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Nie wieder in diesen Laden!

Eine Kundin, die sich ungerecht behandelt gefühlt hat und vor einigen Wochen damit drohte, diesen Laden nie wieder zu betreten, ist gerade wieder da.

Penny nimmt eben nicht so viel Leergut an wie wir. :-P

Staunend am Morgen

Einer der ersten Kunden des Tages ließ mich mit einer Mischung aus Erstaunen, Verwunderung und Panik zurück. Seine gesamte Erscheinung ließ ihn für mich wie ein "VP", unser Kürzel für eine "verdächtige Person", wirken. Nicht nur, dass er gekleidet war wie der sprichwörtliche Lumpi, er ging auch noch in der typischen gebeugten Haltung, wie es bei vielen "kaputten" Leuten, vor allem auch Drogenabhängigen zu beobachten ist.
Für Panik hatte ich aber nicht viel Zeit, denn schon nach wenigen Augenblicken kam er mit ein paar Bierdosen in der Hand zur Kasse und bezahlte diese umständlich mit viel Kleingeld. Dabei machte er insgesamt immer noch keinen deutlich besseren Eindruck auf mich. Im Gegenteil sogar – es kam mir vor, als wenn er entweder im Geiste nicht mehr ganz alleine wäre oder alternativ aber vielleicht auch nur in einer völlig anderen Dimension stecken würde.

Umso erstaunter war ich, als er auf der anderen Straßenseite in ein Auto stieg und davonfuhr.

Klopfgeräusche

Sie klopfen und rütteln an der Tür. Ich war aber auch echt gemein, ohne Ankündigung von jetzt auf gleich die Sonntagsöffnung wieder einzustellen. :-P

Rettungsschirm

Fundstück in der Kassenbabrechnung. Ob die fünf Euro wohl reichen? Beim Griechen gibt es den Ouzo vor dem Essen jedenfalls immer noch gratis. ;-)


Lösung

Kundin, aus einer Diskussion mit ihren Kindern heraus: "Jetzt seid doch mal ruhig. Gleich weiß ich überhaupt nicht mehr, was ich überhaupt kaufen wollte."

Dabei ist es doch so einfach: Einen (großen) Einkaufswagen nehmen und systematisch bis oben hin auffüllen. :-D

Kundin mit Einsatz

Eine Kundin kam mit der leeren Blister-Verpackung eines Kugelschreibers aus dem Laden zur Kasse, drückte meinem Mitarbeiter die leere Hülle in die Hand und regte sich auf, dass es eine Frechheit wäre, dass die Leute immer alles klauen würden und dass die ehrlichen Kunden dafür zahlen müssten und dass es sowieso immer schlimmer werde.

Schön, dass jemand so viel Verständnis für unsere täglichen Probleme zeigt und sich über dieses böse Thema ebenso aufregen kann.

In diesem speziellen Fall war die Aufregung aber umsonst: Irgendwie hatte es die Packung ungefüllt aber ordentlich versiegelt aus der Produktion bis in mein Schreibwarenregal geschafft…

Rotkohl

Kennt jemand diese Szene von Borat? Etwas ganz ähnliches hat sich vorhin hier im Laden zugetragen. Eine Frau war mit ihrer ca. 4-jährigen Tochter hier im Laden. In der Gemüseabteilung bliebt das kleine Mädchen vor den Kisten mit dem Kohl stehen und erkundigte sich, während sie auf eine dicke, dunkelrote Kugel zeigte:
Was ist das?
Die Mutter antwortete anständig:
Das ist Rotkohl.

Und was ist das hier?

Das ist auch Rotkohl.

Und das hier?

Das ist auch Rotkohl.

Und was ist das?

Das ist auch Rotkohl. Das ist alles Rotkohl, mein Schatz.
Erst da ließ das Mädchen von Gemüse ab und folgte schließlich brav seiner Mutter.

Kurze Wege

Ein Kunde ließ sich von mir eine kalte Kiste Bier aus dem Kühlhaus geben. Zu seiner Begleitung sagte er wie selbstverständlich: "Trinken wir die hier aus oder nehmen wir die mit?"

Sie entschieden sich dann gegen den Sofortgenuss. ;-)

Getrennt

Eine Kundin legte einige Lebensmittel, vor allem auch Kaffee, Kondensmilch und Gebäck und eine Schachtel Zigaretten auf das Förderband der Kasse.

In der Hand hielt sie jeweils einen 5- und einen 10-Euro-Schein und erklärte dazu: "Passen Sie bitte unbedingt auf und ziehen die Sachen hier getrennt ab. Das ist ganz wichtig, denn das hier ist für den Laden und die Zigaretten sind für mich privat und die bezahle ich dann auch von meinem eigenen Geld."

Kein Problem. Meine Mitarbeiterin buchte alle Waren außer den Zigaretten ein, die Kundin bezahlte mit dem Zehner und bekam etwas Kleingeld in Höhe von knapp einem Euro zurück.

Danach zog sie die Zigaretten über den Sacnner. 5,50€ kosteten sie und die Kundin bezahlte mit dem Fünf-Euro-Schein und dem 50-Cent-Stück aus dem Firmenwechselgeld. Und letztendlich hat sie sowieso keine Kassenbons mitgenommen und so fragten wir uns, was das ganze Brimborium mit den getrennten Kassen sollte…

Platsch!

Ich saß bei mir im großen Büro und hörte, dass sich mehrere Personen beim Eierregal unterhielten. Plötzlich kam noch ein lautes "Platsch!" zu dem Stimmengewirr dazu, gefolgt von einer Frauenstimme": Oh, das waren die Eier…"

Genau, das waren die Eier. Vier von sechs Stück der Packung, die sie einfach auf dem Fußboden vor dem Regal liegen ließen, waren kaputt.

Energiegeladenes Englisch

Zwei Teenager unterhielten sich über die sich immer weiter ausbreitenden englischen Begriffe. Vor dem Regal mit "Red Bull", "XL", "Booster", "T400", "Effekt" und ähnlichen Produkten fiel dem Wortführer der beiden ein: "Hier zum Beispiel. Warum nennt man die nicht einfach Energiedrinks. Ist doch sogar fast das selbe Wort, nur auf Deutsch."

Grade Onefall. :-)

:) oder :( ?

Ein Kunde gab Leergut ab. Etliche einzelne Flaschen hatte er dabei, die er in zwei großen Pappkartons transportierte. Nachdem er alle Flaschen in den Automaten gestopft hatte, ging er ein paar Schritte ins Lager und war die Kartons in hohem Bogen vor die Papppresse.

Der erste Gedanke war: "Hey, was soll das? Einfach da reingehen und die Pappe da auf den Boden werfen? So geht das aber nicht!"

Der zweite Gedanke war: "Wenigstens hat er mitgedacht und das Altpapier nicht auch noch im Laden liegengelassen. Er hat ja nur ein paar Schritte in den sowieso sichtbaren Bereich gemacht. Und genau vor der Presse ist es für einen Mitarbeiter ein leichtes, die Klappe aufzumachen und die Kartons mal eben in das Gerät zu werfen."

Also definitiv :-) !

TK-Torte

Kundin fragt Mitarbeiterin:
Haben sie auch Tiefkühl-Torte?

Oh, ja. Welche suchen Sie denn?

Ja, so… Die ist rund.
Gemeinsam haben sie dann aber doch die richtige Torte gefunden. Sie war nicht nur rund (wenn man die eckige Schachtel erstmal aufbekommen hat), sondern war auch noch zu einem großen Teil weiß. Und dann waren da noch auf jedem Stück so runde rote Früchte, die irgendwie nach Kirsche schmecken. ;-)

Plastic Enemy

Eine Kundin trug eine Leinentasche durch den Laden, die den Aufdruck "Plastic Enemy" trug.

Finde ich gut! :-)

Ich kann Plastiktüten hier einfach nicht von heute auf morgen aus dem Sortiment verbannen, dazu werden die Kunden in den meisten anderen Läden hier in der Stadt zu sehr darauf geeicht – aber mein Herz sagt, dass etwas passieren muss. Vielleicht werde ich mal mehr mit Papiertüten herumprobieren und gucken, wie die bei meinen Kunden ankommen.

Fremdwagen

Ein echt saumäßiges Verhalten ist es, Leergut in einem fremden Einkaufswagen hier herzubringen und den Wagen dann einfach irgendwo bei mir im Laden stehenzulassen.

Leider fällt sowas meistens erst später auf. Wenn's wenigstens jemand wäre, den man hin und wieder mal im Laden sehen würde – aber sowohl einem meiner Mitarbeiter als auch mir war der Typ bislang noch nie aufgefallen.