Wir konnten die Flaschen vom Discounter nicht annehmen - aber warum der Kunde sich die Mühe gemacht hat, die Flaschen noch sauber vor die Ausgangstür zu stapeln, sie aber nicht die paar Meter weiter zu bringen, werden wir wohl nie erfahren...
Auf dem Bild sind die Flaschen schon verschoben, weil Kunden die Tür von innen aufdrückten. Erst standen die Flaschen in einer Reihe auf dem Boden.
Liebe Kunden,
ich weiß ja, daß der nächste Altglascontainer leider etwas weiter entfernt steht. Aber dennoch bitte ich darum, keine leeren Flaschen irgendwo in unsere Regale zu legen.
Normalerweise bekommen wir die Produkte aus dem Hause Coca-Cola mit einem sogenannten "Tieflader" in Form einzelner Kisten und nicht auf Paletten gepackt angeliefert. Dementsprechend packe ich mein Leergut nicht auf Europaletten, sondern auf Rollcontainer.
...mir fällt gerade ein, daß ich über dieses Phänomen Anfang Juni schon einmal berichtete...
Ein Kunde hat eben Leergut abgegeben: In einer Klappbox befanden sich verschiedene Flaschen, u.a. auch von anderen Märkten. Dazu ein zerbrochenes Weinglas und ein paar schmutzige Pappteller.
folgende Fakten sind mir inzwischen bei verschiedenen Einwegflaschen mit dem P-Pfand-Symbol aufgefallen:
a) Die Etiketten und Banderolen sind nur mangelhaft festgeklebt und lösen sich teilweise schon, wenn man die Flasche öffnet (Volumenverlust) oder sie etwas grob anfaßt.
b) Das "P"-Symbol ist entgegen der Empfehlung weit weg vom Strichcode aufgedruckt. Oftmals sogar sehr klein, so daß man es mitunter sehr intensiv suchen muß.
Ich unterstelle hiermit, daß die betroffenen Flaschen mutwillig so produziert werden, um die Zahl der P-Pfand-Gutschriften zu reduzieren, was für Dich einen höheren Profit bedeutet.
Mir persönlich ist es zwar relativ egal, wie Du zu einem vernünftigen Betriebsergebnis gelangst, da ich aber deswegen schon viele Diskussionen mit Kunden hatte, bin ich leider dennoch sehr enttäuscht.
Ich freue mich schon darauf, mich am 30. April 2006 abends ins Bett zu legen, denn am 1. Mai 2006 tritt § 8 Abs. 1 Satz 7 der Verpackungsverordnung in Kraft und die Insellösungen von Handelsketten und Abfüllern beendet.
Dann wird es keine eigenen Pfandsysteme mehr von Lidl, Aldi, Penny, Plus, Metro ("Rainbow") und TIP geben. Und wir werden nicht mehr dastehen und den Kunden erklären müssen, daß man dieses und jenes Leergut nicht annehmen könne, weil man es nicht gutgeschrieben bekommt.
Andererseits: Das ist noch ein dreiviertel Jahr hin. Wer weiß, wie sich bis dahin die Gesamtsituation in Bezug auf das Einwegpfand verändert hat...
Irgendeiner von meinen Mitarbeitern hat eine Flasche Leergut angenommen, die wir nicht haben und die ich weder kannte noch je zuvor gesehen habe: Es handelt sich dabei um Altöttiger Kracherl.
Jeder, der mit "Altöttinger Kracherl" nichts anfangen kann, wird wahrscheinlich genauso verwirrt gucken, wie ich es getan habe. Die schlanke, unbedruckte Flasche wirkt, u.a. durch den verblaßten Aufdruck auf dem Bügelverschluß, schon etwas älter und erinnert eher an Omas selbstgemachten Apfelsaft als an einen aktuellen Softdrink.
Die Überraschung folgte auf den Fuß: Eine Suche bei Google führte mich direkt auf die Kracherl-Website. "Kracherl" ist übrigens ein Produkt der Altöttinger Brauerei, deren Hauptgeschäft Bier in allen Variationen ist.
Ich finde die Website sehr hübsch gemacht und außerdem die Sorten persönlich sehr interessant. Mal sehen, ob ich irgendeine Chance habe, sie hier mal anzubieten. Ich werde jedenfalls morgen mal die Brauerei kontaktieren und anfragen, ob sie mir was liefern.
Heute gab es viele Artikel nicht, deren Abwesenheit mir gegenüber Kunden noch einigen Erklärungsnotstand bereiten wird: Beck's im 6er-Träger wurde nicht geliefert, Sixpacks Haake Beck gab es ebenfalls nicht. Haake Beck Edelhell in großen Flaschen waren auch nicht lieferbar und seit letzter Woche schon gibt es kein Vitamalz.
Als Grund dafür wurde mir folgendes genannt: Es soll wohl nicht genügend Leergut vorhanden sein, so daß die Brauerei schlicht und einfach nicht abfüllen kann und bei einigen Artikel die Produktion inzwischen vorerst sogar ganz eingestellt hat.
Meine Kunden sehen leider oft nur, daß sie vergeblich hergekommen sind und der böse, böse Händler die Ware nicht da hat.
Eine Kundin wollte eine Kiste Leergut abgeben - von einer Weizenbiermarke, die mir nicht bekannt war.
Die Tatsache, daß ich einen Artikel nicht führe, bedeutet ja nicht zwangsläufig, daß unser Großhändler ihn auch nicht im Sortiment hat. Und so rief ich dort an und bekam von der freundlichen Mitarbeiterin die Info, daß ich das Leergut an den Großhändler zurückgeben kann.
So macht man eine Kundin glücklich, die den schweren Kasten nicht wieder mit nach Hause schleppen mußte.