Ich teile Ihnen mit, dass ich sehr enttäuscht darüber bin, dass Sie zum dritten Mal den Preis für die Hafermilch angehoben haben. Ich habe sie schon immer mit Freude gekauft und damit einen hervorragenden Kuhmilchersatz gefunden. Da die Hafermilch anscheinend sehr beliebt ist, haben Sie mehrfach den Preis angehoben. Warum?
Leider sehe ich mich nun gezwungen, die Hafermilch in einem anderen Markt zu kaufen, wo sie nach wie vor noch günstig ist! Sehr schade! Ich wohne in der Nachbarschaft, doch nun fahre ich lieber etwas weiter als mich ausnehmen zu lassen!
Meine Antwort lautete nicht "Damit wir mehr Geld verdienen", auch wenn es schon in den Fingern gekitzelt hat. Stattdessen beantwortete ich seine E-Mail wahrheitsgemäß und schickte noch einen Auszug aus der sogenannten Preishistorie in unserem Warenwirtschaftssystem mit:
Sehr geehrter Herr Kunde,
damit ich den Sachverhalt mit den Preisen der Hafermilch prüfen kann, müsste ich wissen, um welchen Artikel es sich genau handelt. Ich habe hier aktuell nur die Bio-Hafermilch der selben Marke in der 1-Liter-Packung vorrätig, um die es sich aber offenbar nicht handeln kann, da dieser Artikel, seit wir ihn ins Sortiment aufgenommen haben, nur ein Mal eine Preiserhöhung bekommen hat. (Am 30. September 2015 von 1,49€ auf 1,59€)
Das ist nun schon einige Wochen her und eine Antwort bekam ich bis heute nicht.
Von etlichen Leuten bekam ich Hinweise auf den Fall mit dem toten Ladendieb, der angeblich vom Filialleiter "totgeprügelt" worden sein soll.
Eigentlich alle wollten meine Meinung dazu wissen.
Nachdem ich nun einige Artikel dazu gelesen habe, kann ich dazu überhaupt keine wirkliche Meinung mehr haben. War es tatsächlich nur ein einfacher Ladendiebstahl oder hat der Typ versucht, den Laden auszurauben? War es ein mutwilliges Zusammenschlagen des gestellten Diebes oder eher eine Affekthandlung aufgrund des Überfalls? War es überhaupt der Filialleiter, denn in einigen Beiträgen ist diese Aussage zwar die Schlagzeile, bleibt aber letztendlich nur als Vermutung stehen. Und was ist dem Toten in den zwei Tagen bis zum Arztbesuch noch alles passiert?
Das Foto zeigt einen kleinen SPAR in Portmarnock (Strand Rd, Portmarnock, Co. Dublin, Irland). Vielen Dank an Blogleser Dietmar, der dabei an mich denken musste und den Laden gleich fotografiert hat.
Dann war da der Kunde, der ständig vier Aufbackbrötchen haben möchte, die wir auf Anfrage dann jeweils extra für ihn einpacken. Bereitet man das ausnahmsweise schon mal vorher vor, kommt er natürlich nicht…
In einer Ecke hier im Lager hatten wir alte Regalteile gelagert. Zwei Meterstücke standen aufgebaut in der Ecke, alle anderen Einzelteile lagen darauf gestapelt. Teilweise alte Sachen, teilweise unbenutzte Neuware. Die Materialien lagen dort, weil man sowas ja "immer mal gebrauchen" kann. Tatsächlich war da wohl über zehn Jahre niemand mehr ernsthaft dran und da ich hier mit der Renovierung sowieso komplett neue Regal(system)e verwenden werde, hatte sich das ohnehin erledigt.
Vor einer Weile sprach mich ein Freund an, ob ich eine Idee hätte, wo er für grobe Lagerzwecke günstig alte Regale bekommen könnte. Hatte ich.
Vielen Dank an Blogleser Andreas Z., der mir dieses Foto eines SPAR in Amsterdam geschickt hat. Den Laden hatten wir hier vor ein paar Jahren zwar schon einmal, aber wenn man schon so eine Rubrik hat, kann man ja auch gleich den Wandel der Zeit protokollieren.
Die größte Inspiration hatten wir gestern im ersten Laden bekommen, einem EDEKA-Markt im Raum Rotenburg/Wümme, der etwa doppelt so groß ist wie mein Markt hier in der Neustadt. Die Getränkeabteilung ist wie ein langgezogenes U aufgebaut, entsprechend auch nur an einer Seite geöffnet. An den Wänden standen höhere Regale, die drei Gondeln in der Mitte waren gerade noch überschaubar.
Da wir hier sehr viele Getränke im Sortiment haben (und auch verkaufen), würde ich die Abteilung am liebsten 1:1 kopieren. Woher ich die drei Meter mehr Platz nehmen soll, die ich dafür bräuchte, weiß ich noch nicht – aber da wird sich schon eine Lösung finden.
Interessanteste Änderung dürfte für uns wirklich sein, dass ich den Durchgang zum "Außengang" vor dem Regal mit Tiernahrung schließen werde. Wir halten das allerdings für nicht weiter problematisch, der sich daraus ergebende Vorteil liegt klar auf der Hand: Wir können mehr Regalfläche schaffen, die wir dringend benötigen.
Nicht für uns geeignet, aber durchaus an dieser Stelle erwähnenswert finde ich dieses Spirituosenregal. Ungewöhnlich war die Vitrine, die auf einem Fachboden aber in voller Länge das Regal durchzog. Bietet aber durchaus den Vorteil, dass man die Ware innerhalb der Vitrine etwas besser thematisch sortieren kann.
Darum ging es mir gerade aber gar nicht, sondern um die obersten beiden Fachböden. Sie sind ohne Hocker oder Leiter nämlich nicht erreichbar. Da stehen allerdings auch im Grunde ausschließlich Artikel jenseits der 40 Euro drauf. Sicherlich keine Produkte, für die man halbstündlich auf die Leiter steigen muss – die aber eine exklusive Sortimentserweiterung darstellen.
Die Säulen der Regale sind übrigens knapp 3m lang und müssen bei solchen Konstruktionen zwingend an der Wand befestigt sein. Also keine Angst, dass da etwas umfallen könnte: