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I-Ah...

Ächz... 12 Kisten Getränke und 40 Kisten Leergut ausgeliefert und vom Auto 20 Meter ins Haus geschleppt. Ich brauch' jetzt erstmal eine Erfrischung. Prost!

Coca-Cola

Coca-Cola, genauer gesagt die Bremer Erfrischungsgetränke GmbH, liefert normalerweise mit einem sogenannten Tieflader: Ein LKW ohne Hebebühne, der bequem von Hand seitlich beladen werden kann.
Das Leergut sammeln wir hier im Lager auf Rollcontainern, die sich der Fahrer dann bequem zu seinem Wagen zieht, abpackt und mit vollen Kisten beladen wieder ins Lager schiebt.

Normalerweise. Selten, wirklich selten, bekommen wir die Ware auch auf Paletten geliefert. Die stehen dann auf einem LKW mit Hebebühne und der Fahrer packt nicht eine Kiste von Hand ab. Ebenso möchte er das Leergut dann auf Paletten haben und hier beginnt eine hektische Umstapelei, denn das ist nicht sein Job...
Ich hätte kein Problem damit, die leeren Kisten generell auf Paletten zu sammeln - aber das alles in ein paar Minuten umstapeln zu müssen, nervt irgendwie.

Bodenlos 2

Einer Kundin ist eine Flasche Sprudel im Laden zu Boden gefallen. Normalerweise wäre das kein Problem, denn die PET-Flaschen sind eigentlich "unkaputtbar", um mal wieder die Wortschöpfung von Coca-Cola zu gebrauchen. Aber offensichtlich sind die starren Böden eine Schwachstelle an diesen Behältnissen: Fällt die Flasche unglücklich auf die untere Kante, reißt der gesamte Boden ab. Das ist mir vor einigen Wochen auch schon passiert - mit entsprechendem Blog-Eintrag.

Zum Glück war's nur "Vilsa Lemon", Mineralwasser mit Zitronensaft - zuckerfrei und nicht klebrig.


Leerkisten

Wir haben - mal wieder - keine leeren Bierkisten von unserem Getränkelieferanten bekommen. Dabei sind die für uns so wichtig, da wir mitunter hunderte leere 0,5l-Flaschen zurückbekommen. Das 2-3fache dessen, was wir verkaufen.
Leider sind diese Kisten Mangelware. Seit etlichen Jahren schon, auch vor meiner Selbständigkeit, gab es in allen Läden, in denen ich mit Leergut zu tun hatte, bei diesen Dingern Engpässe. Das Hauptproblem dafür dürfte sein, daß die Nullfünfer in enormen Mengen über Kioske u.ä. Läden verkauft werden. Das Leergut kommt dann tütenweise wieder an die Supermärkte zurück.

Seit das Einwegpfand aufgekommen ist, hat sich die Situation mit den Pfandkisten noch weiter verschlechtert. Letztes Jahr gab es über Monate nur vereinzelt ein paar zusätzliche leere Kisten. Gegen Herbst 2004 hatten ich hier im Lager, ordentlich in Gemüsekisten gestapelt, rund 6000 (in Worten: sechstausend) leere Bierflaschen stehen.

Inzwischen verstehe ich mit mit dem Betriebsleiter unseres Großhändlers ganz gut ( :-) ), so daß normalerweise ein Anruf bei ihm die gewünschte Lieferung an Leerkisten auslöst. Gestern war er leider nicht da, so daß wir das Leergut nun erstmal wieder in leere Gemüsekisten stapeln. :-(

Uwes Folterkiste

Um bei mir in der Leergutannahme beschäftigt zu werden, muß jeder eine Art Abschlußprüfung ("Leergutführerschein") im Sortieren von Flaschen und Dosen bestehen.

Das auf dem Foto dargestellte Martyrium Sammelsurium besteht aus dutzenden Dosen, Glas- und Kunststoffflaschen verschiedenster Pfandsysteme und muß von den Prüflingen sauber sortiert werden. Zu entscheiden gilt, ob überhaupt pfandflichtig oder nicht, wieviel Pfand das einzelne Behältnis hat, ob wir es annehmen und was damit zu geschehen hat. Die Frage, ob Mehrweg oder Einweg ist dabei nicht zu vernachlässigen.

Möchte jemand freiwillig? ;-)


Zehn Cent

Also heute... Nee, nee, nee... :-|

Eben hat ein Kunde bei einem Kollegen Leergut abgegeben. Gleich danach kam der Kunde zu mir und beschwerte sich, daß das nicht stimmt und da etwas auf dem Pfandzettel fehlen würde. Nach minutenlangem ausrechnen sah er dann ein, daß eine normale Cola-Mehrwegflasche nunmal keine 25 Cent Pfand hat. Situation geklärt, alle glücklich.

Ein paar Minuten später kam dieser Mann wieder zu mir und sprach mich darauf an, daß er nun ein Problem hätte, weil ihm genau diese zehn Cent für den Einkauf fehlen würden. Auf meine Frage, ob er schon durch die Kasse durch sei und wo seine Sachen liegen würden, antwortete er, daß er nicht bei mir, sondern bei Penny einkaufen wollte.

Ich bin wirklich weder geizig noch knauserig, aber die zehn Cent habe ich ihm nicht geliehen. Soll er doch die Kassiererin beim Discounter anbetteln.

Da finde ich nicht hin.

Eine Kundin hat eben Leergut abgegeben. Eine Flasche war von PLUS und das sagte ich ihr auch. Den daraus entstandenden Dialog mußte ich einfach niederschreiben...

Die Flasche ist von Plus.

Muß ich die wegschmeißen?

Nein, sie müssen nicht. Das sind 25 Cent.

Ach, nehmen sie die nicht an?


Nein, denn die Flasche ist von Plus.

Wo ist denn Plus?

In der Pappelstraße.
[ca. 200m links neben uns]

Bei Comet?
[ca. 300m links neben uns]

Nein, bei PLUS. Schräg gegenüber der Spakasse.
[ca. 150m schräg gegenüber von uns]

Kenne ich nicht. Da finde ich ja nie hin. Können Sie die Flasche wegschmeißen?

Ja, natürlich.

[no comment]

Leere Bierkiste

Eben hat ein älterer, leicht alkoholisierter Kunde laustark eine Kiste Haake Beck auf seinen kleinen Fahrradanhänger geladen. Beim neugierigen Blick in den Monitor der entsprechenden Überwachungskamera hatte ich irgendwie das Gefühl, daß auf dem Boden eine Kiste mit geöffneten Flaschen stand, vermutlich sein mitgebrachtes Leergut. Er klingelte aber nicht an der Leergutannahme, so daß ich auch gar nicht weiter über diesen Kunden nachdachte.
Ein paar Minuten später wurde ich zur Kasse gerufen: Storno! Dem Kunden war die aufgeladene Kiste Bier zu teuer und er suchte eine billigere Alternative.
Während ich mit ihm sprach, entdeckte ich auf einem Stapel mit Bierkisten die (tatsächlich) leere Kiste, die ich zuvor im Monitor offensichtlich korrekt erkannt hatte. Meine Frage, ob das seine sei, verneinte er deutlich. Ich bin mir zwar ziemlich sicher, daß er sie mitgebracht hatte, aber was soll ich tun, wenn er so ausdrücklich auf sein Pfandgeld verzichtet..? ;-)

Verlaufen?

Seltsam, daß viele Kunden nicht wissen, in welchem Geschäft sie gerade einkaufen...

Kunde beim Leergut abgeben:
"Ach, bin ich hier nicht bei PLUS?"

Nein, ist er nicht. Bei PLUS wäre er nämlich nicht sein buntes Flaschensammelsurium losgeworden.

Vollgemüllte Leerguttüten

Da werden einem an der Leergutannahme drei Plastiktüten mit Leergut in die Hand gedrückt, die aber zur Hälfte (zum Glück die untere) mit (Rest-)Müll gefüllt sind.
Der Job war dann zwar schnell erledigt, aber dafür muß ich wohl noch lange daran denken...

Beck's Green Lemon

Wir sind hier ganz offiziell in "Beck's-Town". Bremen ist "Beck's"-Town. Wenn man irgendwo Bier bekommt, egal ob Handel oder Gastronomie, dann handelt es sich dabei mindestens um Beck's oder wenigstens Haake Beck.
Aus dem Grund finde ich es besonders schwach, wenn man von Beck&Co. InterBrew InBev nicht über Neuheiten informiert wird.
Daß es "Beck's Lemon Green" gibt, habe ich dadurch erfahren, daß ein Kunde eben zufällig bei mir eine Flasche davon als Leergut abgegeben hat.
The world's greatest local brewery... :party:

Markentreue

Eine Kundin hat ihr Leergut in einer Tragetasche abgegeben, die nicht von uns war. Aber immerhin von einem SPAR-Markt. In Hamburg gibt es nämlich einen Kollegen, der sogar drei Märkte betreibt - und eigene Tüten hat.
Hmm... was kostet sowas wohl? Wäre bestimmt gut für's Selbstvertrauen, wenn die Leute nicht nur das Firmenlogo unserer Großhandlung, sondern gleich meinen Namen durch die Gegend tragen würden... :biggrin:


Bio-Wasser

Ein Mitarbeiter wunderte sich darüber, daß Volvic-Leergut auf dem Rollcontainer für unseren Bio-Lieferanten steht: "Ist das Bio?"

Natürlich ist es "bio", Mineralwasser rund 1500km per LKW durch Europa zu fahren... :doh:

Man bekommt Volvic in jedem Bio-Laden. Mag ja sein, daß das Wasser wirklich gut und rein ist, aber der ökologische Background ist schlichtweg für'n Arsch.

Leergut vergessen

Anruf von Frau S.: Bei ihrer Lieferung wurde das zurückgegebene Leergut nicht abgezogen.
Wenn mal bei einer Lieferung ein Fehler vorkommt, dann immer ausgerechnet bei Frau S. Langsam wird's wirklich unangenehm, denn die Wiedergutmachungspralinen gehen langsam ins Geld. :-(

Allerdings möchte ich wetten, daß sie zwar eine volle Kiste Mineralwasser bestellt, aber dabei nicht erwähnt hat, daß eine leere wieder zurückgeht. Nicht jeder Mitarbeiter denkt automatisch an sowas, wenn er am Telefon eine Bestellung entgegennimmt.