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Harste goes EDEKA

Ohne die SPAR würde es meine Firma und meinen Laden hier an diesem Standort in der Gastfeldstraße wohl nicht geben. Die SPAR, genauer: unsere ehemalige SPAR-Großhandlung, hat mir nichts geschenkt. Überhaupt nichts. Aber sie kamen nach Empfehlung eines anderen Einzelhändlers im Rahmen der Suche nach neuen Ladenbetreibern auf mich zu und haben mir zumindest den Weg geebnet und mich viel beratend unterstützt. Das ist der Grund, warum mir die SPAR und das Logo mit der Tanne bislang immer so enorm wichtig waren. Es ist eine Erinnerung.

Und genau das hat mir vor einer Weile auch der Betriebsberater unserer EDEKA-Großhandlung gesagt: Mein Dank und meine Anerkennung in allen Ehren – aber es ist niemand mehr da, der das zu schätzen weiß. Es interessiert keinen mehr. Unsere ehemalige SPAR-Großhandlung gibt es nicht mehr. Die Leute sind weg. Entweder in Rente oder von der EDEKA übernommen.

Das ganze Hin und Her mit unserem ehemaligen Vermieter und den sich daraus ergebenden Verzögerungen mit den Mietverträgen ist der Hauptgrund für den Investitionsstau, der hier in den letzten Jahren inzwischen entstanden ist. Ich wollte einfach nicht eine größere Summe in die Ladenausstattung investieren, ohne zu wissen, ob und wie es hier weitergeht.

In der Zeit, die seitdem vergangen ist, konnte ich viel nachdenken: Möchte ich an der Marke SPAR festhalten? Ist das letztendlich nur noch eine Sache in meinem Kopf? Interessiert die Kunden das überhaupt? Also: Interessiert es die Kunden ernsthaft? Wäre es nicht sinnvoller, von der ganzen Werbung der EDEKA zu profitieren? Der großen Bekanntheit? Mit der vielleicht auch Kunden hier in den Laden kommen könnten, die mit "SPAR" nicht so viel anfangen können? Harste bleibt Harste. Die Mitarbeiter bleiben auch. Es ändert sich ja eigentlich nichts. Oder doch? Doch! Es wird für die Kunden sogar besser, da wir die günstigeren Preise der EDEKA mitmachen können.

Wenn ich jetzt hier ohnehin alles neu mache(n) möchte, wäre es dann nicht nur konsequent, diesen Schritt auch zu tun? Ich habe noch niemanden getroffen, auch ehemalige SPAR-Einzelhändler, der mir von diesem Schritt abgeraten hätte. Alle sind begeistert und niemand kann mein bisheriges Nicht-Umflaggen-Wollen nachvollziehen. "Mach das bloß, so schnell du kannst. Ist doch nur gut für dich!", habe ich erst letzte Woche wieder von einem Einzelhändlerkollegen zu hören bekommen.

Ich habe lange gezögert, wie ich mit der "feindlichen Übernahme" damals umgehen sollte. Es fühlte sich so übergebügelt an. Ich war SPAR-Kaufmann und wollte mit blau-gelb nichts zu tun haben.

Und wisst ihr was? Inzwischen freue ich mich darauf. :-)

Müllentsorgung

Ein Kunde gab Leergut ab. Aus seiner Sporttasche holte er etliche Flaschen und Dosen heraus, die er nach und nach in den Automaten stopfte. Anschließend nahm er noch eine Tüte voller gemischtem Hausmüll und versenkte sie in unserem aufgestellten Müllsack vor dem Automaten.

Ist jetzt für uns kein Beinbruch und verursacht auch keine allzu großen Kosten, die Tüte im meinem Großmüllbehälter mit zu entsorgen. Trotzdem ist so ein Verhalten echt asozial.

Sofortbilder von mir und der Kamera

Kleines Abschiedsgeschenk vom Kamerateam: Zwei kleine Sofortbilder, die für die Einleitung des Fernsehbeitrags verwendet werden sollen. Ich weiß gar nicht, ob es bis heute überhaupt jemals ein Sofortbild von mir gab. :-)

Der Beitrag wird wohl in ca. zwei Wochen gesendet werden. Hoffentlich denke ich daran, ihn anzugucken oder sogar aus der Mediathek zu ziehen und euch –natürlich– auch rechtzeitig darauf hinzuweisen.


Uhrenvergleich

Was mir gerade beim Betrachten des letzten Fotos aufgefallen ist: Die Uhr in meinem Handy geht ja absolut genau. Die Funkuhr hier im Laden (Wie viele Supermärkte kennt ihr, in denen eine Uhr hängt?) zeigt 16:15:02 Uhr an und auch das Foto ist laut EXIF-Daten um 16:15:02 Uhr entstanden. Braves Lumia*. :-)

(*) Ja, immer noch. Fast zwei Jahre schon und ich will kein Handy mehr mit einem angebissenen Apfel haben!


Ein Foto machen…

Für den Fernsehbeitrag wollte der Redakteur gerne noch ein paar Bilder haben, wie ich für einen hypothetischen Blogeintrag ein paar Bilder im Laden mache. "Brauchst nicht auf den Auslöser zu drücken, das soll ja nur so aussehen" – das hat mich dann aber nicht davon abgehalten, doch draufzudrücken.

Huhu. :-)


Buten & Binnen

Momentan sitze ich hier am Rechner, um ein bisschen Material zu liefern, das wir mit der Kamera aufnehmen können, um zu zeigen, wie ich einen Blogeintrag schreibe.

Das dazugehörige Foto kommt später, dafür war jetzt gerade keine Zeit. Ist schon komisch, hier zu sitzen und vier drei Leute gucken einem dabei zu… :-)

[…]

Da die Zeit für diesen Beitrag nicht ausreicht, muss ich jetzt doch noch weiter schreiben. Es kitzelt ja in den Fingern, das Foto zu machen, aber ich soll hier sitzen und schreiben. Wenn ihr also den Beitrag irgendwann im Fernsehen betrachten könnt, dann denkt an mich. Das sind diese Zeilen, die ich gerade schreibe, als ich so leicht grinsend mit dem Blick zwischen Monitor und Tastatur wechsle und dabei totaaaaal konzentriert auf den Bildschirm gucke.

An dieser Stelle kommt eine kleine Kamerafahrt auf einem meiner Bürostühle. Sollte das irgendwie ruckeln, liegt das an den ollen Rollen. Aber ich glaube, dass das rausgeschnitten wird. Die Rollen sind einfach zu unrund, buchstäblich…

Ist schon seltsam, hier zu schreiben. Des Schreibens wegen. Die Kunst der Kunst wegen, wie bei MGM. Ihr kennt das ja…

[…]

Nun steht der Mann mit der Kamera hinter mir. Ich fühle mich verfolgt.

Hah! Das war wohl inspirierend. Nun steht die Kamera neben mir. BLOSS nicht bewegen!!! Genau neben mir und guckt zu, was ich hier schreibe. Das ist schon echt seltsam. Als Blogger ist man wohl automatisch leicht exhibitionistisch veranlagt. :-)


Fernsehtermin

Gerade einen Anruf bekommen, dass die Fernsehleute wohl so gegen 15:15 Uhr hier im Markt sein werden. Obwohl das nun wirklich nicht der erste Termin dieser Art für mich ist, bin ich doch irgendwie immer wieder nervös. :-)

Schnee? Salz!

Als ich bei meiner Halle ankam, staunte ich etwas: "Wieso liegt hier noch Schnee?", dachte ich zuerst und kam dann aber ganz schnell darauf, dass der vermeintliche Schnee Unmengen an Streusalz waren, die offenbar mein beauftragter Winterdienst dort hinterlassen hat – gemäß dem Motto "viel hilft viel"… Aber das ist doch schon etwas arg übertrieben.

Werde ich gleich mal weiterleiten. :-O


Fernsehschnieftermin

Heute ist ja der angekündigte Termin von Radio Bremen Fernsehen für den "Shopblogger"-Bericht auf Buten & Binnen. Ich mag den Termin ja nicht noch mal verschieben, schon gar nicht so kurzfristig. Aber nachdem ich in den letzten Tagen viele Stunden bei Nässe und Kälte mit schwerer Arbeit im Garten verbracht habe, hat mich meine Erkältung wieder eingeholt. Ich fühl mich ganz matschig, die Nase ist zu und meine Stimme ist auch schon wieder auf Abwegen.

Aber jetzt zieh ich das durch, wenn auch ziemlich näselnd.

Umtauschgrund: passt nicht

Ein Mitarbeiter kam mit einem Kassenbon von einem Umtausch zu mir ins Büro. Er fand die Kombination "Damenbinden" und "passt nicht" amüsant und verbloggenswert. Gekauft hatte die Binden ursprünglich ein Mann für eine Bekannte. Gut, da kann sowas mal passieren…

Das hat mich an eine kleine Anekdote aus meiner Ausbildung erinnert. Ich könnte zwar schwören, dass ich die Geschichte hier schon mal festgehalten habe – aber ich finde bei keinem der möglichen Suchbegriffe einen Treffer. Also:
Unsere Leergutannahme war damals noch komplett manuell und an der Tür zwischen Laden und Lager eingerichtet. An der Leergutkasse haben sich nicht nur Kunden mit Leergut angestellt, sondern auch sämtliche Serviceleistungen wickelten wir dort ab, unter anderem auch Umtäusche und Reklamationen.
Ich hatte damals gerade eine recht lange Schlange dort stehen und hinter den nächsten drei Kunden mit Leergut wartete eine Frau mittleren Alters mit einer Packung Damenbinden in der Hand. Während ich die Flaschen wegsortierte, versuchte ich mir irgendeinen Spruch auszudenken, um den (erwarteten) Umtausch etwas mit Smalltalk aufzulockern. Aus irgendeinem Grund hatte ich es aber geschafft, im Kopf aus den Binden ein Paket Babywindeln zu machen.

Die Kundin war dran, sagte, dass sie die Binden umtauschen möchte und ich versuchte es mit einem lockeren Spruch: "Passen die nicht?"

Die Frau guckte mich mit einem frostigen Blick an und ich wünschte mir damals, dass sich der Boden im Lager spontan auftut. Tat er aber nicht und so füllte ich den Gutschrift-Beleg aus, drückte der Frau den Zettel in die Hand mit einem knappen Bitteschön in die Hand. Sie nahm ihn und stampfte davon.
Das war bis heute eigentlich die peinlichste / unangenehmste Geschichte, die ich aus meiner Zeit im Einzelhandel zu erzählen hatte. Und dann kommt eine Frau daher und tauscht Binden um, weil sie nicht passen. Da war meine Frage vor über 20 Jahren ja durchaus legitim gewesen. :-D


Talkrunde

Von einer Szenekneipe hier in Bremen wurde ich vor allem in meiner Rolle als Blogger zu einer Talkrunde eingeladen. Finde ich wirklich nett, dass sie an mich gedacht haben, aber die Veranstaltung kollidiert mit einem wichtigen privaten Termin, der dann doch Priorität hatte.

Erst so, dann so…

Vor rund drei Jahren hatte ich eine Aushilfskraft eingestellt. Wir haben uns damals mit dem Bewerber zu in einem langen Gespräch getroffen und in Abwägung seiner Möglichkeiten und meiner Ansprüche habe ich eine komplett neue Stelle geschaffen, die ihm regelrecht auf den Leib geschneidert war, wie man so schön sagt. (Hallo, welcher Arbeitgeber macht sowas?)

Nach nicht einmal einem halben Jahr kündigte er wieder. Da war plötzlich von ihm die Rede davon, dass er hier angeblich von mehreren Mitarbeitern gemobbt worden wäre und dass das ja schon kein Kavaliersdelikt mehr sei und dass ich da zu handeln hätte und dass hier sowieso alles ganz, ganz schlimm wäre. Was ja auch der Grund dafür wäre, dass hier so viele Mitarbeiter schnellstmöglich wieder kündigen würden. (Aha?) Dann hat er mir noch (allerdings fehlerhaft) seine noch abzurechnenden Stunden vorgelegt und direkt mit dem Gang zum Arbeitsgericht gedroht, falls ich das nicht umgehend und sauber abrechnen würde.

Ich blieb in der ganzen Zeit so gelassen wie möglich und bemühte mich, einfach nur alles sauber abzuwickeln. Was ich dem Typen angetan haben soll, dass ich mir solche (meiner Meinung nach unberechtigten) Vorwürfe, die teilweise auch ganz schön unter die Gürtellinie gingen, anhören musste, weiß ich bis heute nicht.

Was ich weiß, möchte ich euch aber gerne sagen: Durch solch beklopptes Verhalten verschwindet meine Motivation, fremden Menschen etwas Gutes zu tun, ohne eine unmittelbare Gegenleistung dafür zu bekommen.