Vor knapp einem Monat hatte ich nochmal 20 Farbbänder für meine Kassen bestellt. Ein paar Tage später kam mit der Post die Rechnung, auf der die Information "Zahlbar nach Erhalt der Ware" steht. Die Ware war zu dem Zeitpunkt hier noch nicht eingetroffen und so wartete ich erstmal noch ein paar Tage ab.
Es kam aber auch in den folgenden Tagen keine Ware und so schrieb ich dann nach rund zwei Wochen den Händler an und erkundigte mich, ob irgendetwas beim Versand schiefgelaufen sein könnte. Immerhin hätte ich die Rechnung schon eine Weile hier liegen und außerdem bräuchte ich die Farbbänder inzwischen relativ dringend. Keine Reaktion.
Eine gute Woche nach meiner Mail bekam ich eine Mahnung zugeschickt, woraufhin ich beim Händler anrief und erklärte, dass ich natürlich sofort bezahlen würde, aber bislang noch nicht ein einziges Farbband hier eingetroffen sei. Ich bat darum, zu prüfen, ob die Ware möglicherweise beim Versand verlorengegangen sei oder, man soll ja niemals nie sagen, ob sie vielleicht hier tatsächlich schon zugestellt wurde und irgendeiner meiner Mitarbeiter den Karton ohne Kommentar irgendwo im Lager versteckt verstaut hat. Es stellte sich heraus, dass die Farbbänder gar nicht versendet wurden und der Händler sagte mir zu, dass dies umgehend erledigt wird. Klappte auch wunderbar, schon am nächsten Tag kam hier ein Karton mit 20 Farbbändern an.
Tzja – leider die falschen.
Also geht's wieder hin und her. Mal gucken, welches Ereignis zuerst eintritt: Die Lieferung der richtigen Farbbänder für meine Kasse oder das Gemaule der Kunden wegen nicht mehr lesbarer Kassenbons…
Am Wochenende mal wieder mit der blauen Beleuchtung herumexperimentiert, die hier am Samstag den Laden in das gewohnte Schummerlicht versetzen soll: Über Nacht hatten wir einfach mal eine der blauen Röhren hinter das abgeklebte Schaufenster gelegt.
War nun kein überragender Effekt, aber die strahlende Lauchzwiebel auf dem Bild sah schon witzig aus.
Aus mehreren Flaschen Shampoo, Krabben, Kuchen, Cola, Frikadellen, Kaffee und noch ein paar Kleinigkeiten mehr bestand der Inhalt des Rucksacks, den ein Typ hier aus dem Laden tragen wollte.
Der Haken an der Sache war, dass die Waren mir gehörten.
"Was ist das für eine Pizza?", wollte ich von meiner Kollegin wissen, die genüsslich mampfte. Mir kam keine Tiefkühlpizza in den Sinn, die so belegt ist. Vor allem die kleinen Salamischeibchen irritierten mich ziemlich.
An der Kasse staute es sich etwas, was vor allem daran lag, dass jeder zweite Kunde umständlich sein Kleingeld zusammensuchte, was wiederum jeden Bezahlvorgang unnötig in die Länge zog. Eine Kundin in der Schlange regte sich darüber lautstark auf und hackte dabei vor allem auf meiner Mitarbeiterin herum: "Ich hab' keine Zeit, muss das so lange dauern?! Warum geht das nicht schneller bei Ihnen?!"
Als die Kundin selber dran war, setzte sie ebenfalls sehr erfolgreich die Reihe der Kleingeldzusammensucher fort. Diese Steilvorlage ließ sich meine Kassiererin nicht nehmen, griff den bereits auf dem Kassentisch liegenden Geldschein, verbuchte diesen in der Kasse und legte der Kundin das Wechselgeld neben ihre gerade in dem Moment mühsam zusammengesuchten Münzen. Sie wollte sich gerade beschweren ("Ich hab' doch noch Kleingeld!"), als meine Mitarbeiterin entgegnete: "Schnell – oder gar nicht."
Es ist soooooooo klar: Wir haben Samstag und der mechanische Kollege aus der Leergutannahme zickt herum. Und dann ausgerechnet heute, wo wir so ausgesprochen knapp besetzt sind.
Jens hat mir diese beiden Fotos von SPAR-Märkten in Italien zukommen lassen. Der erste befindet sich in Trento und der zweite ist in Verona zu finden. Ich möchte auch so einen beeindruckenden Eingang vor meinem Laden haben.
Eine Kundin reklamierte original "tesa"-Paketklebeband, das sie hier gekauft hatte. Als mir mein Mitarbeiter davon berichtete, war ich schon sehr erstaunt. Mit dem tesa-Band habe ich ausschließlich gute Erfahrungen (6,5 Jahre Onlineshop…) gemacht, aber dieses hier würde ständig reißen.
Die Kundin machte gleich Stress: Sie hätte es eilig, da sie gerade beim Umzug seien und sie hätte keine Zeit sich mit dem immer reißenden Klebeband herumzuärgern. Ich schaffte es nur mühsam, das Zeugs mit bloßen Händen durchzureißen. Kein Mangel war zu erkennen.
Es kann natürlich sein, dass die ersten Wicklungen auf der Rolle aus irgendeinem Grund am Rand beschädigt waren. Dann passiert es durchaus, dass einem das Klebeband nach jeder Wicklung abreißt. Über diesen Zustand war diese Rolle offenbar hinaus und darum sah ich überhaupt nicht ein, irgendetwas umzutauschen oder zurückzunehmen.
Sie war so erfreut, dass es nun doch funktionierte, dass sie mir die Rolle vor die Füße warf und aus dem Laden rannte…
"Chemie ist, wenn es knallt und stinkt", ist der zweite Teil eines ewig alten Schulspruches. Bei mir trifft diese Weisheit aber auch für die Elektrik zu.
Und so hat ein weiteres Vorschaltgerät seinen Weg in die ewigen Jagdgründe gefunden. Der Elektriker repariert gerade…
Vielen Dank an Michael, der diesen modernen SPAR-Markt im Salzburger Hauptbahnhof (der derzeit und noch bis 2014 umgebaut wird) entdeckt hat. Vielen Dank dafür.