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Denkfehler

Ein Kunde hatte eine Reklamation: Bei einer Warenrückgabe (Kiste Wasser) wurde ihm angeblich zwar das Wasser gutgeschrieben, aber nicht das Pfand für die Kiste.

Bei uns stehen auf den Bons pro bepfandetem Artikel immer zwei Zeilen, nämlich erst der Artikel selbst und darunter dann der Pfandwert. Bei einer Retoure sieht das genauso aus, nur daß normalerweise noch "-R" hinter dem Artikel steht.
Nun habe ich eben ein paar Minuten versucht, den Kunden von der Richtigkeit der Gutschrift zu überzeugen. Was dabei leider erst gar nicht auffiel: Der Mitarbeiter, der die Buchungen veranlaßte, hat nicht "Pfand", sondern "Leergut" gutgeschrieben. "Pfand" muß der Kunde bezahlen, "Leergut" bekommt er ausgezahlt. Und wenn man Leergut an der Kasse wieder zurückschreibt, wird es nunmal aufgeschlagen. So wurden dem Kunden nicht 3,30€ abgezogen, sondern sie wurden ihm gleich noch einmal berechnet. Aber darauf muß man erstmal kommen... :-|

Nur ein vertauschter Deckel

Seltsamer Fund im Leergut: Ein Joghurtglas mit "SPAR"-Deckel. Seit wann haben wir denn Joghurt unserer Eigenmarken im Glas? Das Ehrmann-Etikett hat mich nur teilweise beeinflußt. Die Deckel hätten ja auch beim Abwasch vertauscht worden sein können. So wird's allerdings auch wirklich gewesen sein. Ein Joghurt, der bis Mitte 2007 haltbar wäre (Aufdruck auf dem Deckelrand, auf dem Bild gerade noch zu erahnen), würde mir doch sehr zu denken geben.

Vernutlich stammt der Deckel von einem Glas mit eingelegtem Gemüse. Die gibt es nämlich in der Tat als "SPAR"-Marke.


Planloser Kollege

Einer meiner SPAR-Kollegen war hier. Also nicht einer meiner eigenen Angestellten, sondern ein anderer Einzelhändler. Das heißt, persönlich war er auch nicht da, sondern ein Verwandter, der wohl mit im Markt tätig ist. Er war zufällig bei mir im Geschäft, weil er gerade in der Nähe war und dringend privat etwas besorgen mußte. Jedenfalls ist ihm bei mir an der Tür das große P-Pfand-Logo aufgefallen. Und das war auch der Grund, warum er mich ansprach.

Er erklärte mir, daß bei ihm im Markt für bestimmt ein paar hundert Euro Leergut, in erster Linie Einweggebinde, stehen würde. Die SPAR würde zwar liefern, berichtete er, aber nicht das Leergut zurücknehmen. Das konnte ich mir allerdings nur sehr schwer vorstellen und so unterhielten wir uns weiter. Im folgenden Verlauf des Gespräches erklärte er mir dann, daß sie sämtliche "P"-Gebinde in gelben Säcken sammeln und für den Fahrer hinstellen würden, dieser das Leergut aber konsequent nie mitnehmen würde.

Da war nun also einiges an Aufklärungsarbeit zu leisten... Zuerst: Keine pfandwertigen Dosen und PET-Flaschen in gelbe Säcke! "Gelbe Säcke" stehen für Wertstoffsammlung. Da braucht nur einer mal nicht aufzupassen und schon verschwinden pro Sack rund 25 Euro. Weiter erklärte ihm, wie Dosen und Flaschen aus dem "P-System" ordentlich gesammelt werden: Dafür gibt es spezielle rote Säcke, die mit speziellen Plomben versiegelt werden. Beides über unsere Großhandlung zu beziehen, die entsprechende Seite aus dem Bestellbuch habe ich ihm kopiert. Damit die Abrechnung ordentlich erfolgen kann, müssen die Säcke eindeutig identifizierbar sein. Dazu kann man bei der entsprechenden Clearingstelle codierte Aufkleber bestellen. Wieder hat er eine Kopie von mir bekommen, diesmal vom Blanko-Bestellbogen für die Etiketten. Und wenn die roten Säcke mit grünen Plomben und weißen Aufklebern eine Einheit bilden, wird das Unglaubliche passieren: Der SPAR-Fahrer nimmt die Säcke mit. Wetten?

Die Informationen darüber, welche Pfandsysteme man in seinem eigenen Laden anbietet und wie man mit dem entsprechenden Leergut umgehen muß, halte ich für eine Holschuld. Zumindest spätestens dann, wenn man die vorgekauten Informationen der Großhandlung entweder nicht bekommen, beharrlich ignoriert oder einfach nicht verstanden hat. :-|

Exotisches Leergut (1)

Die Sammlung aller unbekannten und exotischen Behältnisse, die Kunden hier als Leergut abgegeben haben, bzw. abgeben wollten...


Zwei Flaschen als Andenken aus dem Urlaub

Eine Kundin hatte eben zwischen ihrem Leergut gleich zwei exotische Bierflaschen: Einmal "Stout Super Bock" aus Portugal und eines mit dem schwungvollen Namen "Cruzcampo". Keine Ahnung, wo die genau herkommen, aber auf jeden Fall sind sie eine originelle Bereicherung für's Blog. ;-)


Bierlieferschwierigkeiten

In den letzten Wochen war es häufiger so, daß wir die Ware von einer bekannten Brauerei aus der Bremer Neustadt nur in geringen Mengen oder auch teilweise gar nicht bekommen haben: Nicht lieferbar, angeblich gäbe es zu wenig Leergut, um die Ware abzufüllen.

Und dann steht man hier im Laden und versucht seinen ungläubigen Kunden klarzumachen, daß Beck's INBEV nicht liefern kann. Ein schweres Unterfangen, schließlich steht die Brauerei hier fast in unmittelbarer Nähe vom Laden...


Mülltüte im Regal

Leute gibt's... Ich habe gerade schon wieder eine Tüte mit pfandfreien Dosen und Flaschen im Laden gefunden. Da wurde wahrscheinlich einem Kunden an der Leergutannahme mitgeteilt, daß er für das Sammelsurium kein Geld ausbezahlt bekommt.

Dann wird der stinkende Beutel eben vom Kunden zwischen den Getränkekisten "vergessen"...

Nachtrag: Meistens fragen wir diese Kunden mit pfandfreiem Leergut dann: "Sollen wir das für Sie entsorgen?" und werfen entsprechende solche Dosen gleich in den gelben Sack. Dieser Kunde scheint sich das noch überlegt zu haben, ob er es beim Dönerladen versucht, wo er die Exportdosen vermutlich gekauft hat und hat es dann verworfen :-(

Exotische Getränkekisten

Immer wieder schleppen Kunden leere Getränkekisten hier an, die ich noch niemals zuvor gesehen habe. Oft handelt es sich dabei um Kisten vor allem kleinerer Abfüller, die häufig auch noch ihre eigene Logistik haben und nicht über die bekannten Großhändler ausliefern.

Ich nehme hier im Laden schon sehr viele Sorten Leergut an und finde es immer schade, wenn die Leute bei solchen Exoten kein Verständnis dafür haben, daß ich die Kisten selber nicht wieder loswerde. Man ist ja "soooo unfreundlich"... :-|

Nachtrag: JETZT sind sie "exotisch". :-)

DUH und das Dosenpfand

Laut Pressemitteilung vom 19.09.2005 wertet die Deutsche Umwelthilfe das Wahlergebnis als „schallende Ohrfeige für die Industrieverbände BDI und DIHK“ und als klaren Wählerauftrag für eine "ökologisch modernisierte Technologiepolitik".
Warum ich die PM gelesen habe? Ein aktueller Kommentar zu den Importdosen bewog mich, die News zum Dosenpfand abzufragen: "Aufgrund der Ankündigung einiger Unternehmen, zukünftig pfandpflichtige Getränke wieder ohne Pfand zu verkaufen werden, bzw. die Rücknahme pfandpflichtiger Verpackungen zu verweigern, werden die Testkäufe auch in 2005 fortgesetzt und noch intensiviert." "Dem Verkäufer wird mit der Entscheidung gegen Androhung eines Ordnungsgeldes von bis zu 250.000,00 Euro bzw. Ordnungshaft untersagt, weiterhin seine Dosen pfandfrei zu vertreiben."
Da habe ich ja nichts zu befürchten ;-)

Importdosen unbekannter Herkunft

Eine Kundin wollte zwei Beck's-Dosen abgeben, die nicht mit dem "P"-Pfand-Symbol gekennzeichnet sind. Die Dosen haben den Aufdruck "imported from germany" und tragen als Strichcode auch keinen EAN-Code sondern den in den USA verbreiteten UPC.

Ich werde am Montag mal bei InBev anrufen und mich erkundigen, ob diese Dose irgendwie mit zwischen die "P"-Ware gerutscht sein kann. Die Stammkundin hat mir schließlich versichert, daß sie nur hier das Bier kauft.

Dosensammler am Werk

Wertvolle Beute aus den Straßen Bremens: Einen Berg Red-Bull-Dosen, viele andere Getränkedosen und sogar noch ein altes (noch pfandpflichtiges) Partyfaß.
Aber nett, wenn der Kunde dann so weit mithilft, daß er einem erspart, die siffigen, klebrigen, stinkenden Dosen aus den Säcken zu holen.


Leere Colaflasche

Zwischen der neuen Ware leer geliefert?
Im Laden ausgetrunken?
Vom Kunden vergessenes Leergut?

Wir wissen es nicht...



(Foto: Johnny)

Was los

Viel los ist dann, wenn die Kunden das Leergut schneller reinbringen, als man die vollen Kisten wegsortieren kann.

In gewisser Hinsicht sehr angenehm.

1,50€ Pfand

Wir konnten die Flaschen vom Discounter nicht annehmen - aber warum der Kunde sich die Mühe gemacht hat, die Flaschen noch sauber vor die Ausgangstür zu stapeln, sie aber nicht die paar Meter weiter zu bringen, werden wir wohl nie erfahren...

Auf dem Bild sind die Flaschen schon verschoben, weil Kunden die Tür von innen aufdrückten. Erst standen die Flaschen in einer Reihe auf dem Boden.


Altglas

Liebe Kunden,
ich weiß ja, daß der nächste Altglascontainer leider etwas weiter entfernt steht. Aber dennoch bitte ich darum, keine leeren Flaschen irgendwo in unsere Regale zu legen.

Danke für die Aufmerksamkeit. :-|