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Pizza Bio Wagner Salami

Eine Kundin reklamierte ihren Kassenbon. Es wäre ihr eine Pizza zu viel abgezogen worden und sie möchte (verständlicherweise) das Geld für die zu viel berechnete Pizza erstattet haben.

Was mich schon während des Telefongesprächs wunderte war, dass es sich um zwei verschiedene Pizzas gehandelt haben soll. Dass ein und der selbe Artikel mal doppelt über den Scanner rutscht, kann passieren. Aber ein anderer Artikel? Ich war irritiert.

Auf dem Bon standen (unter anderem) diese Artikel:
Salami Pizza
Bio Wagner
Ihre Wagner-Bio-Salami-Pizza erkannte sie in der unteren Zeile. Die andere Salami-Pizza hat sie aber nicht gekauft.

Nach vielem Hin und Her kam schließlich heraus, dass die Pizza tatsächlich die Pizza war und sich hinter "Bio Wagner" lediglich ein paar Bio-Vanilleschoten von Wagner-Gewürze versteckten.

Gut, dass der Kollege an der Kasse so ein gutes Gedächtnis hat und sich noch ziemlich an den Einkauf erinnern konnte. :-)

Auffälliger geht es kaum

Ein etwas heruntergekommener Kunde kam mit leeren Händen in den Laden. Auf dem Weg durch die Gänge zog er plötzlich eine leere Tragetasche aus der Jacke.
So bewaffnet hockte er sich vor ein Regal und begann, darin etwas zu suchen. Als er aufstand und sich umdrehte, ließ er einen Gegenstand in die Tüte fallen.

Dann nahm er sich noch eine Tüte Chips, ging zur Kasse und bezahlte das Knabbergebäck. Der Inhalt der Tüte blieb unangetastet. Natürlich stellten wir ihn zur Rede und wollten wissen, was er dort eingesteckt hatte. Eine Flasche Bier war es. Bei der Konkurrenz gekauft, zunächst in der Jackentasche deponiert und hier im Laden aus der Tasche gefummelt und in die mitgebrachte Tüte fallen lassen.

Ich entschuldigte mich, aber er sah auch ein, dass man sich in einem Supermarkt kaum auffälliger hätte verhalten können. :-)

Noch zwei Halloween-Shopping-Fotos

Mein Stammkunde Nicolai war eben bei mir und hat mir noch einige Bilder gebracht, die er selber am Samstag Abend mit seiner Kamera aufgenommen hat. Zwei davon empfand ich noch als erwähnenswert:

Hier sieht man sehr schön die "Hölle", die wir aus einer Lichtsteuerung mit roten und gelben Glühlampen hinter dem großen Wandkühlregal aufgebaut haben. Es sieht doch wirklich fast so aus, als wenn es dort brennen würde. Sehr cool. :-)



Außenansicht vom Laden am Ende der halbstündigen Wartezeit. Wir hatten drinnen gar nicht mitbekommen, wie unglaublich viele Leute vor der Tür gewartet hatten. Irre. :-)


Die Fackeln sind da

Wow, die langersehnten Fackeln wurden eben geliefert.

Es scheiterte angeblich daran, dass nur "Björn Harste" als Empfänger angegeben war und nicht "SPAR-Markt" oder ähnliches darauf stand. Ach, Leute...

Schlechte Kopie

Ein netter neuer Kollege aus Westafrika sollte mir noch für die Unterlagen eine Kopie seiner Aufenthalts-, bzw. Arbeitserlaubnis reinreichen. Er drückte mir das Papier in die Hand, ich hielt es demonstrativ hoch, um das Bild mit ihm zu vergleichen. "Passt", sagte ich. Wir mussten beide laut lachen.

Man erkennt zwar auf der Kopie nichts, aber die Ähnlichkeit war doch irgendwie verblüffend.


Kleinformatdruck

Mein T1100 begann zu rattern und das Druckwerk vorzubereiten. Einen A1-Ausdruck für meine Rahmen am Schaufenster sollte er ausspucken. Vollständig bedruckt. Was kam war eine leere Seite im A1-Format.

Halt!

Nicht ganz leer. In der Mitte prangte ein kleines, buntes Rechteck.

Was zum..?

Des Rätsels Lösung: Ich hatte im Grafikprogramm das Bild nicht auf eine Breite von 84,1 Zentimetern skaliert, sondern auf niedliche 84(,1) Pixel. Das zu bedruckende Format blieb allerdings A1 und was blieb dem Plotter anderes übrig, als die Anweisung auszuführen... :-)

Verschwundene Fackeln

Das Paket mit den für unsere Halloween-Veranstaltung gekauften Gartenfackeln ist übrigens immernoch nicht hier aufgetaucht.

Eigentlich brauche ich sie inzwischen auch gar nicht mehr, da das aber ein B2B-Geschäft war, möchte der Händler sie verständlicherweise nicht zurücknehmen.
Aber dazu müssten sie erstmal überhaupt irgendwo angeliefert werden. Vielleicht hat Hermes uns ja auch unfreiwillig einen "Gefallen" getan und das Paket irgendwo im Orkus verschwinden lassen. Dann greift natürlich die Versandversicherung, der der Händler bekommt trotzdem sein Geld und ich brauche mir die Fackeln hier nicht ins Lager zu stellen...

Der seltsame Gedanke

Herr B. war übrigens am Samstag wieder da. Die komplette Geschichte um ihn könnt ihr mitsamt weiter in die Vergangenheit führenden Links an dieser Stelle nachlesen.

Das ausgesprochene Hausverbot war ihm bekannt und er wollte doch nur darum bitten, hier wieder einkaufen zu dürfen. Es täte ihm doch alles so sehr Leid...
Und dann befindet man wieder in dieser komischen Situation. Da steht nicht irgendein kaputter Typ vor einem, der möglicherweise nur eine tolle Show abzieht – nein, es ist ein alter Mann. Hager und kraftlos, schon beinahe zerbrechlich wirkend. Einsam vermutlich dazu, denn wann immer ich ihn mal in der Öffentlichkeit sehe, geht er gerade alleine an seinem Stock spazieren.

Noch bevor ich irgendeine Antwort aussprechen konnte, versprach er, "sowas" doch bestimmt nie wieder zu machen. Ich hob das Hausverbot mit gemischten Gefühlen auf und er freute sich sehr. Diese Freude, dieses Lächeln, dass mir vor langer Zeit schon einmal aufgefallen war. Danach ging er nach Hause.

Vorhin war Herr B. hier im Laden und kaufte einige Dinge ein. Ein aufmerksamer Mitarbeiter, der von der neuen Situation noch nichts wusste, kam sofort zu mir ins Büro und berichtete mir von dem alten Mann und erkundige sich, ob er ihn rauswerfen soll. Ich klärte ihn über die neue Situation auf und alles war gut.

Irgendwie. Etwas später war ich wieder im Büro. Ich war neugierig und doch beunruhigt zugleich. Ob er jetzt wirklich ehrlich ist, zumindest zu mir? Immerhin hatte er schon einmal eine zweite Chance und auch die hat er hingeworfen. Ich blätterte auf der Videoaufzeichnung etwas zurück, wollte mir seinen Weg durch den Laden noch einmal ansehen, um sichergehen zu können.
Während ich den schnell rückwärts laufenden Kunden, die hektisch irgendwelche Dinge in die Regale legten, zusah, kam mir ein seltsamer Gedanke. Ich stoppte den Schnelllauf und ließ den Rekorder wieder ungestört seine Arbeit machen.

Was hat Herr B. denn damals eingesteckt? Mal zwei Brötchen, mal einen Apfel, ein kleines Brot, ein Päckchen Butter. Immer nur ein paar Lebensmittel, Kleinigkeiten. Ich beschloss aus irgendeinem unerklärlichen Grund, ihn einfach zu ignorieren. Sollte er sich wirklich mal wieder etwas einstecken, verbuche ich das jetzt für mich selber einfach als kleines Geschenk an einen armen, alten Mann.