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Coole Musik!

Ein paar Kinder, Jungs im Alter von etwa 10 Jahren, die zur Moschee gehörten, spielten hier auf dem Hof. Ich fuhr mit meinem Auto an die Rampe und wollte ein paar Dinge einladen, als im Radio "It's my life" von Dr. Alban lief. Einer meiner Favoriten, wenn es um die Frühen 90er geht und so drehte ich die Anlage im Auto etwas lauter und ließ die Fahrertür offen stehen. Wenn andere Leute die Welt mit allen möglichen und unmöglichen Lärmbelästigungen beschallen müssen, dann möchte ich das auch mal zwei Minuten lang dürfen.

Die Kids hielten inne und lauschten, ein paar tanzten vor dem Auto herum. "Das ist ja coole Musik!", konstatierten sie nach einer Weile fast im Einklang.

Jau, willkommen in den 90ern. :-)

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Comments

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Mitleser on :

Dann zeige ihnen das nächste Mal doch mal Band-Maid 8-)

SPages on :

Während ich deine Zeilen gelesen habe lief hier "I Like to Move It - Reel 2 Real" ;-)


Ich werde alt ...

Peter G. on :

So geht es mir mit "Twenty 4 Seven - Take Me Away". Wenn das läuft; Lauter drehen und kurz genießen :-)

Supporthotline on :

Meine Ex hat mich damals mal zu einem Dr. Albern Konzert in der Ziegelei geschleppt. *seufz*

Nicht der Andere on :

Auch wenn ich dem Lied und seinen Kumpanen nichts abgewinnen konnte, so merkt man eben auch noch nach Jahrzehnten, daß es tatsächlich ein Lied ist in dem Sinne, daß es nicht ausschließlich Rhytmus hat, sondern auch Melodie. Ist jetzt nicht erst die allerletzten Jahre so, daß man ein Weiterleben aktueller Hits für Jahrzehnte oder gar Generationen für möglich halten könnte.

Mal ganz abgesehen davon, daß es wegen medialer Musikgleichschaltung und splitterhaftem Streaming gar keine Lieder - von mir auch Stücke - gibt, die jenseits von gesellschaftlichen Grüppchen eine allgemeine Bekanntheit oder gar Bedeutung entwickeln.

Vor 'ner Weile hatte ich für einige Zeit über 'ne Bekannte mal ab und zu Kontakt zu einem der Euro-Dance Protagonisten, der mit so Sachen wie "Mr. Vain" wohl für immer ausgesorgt hat. Wenn man zum Beispiel jenen Song dann irgendwann mal auf Akustikgitarre gehört hat, wie er eben auch komponiert worden ist, dann merkt man erst, daß es ein tatsächlicher Song, ein tatsächliches Lied ist. Und das fehlt heute praktisch durch die Bank im populären Bereich. Produce it, perform it, forget it, next.

Sorry für die Litanei! Gut für die fremdbeschallten Kids, daß sie ausgerechnet anhand von Dr. Alban sowas wie Qualität erkannt haben!

Klabund on :

Das was für die letzten Generationen noch "Rock" war, das ist heute eben "Rap" der den "Rock" in seiner Bedeutung abgelöst hat. Und Rap lässt sich wohl schwer auf Akkustikgitarre nachspielen.
Klar ist viel Mist dabei, wie in jedem Genre.... aber wenn ich, der früher auch mehr Rock gehört hat heute z.B. Badmomzjay höre muss ich sagen - tolle Sachen dabei. Im Augenblick meine Lieblingskünstlerin. Es entwickelt sich eben alles weiter.
Und der 90er Trash (vorwiegend Dance) waren objektiv betrachtet auch tolle, echte Lieder. Wird doch auch durch Rapper ohne Ende noch verarbeitet, läuft auf jedem Jahrmarkt und dröhnt aus jeder Ghetto-Bude. Genau darum tu ich mich wahrscheinlich auch schwer mir einzugestehen, dass es eigentlich gute Lieder waren. Wegen dem Beigeschmack durch seine Anhänger.

DiDaDiDiDelDö on :

Apropos "Mr. Vain" und Culture Beat: Die Erinnerung an damalige tanzbare Diskomusik und damit erfolgreiche Produzenten ist doch mal eine Gelegenheit an ihn zu erinnern:
https://de.wikipedia.org/wiki/Torsten_Fenslau

Jane Doe on :

Das ist so das klassische elitistische Gelaber von wegen "Heute is die Musik doch alles scheiße" und wenn man schon stilblüten liest wie "daß es tatsächlich ein Lied ist in dem Sinne, daß es nicht ausschließlich Rhytmus hat, sondern auch Melodie" merkt man dass es nur leeres gebrabbel ist.

Dann werden Dinge erfunden wie der Song wäre auf einer Akkustik Gitarre geschrieben worden, was so halt nicht stimmt. Er wurde nur später von Katzmann in einer für Gitarre ungeschriebenen und langsameren Version veröffentlicht.

Dass auch heutzutage Musiker Hits fabrizieren die man noch in Jahrzehnten kennen wird ist auch ein fakt der einfach am Elitist vorbei geht weil es nicht sein Musik Geschmack ist.

Retorten und Fließbandmusik gab es nebenbei auch schon in den 90ern.

Nicht der Andere on :

Weniger für die Zurechtweisung, aber für den Erkenntnisgewinn jedenfalls danke ich.

Niemand hatte auch nur andeutungsweise gesagt, daß heute (oder sonstwann) alles scheiße sei. Ob heutige Hits in Jahrzehnten noch Ruhm tragen werden, ist ja schlichtweg unabsehbar. Aus mehreren Gründen würde ich das erstmal nicht so annehmen, ist ja auch kein Automatismus. Und nein, mit Elite oder auch nur Pseudoelite hat das nichts zu tun. Und auch nicht mit fehlendem Interesse oder Verweigerung von Diversität oder Neuem.

Vielleicht war's übertrieben oder zu persönlich, mag sein. Aber auch sogenannte klassische Musik hat nur innerhalb einer abgrenzbaren Periode Werke mit populärem Ewigkeitswert produziert. Vorher noch nicht und nachher nicht mehr. Wir werden's sehen. Oder unsere Enkel.

TOMRA on :

Danke für die Erinnerung und ich sollte mal wieder zur Kontrolle zum Zahnarzt.

Habt ihr euch dann gleich für heute zu einer Choreografie zu Mc Hammer verabredet? :-P

Ingmar on :

Ich finde es übrigens erwähnenswert, dass Dr. Alban tatsächlich Zahnarzt ist, aber keinen Doktortitel hat.

Pepe on :

Die Kinder finden den Jammergesang und das Rumgeheule von heutzutage halt auch schlecht. Ich höre nur 90s90s Radio.

nicht Dr Alban on :

Sing Halleluja is auch super

Raoul on :

Generell sind Kinder für viele Musikrichtungen offen, werden aber selten mit anderen außerhalb der typischen Radiosongs konfrontiert, habe ich den Eindruck.

Bei einer Theateraufführung für 10 bis 14jährige jedenfalls kam elektronische Dancemusik außerordentlich gut an und war anscheinend vielen völlig unbekannt.

Panther on :

Oder ganz allgemein gesagt: Das "professionelle" Radio mit seinem allein noch auf Werbekunden & deren Zielgruppen ausgerichteten immer und überall identischen Schubladen-Einheitsbrei hat sich das eigene Grab geschaufelt. Und nimmt seinen verbleibenden (passiven) Konsumenten jegliche Individualität.

Alexander M. on :

In Zeiten von hunderten, gar tausenden von verfügbaren Internet-Radiosendern eine extrem sinnfreie, weil pauschalisierende Aussasge....

Panther on :

Ich sprach vom "professionellen" Radio, d.h. der Massenberieselung und nicht von der grauen Masse an öffentlichen Playlists ... ähm "Internetradios" mit Marktanteil in Form irgendwelcher Nachkommastellen.

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