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Plitsch, platsch!

Seit wenigstens zwei Jahrzehnten ist es hier ausdrücklich verboten, an der Kasse offene Getränke zu konsumieren. Gegen eine Flasche mit Schraubverschluss habe ich nichts, man redet viel und es tut gut, zwischendurch was zu trinken, aber Becher, Gläser oder auch To-Go-Becher haben da vorne nichts zu suchen.

Warum? Ganz einfach: Weil sie umfallen können und spätestens, wenn der klebrige Inhalt in die Technik läuft und für einen Ausfall der Kassen sorgt, ist klar, warum ich dieses Verbot einst erlassen habe.

Immer wieder gab und gibt es Kollegen, die die Regel missachten und leider bekomme ich das auch nicht immer mit und kann das Vergehen rügen. So wird es dann beim jeweiligen Mitarbeiter zur Gewohnheit.

Nun ist ein voller Kaffeebecher umgekippt. Solange sich die Kollegen damit nur gegenseitig ihre Hosen und Schuhe versauen, hat es vielleicht noch einen kleinen Lerneffekt. Und einen schadenfroh grinsenden Chef.

… und was kriegen wir?

Als wir diese Poster bekommen hatten, hieß die Firma in Verden, die Sheba, Chappi und Frolic herstellt, sogar noch Effem. Sie stammen aus den ersten beiden Jahren meiner Selbständigkeit hier und sind eigentlich keine Poster, sondern eher recht stabile Deckenhänger aus Pappe im A1-Format.

Dieses (und ein anderes mit Hundemotiv) hatten wir immer mal im Wechsel mit auf der Innenseite in den Plakatrahmen an unseren Schaufenstern drin, inzwischen (und da wir nun seit vielen Jahren schon nur noch die kleinen A3-Rahmen haben), haben wir diese "Plakate" natürlich schon lange nicht mehr aufgehängt. Dieses im Speziellen sowieso nicht mehr, da das ohnehin schon recht ausgeblichene Motiv durch die lange Zeit hier in einer Ecke im Lager verknickt und verspackt ist. Nachdem ich es nun noch in einem letzten Erinnerungsfoto mitsamt Blogeintrag vereweigt habe, hat es würdevoll als Sekundärrohstoff den Weg durch die Papppresse genommen.


Lustige Strichcodes – 773

Fundstück von Susanne auf den holländischen Fruchtgummis der Marke "Autodrop". Vielen Dank für die Zusendung. Die schräg abgeschnittenen Strichcodes sind wenig spektakulär (noch weniger als sonst), aber das Drumherum ist durchaus erwähnenswert:

Rechts steht über dem Strichcode "Kühl und trocken aufbewahren, mindestens haltbar bis: sie Unterseite", das sind Standardtexte, die man auch auf Produkten aus Deutschland findet. Lustig ist der Hinweis "alsof het dan nog niet op is!" – sinngemäß: Als wenn sie bis dahin noch nicht aufgegessen wären. :-)

Die Postanschrift von Autodrop ("Autodrop Alarmcentrale"), die man im Unglücksfall kontaktieren soll, ist auch eine Erwähnung wert. Pech? Nun …


Links 790

Krankheitsfälle durch Lebensmittel in Deutschland nehmen deutlich zu

Abgabe auf Alkohol soll das Gesundheitssystem entlasten

Der Fall der Bose-Boxen steht exemplarisch für ein Systemproblem

NDR: Die Tricks der Milchindustrie

Lidl-Analyse belegt: Erst "historische" Preissenkung – jetzt wird vieles teurer

Großbritannien: Keine Werbung mehr für Schokolade und Co.

Österreich halbiert Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel

MTV REWIND – die eigentümliche Wiederauferstehung des Musiksenders

Man bräuchte etwa 190 Millionen Jahre, um dieses Buch komplett lesen zu können

Flaschensammler in Hamburg-Altona wird Grundsicherung gekürzt

"Der Klimawandel ist ein Schwindel"

Ein Kunde kam barfuß und obenrum nur mit einem T-Shirt bekleidet in den Laden. Das T-Shirt wies sinngemäß darauf hin, dass der Klimawandel nur ein Schwindel sei und die Regierung euch damit nur mehr Steuern aus dem Kreuz leiern möchte.

Der Mann war, wie gesagt, recht dünn bekleidet.

Mitten im Winter.

Könnte ihm selber auch auffallen …

DAS ist ein Überraschungs-Ei

Eine Kollegin hatte mir ein demoliertes Ü-Ei ins Büro gebracht, das an der Kasse aufgefallen war. "Hier, für Eure Tochter", waren ihre Worte, als sie das Ei auf die obere Ebene meines Schreibtischs legte.

Grundsätzlich fühlte sich die Raumtemperatur hier im Büro gar nicht so warm an, aber der warme Luftstrom aus meiner Klimaanlage im Wärmepumpenbetrieb strich wohl die ganze Zeit genau in die Richtung. Als ich eine Weile später wieder zu dem Ei guckte, staunte ich nicht schlecht. Dass Schokolade in der Heizungsluft mal weich wird, kommt vor. Aber dass sich so eine eiförmige Kinderüberraschung gleich fast komplett auflöst, hatte ich bis dato auch noch nicht erlebt …


Besoffenes Geblöke

Hier lag noch eine vergessene Blognotiz:

Silvester kam um 13:58 Uhr ein (nicht so guter) Stammkunde in den Laden, ging direkt zu den Artikeln, die er haben wollte und blökte dann sofort lautstark im ganzen Laden herum, dass man noch eine zweite Kasse aufmachen soll.

Es waren zwei Kassen offen und wir hatten nur noch die Kunden abgearbeitet, die noch im Laden waren. Auf den letzten Drücker noch reinzukommen, hinsichtlich des eigenen Lebenswandels ganz sicher keinen Stress zu haben und dann gleichermaßen unreflektiert und unfreundlich quer durch den ganzen Laden zu brüllen, müsste eigentlich schon ein Hausverbot rechtfertigen.

Eine Rechtfertigung hätte es natürlich nicht gebraucht, wir haben schließlich das Hausrecht. Das Hausverbot hat er nicht bekommen, er darf weiter rein und wir haben auch nie darüber geredet. Was Leute so im besoffenen Kopp von sich geben, ist schon manchmal echt unerträglich …

Geklaute Mini-Lichterkette

Beim Abräumen und Verpacken der Weihnachts-Non-Food-Ware fiel uns auch dieser kleine Karton in die Hände, in der sich einst eine Lichterkette für wenige Euro befunden hat.

Der Karton? Lieblos aufgerissen. Die Lichterkette? Gierig eingesteckt.


Pappe, Wasserhahn, Sensor

Damit nicht jeder an den (immer noch undichten) Wasserhahn in unserer Backstube herumfummelt, hat ein Kollege einen kleinen Zugriffsschutz gebaut, der den Sensor abdeckt. So läuft das Wasser nicht ständig, aber er muss auch nicht unter der Spüle die Eckventile immer vor Arbeitsbeginn auf- und anschließend wieder zudrehen.

Pragmatische Lösungen nach Art von Uwe, aber nicht von ihm. :-P


COLLAB

Im Laufe der Zeit hatte ich nicht viele, aber immerhin doch ein paar Anfragen nach dem isländischen Kollagen-Energy-Drink Collab bekommen. Nun hatte ich die Chance, ein Display mit vier verschiedenen Sorten zu bekommen und habe es einfach mal gewagt. 96 Dosen sollten sich hier verkaufen lassen.

Zumindest die Sorte "Strawberry & Lemon", von der zufällig auf dem Foto schon eine Dose fehlt, hat es übrigens nicht in meine persönliche Hitliste geschafft. Es war gerade noch so trinkbar, dass ich den Inhalt nicht in den Ausguss gekippt habe, aber eine weitere Chance würde ich dem Produkt nicht geben.

Kennt ihr Collab und hattet schon Gelegenheit, eine Dose zu probieren?


Zigarettenschachtel voller Geld

Im Laden lag eine geöffnete Zigarettenschachtel herum. Abgesehen von einigen Tabakkrümeln am Boden der Packung war vom ursprünglichen Inhalt nichts mehr zu erkennen. Stattdessen war sie gefüllt mit Kleingeld und Banknoten, diversen Kassenbons und ein paar bereits benutzten und wenig appetitlich anmutenden Kosmetikprodukten.

Die Packung lag so blöde in einem Gang, dass wir sie gerade nicht in der Videoaufzeichnung sehen konnten. Damit war uns natürlich auch die Chance genommen, herauszufinden, wem sie gehörte. Nachdem sich zwei Wochen lang niemand gemeldet hatte, kümmerten wir uns mit einer pragmatischen Lösung darum:

Die leere Schachtel, alte Kassenbons und eine halbvolle Cremetube mit ranzig-schmierigem Rand rund um den Deckel definierten wir als entsorgbar. Der Rest bestand aus etwas über 45 Euro in Bargeld, ein großer Teil davon in Münzen. Auf glatte 50 Euro aufgerundet haben wir diese Summe nun der Spendensumme unserer Elepfandspendenbox hinzugefügt. Ich denke, das ist fair und eine akzeptable Lösung, an der sich auch niemand bereichert.

Bitte entferne mich nach der Verraeumung!

Transportmittelaufkleber unserer Großhandlung. Dass wir in den Läden die Aufkleber entfernen sollen, da dies den Workflow im automatisierten Lager erleichtert, wissen wir schon seit Jahren.

Aber seit wann steht das denn sogar im Klartext darauf? Oder habe ich das immer übersehen oder ignoriert, da der Hinweis keine Relevanz für mich hatte, da ich ja wusste, dass die Aufkleber entfernt werden sollen? Fragen über Fragen … :-)


Lustige Strichcodes – 772

Gefunden auf den "Eye Bad Mask" Pads der Marke Yeauty, die unsere Tochter unbedingt haben wollte: Ein Strichcode in Form des Produkts, nämlich Augenpads.

Könnte aber natürlich auch eine Geleebohne, ein fettes Grinsen oder ein Nierentisch mit drei abstehenden Beinchen (nicht im Bild) sein. Aber das mit dem Augenpad ist wohl am wahrscheinlichsten. ;-)


Schlechte Erfahrungen

Eine Kundin fragte nach einem Praktikumsplatz (Schulpraktikum) für ihren Sohn.

"Wir nehmen keine Praktikanten."

"Warum nicht?"

"Weil wir so viele schlechte Erfahrungen gemacht haben."

"Ich war schon in 50 Läden, die sagen alle das Gleiche. Und Sie jetzt auch."

Tzja, ist wohl was dran …

Kennt ihn aus der Schule

Eine Kollegin berichtete mir, dass sie mit ihrem Ehemann bei einem unserer Mitbewerber einkaufen war (tztztz :-P) und dass sie dort einen Mann gesehen haben, der bei uns vor einer Weile geklaut hatte, aber dabei leider entkommen konnte.

"Den kenne ich noch von der Schule", stellte ihr Gatte fest und hatte den Vornamen des Täters gleich parat. "Ich gucke mal, ob ich den kompletten Namen und die Adresse rausfinde, die gebe ich euch dann!"

Ich bin gespannt und würde mich freuen. Der Typ hatte bei uns hier immerhin Ware in einem mittleren zweistelligen Wert mitgehen lassen.