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Sabine hat Pech beim Einkauf

Bine hat mir eine recht lange E-Mail geschrieben:
Hallo Björn!

Ich hoffe, ich mache Dir nicht zu viel Arbeit mit meiner Frage, aber Du erscheinst mir als der Richtige für meine Frage(n) ;-)

Hier im Supermarkt gibt es anscheinend grössere Probleme mit Haltbarkeitsdaten und anderem. Ich habe innerhalb von jetzt 3 Wochen 3mal abgelaufenen Saft (2x Dezember 09, heute 01.April 2010) des selben Herstellers gefunden. Dabei wollte ich doch bloss eine bestimmte Sorte Saft *schnüff* Jedenfalls, es waren jedes Mal mehr abgelaufene Flaschen als die jeweils eine, mit der ich zur Info gelaufen bin. Aber ich schleppe ja nicht den Inhalt vom Laden durch die Gegend...jedes Mal wurde mir versichert, dass das sofort an den zuständigen Menschen in der Abteilung weitergeleitet wird, damit er die Flaschen durchsieht und die abgelaufenen aussortiert. Wie gut das funktioniert hat sieht man ja :-p
(Ganz davon abgesehen dass ich meinen Saft immernoch nicht habe *jammer*)
Das Problem scheint bei Saft häufiger vorzukommen. Da die Produkte, solange es sich nicht gerade um den frischen Saft aus dem Kühlregal handelt, normalerweise mindestens mehrere Monate haltbar sind, kann es sich in solchen Fällen eigentlich immer nur um Packfehler handeln. FILO, First-In-Last-Out, wird leider aus Faulheit oder Zeitdruck in den meisten Länden angewendet.
Wenn das Personal komplett merkbefreit ist, einfach mal den ganzen abgelaufenen Kram auf den Boden vor dem Regal stellen. Wenn's dann wieder jemand einräumt, würde ich mich mal direkt bei einem privat betriebenen Markt beim Geschäftsinhaber oder bei einer Filiale beim regional zuständigen Verkaufsleiter beschweren.
Zusätzlich fiel uns eine Packung Aufbackbrötchen auf, in der ein verschimmeltes war. Auch damit ab zur Info. Leider haben wir das verschimmelte in der Packung, die wir gekauft haben (aber anderer Hersteller!) übersehen *seufz*

Ich habe auch schon einen verschimmelten "Parmaschinkenknochen" für Hunde entdeckt und mit spitzen Fingern abgegeben...
Verschimmelte / verdorbene Produkte kommen immer wieder mal vor. Es reichte eine winzige Verunreinigung oder eine nicht 100% luftdicht verschlossene Packung aus, um den Inhalt in kürzester Zeit verderben zu lassen. Dafür kann kein Händler etwas, das ist einfach so. Und wenn ein Kunde diese Produkte häufiger findet, ist das einfach nur Pech und Zufall.
Die Krönung war jedoch heute wiederum bei den Aufbackbrötchen zu finden. Da lag eine Packung, und mir fiel der Inhalt ins Auge, weil die Brötchen aussahen, als hätte sich eine riesengrosse Schnecke entlanggefressen. Da dachte ich mir noch "Hui, wenn ich SO kaputte aufgerissene Teigdinger kaufen würde, würde ich mich echt ärgern". Dann fiel mir aber, als ich guckte ob alle Brötchen in der Tüte so aussehen, auf, dass da auch so ein kleines schwarzes Ding...um es kurz zu machen, in der Packung muss eine Maus gewesen sein. Es lagen auch im Regalfach ein paar Köttel, haufenweise Brösel, die Brötchenpackung, die ich mir da angesehen hatte, hatte ein hineingefressenes Loch, und die zweite Packung sah haargenau so aus.
Unsere Brötchen haben wir heute in der Bäckerei gekauft *hüstel*

Die Dame an der Info nahm alles auf, sagte, sie würde dem Chef das weitergeben, fertig. Es gibt jeweils eine Gutscheinkarte über 2,50 Euro, für die "Mäusebrötchen" bekam mein Mann sogar 5 Euro. Meinen Appetit hat das nicht wieder hergestellt, der Rest vom Einkauf war von einem leichten Übelkeitsgefühl begleitet...aber schwanger mit zwei müden Kindern im Schlepptau alles stehen und liegen lassen und weiterfahren war auch keine Option heute.

Etwas später, als wir unseren Einkauf beendet hatten, war dann der Marktleiter an der Info und mein Mann hat ihn angesprochen. Der Marktleiter schob alles auf die scheins unzuverlässigen "Pauschalkräfte" und sagte, dass morgen ein Schädlingsbekämpfer käme.
Da muss ich den Laden in Schutz nehmen. Es kann natürlich auch sein, dass sich in dem Supermarkt die eine oder andere Maus tummelt. Die Chance, dass sich in einer Bäckerei oder deren Lägern kleine Nagetiere einquartieren, ist jedenfalls bedeutend größer und auch ich habe schon derart angefressene Brote geliefert bekommen.

Solche Dinge passieren. Ist natürlich ärgerlich und auffällig, wenn einem sowas persönlich gleich mehrfach im selben Laden passiert.
Mir ist das irgendwie nicht genug. Da ist eindeutig zu viel faul. Leider ist der Laden im Umkreis von gut 20km der einzige "Nicht-Discounter" und für alles andere müssten wir ziemlich aufwändig planen oder eben sehr viel weiter fahren. Früher gab es dort auch keine Probleme, aber irgendwas muss sich geändert haben.

Lange Rede, kurzer Sinn, eigentlich wollte ich Dich nur fragen, wer denn eigentlich die "Oberaufsicht" für solche Fälle hat. Also, welche Behörde/Stelle haut dem Laden eins auf die Finger, wenn der nicht dafür sorgt, dass der abgelaufene Kram, die Sporenzuchtstätten und die Mauspackungen aus den Regalen verschwinden?
(gerade die Haltbarkeitsdaten scheinen hier in der Gegend generell ein Problem zu sein, das ist jetzt der dritte Laden mit sowas...)

Ich bin ja wirklich kein Mensch, der sofort losrennt und andere anschwärzt, aber mir vergeht beim Gedanken daran, wie viele Leute da schon Geld für Dinge ausgegeben haben, die nicht mehr astrein sind, echt der Appetit. Und gerade bei den Mäusen gehts ja auch wirklich um deutliche gesundheitliche Probleme. Vom Ekelfaktor ganz abgesehen, mich schüttelts immernoch. Wobei man schwanger ja durchaus gerne mal etwas arg empfindlich reagiert ;-)
Die wesentliche Anlaufstelle für die genannten Probleme dürfte das Veterinärmat / die Lebensmittelüberwachung sein. Allerdings sind die MHDs das Problem des Händlers. Für die verdorbenen Produkte kann er wiederum nichts und wenn der Mäusefraß auch nicht bei ihm passiert ist und er vielleicht sogar eine entsprechende Schädlingsvorsorge in seinen Geschäftsräumen nachweisen kann, wird die Lebensmittelüberwachung auch nicht weiterhelfen können.

Ferndiagnose ist natürlich bei sowas ganz schlecht, aber ich denke, dass Bine einfach nur Pech gehabt und zufällig gleich auf mehrere der möglichen Probleme gestoßen ist. Natürlich bekommt man das Gefühl, dass der ganze Laden schlecht sein muss, aber bei genauerer Betrachtung der einzelnen "Ekelfaktoren" sieht es für mich nicht mehr so sehr dramatisch aus.

Glasbruch am Flaschenhals

Peter hat eine Frage zu schon beim Kauf beschädigten Mehrwegflaschen:
Wir (ich und meine Kumpels) trinken öfter am Wochenende Bier und wenn man die eine oder andere Flasche öffnet, merkt man, dass es von innen nicht ganz in Ordnung ist. Ich fahre immer mit dem Finger einmal um die Öffnung und merke dort dann kaputte Stellen, diese Flaschen stelle ich meistens weg, weil man ja nicht weiss ob sich Glas in der Flasche befindet...

Meine Frage: Würdest du so eine Flasche umtauschen oder weisst du das es nicht schlimm ist und nix passieren kann?
Ob da nichts passieren kann, weiß ich nicht. Das ist natürlich vor allem davon abhängig, ob die Stellen vor oder während/nach der Abfüllung herausgebröselt sind.
Normalerweise sind diese Macken aber schon vor der Reinigung und Abfüllung im Glas, so dass sich keine Scherben oder Splitter in der Gerstensaftschorle befinden sollten. Pauschal würde ich also sagen, dass der Genuss unbedenklich ist.

Wenn ein Kunde eine solchde Flasche reklamieren würde (ist noch nie vorgekommen oder so lange her, dass ich mich nicht mehr daran erinnern kann), würde ich sie aber trotzdem umtauschen.

Abgelaufener Saft

Melanie hat mir folgende E-Mail geschickt:
Hallo Björn,

ich hoffe, die Frage, die ich dir stelle, wurde dir noch nicht allzu häufig gestellt. Ich würde mich sehr über einen Rat freuen.

Bei uns gibt es einen kleinen (eher winzigen) Laden im Bahnhof. Dort werden Zeitschriften, belegte Brötchen und Getränke verkauft. Vor drei Tagen habe ich mir einen Fruchtsaft gekauft und diesen auf meinem Weg zur Arbeit getrunken. Danach stellte ich fest, dass das Getränk ein Mindesthaltbarkeitsdatum hatte, das bereits volle zwei Monate in der Vergangenheit lag. Ich hatte Glück -bis auf leichte Magen-DArm Beschwerden hatte ich nichts. Nachmittags habe ich die Verkäuferin darauf aufmerksam gemacht, dass alle Getränke dieser Sorte abgelaufen seien. Sie entschuldigte sich und gab mir ein anderes Getränk gratis. Am nächsten Tag stellte ich fest, dass die gleichen bereits abgelaufenen Getränke immernoch im Kühlregal standen. Gäbe es rechtlich irgendeine Möglichkeit die Frau dazu zu bewegen, dass sie keine abgelaufenen Lebensmittel mehr verkauft? Kann ich mich irgendwo beschweren außer bei der Verkäuferin selbst? Ich habe mich sehr darüber geärgert, dass sie trotz meines Hinweises dieses Produkt weiter verkauft. Bleibt mir keine andere Wahl außer diesen Laden einfach nicht mehr zu betreten? Für eine Antwort wäre ich wirklich dankbar.
Du könntest dich natürlich, sofern die "Verkäuferin" nicht sowieso die Chefin des winzigen Ladens war, bei ihren Vorgesetzen beschwerden.

Rein rechtlich spricht nichts gegen den Verkauf der abgelaufenen Ware. Der Laden bewegt sich etwas auf's Glatteis, da er ab dem Zeitpunkt für die einwandfreie Qualität der Ware verantwortlich ist. Da hilft dann letztendlich wirklich nur, den Laden zu meiden.

Handelte es sich bei dem Saft um einen frischen Fruchtsaft oder um einen sterilisierten, der sowieso monate- bis jahrelang hält? Bei letzten würde es mich sehr wundern, wenn die Bauchschmerzen vom Konsum des Getränks entstanden sind. Da war dann vermutlich ein anderer Faktor beteiligt.

Wieder einer der Fälle, die aus der Ferne kaum zu beurteilen sind.

Cola-Gutschein aus Österreich

Charlie möchte wissen:
Moin Björn,

ich habe einen SPAR Gutschein in einer Zeitschrift aus Österreich entdeckt und wollte fragen, ob man ihn auch bei Dir einlösen kann!?!
Nein, leider nicht. Mit der SPAR in Österreich habe ich nichts zu tun und wenn ich mich an die dortige Zentrale für das Clearing eines Cola-Gutscheines wenden würde, bekäme ich wahrscheinlich den Spott der gesamten Zentrale zu spüren. :-)


Fragen zur Selbstständigkeit

Marcel hat ein paar Fragen zur Selbstständigkeit:
Hallo Björn.
Ich bin Einzelhändler mit Leib und Seele und lese täglich mehrmals deinen Blog. Du bist für mich irgendwie wie ein "guter Bekannter" und ich erzähle sehr oft bei Freunden: "Bei Björn war wieder dies oder das."

Ähnlich wie du habe ich meine Ausbildung zum Kaufmann gemacht, bin dann zu Lidl gewechselt und bin dort stellvertr. Marktleiter.
Ich und ein sehr guter Freund von mir, ebenfalls EHK, spielen mit dem Gedanken der Selbstständigkeit. Ich weiß, deine Zeit ist knapp, aber wäre es möglich mir ein paar Fragen / Tipps zu geben wie ich den Sprung wagen kann?
Ein genaues Konzept muss her und auch eine Bank die da dann mitspielt. Wie lief es bei dir? Kam ein konzept von Spar oder alles von dir? Bist du zur Bank und hast gesagt das in der Gastfeldstraße ein Laden leersteht und du einen eröffnen willst? Kann ich mir so nicht vorstellen. Auch wenn ich auf die Antwort deiner Mail vielleicht länger warten muss hoffe ich das du mir ein paar Tipps/Stationen nennen kannst die ich beachten sollte/muss.
Ein schöner wie mutiger Schritt, den du/ihr da plan(s)t.

Vor allem: Es reicht nicht, von 8-20 Uhr einen Laden zu öffnen. Eure effektiven Arbeitszeiten werden (gerade in den ersten Jahren) deutlich ausgedehnter sein. Freizeit? Urlaub? Gestrichen. Mit etwas Glück wird der Laden schnell ein Selbstläufer, mit Pech werdet ihr mehrere hunderttausend Euro Schulden haben und euch Tag für Tag neu überlegen müssen, wie ihr Kosten zu Gewinn anpassen könnt.

Wendet euch z.B. an die REWE. Dort werdet ihr erfahren, wie es weitergehen kann und dort gibt es Fachleute für alle Bereiche: Standortsuche, betriebswirtschaftliche Beratung, Bau und Einrichtung, Sortiment etc.
Konkretere Tipps kann ich an dieser Stelle nicht geben. Dazu spielen zu viele Faktoren bei einem solchen Projekt eine Rolle.

Frage zu Beschwerden

Wolfram hat eine Frage:
Hallo Björn,

wenn sich früher Kunden über die Spar-Zentrale über Dich/Deinen Laden beschwert hatten - war das schlimmer, als wenn Sie sich direkt an Dich gewandt hatten? Sprich: Hatte die Spar bei Dauerbeschwerden Sanktionsmöglichkeiten?

Interssiert mich schon länger, da Du ja selbsständig bist.
Ich kann diese Frage (leider) nur für mich selber, bzw. meinen Markt beantworten. In all den Jahren hat sich eine einzige Kundin bei der Zentrale und nicht direkt hier vor Ort beschwert. Darüber wurde ich natürlich in Kenntnis gesetzt, aber Konsequenzen hatte dies keine. Wie und warum auch? Die SPAR (oder heute "E") ist grob betrachtet "nur" mein Lieferant und nicht mein Vorgesetzter.

Es gibt sicherlich auch andere Fälle. Genug selbstständige Einzelhändler stehen bei ihrem Lieferanten mit mehr als nur der aktuellen Lieferung in der Kreide und wenn sich die Beschwerden häufen und deshalb möglicherweise die Gefahr besteht (oder diese zumindest angenommen wird), dass der Ruf der gesamten Kette geschädigt wird, sind sicherlich entsprechende Sanktionen möglich.

Darüber kann ich aber nur spekulieren und bin froh, dass ich mich mit dieser Thematik noch nie auseinandersetzen musste.

Auch nicht für einen guten Zweck

Patrick hat eine Frage:
Ich betreibe das 'Tankwartblog' unter www.tankwartblog.de und kenne deine Position zu Werbung im Blog, die mit meiner übereinstimmt.

Allerdings fragte ich mich schon lange, ob ich denn mit dem Blog nichts Gutes tuen könne, wenn ich doch Werbung integriere. Also nicht zu meiner persönlichen Bereicherung und so habe ich mich entschlossen, eine Google Anzeige (am unteren Ende der Sidebar) zu integrieren und die Einnahmen zu 100% dem Weissen Ring zu spenden. Gerade wir, ich als Chef mehrerer Angestelltet im Convience- und du im LEH-Bereich, wissen wie schnell unsere Angestellten und unter Umständen auch wir selbst, zu Opfern von Gewalt werden können (übrigens Respekt das du dich Dieben sooft einfach in den Weg stellst) und finde daher die Arbeit des Weißen Rings z.B. sehr wichtig.
Ich werde keine dauerhafte Werbung hier einbinden – auch nicht, wenn der Erlös gespendet werden würde.

Wenn ich spende, dann von meinem eigenen Geld und wer ebenfalls spenden möchte, findet hier eine Organisation, die jeden Cent gebrauchen kann.

Supermarkt-Joghurt-Frage

Uwe hat eine Frage zu Jogurtbechern, die ziemlich deplatziert in den Kühlregalen stehen:



Stehen die Joghurts jeweils absichtlich ganz hinten, quasi "versteckt"?

Ich dachte spontan, dass Mitarbeiter sich diese für Abends zum Mitnehmen (und vorher Bezahlen, logisch) quasi reserviert haben.

Ist das übliche Praxis?
Ob das "übliche Praxis" ist, kann ich leider nicht sagen. Bei mir jedenfalls nicht. Ich kann auch nur spekulieren und würde die Meinung, dass Mitarbeiter sich die Ware "gesichert" haben, bestätigen.

Aber vielleicht ist es ja auch abgelaufene und in den hinteren Ecken nur zwischengelagerte Ware, die nur vergessen und darum nicht aus dem Regal genommen wurde? Oder Kunden haben die Sachen etwas versteckt, damit sie unbeachtet das Haltbarkeitsdatum erreichen und dann reduziert werden? Fragen über Fragen – aber vielleicht hat ja der eine oder andere Leser noch eine Idee. :-)

Wie Björn zu seinem SPAR-Markt kam – Die Antworten 1-5 zu den Fragen

Wieviele Arbeitsstunden kommen da in der Woche auf dich zu? Ich komme mittlerweile auf knapp 80-90, ein Vergleich wäre da mal ganz interessant.
Während der Umbau- und Einrichtungsphase und in den ersten Monaten nach der Eröffnung habe ich es durchaus regelmäßig auf 90-100 Wochenstunden gebracht.
Inzwischen sind es "nur" noch rund 60 Stunden und damit habe ich im Vergleich zu früher erstaunlich viel Freizeit – mal außer Acht gelassen, dass es immer noch die eineinhalbfache Arbeitszeit eines durchschittlichen Angestellten ist.
Wie hast du die Mitarbeiter rekrutiert?
Am Anfang direkt über das Arbeitsamt, weil es auf die Schnelle keine bessere Möglichkeit gab, bzw. wir damals das Arbeitsamt als kompetenteste Stelle für solche Fragen gehalten haben.
Heutzutage suche ich Mitarbeiter im Grunde nur noch über das "schwarze Brett" auf der Website der Stadt Bremen.
Was hat alles zusammen gekostet?
Ziemlich genau 400.000,- DM. Davon etwa 1/3 für die Einrichtung und Renovierung und den Rest für die Erstausstattung an Ware.
Wie lange hat es gedauert, bis die Schulden abbezahlt waren?
Die Darlehen hatten, wie auch in der Rentabilitätsberechnung geplant, eine Laufzeit von 10 Jahren. Vor ein paar Monaten allerdings, also schon nach 9,5 Jahren, habe ich aber das letzte Darlehen abgelöst. Eine unglaubliche Erleichterung!
Sind die Schulden überhaupt schon abbezahlt?
Siehe vorherige Frage: Ja! :-)

Irgendeine Paprikasoße auf der Jacke

Anne hat mir folgende Frage geschickt:
Hallo Björn,

in einem Forum habe ich folgendes gelesen und würde gerne wissen, wie Du auf so etwas in Deinem Laden reagieren würdest.

Eine Kundin hat sich ihre Jacke versaut, da sie eine Packung Fleisch aus der Kühltruhe genommen hatte. Diese Packung war aber anscheindend kaputt und ihr lief Fleischsaft über die Jacke:
http://www.tauschticket.de/cgi-perl/forumMessage.cgi/?threadID=318146


Hat die Kundin Schadensersatzansprüche oder nicht? Nach meiner Meinung ist sie selber schuld.
Meiner Meinung nach hat sie nicht selber Schuld, denn offenbar war die Packung auf eine Art und Weise beschädigt, von der man nicht ausgehen musste.

Ich verstehe die Aufregung (und die Vorgehensweise der Mitarbeiter) nicht. Wenn bei mir sowas passiert, biete ich an, die Reinigungskosten zu übernehmen oder, falls eine Reinigung nicht mehr möglich und das Stück zum Totalschaden geworden ist, lasse das über meine Betriebshaftpflicht laufen. Der Kunde freut sich und ich habe selber keinen nennenswerten (finanziellen) Aufwand. Warum sollte ich deswegen einen großen Aufstand machen?

Katze Lillys Werdegang

Trit0r möchte wissen:
Was ist eigentlich aus Deiner "Hauskatze" geworden, die während der großen Baustelle auf der Strasse ständig in den Laden kam???
Du meinst vermutlich Lilly, die ich z.B. hier und hier und hier erwähnt habe.
Ehrliche Antwort? Keine Ahnung. Seitdem die Baustelle weg ist, habe ich die kleine Miezmau nicht wieder gesehen. Hoffen wir einfach mal, dass ihr auf der befahrenen Straße nichts zugestoßen ist...

Tiefkühlpizzagrößen

Lisa möchte wissen:
Sagmal sind die Pizzen vom Durchmesser her auch kleiner geworden?
Ich hatte eine Wagner Pizza und noch andere in der Hand und ich hatte das Gefühl die sind viel kleiner geworden, stimmt das?

Ich hoffe die frage gab es nicht schon zig mal ansonsten bitte Asche über mein Haupt :-)
Ich gebe zu, dass mit dieser Frage noch nie jemand an mich herangetreten ist.

Ich kann das Gefühl nicht bestätigen. Fast alle Sorten Tiefkühlpizza liegen grob im Bereich 375 (+/- 60) Gramm und ich meine auch, dass sich das in den letzten 15 Jahren nicht großartig verändert hat.

Um zu Lisas Frage zurückzukommen: Ob die Hersteller nun aber gleiche Gewicht auf Böden mit geringerem Durchmesser unterbringen, kann ich leider nicht sagen. :-)

Die bösen Knebelbedingungen

Mikel hat in diesem Kommentar gefragt:
Interessieren würde mich das auch, aber das läuft wohl unter "Geschäftsgeheimnis". Außerdem würde ich gerne wissen, welche Knebelbedingungen man von Spar aufgedrückt bekommt.
Es gab keine "Knebelbedingungen". Punkt.

Es gab natürlich einen recht umfangreichen Vertrag, in dem viele Dinge geregelt waren. Sicher kann jeder für sich auslegen wie er möchte, ob er sich durch den Vertrag "geknebelt" fühlt oder nicht. Ich habe nie ein Problem damit gehabt und das auch für mich zu keiner Zeit als "Knebelvertrag" empfunden. Ich konnte letztendlich meine Ware kaufen, wo ich wollte (wenngleich es natürlich zweckmäßig war, den Löwenanteil über die SPAR zu beziehen) und meinen Laden gestalten, wie ich wollte. Also?

Fragen zum Einkaufsverhalten

David möchte wissen:
Wenn ich in einen Supermarkt gehe, mir aber keinen Einkaufwagen hole ("Das werd' ich schon tragen können"), dann später aber doch draufkomme, dass ich mir da zu viel aufgehalst habe, kann ich mir dann das Zeugs in die Taschen stecken? (Natürlich nur zu Transportzwecken, an der Kasse hol' ich das wieder hervor). Oder sollte ich das nur mit Waren machen, die auch aus den Jackentaschen rausschauen?
Ich rate dringend davon ab, irgendwelche unbezahlten Waren in mehr oder weniger geschlossene Taschen zu stecken. Das kann im schlimmsten Fall mit einer Anzeige wegen Ladendiebstahl (oder zumindest dem Versuch eines solchen) enden. (Stichwort: Gewahrsamsenklave)
Spätestens, wenn man einen dieser Artikel tatsächlich in der Tasche vergisst oder übersieht, hat man die Anzeige am Hals. Und dann helfen meistens keine Ausreden oder Erklärungen mehr.
Und was mach ich eigentlich wenn ich mit, sagen wir mal, zwei S-Budget Energy-Drink-Dosen im Rucksack in einen Spar reingehe? Ich hab' da immer ein wenig ein unangenehmes Gefühl dabei, wenn die meine Tasche kontrollieren, könnten die ja annehmen ich hätt' die geklaut...
Dafür gibt es eine sehr simple Lösung: Einfach vor dem Betreten des Marktes an der Kasse oder Information auf die mitgebrachte Ware hinweisen und ggf. einfach die Tasche abgeben.

Lange Frage – Kurze Antwort

Hallo Björn!

Ich bin ein Freund von Getränken aus Dosen, schon alleine deswegen, weil es einige davon gibt, die ich sehr gerne mag, nur haben wir nun 2010 und ich muß diese wieder abgeben, um die 25 Cent wiederzubekommen, die ich beim Einkauf bezahlt habe.

Nun ist es so, daß immer ein kleiner Rest in der Dose übrig bleibt. Das kann Cola sein, Bier oder auch Red Bull. Da ich einigermaßen faul bin und die leeren Behälter mit Widerwillen abgebe, sammeln die sich bei mir, bis ich endlich mal den Entschluß fasse, doch mal zu Deinem Mitbeweber zu laufen und das Leergut abzugeben.

Da es, da wollte uns die Physik wohl leider einen Streich spielen, nun so ist, daß Dosen, die ich in die Tüte packe, auch einmal umfallen (was eher die Regel ist als die Ausnahme), habe ich auf dem Weg zu Deinem Mitbewerber die ganze Siffe in der Tüte. Das ist nicht angenehm, aber man kann sich ja Einweghandschuhe anziehen.

Was mir viel mehr Probleme bereitet: Legt man eine Dose, die außen "naß" ist, in den Leergutautomaten, versucht dieser (wenn ich mich recht erinnere, ist der auch von Trautwein) vergeblich, die Dose vertikal, also um ihre eigene Achse, zu drehen, um den Barcode oder das Pfandlogo oder was auch immeer da geprüft wird, zu scannen. Dieses Gummidings, das die Dose drehen soll, damit der Wasauchimmerleser das Wasauchimmererlesensoll erkennen soll, rutscht einfach ab.

Nun wische ich immer mit einem Taschentuch im Leergutautomaten rum, um die Walze zu trocknen, die meine leere Dose drehen soll, aber das ist eben nervig. Daher suche ich eine Lösung, um das weniger zeitaufwendig für mich und weniger nervig für die Mitarbeiter Deines Mitbeweberbers und die hinter mir wartenden Kunden zu machen.

Gibt es da vielleicht eine kanonische Lösung, die man z. B. Flaschensammlern empfiehlt? Oder gehen die nur in Geschäfte, die mehr als einen Automaten haben, damit man andere wartende Kunden nicht "blockiert"? Oder wie löst ihr das, wenn ein Kunde eine "feuchte" Dose hat (was ja, wie oben beschrieben, vermutlich so ungewöhnlich nicht ist) und der Automat sich einfach beim Scannen verheddert?

Mir kam zwischenzeitlich die Idee, einfach jeder leeren Dose ein wenig Gipspulver zuzugeben, ein wenig zu schütteln und dann ist gut.
Wenn ich die Dose nach ein paar Tagen abgebe, ist der Gips erhärtet und nichts kann mehr raustropfen. Für den Leergutautomaten sollte das auch kein Problem sein, da Gips ja recht weich ist und der "Cruncher" das locker mit zerdrücken sollte.

Es bleibt nur das Problem des Recyclings, Gips im Alu einer frisch gekauften Coladose macht sich freilich eher ungut. Ich denke mal, daß vor dem Schmelzvorgang beim Recycling eh alles kleingehackt und das vor dem Einschmelzen maschinell sortiert wird, sodaß mein bißchen Gips da auch nichts ausmachen sollte; es gibt ja sicher noch viel mehr Unrat in Blechdosen, der in die Recyclinganlage kommt.

Ich bin auf bessere Ideen, bzw. aus welche aus der Praxis gespannt! (Ich hoffe ja nicht, daß ich der Einzige mit diesem Problem bin :-).
Die Idee mit dem Gips finde ich etwas sehr arg konstruiert. Ich glaube gar nicht mal, dass die Leergutautomaten so sehr darunter leiden würden oder dass der Gips in der Metallschmelze problematisch ist (fällt ja als Schlacke ab) – aber wäre das rumgefrickel mit dem Kalkpulver nicht zu umständlich? Aus dem staubigen Sack durch die kleine Dosenöffnung frickeln, evtl. Kalkstaub überall? Also für mich wäre das nichts...

Ansonsten kann ich dazu aber einen altbewährten Praxistipp liefern: Küchentücher in Viertel schneiden und jede Dose nach dem Austrinken mit so einem kleinen Stück zerknülltes Küchenpapier verstopfen. Geht schnell, staubt nicht und hält dicht. :-)