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Eigenverbrauch

Timo fragt:
Hallo Björn,

eine Frage, die schon lange in mir brennt:
Bezahlst du deine Waren, die du dir aus dem eigenen Regal nimmst eigentlich ordentlich an der Kasse oder - da es ohnehin dein Eigentum ist? Nimmst du dir einfach das, was du brauchst? Oder schreibst du dir selbst an?
Alle Mitarbeiter von mir müssen natürlich ihre Ware bezahlen und sich, wie in allen anderen Unternehmen auch, den Bon an die Ware heften. Manchmal würde ich gerne als gutes Beispiel vorangehen und ebenfalls alle Artikel, zumindest die, die ich direkt hier verbrauche, mit einem entsprechenden Kassenbon versehen lassen.

Das wäre aber wirtschaftlicher Unsinn, denn es gibt einen pauschalen Satz, der in der Bilanz als Eigenverbrauch berechnet wird. Würde ich diese Waren, die ja nun schon mit der Pauschale besteuert wurden, auch noch über die Kasse ziehen, müsste ich für den entstandenen Umsatz (bzw. weitgreifender: Für den letztendlich daraus resultierenden Gewinn) ja noch zusätzlich Steuern zahlen.

Darum nehme ich mir Dinge eben "einfach so" aus dem Laden. Egal, ob das Getränke zwischendurch sind oder der größere Vorrat für zu Hause.

Kleingeldautomaten

Daniel hat eine Frage zur maschinellen Annahme und Sortierung von Kleingeld:
Und zwar lebe ich derzeit in England. Hier in den Supermärkten hat man sehr oft Kleingeldautomaten stehen. Dort wirft man eben all sein Kleingeld rein, es wird gezählt und am Ende bekommt man einen Bon ausgedruckt den man an der Kasse einlösen kann. Ich finde diese Teile extrem praktisch und werfe alle zwei, drei Wochen mein Geld dort rein. Man muß dazu sagen dass allerdings eine Gebühr erhoben wird. Die beläuft sich meist auf etwa 7%. Allerdings ist es mir das Wert und auch im allgemeinen werden diese Automaten sehr gut angenommen.

Meine Frage natürlich, weshalb sieht man so etwas in Deutschland nicht? Gibt es generell solche Maschinen überhaupt für den deutschen Raum? Hast du sowas schonmal gesehen?
Doch, sowas gibt es hierzulande auch. Immer mehr Banken bieten diese Zählgeräte zur direkten Einzahlung auf das eigene Konto an, aber auch an Supermarktkassen ist diese Technik immer populärer. Mir wurde Anfang 2008 auch so ein System angeboten, allerdings hat mich damals der sehr hohe Anschaffungspreis davon abgehalten.

Mit der Technik bin ich aber zugegebenermaßen nicht sehr vertraut. Aber vielleicht möchten ja ein paar fachkundige Kommentatoren die Diskussion fortsetzen. :-)

Fragen zur Warensicherung

Eine Blogleserin hat mir ein paar Fragen zu Warensicherungsanlagen gestellt. Ich versuche mal, auf die Fragen anhand meiner Anlage einzugehen. Aber es gibt viele verschiedene Ausführungen von vielen verschiedenen Herstellern, so dass sich das sicherlich nicht generell verallgemeinern lässt.

· Ist es tatsächlich möglich, dass die Anlagen unterschiedlich scharf gestellt werden können und Ladendiebe tatsächlich Glück haben könnten und die Anlage nicht piepst?
Ja, das ist möglich. So kann man die Empfindlichkeit an die verschiedenen Aufstellorte anpassen, damit die Anlage nicht z.B. schon durch Sicherungsetiketten an in der Nähe platzierter Ware auslöst. Andererseits soll die Anlage natürlich so empfindlich wie möglich sein.

Demzufolge kann es durchaus vorkommen, dass Etiketten vereinzelt gar nicht auslösen. Als Ladendieb würde ich mich aber lieber nicht darauf verlassen, denn das ist doch eher die Ausnahme.
· Was passiert, wenn man eine solche Warensicherungsanlage mit einem starken Magneten passiert? Wird die Anlage dadurch beschädigt? Wird der Alarm ausgelöst?
Die Anlage wird weder beschädigt, noch wird der Alarm ausgelöst. Dies geschieht nämlich nicht durch ein Magnetfeld, sondern durch eine bestimmte Frequenz, in der die Sicherunsgetiketten schwingen.
· Ist es für Menschen mit Herzschrittmacher tatsächlich gefährlich, eine Warensicherungsanlage zu passieren?
Die Anlage strahlt nur sehr schwach und baut demzufolge auch kein starkes Magnetfeld um sich herum auf. Daher sollte sie eigentlich keine Gefahr für Herzschrittmacher oder auch alle anderen technischen Geräte darstellen.

Anspruch auf Mon Cheri

Einanonymershopbloggerleser hat eine Frage:
Folgendes Erlebnis sorgt zur Zeit in meiner Familie für Meinungsverschiedenheiten und ich würde nur zu gern deine Meinung hören:

Meine 17 jährige Schwester legte eine Packung Mon Cheri sowie eine Tafel Milka Schokolade auf das Kassenband, die Kassiererin schaut auf die Mon Cheri und dann meine Schwester an "die verkauf ich dir nicht" und legt sie vom Kassenband. nun unstrittig ist das meine Schwester zu jung ist sie zu kaufen, sie ist aber der Meinung das die Kassierin in jedemfall nach ihrem Ausweis fragen muss, während ich der Meinung bin das im Gegenteil sie ihren Ausweis hätte zeigen müssen und so beweisen das sie berechtig ist sie zu kaufen. wobei mir sogar im Kopf rumspukt das der Händler mir sowieso jede Ware vorenthalten kann bevor ich sie bezahle ? ich also auch mit meinen 26 Jahren keinen Anspruch auf diese Mon Cheri hätte ?
Ja und nein und ja und nein und ja und nein...

Niemand muss seinen Ausweis vorzeigen. Aber andererseits muss die Kassiererin auch niemandem Alkohol verkaufen, den sie für zu kung dafür hält. Einen Anspruch darauf, etwas verkauft zu bekommen, hat man nunmal nicht.

Die Frage danach, ob es im Sinne des Geschäfts ist, wenn sich eine Kassiererin dermaßen verhält, steht allerdings noch auf einem vollkommen anderen Blatt.
Wir wollen hier schließlich Geld verdienen und wenn meine Mitarbeiter den Verkauf von Tabakwaren und Alkohol ohne Begründung verweigern würden, weil ein Kunde nicht freiwillig und ohne Aufforderung seinen Ausweis vorgezeigt hat, würde ich eine mittelschwere Krise bekommen.

Erdnussig

Hallo,
ich war im REWE, dort liegen Erdnüsse, 500g verpackt für 1,99€. Unter den verpackten Erdnüssen ist ein 30kg Sack mit losen Erdnüssen, 500g zu 4,99€.

Nun war eine Packung der 1,99€-Erdnüsse aufgegangen, der Marktleiter sah das, murmelte sich etwas in den Bart und kippte den Rest der Packung auf den Sack mit den Erdnüssen, die mehr als doppelte als die verpackten Nüsse kosten.

Ist das normal?
Ja.

Hintergrund: Bei abgepackter Ware muss der Kunde kaufen, was drin ist. Also auch mal Bruch und Krümel, dafür relativ günstig. Bei loser Ware kann der Kunde selber entscheiden, was er haben möchte. Für den höheren Preis kann er sich aber nur die Teile herauspicken, die ihm den Preis angemessen scheinen. Kein Kunde muss sich also mit ggf. schlechterer Qualität aus dem 500g-Beutelchen zufrieden geben.

Problematisch wird's rein rechtlich z.B., wenn die beiden Sorten aus unterschiedlichen Herkunftsländern stammen. Der Rest aus der aufgegangenen Packung für 1,99€ liegt jetzt quasi falsch deklariert in dem großen Sack. Praktisch wird das aber vermutlich überall so gemacht.

Eine Karte, zwei Zahlsysteme

Nils hat eine Frage zu Kartenzahlungen:
Hallo Björn,

ich stand letztens in einem Supermarkt an der Kasse und es ereignete sich folgendes:

Ich bezahlte so wie immer meine Produkte mit der EC-Karte und musste dafür wie gewöhnlich den Kassenbeleg unterschreiben.
Mir fiel auf, dass ich noch ein Produkt vergessen hatte und lief direkt nachdem ich bezahlt hatte wieder in den Markt hinein.

Ich holte wonach mich noch dürstete (ein Bier) und bezahlte an der anderen Kasse da sich an der Kasse zuvor eine längere Schlange gebildet hatte. Ich bezahle wieder mit der EC-Karte nur musste ich diesmal meine Geheimzahl eingeben.

Wie kommt das? Warum muss man mit ein und derselben EC-Karte an manchen Kassen unterschreiben und an anderen nur die passende Zahlenkombination eingeben?
Ich wollte gerade ganz sicher antworten: Vermutlich werden in dem Geschäft Zahlungen ab einer bestimmten Höhe aus Sicherheitsgründen mit ec-Cash abgewickelt und nicht mehr im Lastschriftverfahren.
Bei erneuten Durchlesen bermerkte ich aber, dass das nicht sein kann, da ja das eine Bier mit ec-Cash bezahlt wurde und der restliche Einkauf via Lastschrift.

So gebe ich zu, dass ich keine Idee habe. Eine Möglichkeit wäre, dass der Händler von einem System auf das andere umstellen möchte und dazu derzeit noch zwei Verträge parallel laufen und die Terminals an verschiedenen Kassen daher zu unterschiedlichen Systemen gehören.

Ansonsten kann ich die Frage auch einfach nur mal an die Runde der Leser weiterreichen. Vielleicht hat ja noch der eine oder andere eine Idee, wie es dazu gekommen sein könnte.

Monetärer Vorteil durch zurückgebrachten Fremdeinkaufswagen?

Blogleser Kim hat sich ein paar Gedanken gemacht um wilde, vor einer Eigentums-Mehrparteienwohnanlage "geparkten" Einkaufswagen.

Ich weiß nicht, ob jemals ein Einzelhandelsunternehmen einen Kunden wegen Diebstahls angezeigt hat, weil er einen Einkaufswagen mitgenommen hat. Und wenn dieser mitgenommene Einkaufswagen nun mit dem Euro im Münzpfandsystem vor der Tür steht und jemand anders bringt den Wagen zurück und sackt sich den Euro ein – nun, das mag rechtlich gesehen Diebstahl sein. Aber ich glaube nicht, dass deswegen jemand den Aufstand proben würde. (Naja, wir sind hier in Deutschland. Da weiß man ja nie so genau...)

Wer direkt bei Kim darüber diskutieren möchte, folge bitte dem oben angegebenen Link.

In der Tasche vergessen

Blogleser Mark hat eine Frage zu (unbeabsichtigtem) Ladendiebstahl:
Ich hatte vor paar Tagen ein Erlebnis in einem Supermarkt und habe dazu mal eine frage. Unzwar hatten wir Berufsschule und gingen wie so oft in der Pause in den Supermarkt um die Ecke. Ein Klassenkamerad, mit dem ich da war, nahm sich so einiges aus den Regalen, und als er keine Hände mehr frei hatte, packte er sich ziemlich unbewusst so ein packen Knoppers in die Jacke, um die Hände frei zu bekommen. Naja wir dann zur Kasse alles brav bezahlt, und draußen ist ihm dann aufgefallen, das er ja noch die Knoppers in der Tasche hatte. Er ist dann zwar zurück, und hat sie auch bezahlt, aber hätten sie ihn "erwischt", hätte seine Ausrede das er es nur vergessen hat wohl nicht gefruchtet.

Meine Frage ist wie du das handhabst? Wenn man deinen Blog verfolgt merkt man ja, das sich jeder zweite versucht irgendwie rauszureden. Aber konnten dich welche schon wirklich von ihrer Unschuld überzeugen? Oder hast du nach diesen langen Jahren ein Gespür dafür, wenn jemand wirklich "vergessen" hat zu bezahlen? Weil passieren kann das irgendwie ja mal jedem Kunden.
Unwissenheit schützt vor Strafe nicht und wer etwas (auch in guter Absicht) in seine Tasche steckt und dort vergisst und dann des Diebstahls beschuldigt wird, hat schlicht und einfach Pech gehabt. Daraus lernen und sowas nicht noch einmal machen.

Wir haben so einen Fall bislang noch nicht gehabt. Sicherlich würde ich dann im Einzelfall abwägen, ob ich glaube, dass derjenige tatsächlich die Hände freibekommen wollte und ehrlich ist oder wirklich nur eine "faule Ausrede" benutzt, um sich herauszureden.

Ich wage jedenfalls nicht, diese Frage pauschal zu beantworten, denn da ist mal wieder der Mix sämtlicher Eindrücke entscheidend.

Schaden durch Kunden

Gelegenheits-Blogleser Jan hat eine Frage:
Mir ist neulich im Supermarkt ein Glas mit Bambussprossen runtergefallen. Bin blöde am Einkaufswagen hängen geblieben und schon lag es zerbrochen auf dem Boden. Es ist direkt an der Kasse passiert und die Kassiererin hat das Maleur freundlicherweise beseitigt. Da an der Kasse sonst gerade nichts los war bin ich schnell noch ein neues Glas holen gegangen. Eigentlich hatte ich ja erwartet, dass ich das von mir zerstörte Glas auch zahlen muss, aber mir wurde nur einmal das Glas berechnet, welches ich auch tatsächlich mitgenommen habe.
Wie werden solche Schadensfälle denn geregelt? Kommt für sowas die Versicherung auf? Oder fällt das ganze unter "Pech gehabt" für den Besitzer des Supermarktes, der für das Glas vorher ja sicherlich gezahlt hat (wobei mir diese Option doch sehr unwahrscheinlich vorkommt)?

Diese Frage bereitet mir schon seit einigen Tagen schlaflose Nächte, wäre toll wenn du mich von meinem Leiden erlösen könntest. :-)
Lange Frage, kurze Antwort:
In Selbstbedienungsläden liegt es nunmal in der Natur der Sache, dass Kunden nicht nur Kunden, sondern auch "Verkäufer" sind. Als solchen kann ihnen natürlich auch mal etwas kaputtgehen, ohne dass sie es bezahlen müssen. Wenn einem meiner Mitarbeiter etwas kaputt geht, muss er den Schaden ja auch nicht bezahlen.
Eine Versicherung gibt es dafür nicht, den Schaden trägt der Einzelhändler.

Das geht so weit, dass ich sogar schonmal einer Stammkundin, der ein Glas Marmelade, dass sie beim Discounter an der Ecke gekauft hatte, hier im Laden heruntergefallen war, ein neues Glas aus meinem Sortiment geschenkt habe. Was glaubt ihr, wie die sich gefreut hat? :-)

Ins Lager ohne Fressattacke

Pascal hat Schokolade bestellt und geliefert bekommen:
Ich habe eben die Sendung mit den 3 Zotter Labookotafen erhalten, liegen neben mir und duften wirklich wunderbar.
Trotz das sie verpackt ist der Geruch sehr intensiv.
Wie schaffst du es eigentlich in Lager zu gehen ohne eine Fressattacke zu bekommen?
Die Erklärung ist ganz einfach: Jahrelanges Trainig. Wenn man quasi im Schlaraffenland (Unterschied: Hier hängen überall Preisschilder dran.) lebt, stumpft man irgendwann ab.

PS: Alle anderen, die im Onlineshop bestellt und dabei reguläre Zotter-Tafeln mitbestellt haben, bitte ich um ein paar Tage Geduld. Nach der Zotter-Sommerpause läuft noch nicht wieder alles rund, da ich einige Sorten noch nicht vorrätig habe. Aber ich habe niemanden vergessen.

Beschädigte Einweg-Pfandflaschen

Philip hat eine Frage zum Einwegpfand:
Kannst du mir erklären warum du keine beschädigten Einweg-Pfandflaschen annimmst? Werden die nicht eh im Automaten zerschreddert?
Wir nehmen hier durchaus auch beschädigte Einweg-Pfandflaschen an. Aber dazu muss ich ganz klar sagen, dass es auf die Art der Beschädigung ankommt. Wenn zu erkennen ist, dass es sich um eine (in Deutschland) bepfandete Flasche oder Dose handelt, nehmen wir sie an – sofern sie nicht plattgedrückt ist und die Perforatiosspuren eines Crunchers aufweist.

Wenn die Beschädigung so weit geht, dass die Flasche oder Dose gar nicht mehr identifizierbar ist, weil z.b. vor allem die Pfandkennzeichnung fehlt, dann nehme ich sie (verständlicherweise) nicht an. Die Betrugsmöglichkeiten wäre einfach zu groß. Es gibt z.B. viele pfandfreie Fruchtsäfte in PET-Flaschen, die, wenn man das Etikett abknibbelt, von pfandpflichtigen Gebinden im Grunde nicht zu unterscheiden sind.
Vor dem Problem stehen wir in der Praxis aber zum Glück nur sehr, sehr selten, so dass sich Diskussionen mit Kunden glücklicherweise in Grenzen halten.

Der Atem des Todes

Jan hat eine Frage zu den Pfandautomaten:
Ich war zwar selber noch nicht bei dir, aber ich vermute, dass auch dein Automat (wie eben mal wieder bei einer großen Rot-Weißen Kette erlebt) nicht gut riecht.

Grade im Sommer gären und schimmeln die Reste in den Flaschen ja ziemlich schnell, und ich erlebe es oft, dass einem richtige "Wolken" des typischen unangenehmen Geruchs aus dem Automaten entgegenströmen.

Dazu ist mir aber eine recht einfache Lösung eingefallen:

Die Automaten selbst stehen ja meistens im Lager oder sogar in eigenen kleinen Räumen. Da wäre es doch einfach möglich eine Entlüftung (wie sie viele Leute zum Beispiel in kleinen Badezimmern haben, ein Wanddurchbruch mit eingelassenem Gebläse) in diesen Raum zu bauen, so dass die Luft nicht mehr aus dem Automaten strömt, sondern durch den geringen Unterdruck nur noch ins Lager gesaugt wird.
Denkst du dass das machbar wäre oder übersehe ich etwas? Das einzige was mit als Gegenargument einfällt wäre dass grade der bewegliche Teil hinter dem "Frontend" schneller einstaubt.
Die Idee mit dem Unterdruck ist nicht schlecht. Ginge wahrscheinlich in einem kleinen Raum, in dem nur der Leergutautomat steht, leichter umzusetzen, als wenn man, wie bei mir hier zum Beispiel, das komplette Lager mit all seinen Türen und sonstigen Öffnungen permanent be-, bzw. entlüften wollte.

Zum Geruch: Der vergorene Matsch im Container, in dem wir die geschredderten gecrunchten Einweggebinde sammeln, stinkt mitunter tatsächlich ekelig. Aber da hält man normalerweise seine Nase auch nicht direkt rein.

Wie weit mein Automat aber aus der Kundenseite ausdünstet, kann ich überhaupt nicht sagen. Ich zumindest gewöhne mich immer relativ schnell an Gerüche aller Art und empfinde meinen Automaten nicht als Verursacher des "Atem des Todes".
Aber wie so oft ist das "Problem" häufig vor der Maschine: Manche Flaschensammler und/oder die von ihnen mitgebrachten Sammlungen stinken nämlich dermaßen, dass sogar ich mitunter die Luft anhalte, wenn ich am Automaten vorbeigehe...

Frage zum Einwegpfand

Oliver hat eine Frage:
Ich habe für eine Party beim Getränkegroßhandel zwei Sixpacks Mineralwasser einer Billigmarke gekauft (also sechs eingeschweisste 1,5 L-Flaschen). Schon beim Aufreißen der Plastikfolie gingen die Etiketten der meisten Flaschen mit ab, weil sie nicht besonders fest aufgeklebt waren.

Als ich die leeren Flaschen in den Pfandautomaten in meinem Supermarkt steckte, wurden sie nicht akzeptiert. Ich dachte erst, es wären doch keine Pfandflaschen, dann hab ich das Logo gesehen und gedacht, dass der Supermarkt sie vielleicht nur nicht annimmt. Dann wurde aber doch eine akzeptiert und ich habe das Problem erkannt: mit den Etiketten ist natürlich auch der Strichcode weg, die Flaschen sind sozusagen "nackt".
Muss ich jetzt auf 25 Cent Pfand pro Flasche verzichten, weil der Hersteller die Etiketten so schlampig anbringt? Soll ich die aus dem Altpapier rausfischen und neu aufkleben? Hab ich nicht auch ohne Etikett Anspruch auf das Pfand? Wenn ja, dann nur in dem Großhandel der sie verkauft hat, oder auch in anderen Märkten?
Ja und nein und ja und nein.

Einerseits sind die Händler verpflichtet, Einweggebinde auch dann zurückzunehmen, wenn das Pfandlogo nicht mehr zu identifizieren ist.

Andererseits kann man als Händler nicht jede Einwegflasche ohne Pfandlogo zurücknehmen, denn das würde einen auf Dauer ruinieren, da einem niemand das Pfandgeld erstattet.

Ich habe mich hier für den goldenen Mittelweg entschieden: Fehlt das Etikett gänzlich oder ist auf Gebinden, die importiert wurden oder nicht für den regulären Handel gedacht waren, kein Pfandlogo aufgedruckt, nehme ich die Flaschen und Dosen nicht an. Ist aber noch eindeutig zu erkennen, dass das Gebinde ein DPG-Pfandlogo hat(te), ist das kein Problem. Dann ist es mir auch egal, ob die Flasche oder Dose hier oder woanders gekauft wurde.

Allerdings muss ich dazu sagen, dass sich das Verhalten der Kunden durch den Leergutautomaten gewandelt hat. Wenn der Automat eine Flasche verweigert, fragen viele Kunden erst gar nicht mehr, sondern entsorgen das Leergut direkt im Mülleimer. Erleben wir (leider) tagtäglich.

Um die Frage von Oliver zu beantworten: Es wäre wahrscheinlich deutlich einfacher und diskussionsfreier, wenn er die Etiketten aus dem Altpapier wieder raussuchte und wieder auf die PET-Flaschen klebt.

Blubberfreier Sprudel

Alex hat eine Frage:
Kurze Frage an den Fachmann: Kannst du mir vielleicht erklären, weshalb es zwar vor allem beim Mineralwasser sowohl die Sorten Prickelnd, Mild und auch Still gibt, aber bei Limonaden steht man da vor .. ja KEINER Auswahl. Da gibts nur immer alles mit VIEL Kohlensäure. Würde sich das am Markt nicht wirklich halten, wenn man z.B auch Cola in mild oder still anbieten würde?
Ich glaube, du hast da leider keine Marktlücke entdeckt. ;-)

Telefonieren oder Kopfhörer im Ohr

Lars aus Köln hat eine Frage:
Eben war ich im Supermarkt meines Vertrauens und wurde durch ein Kundenverhalten wieder daran erinnert, das ich dir schon lange zwei Fragen stellen wollte. Die Kundin hinter mir war während des Kassiervorgangs am telefonieren und hab mir überlegt wie man sowas als Kassenkraft empfindet wenn der Kunde gegenüber von jemandem entweder telefoniert oder die Kopfhörer im Ohr hat und Musik hört. Ich höre auch Musik während des Einkaufens aber ich nehme die Stöpsel raus wenn ich bezahlen muss weil ich das irgendwie als unhöflich meinem gegenüber empfinde genauso wie ich das Telefongespräch dann auch unterbreche.

Wie ist das bei dir und deinen Kollegen? Empfindet ihr das auch so oder seid ihr mittlerweile abgehärtet?
Ich habe mich darüber noch nie mit Kollegen ausgetauscht, beschwert hat sich bei mir auch noch niemand darüber und gefordert, gegen solche Kunden vorzugehen. Ich denke, das macht jeder mit sich selber aus, ob es ihn stört oder nicht.

Kopfhörer im Ohr empfinde ich persönlich übrigens unhöflicher als ein Handy am Ohr. Die telefonierenden Kunden sind meistens nur abgelenkt, interagieren aber zumindest mit einem. Manche Leute mit "Knopf im Ohr" sagen nichts, gucken stuhr geradeaus und reagieren auf gar nichts. Und das definiere ich eindeutig schon als unhöflich. Kommt zum Glück nur ausgesprochen selten vor.