Der Füllerdieb
Ein Mann, aus dem Ostblock stammend und in einer Obdachloseneinrichtung gemeldet, gab Leergut ab und holte sich hinter noch einen Becher mit kaltem Kaffee aus dem Kühlregal. Währenddessen hatten wir ihn längst auf dem Monitor der Videoanlage auf dem Blick, denn bei seinem Anblick schrillten alle unsere inneren Alarmglocken.
Als er vom Kühlregal augenscheinlich direkt zur Kasse gehen wollte, atmeten wir schon auf, aber vor dem Regal mit den Schreibwaren blieb er stehen. Nach mehreren Sekunden entschied er sich für einen Füllfederhalter im Wert von 6,99 €, den er kurzerhand in seine Tasche steckte und natürlich auch nicht bezahlen wollte.
Wir empfingen ihn zu dritt am Ausgang und forderten ihn auf, uns nach hinten zu begleiten. Er war zwar friedlich und kooperativ – zumindest soweit er konnte. Von seinem Ausweis, so es denn seiner war, hatte er nur eine zu großen Teilen nicht zu entziffernde Fotokopie dabei. Aber darum durfte sich etwas später die herbeigerufene Polizei kümmern …
Auch mit dem Wissen, dass es oft nichts bringt, schon gar nicht bei jemandem, der ohnehin schon ganz unten ist und nichts mehr zu verlieren hat, "muss" ich diese Anzeigen einfach schreiben. Sich beklauen zu lassen und gar nichts zu unternehmen und die Leute nur rauszuwerfen, würde sich wie eine Kapitulation anfühlen.
Als er vom Kühlregal augenscheinlich direkt zur Kasse gehen wollte, atmeten wir schon auf, aber vor dem Regal mit den Schreibwaren blieb er stehen. Nach mehreren Sekunden entschied er sich für einen Füllfederhalter im Wert von 6,99 €, den er kurzerhand in seine Tasche steckte und natürlich auch nicht bezahlen wollte.
Wir empfingen ihn zu dritt am Ausgang und forderten ihn auf, uns nach hinten zu begleiten. Er war zwar friedlich und kooperativ – zumindest soweit er konnte. Von seinem Ausweis, so es denn seiner war, hatte er nur eine zu großen Teilen nicht zu entziffernde Fotokopie dabei. Aber darum durfte sich etwas später die herbeigerufene Polizei kümmern …
Auch mit dem Wissen, dass es oft nichts bringt, schon gar nicht bei jemandem, der ohnehin schon ganz unten ist und nichts mehr zu verlieren hat, "muss" ich diese Anzeigen einfach schreiben. Sich beklauen zu lassen und gar nichts zu unternehmen und die Leute nur rauszuwerfen, würde sich wie eine Kapitulation anfühlen.










