Ein Kollege hatte in einem Markt in einem anderen Stadtteil eine Packung Kinderschokolade gekauft und ist dann zu Hause über die aufgeklebte Warensicherung gestolpert.
Tzja – wie gesagt, sie klauen wirklich alles und es ist durchaus denkbar, dass in der Gegend dieser Artikel besonders beliebt ist.
Es könnte auch sein, dass diese eine Packung nur zufällig gesichert war. Einfach mal sporadisch beliebige, auch für Diebstahl eher untypische, Artikel im Laden sichern ist eine gute Möglichkeit, Gelegenheitsdiebe herauszufischen. So klebten bei uns schon Sicherungsetiketten auf Maggi-Tüten und Discount-Schokolade…
Wie auch immer: Wir haben diese Auszeichnung auch mal bekommen. Außer der Urkunde gab es einen kleinen goldfarbenen Einkaufswagen, den ich auch noch habe, der aber irgendwo in irgendeiner Kiste steckt. Hammer, das ist fast 13 Jahre her…
Nachtrag vom 18. November 2019:
Ich habe das alte Foto vom Einkaufswagen wiedergefunden.
Dieser Moment, in dem ein Vegetarier einen Artikel aus der Kategorie "Fleischersatzprodukte" besonders loben möchte und dazu das Adjektiv "saulecker" verwendet…
Darf man zu Karotten eigentlich noch "Mohrrüben" sagen oder ist das auch schon diskriminierend? Ist doch von "Negerkuss" nicht mehr so weit entfernt. Und sexistisch dazu.
Ein Mann rief an und stellte sich lediglich namentlich vor. Im Hintergrund war laut und deutlich die Geräuschkulisse eines Callcenters zu hören. Er plapperte direkt los und erzählte was von steigenden Energiekosten.
"Danke, kein Interesse", sagte ich und drückte ohne weitere Diskussion auf die Taste mit dem roten Telefon. Vorbei sind die Zeiten, zu denen ich meine wertvolle Zeit für solchen Käse geopfert habe.
When you buy from a small business, you are not helping a CEO buy a 3rd vacation home. You are helping a mom put food on the table, pay rent, a little girl gets dance lessons, a little boy gets a jersey for his football team. Our clients are our shareholders and they are the ones we strive to make happy. Thank you for supporting small businesses!
Jahrzehntelange Indoktrination durch die Hardliner unter den Vegetariern – und dann wird vegane Ernährung plötzlich kommerzialisiert und damit einer breiten Masse schmackhaft (pun intended) gemacht und dann ist das auch wieder nicht richtig. Es ginge ja nicht mehr um die Sache, sondern nur noch um den Kapitalismus. Meine Fresse, sollen die sich doch freuen, dass dadurch – aus welchen Gründen auch immer – möglicherweise weniger Viecher getötet werden.
Am Schluss des Berichts wird noch ausführlich berichtet, wieso durch viele Veganer die Fleischwirtschaft sogar noch angekurbelt werden könnte. Dass der Fleischwirtschaft vollkommen egal sein kann, warum sich jemand vegan ernähren möchte (Modetrend oder Überzeugung), wird da verschwiegen. Die genannten Konsequenzen wären auch eingetreten, wenn es nur Veganer aus dem "radikalen Kern" gäbe…
"Ich befinde mich seit einer Woche in einen neuen Arbeitsverhältnis, möchte dieses jetzt beenden aber mein Arbeitgeber will mich nicht so einfach gehen lassen. Mein Problem ist das in den Arbeitsvertrag keine Probezeit Vereinbarung getroffen ist."
Dazu gäbe es eine ganz pragmatische Lösung, die ich selber schon mehrmals erlebt habe – sowohl während als auch nach der Probezeit: Einfach nicht mehr am Arbeitsplatz erscheinen. Noch offene Gehaltsforderungen kann man einklagen und im Zeugnis darf auch nichts Böses stehen. Was soll einem also im schlimmsten Fall passieren? Abmahnung und Kündigung?
Angenommen, wir würden einen Cent verleihen und 5% Zinsen dafür verlangen, dann wären das nach 15 Jahren schon 2 Cent und nach 100 Jahren erst 1,25€. Dafür legt man kein Geld an. Sofern man den Schuldschein aber verlegt und nach ein paar Generationen findet ihn einer der Erben, ist die Freude groß. Denn nach 1000 Jahren sind daraus 14.726.846.864.113.573.888€ geworden. Das sind 14 Trillionen, 726 Billiarden, 846 Billionen, 864 Milliarden, 113 Millionen 573 Tausend und Achthundertachtundachtig Euro.
Der aktuelle Goldpreis beträgt 32.395,41€ pro Kilogramm. Man könnte also umgerechnet 454.596.711.821 Tonnen Gold kaufen, was einer Goldkugel mit einem Durchmesser von rund 3,5km entspräche. Da hätten die Erben ein laues Leben, würde ich sagen.
Vor ein paar Wochen:
Ein österreichischer Unternehmer mit eigenem Tischlereibetrieb trifft einen obdachlosen Tischler und besorgt ihm eine Wohnung und lässt ihn bei sich im Betrieb arbeiten. Alle Medien berichten davon, bei Facebook wird die Statusmeldung zehntausendfach geteilt und mit "gefällt mir" markiert. Alle sind glücklich uns Herr Hartl hatte zu alldem auch noch Glück mit seinem dankbaren, fähigen Neuzugang.
2007:
Wir haben hier einen Obdachlosen ins Team aufgenommen. Er hatte damals nach seinen Möglichkeiten bei einem Suppenküchen-Projekt mitgemacht und bekam von uns die Chance auf einen reellen Arbeitsplatz. Die Arbeit, die er hier gemacht hat, war gut. Niemand von außerhalb hatte sich für die Sache interessiert. Ich glaube, ich hatte es auch nicht hier im Blog erwähnt, aber es hatten ja genug Personen mitbekommen. Keine Likes, keine Teilungen, kein Feedback, keine Zeitungsartikel.
Nach einem halben Jahr war er von heute auf morgen verschwunden. Kam nicht mehr zur Arbeit, war nicht mehr telefonisch erreichbar und hatte auch seine Wohnung aufgegeben.
Ein Mitarbeiter hatte folgende Idee: Wenn man als Kassierer bemerkt, dass jemand geklaut hat und flüchtet, schnell in die Menge der wartenden Kunden rufen, dass derjenige, der den Täter stellt, direkt 50 Euro ausbezahlt bekommt.
Habe spontan zugesagt, dass er das, sofern sich die Gelegenheit wieder einmal bieten sollte, gerne ausprobieren darf. Würdet ihr für das Geld hinterherrennen?
Bin ich eigentlich zu altmodisch oder geht auch anderen Leuten dieser inflationäre Gebrauch des Begriffs "Sale" auf den Zeiger?! Mittlerweile wird fast jeder innerstädtische Laden zu jeder Jahreszeit damit dichtgepflastert. "Sale" hier, "Sale" da, "Sale Sale Sale" auf dem Kundenstopper vor der Tür, "Sale" quer am Schaufenster, "Sale" auf den kleinen Preisschildern, "Sale" überall.
Wenn das der Garant für Umsatz sein soll, mache ich das hier auch.
(Nein, war ein Scherz. Ich kann "Sale" nicht ausstehen.)
Immer wieder kommt es vor, dass Kunden Produkte aufgrund von Fehlkäufen oder aus Unwissenheit über bestimmte Produkteigenschaften zurückgeben wollen. Wenn die Sachen ungekühlt haltbar und unbeschädigt sind, ist das normalerweise auch kein Problem.
Schwieriger wird es, wenn die Produkte ganz eindeutig, z. B. durch geöffnete Packungen, nicht mehr verkaufsfähig sind oder mir mein Sachverstand sagt, dass die Artikel nicht mehr zurück in den Laden sollten oder sogar dürfen. Es kommt zum Beispiel immer wieder mal vor, dass Kunden Eiscreme zurückgeben wollen, weil es die falsche Sorte ist – das ist dann einfach mal ihr Pech.
"Sie müssen das zurücknehmen!", hört man zum Glück recht selten, aber die Stammkundenkeule holen trotzdem immer wieder Leute aus der Tasche: "Ich bin hier Stammkunde", "ich kaufe hier immer ein", "meine Familie kauft hier schon seit Jahren ein" usw.
Und dann steht man da und hadert ernsthaft, ob man wegen zwei oder drei Euro einen "Stammkunden" verärgert oder ob man bei der ungerechtfertigten Forderung gar nicht nachgibt, um sich nicht hinterher über die eigene Doofheit zu ärgern.