Stellen wir mal fest: Die BILD verkauft nach eigener Aussage Werbung, die sonstigen Inhalte sind nur Verpackungsmaterial dafür. Mit dem Beitrag "supporte" ich die BILD mit Sicherheit nicht mehr, als alle werbenden Kunden dort.
Mal einen Blick in die heutige Ausgabe Bremen werfen. Bitte folgende Firmen zukünftig meiden, sind alles BILD-"Supporter":
Penny, Comedy Central, einige Autohäuser in und um Bremen, den Jaderpark, alle Läden der Werbegemeinschaft "Bremer City" – und natürlich auch die Osterwiese!
Die GEZ Rundfunkgebühreneintreiber müssten sich weniger Sorgen um ihr Auskommen machen, wenn sie nicht ständig das vorhandene Geld dafür verschwenden würden, immer wieder die Leute anzuschreiben, die ohnehin schon seit Jahren brav bezahlen. Ich tue denen übrigens nicht den Gefallen und fülle das Formular inklusive Beitragsnummer aus. Sollen die doch selber suchen.
Anruf einer Marketingagentur, die bei Tellows als ziemlich unseriös gelistet ist. Der Anrufer erzählte mir was von irgendeinem für drei Monate kostenlosen Adressbucheintrag bei Google und dass sie das überprüfen würden und dass das ja ein tolles Angebot wäre und dass er mir dann die Bestätigung zuschicken würde.
"Und nach den drei Monaten?"
"Kostet das nur 19,99€pro Monat."
Uuuuuuuuuuund tschüss. [KLICK!]
(Und die nächste Rufnummer in der Sperrliste in meiner Fritzbox.)
Habe gerade eine kleine Statistik gesehen mit Antworten auf die Frage "Was motiviert Sie persönlich bei der Arbeit?" (Quelle: EY Jobstudie 2015) und nicke zustimmend.
Auf Platz 1 steht die Aussage "Gutes Verhältnis zu den Kollegen", auf Platz 2 findet sich "Eine spannende Tätigkeit" und erst auf Platz 3 kommt "Ein hohes Gehalt".
Einzelhandel ist bekanntlich nicht die Branche mit den Top-Gehältern, aber im Laufe der Jahre haben schon einige Mitarbeiter wieder zurückkommen wollen (und teilweise von mir auch die Chance bekommen), nachdem sie wegen eines besser bezahlten Jobs gekündigt hatten. Wir haben meistens ein tolles Team (Querschläger gibt es leider immer wieder, aber man kann den Leuten beim Bewerbungsgespräch ja auch immer nur bis vor die Stirn gucken…) und auch wenn der Job nicht unbedingt "spannend" ist, so ist zumindest der Umgang mit vielen meiner Kunden sehr angenehm. Das hilft dann tatsächlich über den einen oder anderen Euro hinweg – und das deckt sich ja nun auch mit der eingangs erwähnten Statistik.
Mir passieren hier im Blog ja auch Flüchtigkeitsfehler, aufgrund des eher kurzlebigen Mediums beschränkt sich das Korrekturlesen normalerweise maximal auf kurzes Überfliegen der geschriebenen Beiträge.
Hier seht ihr einen Ausschnitt aus dem Flyer einer Firma, die Werbung und Werbeträger im öffentlichen Raum vermarktet. Ausgerechnet Werbung! Wenn mir der Fehler schon bekannt ist, hätte ich die Dinger ja zumindest nicht mehr unters Volk geworfen und lieber nur auf die Website verwiesen.
Natürlich ist ein akkurat eingerichteter und geführter Laden eine Augenweide. Ich habe in den letzten Wochen viele moderne Supermärkte angesehen und im Grunde war jeder so gestaltet und aufgeräumt, dass man fast jederzeit ein Foto für einen Ladenbau-Prospekt hätte schießen können.
Meine Planungen gehen ja irgendwie auch in diese Richtung, aber andererseits betrachte ich das auch mit gewissen Zweifeln. Bei uns findet man an jeder Ecke irgendwelche Produkte, überall gibt es was zu entdecken und es ist eben nicht so schön langweilig steril, wie man es aus anderen Läden kennt und vielleicht auch erwartet.
Ich weiß ehrlich nicht, ob so viel Akkuratesse hier in der Gastfeldstraße sich unbedingt positiv auswirken würde. Wir haben hier ein riesiges Sortiment, das hat auf so einer kleinen Fläche nunmal in Bezug auf die Übersichtlichkeit seinen Preis, aber andererseits sind wir für diese Produktauswahl auch bekannt und beliebt.
ich beanstande, dass ich in Ihrem Markt öfters "geduzt" werde. Das ist nicht schön und respektlos.
Ich empfehle Ihnen, sich eine angemessene Entschuldigung zu erdenken, damit ich wieder ihr Geschäft betrete, da es sonst nichts austzsetzen gibt.
Uff… Der kam tief. Wir haben hier schon immer einen ausgesprochen lockeren Umgang miteinander gehabt und dieses "Du" ist überhaupt niemals respektlos gedacht. Eher wie im englischsprachigen Raum oder Schweden, wo es einfach nur eine Form der Anrede gibt. Wir dutzen natürlich nicht konsequent und mit Sicherheit verwenden wir das "Sie" häufiger – aber verglichen mit anderen Supermärkten dürfte die Quote bei uns schon recht hoch liegen. Übrigens auch in beide Richtungen. Hier kommen durchaus Kunden rein, die einen mit "Hey, Björn/Ines/Gregor/Uwe, kannst du, habt ihr, geht das..." begrüßen.
Tzja – was antwortet man darauf? Ich habe es hiermit versucht:
Sehr geehrte xyz,
es tut mir ernsthaft Leid, dass Sie sich in meinem Geschäft respektlos behandelt gefühlt haben. Das ist mit Sicherheit nicht unsere Absicht gewesen, denn natürlich leben wir von unseren Kunden und somit sind wir auch stets bemüht, jedes Missverhältnis gleich aus der Welt zu schaffen.
Nun ist es allerdings so, dass wir hier grundsätzlich im Team untereinander und dadurch auch mit sehr vielen Kunden (und zwar in beide Richtungen) das "Du" verwenden. Ich kann und werden folglich nicht die allgemeine Anweisung in den Raum stellen, darauf zu achten, grundsätzlich keine Kunden zu duzen. Aber natürlich duzen wir normalerweise ausdrücklich keine fremden / neuen / älteren Kunden, allerdings möchte ich nicht generell ausschließen, dass dem oder der einen oder anderen Mitarbeiter/in es nicht trotzdem mal unangebrachterweise herausrutscht. Das "Plural-Du" ("ihrzen") verwenden wir gleichermaßen.
Ich kann Sie nur bitten, dem oder der Mitarbeiter/rin hier bei mir ggf. direkt zu sagen, dass er oder sie das "Du" unterlassen soll. Aber bedenken Sie dabei bitte auch, dass das von unserer Seite aus nie böse gemeint ist.
Harald Lesch macht sich in einem halbstündigen Interview ein paar Gedanken über die mögliche gesellschaftliche (und technische) Entwicklung auf diesem Planeten in den kommenden hundert Jahren.
Das Video ist zwar gänzlich off topic, aber absolut sehenswert:
Vor einer Weile hatte sich hier ein junger Mann beworben. "Jung" ist relativ, er ist knapp dreißig und bereits verheiratet. Hatte schonmal eine Ausbildung im Einzelhandel angefangen, die er aus familiären Gründen abbrechen musste und versuchte nun, wieder im Arbeitsleben Fuß zu fassen.
Er machte einen super sympathischen Eindruck auf mich, aufgeschlossen und arbeitswillig, die Proberunde an der Kasse lief angenehm erfolgreich und letztendlich bot ich ihm sogar an, eventuell ab dem Sommer seine Ausbildung hier fortzusetzen, so dass er auch da irgendwann mal eine handfeste Berufsausbildung in der Tasche hätte.
Wir vereinbarten einen Termin für ein weiteres Kassentraining, das dann niemals stattfand, da wir nie wieder etwas von ihm hörten.
Zusendung von Gregor. Irgendwie stimmt es ja, die Technik ist etwas in die Jahre gekommen und wird leicht mal belächelt – dennoch ist sie unglaublich praktisch.
Wenn man eine oder mehrere Seiten schnell jemandem zustellen möchte (Sowieso schriftlich vorhandene Dokumente oder Bestellungen bei kleineren Lieferanten, für die es häufig Vordrucke gibt), geht definitiv nichts schneller als ein Fax. Selbst für eine E-Mail müsste man die Datei erstmal einscannen und dann das Bild/PDF als E-Mail-Anhang versenden.
Im Juli letzten Jahres hatte ich mal das SPAR-Fan-Blog verlinkt. Leider ist dort seit fast zwei Jahren schon nichts mehr los und ich hadere, ob ich die Seite auch aus meiner Blogroll nehmen soll.
Thematisch passt es einfach so schön zu mir, aber bei mir im Blog gibt es ja fast mehr Fan-Beiträge zu sehen.
Vielleicht mal in eine Kategorie "SPAR-Fan" hier assimilieren?
Eine Kollegin war schon in Feierabendstimmung und lief noch in ihrer Zivilbekleidung durch den Laden, um mit ein paar Kollegen zu plaudern. Plötzlich wurde sie von einer langjährigen Stammkundin angesprochen, der meine Mitarbeiterin auch definitiv bekannt sein sollte. Sie haben sich sogar schon häufiger auf der Straße getroffen. Es sollte also nicht an der fehlenden Arbeitskleidung gelegen haben, dass die Kundin meine Angestellte fragte: "Kennen Sie sich hier Laden ein wenig aus?"
Nun ist die Dame nicht mehr die jüngste. Das wird doch wohl nicht so weitergehen? Es ist schlimm, den geistigen Verfall eines Menschen mitzubekommen. Ist bei uns zwar eher eine Randerscheinung, da wir meistens nicht so viel mit dem einzelnen Menschen zu tun haben – aber dennoch fällt sowas hin und wieder schon auf. Tut weh.