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Wozu macht man eigentlich Termine?!

Durch einen externen Dienstleister, der von der Edeka-IT beauftragt wurde, sollte der neue Server an seinen endgültigen Standort oben im Regal im Büro umgesetzt werden. Dazu musste der alte Server weg und alles neu verkabelt und wieder funktionsfähig gemacht werden.

Da ich bei sowas einerseits ohnehin grundsätzlich gerne dabei bin, um die Arbeiten etwas zu überwachen, ich aber auch die ganze Technik hier besser kenne, als alle anderen, habe ich den Termin für den Umbau auf einen Tag gelegt, an dem ich definitiv in der Firma bin.

Einen Tag vorher rief mich am Nachmittag mein Mitarbeiter an. Er erklärte, dass da jemand sei, der da was mit den Computern umgebaut hätte und nun sei eine Sicherung rausgeflogen und wir müssten wissen, wo die ist.

Meine Laune sank augenblicklich auf den Nullpunkt.

WARUM MACHT MAN TERMINE, WENN SICH KEINER DARAN HÄLT???

Zum Glück war ein zugänglicher Schlüssel zum Raum mit dem Sicherungskasten greifbar. Welche Sicherung da nun rausgeflogen ist, konnte ich ihm durchs Telefon nicht sagen. "Der Techniker soll mal alle Felder absuchen, irgendwo wird ja wohl eine einzelne Sicherung aus sein."

Ansonsten war es so, wie ich befürchtet hatte: Ein paar Stromkabel hingen quer vor dem Regal im Büro als Affenschaukel und führten zu einer Steckdose, die eigentlich gar nicht mehr aktiv ist. Da war zwar noch Strom drauf, aber der alte Sicherungskasten soll ja nach und nach komplett außer Betrieb genommen werden. Darum bin ich bei sowas gerne dabei. Ich kenne meine Technik hier, ich habe jedes einzelne Netzwerkkabel (Verlegekabel) selbst zusammengebaut (oder Ines, der habe ich das auch beigebracht) und eingezogen und wenn irgendjemand hier sich mit der Technik auskennt, dann ich.

Ich hasse sowas. :-|

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Comments

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Horst-Kevin on :

Eine Frage wäre auch, warum jemand ohne Anmeldung an der IT-Infrastruktur rumschrauben kann. Der Anruf des Mitarbeiters hätte erfolgen müssen, bevor der Dienstleister loslegt, nicht, nachdem die Sicherung rausgeflogen ist. Dann hätte man ihn auch direkt abweisen und auf den Termin verweisen können.

Die Edeka-IT freut sich bestimmt über ein Foto von den Affenschaukeln.

Filialkasper on :

Wundert mich auch ein bisschen.
Wenn hier jemand in die verschlossenen Räume will muss erst der Bezirksleiter angerufen werden und der muss einen Termin und Firma bestätigen.
Zu viel Unfug und Betrug wird da mittlerweile betrieben.

eigentlichegal on :

"EDEKA-IT schickt mich, ich soll hier Server installieren"
Da sehe ich für den Mitarbeiter wenig Grund, misstrauisch zu werden, wenn er nicht Björns Terminkalender kennt.
Man wird wissen dass es einen neuen Server gibt und dass der irgendwann installiert werden soll. Passt doch!
Ich kann Björns Ärger nachvollziehen. Bei Computerkram und Kabel hab ich auch meine ganz eigenen, über Jahrzehnte gewachsenen Vorstellungen.

Filialkasper on :

Täter wissen oft extrem gut Bescheid. Fängt bei iTunes Karten Betrug am Telefon an wo sie sogar Abläufe, Mitarbeiternamen und Zentrale nennen können und hört auf bei zwei Technikern die wissen wann ESL Schilder ausgerollt werden sollen in den Filialen und Zigaretten aus dem Lager Klauen.

Horst-Kevin on :

Genau wegen so einer Haltung ist die größte IT-Sicherheitslücke der Mensch. Bei physischem Zugang hilft keine Firewall mehr.

Es sollte nicht dem der Zugang verwehrt werden, der Misstrauen erzeugt, sondern umgekehrt nur dem Zugang gewährt werden, bei dem man aus gutem Grund Vertrauen hat.

eigentlichegal on :

(auch an Filialkasper):
Ich hatte nicht den Eindruck dass Björn uns hier von einem potentiellen IT-Sicherheitsproblem berichtet, sondern einfach nur von einem verkorksten Termin.
Da von nichts anderem die Rede ist, gehe ich sowohl davon aus, dass der Dienstleister sich entsprechend ausweisen konnte als auch dass der Mitarbeiter die Berechtigung hatte, entsprechend ausgewiesene Dienstleister in Björns Reich eintreten zu lassen.
Er wäre halt nur gerne dabei gewesen.

KuddelDaddeldu on :

Das muss dann sofort den Griff zum Telefonhörer auslösen. Ohne explizite Freigabe durch Verantwortliche (hier: Björn) darf niemand die Infrastruktur auch nur ansehen, geschweige denn anfassen.
Cyber security 101.

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