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Was man tut – und wie es ankommt…

Mitarbeiter kommen zu einer festen Uhrzeit und gehen zu einer festen Uhrzeit. Dazwischen gibt es eine feste Pause. In dieser Pause macht man einfach nichts oder telefoniert, isst etwas, liest in einem Buch oder einer Illustrierten oder beschäftigt sich mit seinem Smartphone. Nach dem Feierabend kann sowieso jeder machen, was er will. Ganz einfach.

Bei mir ist es anders: Ich fange früh an, bin teilweise bis zum späten Abend hier. Freizeit? Pause? Häufig Fehlanzeige. Also beschäftige ich mich zwischendurch mit Pause und Entspannung. Lesen, essen, surfen, mit Freunden reden – was auch immer, ich erledige es irgendwie hier und nicht klar abgegrenzt von meiner "Arbeit".

Eine Erkenntnis, die mir nun nach zwölf Jahren kommt: Vielleicht sollte ich daran etwas ändern. Nicht, weil meine Pausen dadurch entspannender würden, sondern weil mir gerade in letzter Zeit bewusst wird, was Mitarbeiter darüber denken. Wer von 18-24 Uhr arbeitet, sieht nicht unbedingt, dass ich bei seinem Arbeitsbeginn schon seit 12,5 Stunden hier bin. Er nimmt aber wahr, dass ich bei mir im Büro sitze und "nichts" tue – was wiederum zu einer Scheißegalstimmung mutiert: "Chef redet zwei Stunden mit einem Freund und guckt lustige Videos im Internet an, warum soll ich mir dann hier den Buckel krummarbeiten?"

Wäre es sinnvoller, einfach zu gehen auf diese Weise dafür zu sorgen, dass meine Mitarbeiter diese "Faulheit" gar nicht bekommen und sich keine Gedanken darum machen können/müssen?

Gemein ist eigentlich, dass ich das gar nicht als meinen "Fehler" ansehe. Letztendlich müsste ich mich für überhaupt gar nichts rechtfertigen, was ich hier mache. Ich bin der Chef, ich sorge dafür, dass die anderen Arbeit haben und ihr Geld dafür bekommen.

Egal, wie man's macht… Es ist kompliziert.

Scheißhauspapier

Eine ältere Kundin, ich schätze sie auf ca. 80 Jahre, kaufte ein. Begleitet wurde sie dabei von einem jüngeren Mann, der mit ihrem Wunsch "Klosettpapier" nicht viel anfangen konnte.

Sie grantelte: "Scheißhauspapier. Das kennste, oder?"

30. Mai

Heute ist ja der zwölfte Jahrestag der Eröffnung meines SPAR-Marktes hier in der Gastfeldstraße. Erschreckend finde ich gerade, dass mir selber der Termin gar nicht aufgefallen war.

Zelebrieren wir ihn. In einem Jahr feiern wir hier wohl mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit nicht "13 Jahre SPAR".

Böse: Getrocknete Cola

Hier ist nicht nur Cola ausgelaufen, sondern hier ist Cola ausgelaufen, hat sich unter den direkt auf dem Boden stehenden Kisten verteilt, wie man an dem Muster eindeutig erkennen kann, und ist dann angetrocknet.

Das sind die Momente, in denen Saubermachen zur Herausforderung mutiert. Ein Tipp dazu: Wasser drauf und erstmal eine ganze Weile einwirken lassen.


War doch angeschlossen?!

Langsam könnte ich mit den Fahrrädern hier aus dem Stadtteil schon fast eine eigene Kategorie füllen. So wie mit diesem Exemplar, das in weniger als einer Minute Fußmarsch hier vom Laden entfernt zu finden war. Das Fahrrad war schon etwas älter, das Kabelschloss, mit dem es an dem kleinen Poller "angeschlossen" war, dafür umso massiver.

Und dann wundern sich die Leute, wenn ihr Fahrrad geklaut wurde. "Ich hatte das doch sogar angeschlossen?!"


Sie mag Automaten nicht

Eine Kundin stand vor dem Leergutautomaten und versuchte krampfhaft, eine Flasche abzugeben. Sie stopfte die Flasche immer wieder hektisch und gewaltsam in den Annahmeschacht, ständig piepte der Automat verzweifelt und so eilte ich zu ihr, um zu helfen. "Ich mag Automaten nicht", erwiderte die Kundin auf meine Frage, was denn los sei.

Die Flasche trug zwar ein Pfandlogo, war aber von der Frau dermaßen zusammengestaucht worden, dass das Zeichen maschinell im Grunde nicht mehr lesbar war. Nachdem ich ihr das erklärt hatte und während ich das Leergut manuell annahm, moserte die Frau noch lautstark vor sich in: "Ich hasse Automaten."

Auch wenn meiner hin und wieder mal herumzickt – diesmal stand das Problem definitiv vor dem Gerät. :-P

Die Dreijährigen

Drei Jugendliche zwischen 10 und 15 Jahren 2 und 4 Jahren wollten ein paar Getränke kaufen. Leider verwechselten sie den Laden hier mit ihrem Lieblingssandkasten. Süßigkeitentüten wurden hin und her geworfen, sie spielten Fußball mit einer Chipstüte, rannten hin und her durch alle Gänge, schrien herum und benahmen sich insgesamt nicht so, wie ich es auch nur halbwegs von Kunden erwarte.

Erziehung: Thema verfehlt.

Links CLXXI

Paul Watson: Bekenntnisse eines Ökoterroristen

EuGH verwehrt Goldhäschen den Markenschutz

Los Angeles verbietet Plastiktüten

Wie man aus dem Bauchfett den Six-Pack zaubert

Ertrinken sieht nicht nach Ertrinken aus

Wie die Genfood-Lobby Behörden beeinflusst

Defekte Elektrogerät: Oft lohnt die Reparatur

Postillon24 Nachrichten / Ausgabe #1

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Knast für "geangelten" Tiefkühlfisch

Alle Jahre wieder…

…und das sogar wortwörtlich.

Wir haben die Kataloge für die diesjährige Bestellung der Weihnachtssüßwaren und auch schon für die Ostersaison 2013 bekommen. Bestellschluss wie immer: Mitte Juni.

Immer wieder prickelnd, sich bei 30 Grad Außentemperatur mit Lebkuchen und Hohlfiguren beschäftigen zu müssen. :-P

Einen Verkäufer für dumm verkaufen?

Ein bestimmter Wein war ausnahmsweise mal ausverkauft. Wir haben von der Sorte immer relativ viel vorrätig und da ich die Bestellung in der Abteilung grundsätzlich eigenhändig mache, kenne ich die Zahlen und Bestände insgesamt ganz gut und wenn ich "ausnahmsweise mal ausverkauft" schreibe, meine ich das auch so.

Ausgerechnet während dieser Ausnahme beschwerte sich eine Kundin bei einer meiner Mitarbeiterinnen: "Immer ist der ausverkauft, wenn ich den mal haben möchte. Da müssen Sie mal mehr von bestellen. Ich habe keine Lust, immer vergeblich herzukommen."

Flunkerei für mehr Nachdruck, oder was? :-P

Nicht aggressiv!!!

Kurz vor Feierabend: Eine Gruppe aus acht Heranwachsenden benahm sich erwartungsgemäß unangepasst.

Als sie sich aufregten, als sie den Schaden bezahlen sollten, schlug ich vor, die Polizei zu rufen.
"Warum die Polizei?!"

"Weil Ihr aggressiv seid!"
Sie bauten sich vor uns auf.
"Was willscht du? Wir sind nisch aggressiv!!!"
Ihr doch nicht. Tut mir Leid, dass ich das gesagt habe.