In diesem Beitrag von vor gut vier Jahren hatte ich ja schon einmal erwähnt, dass ich in der Zeit zwischen Eröffnung des Spacecenters und der Neueröffnung des Spaceparks als "Waterfront" versucht hatte, selber einen Fuß in die Tür, bzw. in die Mall dort zu bekommen.
Nur mehrere Wochen nach meiner Anfrage scheiterte damals das gesamte Projekt "Spacepark". Mit der Eröffnung der "Waterfront" war an dem Standort meines Wissens nach kein Lebensmittelmarkt mehr vorgesehen. Aber nun, acht Jahre nach der Neueröffnung, kommt dort ein Lidl rein. Die Klientel der Waterfront wird sich freuen. Ich bin jedenfalls heilfroh, dass ich dort keinen Laden betreibe. Das wäre mir zu aufregend…
Lidl… Passt da ja super zu Primark und Mediamarkt.
Recht überrascht war ich, als ich vorhin gesehen habe, dass der Elektriker heute schon im Keller arbeitet und die Kabelbahnen installiert. Eigentlich wollte ich mir Arbeitsbekleidung mitbringen und meine große Taschenlampe und da endlich mal wieder selber herumkrabbeln…
Ein junger Mann, der sich eine Flasche Iso-Getränk der Edeka-Eigenmarke "gut & günstig" eingesteckt hatte, blieb auch in Anwesenheit der Polizei und nach Sichtung der Videoaufzeichnung bei seiner Aussage, dass er dieses Produkt der Edeka-Eigenmarke "gut & günstig" nicht bei uns geklaut, sondern bei ALDI gekauft zu haben. Ich glaube, noch bevor es bei ALDI ein Produkte der Edeka-Eigenmarke "gut & günstig" gibt, tut sich am CERN ein schwarzes Loch auf.
Ausführlicher Bericht dazu folgt noch auf Wunsch meines Azubis, der bei der ganzen Sache dabei war, aus seiner Feder.
Unsere nächste Inventur findet übrigens, wie immer, am zweiten Samstag im Januar statt, also am 14.01.2017. Noch bemühe ich mich zwar nicht um Aushilfen, das kommt erst nach Weihnachten und ist zu dem Zeitpunkt auch locker ausreichend – aber falls der eine oder andere von Euch sich berufen fühlt, hier für 8,84€ pro Stunde ein bisschen Ware zu zählen, hackt euch den Termin in den Terminkalender rein.
Am besten fragt dann Ende Dezember noch einmal bei mir nach, denn dann kann ich wohl auf jeden Fall schon ein paar Details nennen.
Ein älteres Paar ging durch den Laden und lobte dabei immer wieder unsere Weihnachtsdekoration in höchsten Tönen. Sie sprachen dabei leise miteinander (aber nicht so leise, dass ich es im Vorbeigehen nicht hören konnte) und nicht mit Dritten, so dass ich davon ausgehe, dass das Lob durchaus ernst gemeint war.
Gestern Nachmittag war noch der Elektrikermeister hier und hat hat den Kriechkeller unter dem Laden begutachtet. Dort sollen, wie ich hier schon geschrieben hatte, Kabelbahnen installiert werden, auf denen dann sämtliche Leitungen von der neuen Unterverteilung liegen werden.
Die Arbeiten sollen in den nächsten Tagen beginnen.
Ich glaube, dann wird man mich auch nach vielen Jahren mal wieder in den Tiefen unter dem Laden hier sehen. Mal gucken, ob ich euch ein paar Fotos aus den Katakomben liefern kann.
Auch fünf Jahre später gibt es den kleinen SPAR in Marseille noch. (Auch wenn er optisch nicht wirklich besser geworden ist…) Vielen Dank an Blogleser Ole, der da im Vorbeifahren an mich gedacht hatte.
Nachdem ich das Foto von dem "Homophobie…"-Aufkleber gemacht hatte, legte ich mein Handy mit noch eingeschalteter Kamera auf den Kopf unserer neuen "Ecoport"-Schranke:
Dabei fiel mir irgendwann auf, noch während ich dabei war, den ollen Aufkleber abzufummeln, dass sich über die schräge Kante des Deckels der Eingang spiegelte. Zufällig lag das Handy so, dass ich dabei fast genau dieses Bild (und nach oben hin noch einen etwas größeren schwarzen Rand) gesehen habe.
Suuuper… Vermutlich im Eifer des Gefechts hatte ich am Samstag Abend unbemerkt und zusammen mit meinem Handy die Chipkarte mit den Daten aus unserem Zeiterfassungsgerät aus der Westentasche gezogen. Die Karte ist dabei offenbar verlorengegangen. Vielleicht hat sie irgendeiner (vielleicht sogar einer von den drei Spacken) entsorgt, vielleicht liegt sie irgendwo unter einem Regal oder Aufsteller.
DAS ist extrem ärgerlich.
Gut, die Daten lassen sich wiederbeschaffen über die einzelnen Stempelkarten der Mitarbeiter, die zum Glück selber eine bestimmte Anzahl Buchungen speichern können – aber ärgerlich ist es allemal, zumal so eine Karte knapp 20 Euro kostet. Eine neue bestellt habe ich nun natürlich trotzdem…
Mir fällt gerade ein, dass ich ja nachher noch einen Ortstermin mit dem Mitarbeiter eines Kühlgeräteherstellers hier im Markt habe. Wird natürlich dieses Jahr auch nichts mehr, aber wenn im Januar die Inventur durch ist, dann wird hier Gas gegeben, wie man so schön sagt.
Planmäßig zumindest. Die Gesamtsituation ist momentan noch etwas mühsam und an dieser Stelle schwer darzulegen.
Drei Jungs im vielleicht frühen Teenageralter mit Schirmmütze, weshalb ein Kollege sie spontan Tick, Trick und Track taufte, hielten sich eine Weile im Laden auf. Sie fielen uns zwar schon durch ihre Erscheinung auf, gingen uns aber irgendwann vor allem deshalb auf den Keks, weil sie einerseits alles angrabbelten, andererseits die Sachen aber auch einfach wieder irgendwo in die Regale warfen. Darauf angesprochen hatte einer der Jungs uns zwei Erwachsenen gegenüber direkt eine große Klappe: "Was willsu? Isch war das nisch!!!"
Ich breitete die Arme aus, um das Trio aus dem Laden zu schieben, was einer der Möchtegern-Halbstarken zum Anlass nahm, die Fäuste in Drohgebärde (Hallo, von einem ca. 12-jährigen!?) zu erheben und mich herauszufordern, ihn doch zu schlagen. Hab ich natürlich nicht getan, auch die Provokation, uns als "Hurensöhne" zu bezeichnen, änderte daran nichts. Lautstark fluchend verließen die drei den Laden.
Keine fünf Minten später waren sie wieder drin. Es war sehr mühsam, sie aus dem Laden zu bekommen. Sehr, sehr mühsam. Mit extremen Drohgebärden haben sie sich mitten im Laden und vor allen Kunden vor uns aufgebaut. Mir sind noch nie ein paar "Kinder" begegnet, die dermaßen aggressiv wie frech waren. Sowas habe ich ernsthaft noch nie erlebt.
Sie lungerten dann noch eine Weile vor dem Laden herum und haben infantile "Witze" gemacht und vor allem Kunden daran gehindert, direkt in den Laden zu kommen. Ich habe dann einfach mal zwischendurch die Polizei angerufen, dass die sich mal kurz um die Bengel kümmert, aber, als hätten sie es gerochen, haben die drei Möchtegerns sich dann vom Acker gemacht.
Ein Typ mit schlunzigem Hoody stand mit zwei Plastiktüten voller Bierflaschen an der Leergutannahme. Alle inneren Alarmglöckchen schrillten mit aller Kraft, wir positionierten uns vor den Monitoren der Videoanlage und waren bereit, jederzeit zugreifen zu können.
Eine junge Kollegin kam ins Büro: "Lasst mal gut sein, das ist ein ehemaliger Lehrer von mir. Der tut bestimmt nichts."