Wir haben eben um kurz vor sechs Uhr Ware von einem kleineren Lieferanten bekommen. Parallel dazu kam meine Mitarbeiteren rein, die für die Frühschicht geplant ist und um 5:59 Uhr konnte ich erst wieder abschließen. Das musste ich aber auch tun, zumal wir noch eine Kasse zählen mussten und im ganzen Laden auch noch kein Licht eingeschaltet war.
Dem vor der Tür wartenden Kunden sagte ich, dass er noch eben einen kleinen Moment warten muss. Er ermahnte mich nur:
"Eine Minute!"
"
Wir beeilen uns", sagte ich und bevor ich die Tür zunächst wieder zuschließen konnte, zeigte er auf das Schild mit unseren Öffnungzeiten:
"Da steht sechs Uhr. Ich muss auch zur Arbeit."
Während wir noch dabei waren, die Kasse einzuzählen, klingelte plötzlich das Telefon. Zeitgleich hielt sich der Mann vor der Tür sein Handy ans Ohr.
Ich habe das Klingeln einfach mal ignoriert, bin nicht rangegangen und habe mit den Vorbereitungen für einen neuen Arbeitstag weitergemacht.
Sonst wäre es ja noch später geworden.
Wie froh war ich, endlich eine Alternativbezeichnung für die Farbbänder gefunden zu haben, die ich für meine Kassen hier benötige. Und dann sowas: "
Chef, das Farbband passt da gar nicht rein, da fehlt ein Stück."
Tatsächlich. Das Ding ist ca. 3cm zu kurz. Was zum..?
Kurz recherchiert: Ich benötige für meine Kassen nicht die "ERC 32", sondern die "ERC 35"-Kassetten. Super. Da bin ich wohl bei meiner Suche vor ein paar Tagen auf irgendeinen fehlerhaft gepflegten Onlineshop gestoßen. Jetzt habe ich noch 19 Originalverpackte Bänder her stehen, mit denen ich quasi nichts anfangen kann. Werde morgen mal fragen, ob sich sie (trotz B2B) zurückgeben kann.
Sowas aber auch…
E-Mail-Newsletter von "
TomTom". Betreff: "
Platzieren Sie Ihr Gerät, wo Sie es wünschen."
Ich dachte beim ersten Draufgucken, dass da Spam durch den Filter gerutscht war. Die Anbieter irgendwelcher Potenzmittel bezeichnen ein bestimmtes Körperteil ja auch gerne als "Gerät" und diese Betreffzeile hätte 1:1 aus einer solchen Mail stammen können.
...und wie man es kaputtmacht.
Vor ein paar Jahren kam ein Vertreter an, der mir Süßwaren in kleinen Plastikdosen angeboten hat. Dazu gab es einen kleinen (hoch, aber sehr schlank) Drehständer und alle paar Wochen hat er uns 2-3 Kartons mit neuen Töpfchen hereingebracht. Manche Sorten liefen schwächer als andere, aber insgesamt war doch Bewegung im Sortiment.
Letztes Jahr muss es gewesen sein, als der Vertreter ein "Update" wollte. Einen größeren Ständer, mit vielen neuen interessanten Sorten. Der Drehständer war dicker und musste an einen anderen (--> schlechteren) Platz weichen, das neue Sortiment war teurer und spezieller als die Dosen, die wir immer hatten.
Meine Ahnung hat sich nun bestätigt: Alles abgelaufen:
In der Filiale eines großen Bekleidungshauses hier in der Innenstadt werden Ladendiebe nicht dezent im Hintergrund abgefertigt, sondern vor allen anderen Kunden in der Nähe der Kassen. Ich finde das eigentlich gar nicht schlecht, denn die Gefahr, vor möglichen Bekannten bloßgestellt zu werden, dürfte abschreckend wirken – wenn auch erst für für eine mögliche Wiederholungstat.
Hier bei mir im Markt werde ich Ladendiebe aber auch weiterhin mit ins Lager nehmen. Aus dem ganz einfachen Grund, dass mir hinter der Kasse die Fluchtgefahr aufgrund der unmittelbaren Nähe zum Ausgang viel zu groß ist.
Aber man kann ja im Rausgehen noch seinen Mitarbeitern an der Kasse zurufen, dass die Person, die man gerade hinausbegleitet, geklaut und darum hier zukünftig Hausverbot hat.
Pascal hatte folgende Frage:
Hallo, Herr Harste,
es scheint ja, durch Ihren Blog, so zu sein, dass Sie nur am arbeiten sind. Da frage ich mich wohl wie die Essgewohnheiten aussehen.
Da ich Kochazubi bin, kenne ich das mit dem Dauerarbeiten, spät nach Hause kommen und nichts, bzw. kaum essen, ohne unsere Kantine würde ich wohl kaum was essen.
So schlimm ist es gar nicht. Für die einen mag es absolut nicht vorzustellen sein, dass ich hier an manchen Tagen von sechs Uhr morgens und an anderen Tagen bis mitten in der Nacht arbeite, aber mindestens 12 Stunden täglich – aber ich habe mich den Jahren damit arrangiert und gegessen wird nach Bedarf oder wenn es die Zeit zulässt abends warm zu Hause.
Also alles im grünen Bereich.
Auf dem Flaschentisch des Leergutautomaten hatte sich eine Flasche quergestellt und blockierte eine Lichtschranke. "Container 1 voll", lautete die auf dem Display des Gerätes angezeigte Meldung. Der Kunde klingelte:
Ding, dong, dong…
Ich kann leider gerade nicht helfen.
Ding, dong, dong…
Ihr müsst euch leider einen Moment gedulden.
Ding, dong, dong…
Wirklich!
Ding, dong, dong…
Ich beeile mich ja…
Ding, dong, dong…
Aber ich bin hier mit einer Mitarbeiterin alleine und wenn wir beide an der Kasse sitzen, geht es manchmal nicht anders.
Ding, dong, dong…
Vor ein paar Jahren hatten wir mal irgendjemanden immer wieder hier im Laden, der vom Fertigkakao die Strohhalme abgemacht und damit dann fertige Vanillesauce aus dem Kühlregal geschlürft hat. Wir haben nie herausgefunden, wer das war, allerdings ist das auch seit langer Zeit nicht mehr vorgekommen.
Eben habe ich im Vorbeigehen diesen "Frucht-Wölkchen"-Becher gefunden, in dem ein roter Strohhalm steckte:
Mein erste Gedanke: Was für einm Ar… war das denn schon wieder? Dann habe ich den Becher rausgenommen, um ihn zu entsorgen und hielt ein vollkommen einwandfreies "Wölkchen" in der Hand. Mit einem kleinen Werbeaufkleber. Nee, nee, nee…
Christian hat mir geschrieben:
Hi Shopblogger!
Nachdem ich dir ja auch schon Fotos eines SPAR-Marktes aus Indien zugeschickt habe, gibt es auch mal was mehr oder weniger normales. SPAR-Märkte in Irland sind ja nun nicht wirklich aussergewoehnlich.
Aber der hier schon: Niegel-nagel-neu gebaut im Niegel-nagel-neuen Terminal 2 im Flughafen Dublin.
Vielen Dank auch für dieses Foto.
Von einem Institut für Handelsforschung habe ich ein Anschreiben mitsamt vierseitigem Fragebogen bekommen, in dem es ausschließlich um das Thema "Werkzeughandel" geht.
Wie zum Henker haben die ausgerechnet
mich (Anschrift "Neustädter Frischmarkt e.K.") in ihren Verteiler bekommen?
"…als auf den Fotos im Blog",
schrieb mir jemand am Wochenende.
Und:
"Jünger, frischer, schlanker und überhaupt einfach attraktiver.
Jedenfalls am Sa 02.07.11 gegen 1700h, als wir zum Einkauf bei Ihnen von HH nach Bremen gefahren sind.
Nein, ich will in den Blog.
Nein, auch keine Antwort.
Einfach nur zur Kenntnis nehmen.
"
Ich glaube, da fehlt das kleine Wörtchen "nicht" im vorvorletzten Satz. Ich interpretiere das jetzt einfach mal falsch und veröffentliche es doch. Ist ja anonym.
Der junge Mann mit den blauen Adidas-Turnschuhen, der beigefarbenen Hose, dem dunklen Drei-Tage-Bart und etwa gleich langem Haupthaar und schwarzer Brille, der am Samstag um 21:25 Uhr ein paar Tüten Chips und eine Flasche Wein gekauft hat, lege ich nahe, die grüne Blink-LED zeitnah (und gerne diskret) wiederzubringen.
Ansonsten werde ich das als Diebstahl verbuchen und das Video aus unserer Überwachungskamera der Polizei zukommen lassen.
Boah, wir sind hier gerade richtig sauer.
Abzüglich des einen Sets, das ich meiner Onlineshopkundin mit ins Paket legen werde, blieben noch elf Lernkarten-Pakete übrig. Die sind jetzt alle zusammengepackt und mit Paketaufklebern versehen und werden Montag Vormittag auf die Reise gehen. Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an
Sven Müller (lernkarten24.de), dass er noch mehr von den Karten zur Verfügung gestellt hat.
Ich habe gerade gesehen, dass eine der Gewinnerinnen der vor ein paar Tagen verlosten Vokabel-Lernkarten auch gerade bei mir im Onlineshop einen Auftrag offen hat. Die Adresse ist auch in beiden Fällen die selbe.
Einmal Porto gespart.