Die vielwöchige Krankheitsvertretung in der Küche der nahegelegenen Kindertagesstätte ist ab nächster Woche nicht mehr im Einsatz. Die Köchin hat sich heute nach langer Krankheit wieder bei uns angemeldet und freut sich schon darauf, den Kindern endlich wieder frisch zubereitetes Essen vorsetzen zu können. In den letzten Wochen soll es wohl eine starke Tendenz zu Fertigmenüs gegeben haben...
Eine Kundin, der wir Ware nach Hause geliefert haben, reklamierte einige Dinge: Auf dem Bon würden Artikel stehen, die sie gar nicht bekommen hat. "Da hat Ihr Mitarbeiter das falsch aufgeschrieben.", vermutete sie.
Mit "aufschreiben" meinte sie wohl, den Artikel in der Kasse zu erfassen. Bei Scannerkassen ist es allerdings fast unmöglich, an diesem Punkt Fehler zu machen. Die Artikelnummer auf dem Produkt (EAN) ist eindeutig einem Datensatz im Warenwirtschaftssystem zugeordnet. Also hat wahrscheinlich jemand schon beim Zusammensuchen der Ware irgendetwas ganz gewaltig durcheinanderbekommen.
Die Kundin hat übrigens selber eingekauft und sich die Waren nur noch nach Hause liefern lassen... :wall:
Wenn ein Kunde aus Unaufmerksamkeitaus Dummheit versehentlich Ware umwirft oder aus einem der Regale reißt und diese zu Bruch geht hat natürlich grund-sätz-lich WER Schuld? Na???
Klar. Wir. Weil wir ja immer alles "so komisch" hinstellen.
Anruf einer Kundin, die heute früh Ware bestellt hatte: "Ist der Bote von Ihnen schon unterwegs?"
Während ich noch alle möglichen und unmöglichen Entschuldigungen im Kopf zurechtlegte, um die verspätete Lieferung zu erklären, fuhr sie fort: "Wissen Sie, ich hatte mich gegen 14 Uhr kurz in meinen Sessel gesetzt und bin dann eingenickt. Nicht, daß da jetzt jemand extra hergekommen ist und ich das nicht gehört habe..."
Eine Kundin stand vor dem Regal mit Reis und wirkte so, als ob sie sich nicht entscheiden konnte. Ich stellte mich schließlich neben sie und räumte einige Waren in eines der oberen Fächer. Obwohl sie schräg hinter mir stand, spürte ich doch irgendwie, wie sie mich mit ihrem Blick durchbohrte. Vorsichtshalber fragte ich:
Stehe ich im Weg?
Normalerweise bekommt man ein höfliches "Nein." oder "Nee, machen Sie mal erst fertig." zu hören. Diesmal war die Antwort allerdings eindeutig:
Nicht nett gemeinter Spruch einer Kundin zu einer Mitarbeiterin, die bei der Leergutannahme kurz innehielt, weil sie beim Zählen etwas durcheinandergekommen war: "Sie sollten mal eine halbe Stunde Pause machen."
Erklärungsversuche bombardierte sie mit weiteren Sprüchen wie: "Ich muß mich hier nicht so von Ihnen behandeln lassen. Aufregung hat man draußen schon genug. Lassen Sie eine andere Kollegin hier weiterbedienen, wenn Sie unkonzentriert sind. usw.
Irgendwie hatte man das Gefühl, die Frau wollte sich aufregen.
Nächstes Mal lieber nicht den Fehler zugeben. Dann lieber dem Kunden eine Flasche mehr gutschreiben als er wirklich hatte, aber dafür ganz souverän die Arbeit fortsetzen und sich nichts anmerken lassen. Erspart Streß.
Ich habe kein Problem damit, Artikel auf speziellen Kundenwunsch zu bestellen und im Sortiment unterzubringen. "Brauchen Sie aber nicht extra für mich zu bestellen!", wehren viele dann ab - aber mein Argument dafür ist immer, daß sich andere Kunden darüber vielleicht auch freuen würden.
Was ich dagegen unerträglich finde, sind Kunden, die ziemlich resolut über mein Angebot bestimmen wollen:
· "Den Artikel müssen Sie aus dem Verkauf nehmen, der taugt nichts."
(Das erklärt die vielen Nachbestellungen...)
· "Warum haben Sie das aus dem Sortiment genommen? Das lief doch immer so gut!"
(Ja, lief laufend ab. (Oder wurde nur geklaut...))
Aus dem Büro beobachtete ich mit einem Kollegen folgende Situation: Ein Mann in etwa meinem Alter, hagere Gestalt, dunkle Kleidung, vernarbtes Gesicht, irgendwie verlebt, legte sich zwei Sechserträger Bier in seine Sporttasche, verschloß diese und hing sie sich über die Schulter auf den Rücken.
Dann nahm er sich eine Flasche Cola aus dem Regal und stellte sich mit dieser an die Kasse.
Der Adrenalinschub war groß. Immer, wenn hier eine Situation aus dem Bereich Ladendiebstahl entsteht, werde ich mächtig nervös. Keine Ahnung, wieso. Ich hab's noch nie geschafft, ruhig zu bleiben und selbst zum handschriftlichen Ausfüllen der Diebstahlsprotokolle braucht's meistens 5-10 Minuten, damit man meine Schrift überhaupt entziffern kann...
Aber dazu sollte es diesmal gar nicht kommen. Wider erwarten legte der Typ tatsächlich alle Artikel auf das Förderband und bezahlte nicht nur die Cola sondern auch das Bier und ein Päckchen Kaugummi. Tzja, manchmal täuscht man sich eben und dann ist man irgendwie erleichtert.
Doch es dauert 5-10 Minuten, bis man wieder zur Ruhe kommt.
Ein Kunde hat in der Getränkeabteilung eine Flasche Bier fallen lassen. Kein Problem, kann passieren. Kost' auch nix extra. Aber mal ein Wörtchen sagen. Irgendwas. Aber nein, gar nichts hat er gesagt.
Zum Glück habe ich den Krach gehört und konnte noch relativ schnell reagieren. Oft genug sieht man nur zufällig einen Haufen Scherben und stellt fest, daß das ausgelaufene Bier sich großzügig überall unter der anderen Ware verteilt hat.