Dass in meinem neuen Büro der Durchgang zwischen Schreibtisch und Wand relativ eng ist, war ja klar. Dass ich da irgendeinen Schutz für die Kante montieren sollte, habe ich auch schon herausgefunden. Aber dass da nach nicht mal zwei Wochen schon eine Delle in die Tapete geschlagen ist, von wem auch immer, finde ich blöde.
Das Sinalco-Poster aus meinem alten Büro durfte (meine Entscheidung, nicht fremdbestimmt) nicht mit in meine neuen Räumlichkeiten umziehen. Das wird wohl einen schönen Platz irgendwo in der Halle bekommen.
In meinem neuen Büro hängt nun ein expressionistisches Werk in Deckfarben einer noch eher unbekannten Künstlerin, die zwar ihren Stil noch suchen muss, aber dabei bereits schon ein sicheres Farbgefühl entwickelt hat.
Für einen Kollegen, der den Umbau damals vom Kühlraum zu meinem (inzwischen ehemaligen) großen Büro nicht mitbekommen hatte, habe ich mal mit einem beherzten Fußtritt ein Loch in die Gipskartonwand getreten, um ihm zu zeigen, was da noch auf uns zukommen wird.
Man möchte am liebsten die Tür zumauern und alles vergessen.
Das ist das kontrovers diskutierte Kabel mit den sieben Adern, wegen dem ich noch mit unserem Elektriker aneinandergeraten werde. "Sie wollten das haben", sagte er zuletzt, als etwas unklar war, die es angeschlossen werden soll. Nein, ich wollte ursprünglich ein 5x4mm² haben. Der dünnere Querschnitt ist aber sinnvoll, da man die Leitung dann (woran auch immer) direkt anschließen kann und nicht zwingend einen Verteiler in der Kasse benötigt. Die beiden Extra-Nullleiter hat allerdings der Meister als Reserve vorgeschlagen, die sind nicht auf meinem Mist gewachsen.
(Naja, gut, letztendlich braucht man sinnlose Leiter nicht zu nutzen. Aber ich bin etwas wegen des gefühlten Vorwurfs angefressen.)
Anruf bei der Hotline von einem der beiden Anbieter unserer ec-Terminals an der Kasse. Jedes Gerät hat eine eindeutige Identifikationsnummer (Terminal-ID / TID) und die wollte der Mitarbeiter in der Hotline natürlich von mir wissen. Ich hatte diese Nummer auf die Schnelle gar nicht greifbar und wühlte mich kurz durch den Ordner mit den Kassenabrechnungen.
Da fiel mein Blick auf einen Abschlagsbeleg aus dem Terminal des anderen Anbieters und dabei hatte ich laut gedacht, in etwa sowas: "Hier, ach, nein, das ist sie doch nicht."
Der Mann am anderen Ende der Leitung lenkte ein und wollte behilflich sein: "Sagen Sie mir die aber ruhig, dann kann ich das raussuchen.
"Nein, die hilft Ihnen nicht."
"Doch, sicher. Die Nummern sind ja alle Ihrem Kundenkonto verknüpft. Dann sehe ich auch andere Terminals von Ihnen."
"Glauben Sie mir, das funktioniert nicht."
Er drängelte nochmal kurz, ich nannte die Nummer vom Terminal des anderen Anbieters und er stellte enttäuscht fest, dass er mit der Nummer gar nichts anfangen konnte.
Das Übergangsprofil an meiner neuen Bürotür sah zwar toll aus, hat aber leider an der linken Seite nur eine ganz minimale Überdeckung gehabt. Das ging die ersten Tage gut, aber ein falscher Tritt und mit einem knarzenden Geräusch drückte sich die Schiene vor das Laminat.
Hab mir schon ein neues Aluprofil besorgt, das rund 1,5 mal so breit ist. Damit sollte sich diese hohe Kante problemlos überdecken lassen. Ich suche noch die Motivation, das Ding anzubauen.
Aus dem alten Büro habe ich mir auch einen kleinen Ordner mitgebracht, den ich quasi parallel mit dem Umzug eingerichtet habe: "Tel. & Mobil." heißt das Ding und soll sämtliche Unterlagen beinhalten, die irgendwie mit Telekommunikation zu tun haben. Das alles war bislang nämlich in mindestens drei verschiedenen Ordnern verteilt: "Verträge", "Technik" und "Privat" – und was das für Chaos war, vor allem, wenn man dringend irgendwelche Dokumente suchte, kann sich wohl jeder von euch vorstellen …
In der Vergangenheit hatte ich in meinem Regal den Kleinkram immer irgendwie lose oder in Gemüsekisten stehen. Um mit dem neuen "erwachsenen" Büro auch da ein bisschen mehr Seriosität zu schaffen, habe ich mir nun fünf Boxen von Ikea besorgt, die genau in die Fächer vom Kallax Expedit passen. Die Dinger heißen übrigens "Bläddra" und scheinen ein Auslaufartikel zu sein:
Wir haben übrigens inzwischen meine beiden Scheiben im neuen Büro mit Plissees ausgestattet. Die Dinger sind ungemein praktisch, da beliebig einstellbar. Eine Tür im Rücken zu haben, ist zwar schlimm, aber sich einzubilden, dass man ständig von den Nachbarn von hinten durch das Fenster beobachtet werden könnte, ist auch keine prickelnde Vorstellung.
So habe ich zwar oben Licht, aber unten Sichtschutz:
Das ist von meinem alten Büro noch übrig: Ein paar Reste, die wild in der Gegend herumstehen. Irgendwas zwischen privatem Kram, Müll und noch nützlichen oder wichtigen Dingen, die irgendwie eingelagert werden müssen.
Ich bin dabei, mich da durchzuwühlen. Aber wenn ich schon alles anfasse(n muss), will ich das auch richtig machen. Also dauert es eine Weile …
Sooooooooo, ein ganz wichtiger Gegenstand hat soeben den Weg an meine Bürowand gefunden: Der berühmte Jahresplaner von Manitu, jetzt sogar mit zwei zusätzlichen Monaten gratis!