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"Mit 5 Schritten zum Erfolg"

Aushang (für die ehemaligen Mitarbeiter) in einem seit vielen Jahren geschlossenen Warenhaus in Delmenhorst:
Verkaufen von ganzem Herzen – "Mit 5 Schritten zum Erfolg"

1. Wir begrüßen jeden Kunden als einen willkommenen Gast!

· Begrüßen Sie jeden Kunden · schaffen Sie Augenkontakt und schenken Sie ihm ein Lächeln.

2. Wir sprechen jeden Kunden aktiv an und ermitteln gezielt die Kundenwünsche durch offene Fragen!
· Ermitteln Sie die Kundenwünsche mit Hilfe der sog. "W"-Fragen (Was, Wann, Wo, etc.).
· Freitag und Samstag nur noch verkaufen zu 100%

3, Wir bieten unseren Kunden immer mehrere Produkte an und weisen sie auf die Qualitätsunterschiede hin!
· Versuchen Sie immer mehr als ein Produkt anzubieten (mindestens 2-3 Artikel).

4. Wir bieten Ergänzungs- bzw. Zusatzprodukte an!
· Zum Beispiel den Gürtel zur Hose, die Batterien zur Kamera usw.
· Unser Ziel ist es von gegenwärtig durchschnittlich 1,6 Artikel pro Kunde auf min. 2 Artikel pro Kunde zu kommen.
· Den Durchschnitts-Bon von z. Zt. 12,45€ auf min. 12,81€ zu erhöhen und den Verkauf von Artikeln über diesem Durchschnitts-Bon zu fördern.

5. Wir begrüßen den Kunden an der Kasse und bedanken uns für seinen Einkauf!
· Begrüßen Sie den Kunden an der Kasse.
· Fragen Sie nach, ob er alles gefunden hat.
Eigentlich alles nicht weiter ungewöhnlich und nachvollziehbar. Gut, solche Regeln gibt es bei mir nicht und Lebensmittel sind zugegebenermaßen auch meistens eher nicht so beratungsintensiv – aber zumindest die Grundregeln der Höflichkeit gelten bei uns auch, da allerdings schon aus Ehrlichkeit und nicht, weil es auf einem Schild steht.

Ich staune nur über den letzten Punkt im vierten Absatz. Rund 12,50€ Durchschnittseinkauf pro Kunde, da hätte ich in einem Karstadt / Hertie auf eher höhere Summen getippt. Worauf ich überhaupt keine Antwort finde: Warum von 12,45 auf 12,81? Das sind weder runde Zahlen , noch eine eine runde Summe als Steigerung (36 Cent), noch ein glatter Prozentsatz (2,89%) …

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Kommentare

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Chris_aus_B am :

Vielleicht hat es in absoluten Zahlen Sinn gemacht. 'Wir müssen den Umsatz von 12345 Euro auf mindestens 13000 Euro heben.'

Macht der durchschnittliche Kassenbonwert denn viel Sinn (außer für Statistikfresser)? In einem Kaufhaus kauft man aus den unterschiedlichsten Gründen ein, in einem Supermarkt eher aus den immer gleichen. Das sehe ich bei mir, da ist die Wertstreuung gar nicht so groß

eigentlichegal am :

Wenn man bedenkt wasbei karstadt/hertie an teureren Produkten angeboten wurde: Die müssen entweder gar nichts von dem verkauft haben oder auch sehr, sehr viele Kunden gehabt haben, die nur ne Packung Kaugummis kaufen, um auf so einen niedrigen Durchschnittswert zu kommen

eigentlichegal am :

30 cent netto?

Björn Harste am :

Falls das gerade kein Zufall ist, wäre das eine durchaus plausible Erklärung.

spackmat am :

Ich würde auf den Durchschittsbon des Benchmarks tippen. Also die Nachbarfiliale oder alle Filialen dieses Segments. Irgendwas.

Und Durchschnittbon ist wichtig, eine der, wenn nicht die zentrale Kennzahl. Wenn man den Umsatz steigern will, kann man mehr Kunden locken und/oder den Durchschnittsbon wachsen lassen. Kundenakquise ist in der Regel teurer.

Georg am :

2. Wir sprechen jeden Kunden aktiv an und ermitteln gezielt die Kundenwünsche durch offene Fragen!

Genau das hasse ich ,wenn ich Beratung/Hilfe brauche dann melde ich mich.Kaum den Laden betreten und so ein dauergrinsender Umsatzoptimierer kommt auf einen zu geschossen lässt bei mir den Fluchtreflex anspringen

Chris_aus_B am :

Und wenn man dan mal Hilfe oder Beratung braucht ist natürlich weit und breit kein Mitarbeiter zu sehen ... :-|

L-Roy am :

Vielleicht waren die 2,89% die tarifliche Lohnsteigerung in dem Jahr des Aushangs.

Steven Coolmay am :

Ja, ich würde auch sagen es um den Gesamtumsatz geht, der auf Einkäufe pro Kunde gerechnet wird. Ich denke auch mal, das in nem Kaufhaus mehr Leute einfach nur durchbummeln als in einem Lebensmittelgeschäft.

Raoul am :

Hm. Ich frage mich auch, warum

QUOTE:
Freitag und Samstag nur noch verkaufen zu 100%


und keine W-Fragen mehr gestellt werden sollen. Ist das der grundsätzlichen Angst geschuldet, nach dem Wochenende nicht mehr wiederzueröffnen?

Bernd am :

Zum Weekend hin ist die Abschlussrate so gut wie am Anschlag. Eine Beratung kann da nur noch kontraproduktiv wirken, sowie die Zeit gar nicht dafür vorhanden ist.

Raoul am :

Leuchtet ein. Danke.

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