Werbeanruf einer Firma (ob echt und/oder seriös oder beides auch nicht, Auszug aus einem Firmenverzeichnis seht ihr unten), die mir hier einen Geldautomaten aufstellen wollte. Abgesehen davon, dass wir hier keinen Platz haben, der nächste Geldautomat gerade mal 150m entfernt ist und letztendlich wir hier auch Barauszahlungen anbieten, würde ich mich auf sowas nicht bei irgendeiner mir unbekannten Firma im Ausland einlassen.
Neuer Fußboden? Weiter geht's: Ein Architekt hat mich gestern fast geschlagen für die Idee, die vorhandenen Platten mit neuen Fliesen zu überkleben. Ich soll mir den hier im Markt befindlichen ähnliche Betonwerksteine besorgen und damit die beschädigten und unansehnlich gewordenen Stücke austauschen. Die Substanz sei schließlich gut und das wäre die günstigste und am wenigsten aufwendige Lösung.
Kunstlicht, Handykamera, Rotstich. Eigentlich sind die Dinger im Grundton leicht gelblich mit einem angenehmen Kontrast in der Körnung.
Keine Ahnung, was ich da eben bei dem zwingend auszufüllenden Onlinefragebogen bei meinem Kreditkartenabrechner angekreuzt habe, bei 95% der Fragen habe ich jedenfalls kein Wort verstanden. Aber das Ergebnis lautet:
Abschluss SAQ D (v3.1)
PCI-DSS-Validierung
Auf der Grundlage der Ergebnisse des SAQ D vom 11.05.2016 stellen die angegebenen Unterzeichner den folgenden Konformitätsstatus für SPAR-Markt Harste fest:
Compliant:
Alle Abschnitte des PCI DSS SAQ sind vollständig und alle Fragen wurden mit "Ja" beantwortet. Daraus ergibt sich die Gesamtbewertung COMPLIANT.
SPAR-Markt Harste hat somit vollständig Konformität mit dem PCI DSS gezeigt.
Ich verstehe ungefährt nichts davon und schon gar nicht die ganzen Abkürzungen (Was zum Henker ist ein "Approved Scanning Vendor (ASV)"?!) und frage mich ernsthaft, wie andere Einzelhändler das machen.
Punkt eins: Sie sind (noch) nicht gesetzlich vorgeschrieben und auch nicht für die Versicherung relevant.
Dem könnte man natürlich zuvorkommen und sie trotzdem installieren. Da kommt aber das nächste Problem, nämlich
Punkt zwei: Es gibt dieses Teil nur in einer 16A-Ausführung, folglich müsste jeder einzelne Stromkreis mit jeweils einem eigenen Brandschutzschalter geschützt werden. Da so ein Teil rund 100€ kostet, würde sich das bei meiner neuen Unterverteilung zu einem kleinen fünfstelligen Betrag addieren – und letztendlich den Preis für den ganzen Schrank verdreifachen. Da ich gerade sowieso sehr viel investiere(n muss), versuche ich natürlich, das Geld an allen nicht zwingend notwendigen Stellen zusammenzuhalten.
Die Platzreserve lassen wir aber. Man weiß ja nie, was kommt.
Vor ein paar Tagen habe ich mich mit einem Edeka-Einzelhändler aus dem Rheinland unterhalten, der demnächst mit seinem Markt in einen sich gerade im Bau befindlichen Neubau umziehen wird.
Hatte ihm von meiner Überlegung berichtet, hier dunkelgraue Fliesen einbauen zu lassen, wie man sie in eigentlich allen modernen Märkten findet. Er riet mir ausdrücklich davon ab. Einerseits würde man jeden Schmutz darauf viel besser sehen, als bei den gesprenkelten Fliesen, andererseits, und das war das viel wichtigere Argument für ihn, würden sie immens viel Licht schlucken, so dass ich bei der Beleuchtung deutlich aufrüsten müsste.
Ist ein Argument. Ich werde mich die Tage mal umgucken, welche Alternativen es noch gibt. Der Fußboden soll ja gleichermaßen modern wie hell wirken.
Für die Technikfreaks hier noch eine aktualisierte Liste der für unsere neue Unterverteilung benötigten Bauteile. Es mögen dem einen oder anderen zu viele Fehlerstrom-Schutzschalter sein, aber so lassen sich einzelne Bereiche schöner gruppieren. Auch diesmal wieder insgesamt eher großzügig dimensioniert, aber so werden wir in absehbarer Zeit keine Probleme mit der Stromversorgung hier im Markt bekommen.
Büro 1 / Büro 2
1 FI
3 x 16A (Kassenbüro)
3 x 16A (Verwaltungsbüro)
Personalraum / WC
1 FI
3 x 16A (WC)
3 x 16A (Personalraum)
Lager
1 FI
1 x 16A Licht
1 x Stromstoßschalter
6 x 16A Steckdosen
1 x (3x16A) Ballenpresse
1 x (3x16A) Leergutautomat
Außenbeleuchtung
1 FI
1 x 16A (Hofbeleuchtung)
1 x 16A (Werbeanlage)
2 x Dämmerungsschalter
Optionale UV für Kühlanlagen
2 x (3x63A) Neozed
Wandkühlregale
4 x FI
8 x (3x16A) Kühlregale
Tiefkühltruhen
2 x FI
12 x 16A Steckdosen
Sonstige Kühlmöbel
1 FI
1 x (3x16A) Kühlregal
10 x 16A div. Kühlmöbel
Durchlauferhitzer Laden
1 FI
1 x (3x32A) Neozed
Sicherheit
1 x FI
1 x 16A (Alarmanlage)
3 x 16A (Videoanlage)
Heizung / Klima Laden
1 FI
1 x (3x16A) Klimaanlage
2 x (3x16A) Deckenlüfter
3 x (3x16A) Ventilatoren
Backöfen
1 FI
3 x (3x16A)
Kassentisch
1 FI
3x16A
Steckdosen Laden
1 FI
2 x (3x16A)
12 x 16A
Ladenbeleuchtung
1 FI
12 x (3x16A) Lichtbänder
1 x 16A Licht Eingang Außen
1 x (3x16A) Dreiphasenschiene Gemüse
3 x Stromstoßschalter
Keller
1 x FI
3 x 16A Licht & Steckdosen
Da sind keine Brandschutzschalter ("Fehlerlichtbogen-Schutzeinrichtung") geplant, aber im Schrank für die UV werden wir genug Platzreserve lassen, um die Teile eventuell mal nachrüsten zu können. Momentan sind sie keine Pflicht und bleiben weg.
Sobald das Angebot für den Verteilerschrank vorliegt, werde ich das Teil bestellen und dann wird hier noch auf jeden Fall vor dem Sommer unser Hauptstromanschluss einen Abzweig bekommen und damit ist der erste Schritt zur neuen Unterverteilung (und damit zur gesamten Elektrik) getan!
Den Lieferdienst haben wir übrigens immer noch! Was etliche Jahre hier selbstverständlich war, wird jetzt schon bei jedem positiven Detail zum erwähnenswerten Erlebnis.
Ich gebe zu, dass ich zwischendurch endgültig damit aufhören wollte, hatte sogar schon die Kündigung für meinen Boten geschrieben. Durch das ganze Theater im letzten Jahr sind so viele Lieferkunden weggebrochen, dass es nicht mehr wirklich Spaß macht.
Aber noch ziehen wir es weiter durch. Solange ich nicht draufzahlen muss, ist alles in Ordnung und wenn es letztendlich auch nur ein Nullsummenspiel ist, so werde ich daran festhalten und zumindest ein paar Stammkunden weiterhin diesen Gefallen tun und ihnen die Ware nach Hause liefern lassen.
Ob ich für den Lieferdienst mal eine Anzeige in einem der Werbeblätter hier im Stadtteil schalte? Das ist ja eigentlich genau unsere Zielgruppe.
Hier seht ihr noch einmal die hier bereits erwähnte Tür, die eigentlich ein Notausgang werden soll. Sowohl rein technisch als auch unter Beachtung aller Vorgaben ist das an der Stelle eigentlich nicht zu schaffen.
Da ich ja mit meinem Büro (rechts nicht mehr im Bild) sowieso umziehen und diese beiden Räum in wandlose Ladenfläche umwandeln möchte, könnte man auch den Notausgang komplett neu gestalten. In meiner Fantasie sehe ich eine neue Tür am linken Bildrand und das "Fenster" (Glasbausteine) und die alte Tür zugemauert.
Der neue Laden formt sich langsam im Geiste. Eigentlich bin ich mit sowas sehr schnell, da ich hier aber einige Veränderungen vornehmen möchte, bei denen man langfristiger denken sollte, muss das schon alles gut überlegt sein.
Anfang Dezember waren wir in Köln zu einem für den Kauf des Ladens notwendigen Notartermin. Auf dem Weg ins Rheinland hatte sich auf der A1 aufgrund einer Baustelle ein Stau gebildet, innerhalb des Staus gab es einen kleinen Auffahrunfall, die beiden betroffenen Fahrzeuge standen hinter den Leitbaken der Baustelle und der Verkehr kroch im Schneckentempo am der Unfallstelle vorbei.
Da die Autos dicht an dicht fuhren, sahen wir die noch auf der Fahrbahn liegenden Trümmerteile (Glas- und Kunststofffragmente) zu spät. Es knirschte kurz und zwei Minuten später standen wir mit plattem Reifen auf dem Pannenstreifen. Den Rest erledigte an dem Tag der ADAC für uns und auch den Notartermin konnten wir glücklicherweise noch um ein paar Stunden nach hinten verschoben wahrnehmen.
Dass die Trümmerteile für den kaputten Reifen verantwortlich waren, wurde uns schon recht schnell klar, folglich müsste sich der Schaden über die Versicherung des Unfallverursachers bei der Autobahnbaustelle abwickeln lassen. Doch wie kommen wir an die Daten?
Mit der großen Hilfe der Polizei Köln konnten wir ermitteln, um welchen Unfall es sich genau handelte (Gar nicht so einfach, wenn man nur weiß, dass es in "ungefähr in einem 10km großen Teilstück" passiert ist. In der Folge wurde ich als weiterer Geschädigter in die Unfallanzeige mit aufgenommen. Nachdem wir zwischenzeitlich den Unfallverursacher und daraufhin auch seine Versicherung kontaktiert hatten, sollte jetzt endlich auch dieses Kapitel ein Ende finden.
So sieht übrigens unser >30 Jahre alter Kühlschrank im Aufenthaltsraum aus. Das Teil funktioniert zwar noch, verbraucht aber einerseits zu viel Strom (alleine durch die unnötigen Tiefkühlfächer unten) und ist auch von innen nicht mehr sonderlich appetitlich. Sobald die neue Front für den neuen Kühlschrank hier ist, wird der alte Kühlschrank endgültig ausgemustert.
Die eigentlichen Röhren kann man kaum voneinander unterscheiden. Selbst ein Elektro-Fachmann hat schon von unten in meine hochwertigen Retrofit-Röhren geguckt und sie für klassische Leuchtstoffröhren gehalten. Fand ich gut.
Aber beim Blick in die Leuchten kann man den Unterschied ganz gut sehen. Die Leuchtstofflampen strahlen rundherum und dementsprechend wird auch der Reflektor in den Kästen angestrahlt. Das sieht man auf der rechten Bildhälfte sehr deutlich. Die LED-Röhren, links im Bild zu sehen, strahlen dagegen nur nach unten und so bleibt der Reflektor darüber dunkel.
Das sieht jetzt aber auch nur auf dem Foto so krass aus. Bezüglich der Beleuchtung des Marktes macht es nämlich keinen Unterschied.
Den ganzen Vormittag hatten wir schon Kummer mit dem Leergutautomaten, weil immer wieder leichte Blechdosen am Anfang der Rutsche in den Cruncher hängengeblieben sind. Zwischendurch haben wir das Ding von innen sogar noch ausgesprochen gründlich gereinigt, da wir dachten, dass die Dosen vielleicht auf dem mit Getränkeresten verklebten Blech hängen blieben – aber es half nichts. Mehrere Kunden beklagten sich, weil der Automat streikte und als ich auf die Suche nach der Ursache für die hängenbleibenden Dosen ging, entdeckte, dass die Weiche auf der linken Seite magnetisch war. So sehr, dass Dosen da im Vorbeirutschen hängenbleiben konnten:
Ich wollte gerade ausholen und eine Mail an Firma Trautwein schreiben und fragen, wer denn auf die glorreiche Idee gekommen war, an so einer Stelle einen dermaßen kräftigen Magneten einzubauen. Da fiel mir zum Glück noch rechtzeitig ein, dass es natürlich sein könnte, dass der Magnet gar nicht zum Automaten gehört, sondern irgendwie am Leergut klebte und dann selber am Blech der Weiche hängengeblieben ist. Genau so war es dann auch.
Auch nach jahrelanger Erfahrung mit starken Magneten ist es auch für mich immer wieder faszinierend, welche Kraft so ein winziges Teil hat. Der ist gerade mal einen guten Millimeter dick und hat nur fünf Millimeter Durchmesser: