Skip to content

Erlassener Kredit

Diese Kundin lebt übrigens tatsächlich noch. Die Frau ist vor einer Weile bei uns wieder aufgetaucht und lässt sich mit unserem Lieferservice regelmäßig Ware nach Hause liefern.

Das mit den noch offenen Schulden lassen wir mal gut sein. Die Frau ist inzwischen so tüdelig, dass da vermutlich sowieso jede Diskussion sinnlos wäre. Vielleicht würde sie auch einfach alles abstreiten. Egal. Wir nehmen den Umsatz mit, den sie aktuell bei uns generiert und der Rest sei für immer vergessen…

Drei Spuren

Im Fachjargon nennt man es Facings, bei mir persönlich sind die Anzahl der sichtbaren Packungen in einem Regal schlichtweg "Reihen" und einer meiner Mitarbeiter nennt es immer "Spuren".

Bei dem Schild hier musste ich schmunzeln. Mal die Groß- und Kleinschreibung nicht beachtend kam mir nur in den Sinn, dass mit "drei spuren" Tick, Trick und Track ganz offensichtlich nicht gemeint sein konnten. :-D


Trickbetrüger!

Der Protagonist aus diesem Video war mal wieder hier im Laden und wollte Geld gewechselt haben. "300 Euro" in 10-Euro-Banknoten wollte er in 50er tauschen. Es war die selbe Masche wie immer: Bei den Zehnern fehlte einer, es waren tatsächlich nur 29 Stück, und der Rest verlief fast genau wie im Video.

Fast. Ich nahm meinem Mitarbeiter die Scheine aus der Hand und zählte selber nach. Hatte mir fest vorgenommen, den Spieß diesmal umzudrehen und einfach mal Geld verschwinden zu lassen. So ein Bündel fällt ja leicht mal runter im unübersichtlichen Kassenarbeitsplatz. Leider kam mir der Kerl zuvor und riss mir die Scheine aus der Hand und flüchtete. Er tat die ganze Zeit so, als wenn er kein Wort Deutsch verstehen würde. Aber "Arschloch!", das konnte er sagen. Wir haben noch überlegt, ob wir ihn mit allen Mitteln aufhalten sollten – aber letztendlich und im Zweifelsfall vor Gericht wäre er ein Kunde gewesen, der Geld wechseln wollte und sich dabei verzählt hat. Hoffen wir, dass er nach dieser auffälligen Aktion eine Weile Ruhe gibt...


Preisvorstellungen

Obwohl wir hier von einem Feinkost- oder Delikatessengeschäft weit entfernt sind, haben auch wir hier regelmäßig relativ teure Artikel im Sortiment, die man in ähnlicher Ausstattung (und anderer Qualität) durchaus deutlich günstiger bekommen kann. Wir haben zum Beispiel eine Lammsalami (hochwertige Bio-Ware) für 4,99€ pro 165g-Stück. Wenn man die nun zum Beispiel auf 2/3 des ursprünglichen Preises reduziert (wegen sich näherndem MHD z.B.) gibt es genug Kunden, die dann vielleicht an die 650g-Edelsalami vom Aldi für 3,79€ denken und sich dann kurz lustigmachen und die Bioland-Wurst wieder verächtlich in die Kiste zurückwerfen, weil sie ja für ein paar Cent mehr die vierfache Menge Wurst bekommen können…

Käse, Wein, hochwertige Bio-Artikel generell – es lässt sich beliebig fortsetzen. Zum Glück haben wir aber auch viele Kunden, die diese Dinge zu schätzen wissen. Sonst wäre ich hier vermutlich auch längst verzweifelt. :-)

Schwedenfeuer als Türstopper

Unsere neue (inzwischen auch schon über ein Jahr alt…) Eingangstür hat eine Funktion, mit der man sie problemlos in offenem Zustand fixieren kann, so dass dafür keine Keile oder sonstige Türstopper benötigt würden.

Das Teil war in den letzten Tagen kaputtgegangen. Also "kaputt" in Anführungsstrichen. Letztendlich hatte sich nur eine kleine Schraube gelöst, aber ich wollte den Türschließer nicht selber auseinanderbauen. Nun war ein Handwerker der Firma hier, die die Türen und Fenster eingebaut hatte und somit ist auch unser provisorischer Türstopper wieder hinfällig. Das letzte große Schwedenfeuer aus der Palette hatte sowas rustikales. :-)


WindowsPhone, 1. Jahr

Seit gut einem Jahr habe ich mein Lumia 930.

Wir sind inzwischen sehr gute Freunde geworden. Die Hardware ist einfach klasse und unverwüstlich. Vor allem ist kein iTunes (oder eine ähnliche Software) mehr nötig, nur um ein paar Dateien oder Musikstücke auf oder vom Gerät zu bewegen.
Ja, es gibt weniger Apps als bei Apple & Google – aber das betrifft gefühlt erstmal zu 90% irgendwelche Spiele. Was fehlt, sind eigene Apps von kleineren Unternehmen, die nur einen begrenzten Kundenkreis haben (z.B. private ÖPNV-Unternehmen), weil da viele das Geld für die Entwicklung der Apps scheuen. Alle für mich relevanten Apps gibt es und genau das hatte ich mir damals auch schon vor dem Kauf gut überlegt.

Vor ein paar Tagen war ich kurz davor, das Gerät buchstäblich an die Wand zu werfen. Da hatte ich das Betriebssystem-Update installiert (von Windows Phone 8.1 auf 10) und bin maßlos enttäuscht gewesen. Liebe Programmierer: Neukunden ist das egal, aber diejenigen, die schon lange dabei sind, haben so ein Gerät unter Umständen mehrere Stunden am Tag in der Hand. Da sitzen Handgriffe und Abläufe blind. Sowas komplett umzugestalten ist nicht benutzerfreundlich. Nachdem ich mich einen Tag gequält hatte und meine Frau schon kurz davor war, wegen meiner Grantelei die Scheidung einzureichen, habe ich über das Recovery-Tool wieder die Version 8.1 aufgespielt. Nun ist alles wieder gut und so lasse ich auch!

Mein iPhone habe ich übrigens dem Spar-Kind als Spielzeug vermacht. Das Teil soll natürlich klein Babysitter sein – aber es gibt tolle Apps, z.B. das von der Maus, mit denen sich die Kleine in langweiligen Momenten (z.B. im Auto) wunderbar und sehr gerne beschäftigt. :-)

Falsches passendes Kleingeld

Ein Beispiel von vielen: Eine Kundin musste 6,58€ bezahlen. Sie drückte mir folgende Stückelung in die Hand: 2x 2€ 2x 1€ 4x 0,20€ und 1 x 0,10€. Ihr merkt vermutlich schon, dass das viel zu viel ist.

An der Kasse ist sowas (zumindest für mich) ernsthaft irritierend. Man geht aufgrund der Stückelung von passendem Geld aus (Gedankengang: "Kein Kupfergeld, also müssen das 6,70€ sein.") und kommt dann ins Schwimmen, weil es eben nicht so aufging, wie es aufgehen sollte. Ich frage mich in solchen Situationen immer erstmal besorgt, ob ich selber einen Fehler gemacht habe – aber, nein, die Kundin hat sich nur vertan. Glück gehabt. :-)

Sortimentserweiterung

Eine Kundin wollte wissen, ob wir auch CS-Gas verkaufen würden. Meine Mitarbeiterin verneinte und die enttäuschte Kundin schlug vor, dass wir das mal ins Sortiment aufnehmen sollten.

Warum eigentlich nicht irgendwo im Markt noch einen Regalmeter für solch ein spezielles Sortiment freimachen? Reizgas und Pfefferspray, dazu ein paar Schreckschusspistolen mitsamt Munition und vielleicht auch Signalkörpern, und um das Angebot noch abzurunden, eine brauchbare Auswahl an Hieb- und Stichwaffen. Ich glaube, ich lasse mir von Carl Walther mal einen Katalog mit Preisliste (für Wiederverkäufer) zukommen.

Läuft bestimmt. :-)

Schleppender Ostersüßwarenverkauf

Dafür, dass schon in einer Woche das Eierfest stattfinden soll, haben wir noch ganz schön viele Ostersüßwaren hier im Markt liegen. Und das, obwohl wir schon deutlich weniger Ware als in den Jahren davor bestellt hatten… :-O


Alte Gasbuddel

Eine weitere Altlast aus der Halle haben wir mittlerweile entsorgt: Eine uralte und noch mehr oder weniger gefüllte Acetylen-Flasche (stand noch "Messer Griesheim" drauf, vor Jahren von Air Liquide übernommen…), mit der ich nichts anfangen konnte. Nach einer Telefonorgie einen Vertriebspartner von AL gefunden und dem das Teil zur Entsorgung auf den Hof gestellt:


Ausgepacktes Tomatenmark

Grumpf – da hat doch einer meiner Mitarbeiter den vor ein paar Tagen bestellten Karton Tomatenmark vor mir entdeckt und ins Regal ausgepackt.

Gut, bestelle ich eben noch einen. Um euch zeigen zu können, was ich euch zeigen wollte, brauche ich nämlich einen ungeöffneten Karton.

Der Warenwert hält sich zum Glück in überschaubaren Grenzen. :-P

Brotkorb aus den Anfängen

Ich habe noch keine weiteren Neuigkeiten bekommen, aber ich verspreche, hier im Markt eine große Verkostung zu machen, wenn wir unsere Bio-Brote wiederbekommen!

(Altes Foto von einer Verkostung von vor >10 Jahren…)


Vorziehen?

Raphael hat mir geschrieben.
Mir ist das mal was aufgefallen, als ich heute bei Marktkauf eingekauft habe.

Marktkauf ist ja, wie wir alle wissen, ein Aushängeschild für Edeka (da es ein Regiemarkt ist) und auch ein ziemlich großer Markt mit vielen Mitarbeitern. Trotzdem sieht kein Regal wirklich schick und gut vorgezogen aus. Es fehlen Etiketten an allen Ecken und Kanten. Alles wird mit Karton einfach nur ins Regal geschmissen und ob das Label vorne zum Kunden zeigt interessiert dort anscheinend auch keinen. Was ich aber viel schlimmer finde sind die unzähligen Lücken bei teilweise den wichtigsten Produkten (z.B. von G&G), obwohl meines Wissens via PC bestellt wird.

Das absolute Gegenteil ist der Edeka-Markt um die Ecke (größerer Aktiv-Markt). Dort sieht jedes Regal immer wie geleckt aus und fehlen tut auch nur in den seltensten Ausnahmen etwas. Dafür sieht man aber auch jede Schicht dort Personal rum laufen, die etwas vorziehen.

Ich würde gerne mal wissen, wie du in deinem Markt zu diesem Thema stehst. Alles korrekt zu bestellen versuchst du jedenfalls schon mal, das entnehme ich deinem Blog. Aber wie ist es mit dem Vorziehen von Waren?
Wie immer gibt es auf eine lange Frage eine kurze Antwort: Vorziehen ist für meine Mitarbeiter die letzte Beschäftigung bei Langeweile. Hat einfach meiner Meinung nach die kleinste Priorität. Manche Händler stehen drauf, sieht ja auch toll aus, ist aber letztendlich nur kurzfristige Kosmetik... :-)