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Falsche Karte

Eine Kundin erkundigte sich, ob sie eine Handy-Guthabenkarte umtauschen könne. Sie hat gestern leider versehentlich eine Vodaphone-Karte gekauft, dabei ist sie doch ·T···Mobile-Kundin.

Das wäre ja auch alles kein Problem gewesen - doch leider hat sie den Mißgriff erst bemerkt, nachdem sie die Karte bereits aufgerubbelt hatte. Ich glaube ihr sogar, daß die Karte noch nicht benutzt wurde, doch was passiert, wenn ich sie jemandem weiterverkaufe und der Kunde dann ein Problem damit hat?
Sie mußte sich leider damit abfinden, daß ich die Karte nicht zurücknehmen konnte. Vielleicht hat sie ja Glück und findet jemandem im Bekanntenkreis, der damit etwas anfangen kann...

Baguette

Eine Lieferkundin bestellte unter anderem eine Baguettestange. Während des Gesprächs erwähnte sie, daß sie das Brot morgen Abend ihren Geburtstagsgästen servieren möchte.

Natürlich hätte ich ihr das Baguette gerne verkauft - dennoch habe ich der Kundin davon dringend abgeraten. Diese dünnen Brote werden schon nach Stunden härter und sind am nächsten Tag fast nur noch als Hundekauknochen zu verwenden.
Lieber weniger Umsatz und dafür zufriedene Kunden.

Lob für Englisches

Eine Kundin aus England hat mir ein paar Tips für das englische Sortiment gegeben: Wir brauchen unbedingt mehr Süßwaren und mehr Cadbury-Schokolade im Regal.

Und mit einem Schütteln teilte sie mir noch mit, daß ich bei Artikeln wie Haggis unbedingt aufpassen soll wegen der Haltbarkeitsdaten. Schließlich kauft sowas doch sowieso niemand. ;-)

November-Ausgabe

Eine ältere Stammkundin erkundigte sich nach dem "SPAR-Magazin". (Haushaltsjournal) Zusammen mit einer Kollegin zeigte ich ihr den Ständer an der Kasse, in dem die Hefte liegen.

Nein, das ist das nicht.

Aber wir haben kein anderes.

Doch, das ist kostenlos. Und davon suche ich die November-Ausgabe.

Das hier ist aber kostenlos. Und dazu die Ausgabe vom November. Wir haben kein anderes Magazin für die Kunden...

Nein, nein. Macht ja nichts. Ich komme dann noch mal wieder. Vielleicht kommt das ja noch rein.

Ich habe keine Ahnung, was die Kundin wollte. Sie suchte zwar die November-Ausgabe unseres kostenlosen Kundenmagazins - wollte aber eben nicht die November-Ausgabe unseres kostenlosen Kundenmagazins haben. Ich will's nicht verstehen...

Ring verloren

Eine Kundin hat gestern einen kleinen Ring hier im Markt verloren. Das Schmuckstück besteht je zur Hälfte aus Weißgold und Platin und ist mit einem kleinen Brillanten besetzt.

Große Hoffnungen, daß wir ihn wiederfinden, habe ich ihr am Telefon nicht machen wollen. Auf den alten Bodenkacheln fällt fast nichts auf. Nach Schrauben und anderen Kleinteilen habe ich mitunter schon verzweifelt auf Knien gesucht. Die Sachen können direkt vor einem liegen - man übersieht sie dennoch.
Sollte dann noch jemand mit dem Fuß gegen den Ring getreten haben, so daß er irgendwo drunter gerutscht ist, sehe ich schwarz dafür, daß er jemals wieder auftaucht.

Vielleicht hat ihn ja auch jemand anders zufällig hier gefunden und einfach mitgenommen... wer weiß das schon. Die Frau am Telefon klang jedenfalls so, als ob der Ring sehr wertvoll gewesen wäre.

Zu billig

Eine Kundin monierte den Preis einer Flasche Sekt.

Nach umfangreicher Überprüfung stellte sich heraus, daß der korrekte Aktionspreis des Artikels und auch allen anderen Sorten der gleichen Marke in der Kasse hinterlegt ist. Was auch immer da geschehen war - sie hatte bestimmt nicht zu viel für die Flasche bezahlt.

Ganz das Gegenteil war übrigens der Fall: Die Kundin hatte nicht gesehen, daß der Artikel gerade im Angebot ist und wollte uns darauf hinweisen, daß wir ihn viel zu billig verkaufen würden. :-)

Die Leergutklingel

Ja, Sie dürfen da draufdrücken und nein, Sie brauchen sich nicht dafür bei mir zu entschuldigen.

Ehrlich.

200 Brötchen

Wir haben hier gerade einen kleinen Großauftrag abgearbeitet: Eine Kundin wollte für ihre Hochzeitsfeier 200 aufgeschnittene Brötchen haben. Das klingt nach viel, erledigen wir hier im großen Ofen aber in schlappen 20 Minuten.
Nur das Aufschneiden hat etwas gedauert, aber auch das ging eigentlich erstaunlich zügig.

Dagegen sind die 40 nicht aufgeschnittenen Brötchen, die eine andere Kundin für heute Abend vorbestellt hat, richtig harmlos... ;-)

Kopfschüttelnd

Eine Kundin hat direkt vor meiner Nase einen Fetzen Papier vom Boden aufgehoben, dar sie interessierte.

Nachdem sie sah, daß das Zettelchen nicht weiter interessant für sie ist, warf sie das Stück Papier einfach wieder kommentarlos auf den Boden zurück. :wall:

Nougatschokolade

Eine Stammkundin (Nicht SIE, aber ähnlich) sprach mich eben an:

Die Schokolade, die ich gestern gekauft habe, war angelaufen. Da können Sie aber nichts dafür, ich habe die dann auch bei Penny gekauft und die war auch angelaufen. Da müssen Sie mal durchgucken.

Welche denn?

Gleich da vorne. [Zeigt diffus in den Laden]

Wo denn, welche?

Die steht da, mit Nougat.

Ich meine, welche Sorte?

Nougat.

Der Dialog fand quer über die Kasse hinweg statt und ich war froh, als er ein Ende fand. Ich mache mir zwar jetzt gedanken, werde mir nun aber nicht die Mühe machen und Ritter-Sport, Milka, Schogetten, Sarotti, Lindt, Hachez und Gubor einzeln durchsehen. Sollte wirklich irgendwo ein Qualitätsmangel vorliegen, wird sich schon hoffentlich ein anderer Kunde melden.

Wechselstube

Eine Kundin möchte einen 100-Euro-Schein in 20er gewechselt haben, Stunden vorher hat eine andere Kundin darum gebeten, ob wir ihr 15 Euro gemischtes Kleingeld gegen Scheine eintauschen können.

Bald schreibe ich SPAR-Kasse über die Tür.

Gratwanderung

Immer wieder stehe ich hier zwischen den Stühlen: Was soll man sich als "kundenorientierter Dienstleister" von den Kunden alles gefallen lassen, ab wann sollte man die Leute wie zur Räson bringen?

Das beste Beispiel dafür sind Kunden, die einfach ins Lager rennen und dort nach Kartons suchen oder sich einfach gelbe Wertstoffsäcke nehmen. Wenn es sich dabei um Stammkunden handelt, ist es mitunter sehr schwierig, den richtigen Tonfall zu treffen, denn einerseits möchte man den Kunden nicht vergraulen, zum anderen soll schon eine eindeutige Aussage rüberkommen. Ein gedachtes "Raus hier und wenn Sie noch einmal hier ungefragt reinkommen, schneide ich Ihnen die Eier ab!" wird meistens zu einem gesprochenen "Hier ist kein Zutritt für Kunden. Bitte einfach an der Leergutklingel klingeln, wenn Sie etwas möchten."

Bruch

Eine Kundin ist mit ihrem Einkaufskorb an einem Aufsteller mit Berentzen "fruchtigen Spirituosen" hängengeblieben und hat gleich ein paar Flaschen zu Boden gerissen.
Der Sachschaden hielt sich zum Glück in Grenzen, da nur zwei Flaschen zu Bruch gegangen sind.

"Nur" zwei Flaschen - das sind immerhin 1,5 Liter Flüssigkeit. Die kann sich sehr großzügig verteilen. :-(

Schüchterner Kunde

Ich saß gerade im Laden und war dabei, eine Plazierung im Regal zu basteln, als ein Kunde mich vorsichtig ansprach:
"Also, nur mal angenommen, ich würde Sie fragen, wo denn die Taschentücher stehen würden, wo wären die denn dann?"

Ich weiß es. 8-)

Auch eine BILD-Zeitung?

Eine Kundin wühlte gebückt in den Tageszeitungen. Eine andere Kundin stand erwartungsvoll neben ihr.

Kundin A: "Möchten Sie auch eine BILD-Zeitung?"

Kundin B: [Energisch] "NEIN! Ich lese keine BILD!"

Verständlich. 8-)