Hier geht's zur Erklärung, wofür sie waren und warum ich sie loswerden will. Zwei Leute hatten Interesse verkündet, konkret gemeldet hat sich niemand. Wenn bis Mittwoch Abend nichts passiert ist, werfe ich sie endgültig weg.
Mit der Post kam ein Werbeschreiben eines (mir bis bislang gänzlich unbekannten) Telekommunikationsunternehmens. Babyspielzeuge sind auf dem Schreiben abgebildet, welche die einzelnen Unternehmensbereiche darstellen sollen. Dazu die Info, dass ich nun endlich alles das bekommen kann, was es als Kind nur mit Protest und Schmollen gab.
Ich glaube, ich bin die falsche Zielgruppe. Bei mir spricht die Werbung nur die Bewegung meines Armes in Richtung Papiertonne an.
Als wir Ende Dezember hier im Laden zusammen mit der Hausverwaltung den letzten Wasserschaden begutachtet hatten, bin ich – Mensch ist ja zu faul, um eine Leiter zu holen – direkt auf den Tischen in meiner Gemüseabteilung herumgeklettert. Das ist normalerweise kein Problem, aber diesmal bin ich so unglücklich auf die Leiste getreten, auf der die Kunststoffschienen für die Preisschilder kleben, dass mehrere Schrauben dieser Holzleiste herausrissen.
Die ersten Tage hing sie nur etwas schief und ich nahm mir vor, mich "bei Gelegenheit" darum zu kümmern. Inzwischen ist sie gänzlich abgefallen und so war jetzt ein Notfalleinsatz mit Akkuschrauber notwendig. War zum Glück weniger kompliziert, als ich dachte...
Alle Vorarbeiten zur Ladenöffnung waren eben fertig und auch mein Mitarbeiter war ausgesprochen überpünktlich hier. Bevor wir uns langweilten, haben wir um 23:52 Uhr schon den Laden aufgeschlossen.
Und dann? Kommt die erste Kundin erst um 0:05 Uhr rein.
Nachdem ich nun tatsächlich nach Jahren der Unschlüssigkeit meinen Zugang für Onlinebanking beantragt habe (hat auch gar nicht wehgetan), trudelten hier heute diverse Unterlagen ein: Chipkarte, USB-Stick, PIN und eine CD-ROM mit der Installationssoftware.
Voller Freude installierte ich alles und wollte mich gerade einloggen, als genau dieser Vorgang mit einer Fehlermeldung jäh unterbrochen wurde. Was zum...?
Der freundliche Mitarbeiter der Sparkasse erklärte mir eben am Telefon, dass die Karten zwar schon vorbereitet und verschickt werden, die eigentliche Freischaltung des Accounts aber durchaus ein paar Tagen dauern kann.
Schade. Dann werde ich nachher eben noch ein (hoffentlich letztes) Mal Kontoauszüge kopieren müssen.
"Rufnummernsperre für die gewählte Nummer ist aktiviert."
So lautete die Ansage, die ich mir vorhin beim Versuch, eine Hotline anzurufen, anhören durfte. Als ich den Telefonanbieter gewechselt hatte, habe ich wohl ein Kreuzchen bei "0900 sperren" gemacht.
Wir sind mit der Inventur im Großen und Ganzen fertig. Mit den dreizehn Inventurhelfern ging die Arbeit heute erfreulich geschmeidig und ich glaube, das war die erste Inventur, bei der niemand großartig mit den Zählblättern herumgemurkst hat.
Die Helfer bekommen für ihre Arbeit Geld und so denke ich, dass Getränke und Frühstück nicht von mir gesponsert werden müssen. Mittendrin hat mich eine der Aushilfen nach einer Flasche Mineralwasser gefragt hat. In der Vergangenheit hatte er sich bei mir hier im Laden schon öfter nach einem Job erkundigt, da es ihm finanziell wohl nicht so sonderlich gut geht und so mochte ich nicht knauserig wirken und ihm den Wunsch verwehren.
Dreist fand ich allerdings, dass er ohne zu fragen die leere Flasche im Leergutautomaten versenkt und sich den Bon eingesackt hat.
Aufgrund der Inventur bleibt es hier im Blog (im Laden bestimmt nicht) etwas ruhiger. bemerkenswert bislang war, dass mich einer der Inventurhelfer auf ein blogbares Ereignis hinwies, dazu aber später mehr. Im Grunde hat er später selber bei seiner Zählerei für einen anderen Blogeintrag gesorgt. Vielleicht darf ich's ja veröffentlichen.
Wer sich kreativ betätigen möchte, darf den Bogen gerne nach eigenem Ermessen ausfüllen und mir via Fax (0421-5963564) oder E-Mail (shopblogger@gmail.com) zurückschicken.
Ich werde die Vordrucke dann entsprechend weiterleiten. So eine Wirtschaftsauskunftei kann ja schließlich niemals über zu viele Informationen verfügen, die sie dann "selbstverständlich kostenfrei speichern" kann.
Ein Unternehmen, das "Wirtschaftsinformationen" sammelt, speichert und verkauft, hat mir ein Fax geschickt. Darauf heißt es:
[...]
Da wir auch über Ihr Unternehmen Anfragen erhalten, wenden wir uns heute mit der Bitte an Sie, uns auf dem beiligenden Formular einige Angaben über Ihr Unternehmen zur Verfügung zu stellen. Sie geben uns damit Gelegenheit, die uns bereits vorliegenden Informationen zu vertiefen und eventuelle Fehlinformationen auszuschalten.
Auf dem beiliegenden Formular Sind genug Felder vorgesehen, um sich ausführlich über private Daten, Geschäftsergebnisse, Mitarbeiter, Kontodaten und Besitztümer zu äußern. Wertvolle Zahlen, nach denen sich jeder Adress- und Datensammler die Finger leckt. Und was macht diese Firma? Gibt sich großzügig und weist auf dem Anschreiben ausdrücklich auf folgendes hin:
Selbstverständlich ist die Speicherung Ihrer Daten kostenfrei.
Wow, ich bin begeistert. Was für ein großzügiges Angebot. Das darf ich gar nicht ablehnen und so werde ich den Fragebogen selbstverständlich ausfüllen und zurückfaxen. Ich weiß nur noch nicht genau, was ich dort hineinschreiben werde. Werde ich vielleicht erst heute Abend nach dem Genuss mehrerer Flaschen Cider bearbeiten.
Nachtrag: Hinweis eines Kollegen:
Schreibe denen doch:
"Sie können mich mal am Arsch lecken.
PS: Diese Information dürfen sie selbstverständlich kostenfrei speichern."
Gespräch mit der Hausverwaltung. Die Versicherung ist informiert, aber bis die Decke gestrichen werden kann, muss notwendigerweise das Mauerwerk erst vollständig trocknen.
Bis Mitte Februar werden wir also mit den Flecken an der Decke leben müssen und dann kommt der Maler. Immerhin ein Lichtblick.
Mal wieder war ein Karton mit Umreifungsbändern für die Papppresse fällig. Das sind spezielle Bänder, die hohe Zugkräfte aushalten – in diesem Fall immerhin 580kg. Dafür kostet so eine Rolle mit 500 Metern Band auch mal eben rund 50€, was sich bei so einem Karton zu beeindruckenden 400€ summiert. Zumindest, wenn ich sie als Originalzubehör vom Pressenhersteller kaufe. Gut, dafür hat man auch rund drei Jahre etwas davon. Aber im ersten Moment ist's doch ein ganz schöner Schreck, den einem die Rechnung versetzt...
Papppresse... Papppresse... Hm... Ich denke, ich habe mich in die neue Rechtschreibung ganz gut eingelebt. Aber diese drei Konsonanten hintereinander sehen schlimm aus.