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Weitere drei Monate...

Ein weiteres gruseliges Zeugnis dafür, wie schnell die Zeit verrinnt: Im Sommer hatte ich intensiv an meinem "SPAR-Buch" gearbeitet, ein kleines Rabattheftchen für meine Kunden. Eigentlich sollten die Hefte auch längst gedruckt sein, aber die Druckerei hat sich nie wieder gemeldet. Inzwischen sind wieder über drei Monaten vergangen und ich bin noch kein Stück weiter.

Bitte überhäuft mich jetzt nicht mit Kontakmöglichkeiten und Angeboten. Druckereien gibt es genug und ich werde mir selber eine raussuchen. Derzeit muss ich die Prioritäten einfach nur anders setzen.

Pesto

Viele Dinge sind bei mir im Laden vermutlich etwas unkonventionell und vor allem gegen alle Regeln eines "psychologisch korrekt" geplanten Supermarktes platziert.
So gibt es hier z.B. kein "Diät-Regal", sondern die Produkte sind immer jeweils bei den entsprechenden "herkömmlichen" Produkten untergebracht. Viele Dinge stehen an verschiedenen Stellen, teilweise nach Lieferanten sortiert. Die "Walker's"-Chips aus dem Onlineshop stehen z.B. auch im Laden – aber weit ab vom normalen Chipsregal, da es einfach nicht gepasst hätte. Ach, eigentlich wollte ich etwas ganz anderes schreiben...

Eine Herausforderung ist es immer, wenn Kunden nach Pesto fragen. Pesto findet man bei mir nämlich in insgesamt vier verschiedenen Regalen. Einmal in unserem Regal mit Länderspezialitäten, dann in zwei Bio-Regalen und schließlich natürlich auch noch bei den herkömmlichen Saucen/Würzmitteln. Insgesamt von 7 Marken mit 21 Sorten. Da passt der Spruch mit der Qual der Wahl wider ganz gut.

Einwegrasierer

Ein junger Mann suchte Einwegrasierer. Nicht in den handelsüblichen kleinen Tütchen mit ein paar Stück Inhalt, sondern gleich einen ganzen Karton. Von Wilkinson gibt es sowas z.B. in einer Einheit mit 100 Rasierern.

Zu medizinischen Zwecken kann ich den Einsatz der Rasierer ja noch nachvollziehen, aber warum man sowas für sich privat sucht, verstehe ich nicht. Einwegrasierer mögen im ersten Moment deutlich günstiger sein als Markenklingen – aber deren Haltbarkeit in Kombination mit dem erhöhten Komfort macht einen großen Teil des Preises wieder wett. Zumindest empfinde ich das so. Ich habe es nie genau protokolliert, aber grob geschätzt hält bei mir eine Wilkinson-Quattro-Klinge bestimmt drei Monate. Da relativiert sich der Anschaffungspreis der Klingen nämlich wieder.

Urinal-Leiden, Teil 2

Das Urinal, die Wasserverschwendung, die schmerzende Hand, die Idee, das Designerstück – mach' es zu deinem Projekt.

Es gab hier beim Hornbach keine andere (günstigerere) Armatur mehr, so ist es dann ein recht hübsches Stück von Schell geworden. Wenn ich jetzt noch irgendwo meine Rolle Teflonband finde, kann's losgehen.


Urinal-Leiden, Teil 1

So sah es in den letzten Jahren bei uns in der Herrentoilette aus: Am Urinal befand sich ein ganz gewöhnlicher Absperrhahn zum drehen. Da immer wieder Leute den Hahn nicht oder nur unvollständig zugedreht haben, hängte ich irgendwann das Schild obendrüber. Mit mäßigem Erfolg. Inzwischen ist die Spindel im Absperrhahn dermaßen schwergängig, dass ich beschlossen habe, die ganze Einheit auszutauschen.
Zweckmäßigerweise gegen eine Armatur speziell für Urinale, die nach dem Betätigen nur eine kleine Wassermenge durchlässt und selbsttätig den Fluss wieder unterbricht.


Weihnachtsdeko reloaded

Unserer Weihnachtsdeko haben wir heute noch einen "draufgesetzt". Ich hatte nämlich vor längerer Zeit mal Weihnachtskugeln aus Pappe bestellt. In gold, rot und blau glänzend und in verschiedenen Größen.

Wenn man direkt von vorne auf die "Kugeln" guckt, fällt im ersten Moment gar nicht auf, dass sie nur "zweidimensional" (Die Dicke der Pappe bitte ich in diesem Fall zu vernachlässigen.) sind, da die ausgestanzten Sterne so geformt sind, als würden sie auf der Oberfläche einer Kugel liegen.

Das reicht dann aber auch an Dekoration. :-)


Hmm

Zwei junge Männer auf dem Weg durch den Laden. Ich habe nicht mitbekommen, um was es gingt, es hörte sich unter anderem wie ein deutlich betontes "Scheißladen" an.

Vielleicht sprachen sie ja auch gar nicht von meinem Laden hier. Irgendwie mochte ich das auch nicht hinterfragen – und nun killt mich die Neugierde.

Nicht lernfähig

Ein Kunde hat gestern seine ec-Karte bei mir im Laden verloren. Mitten im Laden in einem der Hauptgänge lag sie leuchtend blau auf dem Boden. Noch bevor wir den Kunden über seine Bank darüber informieren konnten, kam er heute Morgen aber schon ganz besorgt auf uns zu: "Ich habe gestern meine Bankkarte verloren, muss mir aus der Hosentasche gefallen sein. Ist die hier aufgetaucht?"

Ich übergab sie ihm und der Mann stopfte die Karte mitsamt etwas Kleingeld direkt wieder in seine Gesäßtasche...

Vollgeparkt

Der Fahrer eines Lieferanten quälte sich bei uns auf den vollgeparkten Hof und fluchte beim Aussteigen aus seinem Lieferwagen über die Besucher der Moschee: "Beten können die. Sollen mal lieber einparken lernen."

Wäre nicht lustig, wenn er nicht selber Türke wäre. :-)

Mit D-Mark zahlen: Wir, die Nachahmer...

Bei realkommastrich kann man in dieser Woche mit D-Mark bezahlen. Für die Aktion haben sie eine riesige Werbetrommel gerührt, heute Vormittag lief hier in Bremen auf mindestens einem Radiosender ständig ein kurzer real-Werbespot, in dem für die Aktion geworben wird.

Und was passiert? Ein Kunde sieht mein Plakat, das hier im Laden darauf hinweist, dass man hier auch mit der alten Währung bezahlen kann und bemängelt, dass es ja typisch sei, dass immer alles gleich nachgemacht werden würde. Kaum könne man bei dem einen mit D-Mark zahlen, würden die anderen nachziehen.

Ja, genau. Jetzt ganz neu bei mir...

Fensterkunst mit Sparlogo

Andreas hat mich auf ein "Kunst-Fenster" der Zeppelin Universität am Bodensee hingewiesen, das von der schwedischen Künstlerin Gunilla Klingberg gestaltet wurde:
"Ihr Werk Brand New View wurde für die südliche Fensterfront konzipiert und verwandelt aus dem Wirtschaftsleben entlehnte Formen und Zeichen, Logos von Billigdiscountern zu ekstatischen und verführerischen Strukturen."
Ob SPAR nun ein "Billigdiscounter" ist, sei mal dahingestellt. Die Idee mit den Logos ist trotzdem originell. Hier sind übrigens noch zwei Fotos von dem Kunstwerk zu sehen.


Weihnachtsdeko 2009

Seit ich diesen Laden habe, hängen wir Jahr für Jahr am Totensonntag die Weihnachtsdekoration auf. So auch gestern wieder.
Wir haben uns nicht nur darüber erschrocken, wie schnell mal wieder ein ganzes Jahr vorübergegangen ist. Und nicht nur das: Die Jahre rasen regelrecht an einem vorbei. Diese Deko benutzen wir inzwischen sogar schon zum vierten Mal. Der eine oder andere Leser wird sich evtl. noch an das Zeitraffer-Filmchen erinnern, das ich vor drei Jahren ganz stolz vom Aufbau gemacht habe.