Hi Björn,
keine Ahnung worum's ging oder ob es wichtig war, aber falls es was dringendes war, eine kurze Info für Dich:
Gestern spät (ca 22.30 Uhr) klopfte und klingelte es an der Lagertür. Hab vorsichtig geöffnet, standen zwei Typen und haben relativ unfreundlich ("Wo ist Chef?") nach Dir verlangt. Ich habe erwidert das Du nicht da bist und erst morgen (also heute) wiederkommst. Die wollten dann die Handynummer von Dir haben, hab aber erklärt das ich sie nicht hätte und sie sich doch direkt im Laden melden sollten, da könne man vielleicht helfen. Die beiden haben dann verlangt dass ich mir von jemandem die Nummer geben lasse und sie dann aushändige. Hab das dann abgelehnt und erklärt das ich nun weiterarbeiten müsste.
Die melden sich ganz bestimmt... ...nicht wieder.
Eine Anruferin stellte sich als Mitarbeiterin von Kabel Deutschland vor. Zunächst war ich gleichermaßen erfreut wie erstaunt: Es gibt doch tatsächlich eine Reaktion auf meinen
Blogeintrag vom vergangenen Mittwoch oder wohl sogar auf die E-Mail die ich parallel dazu an Kabel Deutschland geschrieben habe.
Beides Fehlanzeige.
Man wollte mir einen Telefon- und Internetanschluss für mein Geschäft verkaufen.
Das ist mal 'ne Offensive...
Seit ein paar Jahren schon gibt Getränke, die nur ganz leicht nach Fruchtaroma schmecken – also mehr Wasser als Fruchtsaft sind. Den Begriff "Fruchtwasser" habe ich schon häufiger in dem Zusammenhang gehört, auf einen Wegweiser in meinem Laden hätte ich das aber niemals so geschrieben.
Dieses Schild hat nämlich Stefan (Blogleser, nicht mein schon so oft zitierter Mitarbeiter) in einem Supermarkt in Siegen entdeckt. "
Die meisten, die es lesen, stocken schon etwas", schrieb er. Ja, ging mir definitiv nicht anders.
Er saß alleine in der Küche an einem regnerischen und stürmischen Freitag Abend. Den Stress eines langen Arbeitstages hinter sich lassend, saß er in der Küche und trank einen Latte Macchiato, mit dem er sein Abendessen, ein selbstgekochtes Hühnerfrikassee, begoss. Plötzlich hörte er zunächst eine leise Stimme, dann immer mehr. Zu viel ging ihm wahrscheinlich durch den Kopf und das Stimmgewirr schien ihm wie das langanhaltende Echo unzähliger Kundengespräche, die er im Laufe der Woche geführt hatte. Leise und diffus hörte er sie sprechen, einen Sinn konnte er in den Fragmenten jedoch nicht erkennen.
Nachdem er das schlanke Glas geleert und zurück auf die gelbgrün gemusterte Wachstischdecke gestellt hatte, stand er auf, um die Reste seines Abendessens in den Kühlschrank zu stellen. Als er die Tür seines Kühlgerätes öffnete, hörte er die Stimmen erneut. Lauter, deutlicher. Unendlich viele kleine Hilferufe waberten plötzlich durch seinen Kopf, der sich wie ein riesiger Schwamm anfühlte, in dessen Poren jeder noch so kleine Laut regelrecht aufgesogen wurde. Die faltbare, hellblaue Tupperdose mit dem Reis-Frikassee-Gemisch verschwand im Kühlschrank, die Tür wurde geschlossen, die Stimmen waren wieder leiser.
Morgen wird der WG-Kühlschrank ausgemistet. So.
(Quelle: Nach "Sackkarre Tchibo" googeln und sich irgeneinen Link aussuchen. Den wahren Ursprung kennt wohl niemand...)
Vergessen? Entsorgt? Enttäuscht festgestellt, dass es für das Ding doch kein Pfand gibt?
"Björn's PET-Ecke" war eines der bedeutendsten Kunstwerke des noch so jungen 21. Jahrhunderts. Der Aktionskünstler Björn C. Harste schuf es im Rahmen einer Lehrstunde, um zu demonstrieren, dass PET nicht nur ein starres Material ist, aus dem Flaschen gemacht werden, sondern dass es sich dabei um ein Quell der schier unendlichen Möglichkeiten handeln kann. Es entbrannte in der Folge eine sehr starke Kontroverse darüber, was als Kunst oder schließlich doch nur als Sekundärrohstoff angesehen werden dürfe.
Ein übereifriger Flaschensammler zerstörte das Kunstwerk an einem Samstagabend im September 2007 und tauschte den erhaltenen Pfandbetrag schließlich gegen zwei Flaschen Bier der Marke "Pennerglück" ein.
Erst nach der Zerstörung des Kunstwerkes wurde es als solches bekannt. Einer der Stundenten der Akademie hatte dieses Bild heimlich mit seiner Handykamera aufgenommen – zufälligerweise nur drei Tage vor der Zerstörung der PET-Ecke.
Aus zumindest älteren Roadmovies kennt man es ja: Die Schlüssel für die Toiletten der einsamen Highway-Tankstellen hängen an alten rostigen Stahlfelgen, damit sie nicht so schnell verschwinden.
Nicht ganz so stylisch, aber auch nicht weniger unpraktisch ist dieses alte Plastiktray eines Feuerzeug-Herstellers, an dem nun diverse Vitrinenschlüssel bammeln.
War nicht meine Idee, hat einer meiner Mitarbeiter gemacht. Aber immerhin: Seit ein paar Tagen schon haben wir den Schlüssel nicht mehr suchen müssen, da ihn keiner mehr versehentlich in der Kittel- oder Westentasche vergessen kann.
Zwei Kollegen unterhielten sich, dabei fiel der Begriff "
Prä-TRS" und dass eine Bekannte des einen Kollegen darunter leiden soll.
Was soll denn Prä-TRS sein?!?
Prä-Teppichratten-Syndrom.
Was?!?
Mann, die ist schwanger.
Muahaha. Prä-TRS. Muss ich mir merken.
Kollege Stephan hat mich auf diese Packung mit Schmelzkäseecken aus dem Hause Bayernland aufmerksam gemacht.
Während ich über die etwas unschlüssige Anordnung der abgebildeten Käseecken erstaunt war, stolperte Stephan über die Schreibweise des Namens. Müsste es nicht "Bunte
rMix" heißen? Naja, vielleicht sollte es ja eine Abkürzung von "Buntes Mixsortiment" sein. Aber die Käseecken... Die hätte man doch auf der Abbildung wirklich im Kreis anordnen können. So liegen sie schließlich auch in der Schachtel.
Endlich mal wohlschmeckende Tiernahrung, dachte sich Markus wahrscheinlich beim Anblick dieses Schildes in einem blau-gelben Supermarkt in Hamburg.
Und diesen in die Irre führenden Wegweiser hat Sabine in einem real-komma-strich-Markt entdeckt:
Till hat mir das folgende Foto geschickt, dass er mal während eines Urlaubs in Polen geknipst hat. Er schreibt, dass er bis heute keinen Sinn darin erkennen kann.
Das geht aber nicht nur ihm so. Natürlich ist der neue Preis billiger als der alte – aber als Kunde finde ich sowas eher lächerlich. Zu meiner Zeit bei Plus habe ich auch ein protziges "Billger!"-Schild an einen Artikel hängen müssen, weil er um EINEN PFENNIG gesenkt worden ist. Ich hab's gemacht. Das war von oben so festgelegt worden und wurde entsprechend befolgt. Hirn ausschalten. Nicht nachdenken. Machen.
Man bekommt den Eindruck, dass die Wegweiser in den Läden beim Umbauten und Neuplatzierungen etwas stiefmütterlich behandelt werden. Dieses Bild hat mir Sash geschickt und er kommentiert es
in seinem Blog schon ganz passend: "
Na da bin ich doch gerne politikverdrossen…"
Ich weiß gar nicht, was er hat – in den Heftchen geht es doch viel um Königshäuser und das ist doch auch Politik. Irgendwie.