schreiben, sonst kapieren das die meisten nicht!", entgegnete ich.
Ein paar Minuten später belustigte mich mein Mitarbeitel Mitarbeiter hiermit:
Empört schrie ich auf: "Um Himmelswillen, das erfüllt rassistische Klischees. Das hänge ich bestimmt nicht auf!!! Und außerdem wollte ich das anschließend ins Blog stellen. Weißt du, was da für ein Shitstorm mit beleidigenden und mich persönlich angreifenden Kommentaren folgen würde?"
Okay, das sagte ich nicht. Ich sagte ihm nur, dass ich das nicht aufhängen werde, weil bestimmt ein paar Leute die politisch korrekten Vorschlaghämmer rauskramen würden und ich auf diese Diskussionen und Vorwürfe nullkommanullnullnull Bock hätte.
Nachdem wir das Schild entsprechend abgeändert und erneut ausgedruckt hatten, war die Grundierung bereits so weit getrocknet, dass gar keine Gefahr mehr bestand und so hatte sich all die Mühe erledigt.
Den Fernseher, der nun jahrelang quasi ungenutzt über dem Leergutautomaten hing, habe ich vorhin demontiert und die verbliebenen Löcher zugespachtelt. Mehr werde ich dann doch nicht selber machen.
Um den eigentlichen Anstrich wird sich heute Abend (und zwar erst außerhalb der Öffnungszeiten) ein Fachmann aus dem Malerhandwerk kümmern.