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Ein Frauenbild, das dem Westen entspricht

Vor ein paar Wochen habe ich eine junge Frau eingestellt. Ihre Eltern kommen aus einem arabischen Staat in Nordafrika. Sie ist in Deutschland geboren, in Deutschland aufgewachen, hat einen deutschen Pass, spricht akzentfrei Deutsch, hat die grammatikalisch beste Bewerbungs-Email-geschickt und darf sich mit ihrem Schulabschluss in einer Fachhochschule einschreiben. Einzig die Tatsache, dass sie ein Kopftuch trägt, macht sie als Muslimin nach außen hin erkennbar. Nun trägt sie aber kein altbackenes Tuch im Blumentapeten-Design der 60er-Jahre mit "Scheuklappen" neben den Augen, sondern ein schlichtes Tuch in schwarz, was sie eng wie ein Piratentuch trägt. Das sieht relativ modern aus und ich empfinde es auch nicht als störend – nichtmal für den Dienst an der Kasse.

Heute kamen diese beiden Briefe bei uns an. Den oberen habe ich zuerst gelesen und dass ich zunächst nichtmal sicher war, ob das nun Ernst oder Spaß war, wird sicherlich der eine oder anderen von euch verstehen. Nachdem ich auch das Schreiben aus Findorff in der Hand hielt, war ich mir ob der ernsten Absichten der Absender sicher.

Dem oder den Kunden, der/die diese Schreiben verfasst hat/haben, wünsche ich eine schöne Zukunft ohne mein Geschäft. Ich werde damit schon klarkommen, versprochen. Wir haben hier (vor allem auch im Umfeld meines Marktes in der Neustadt) tagtäglich die Problematik mit rücksichtslosen, gewalttätigen, provozierenden und diebischen Ausländern vor Augen. Der größte Teil davon sind nunmal Muslime. Das sind keine Vorurteile, sondern Tatsachen und deswegen kann man auch gerne islamkritisch sein – aber solche NPD-Parolen, wie sie auf diesen Schreiben zu finden sind, entlocken mir nur ein müdes Lächeln. Das Entsetzen darüber, überhaupt solche Briefe zu bekommen, bleibt dennoch bestehen.

Brief in den Markt in der Gastfeldstraße


Brief in den Markt in der Münchener Straße

Post

Alter Schwede. Hier kamen quasi zeitgleich in meinen Märkten zwei unterschiedliche aber doch inhaltlich im Grunde identische Briefe an. Im ersten Moment dachte ich noch, dass sich da jemand einen Scherz erlaubt hat. Ein Versuch, ins Blog zu kommen. Aber ich bin mir inzwischen ziemlich sicher, dass das absolut ernst gemeint ist. Was nicht heißt, dass der Inhalt ernstzunehmen ist.

Ich muss das mal eben verarbeiten. Später mehr.

Form und Geschmack von Fleischersatz

In Diskussionen rund um die Themen Vegetarismus und Veganismus, wird von den "Gegnern" oft damit argumentiert und teilweise auch provoziert, dass die Anhänger eben jener Ernährungsweisen zwar kein Fleisch essen wollen, die Produkte nach Möglichkeit aber genauso aussehen (und schmecken sollen) wie echte Fleisch- und Wurstwaren.

Ich finde diese Forderung von Vegetariern absolut nachvollziehbar. Natürlich gibt es Leute, die Fleisch einfach geschmacklich nicht mögen. Aber ein großer Teil Vegetarier mag das Aroma und die Gerichte mit und aus Fleisch nunmal und möchte nur oder vor allem deshalb kein Fleisch essen, um die (Massen)Tierhaltung nicht zu unterstützen oder weil sie eben Mitleid mit den Tieren haben. Da ist es doch schön und nachvollziehbar, möglichst originalgetreue Ersatzprodukte zu fordern und zu kaufen.

Das kann ich absolut nachvollziehen und empfinde dies in keiner Weise als "unehrlich" oder "inkonsequent".

Geflutet

Meine Putzfrau wollte sollte im Raum vor meinem Büro den Bodenablauf säubern. Um den "Gulli" richtig durchzuspülen, benutzte sie einen Wasserschlauch.
Wie es bei uns im Laden nunmal so ist, wurde sie zwischendurch von einem Kunden etwas gefragt. Sie steckte das Ende des Schlauchs in den Ablauf und ging mit dem Kunden mit. Von allen unbemerkt rutschte der Schlauch aber vom Wasserdruck getrieben aus dem Gitter heraus und das Wasser strömte mit aller Kraft durch die offenstehende Tür direkt in mein Büro. Obwohl ich am Schreibtisch saß, bemerkte ich das erst, als ein Kollege zu mir kam, der sich aufgrund des platschenden Geräuschs bei jedem Tritt einigermaßen erschrak.

Bilanz: ca. 20 Liter Wasser auf meinem Laminat und unter allen Möbeln verteilt. Das hätt's nicht gebraucht. :-(


SPAR-Märkte in Igls und Rattenberg

Zwei Fotos und eine Mail von Philipp:
Hallo Björn,

während unseres Österreich-Urlaubs habe ich natürlich als aufmerksamer Shopblogger Leser ein paar Sparmärkte gefunden, und natürlich auch fotografiert.

Der erste (Innsbruck-Igls) liegt direkt an einer Kreuzung, und ist recht gut sortiert (Link zu Google Maps).

In dem andern in Rattenberg waren wir nicht drinnen, da wir den erst am Samstag endeckt haben. Tip: Rattenberg ist besuchenswert, es ist ein Zentrum der Glasmanufaktur. und einen Geheimtipp in Rattenberg habe ich auch noch: die Gaststätte "Kanzler Biener". Das Gasthaus gibt es schon vierhundert Jahre, und es gibt dort typisch Tiroler Essen zu gute Preisen, und der Service ist auch Klasse. (Link zu Google Maps)
Vielen Dank für die Fotos.

In unittelbarer Nähe von Igls waren wir im März 2009 auch, aber in der Woche hatte ich natürlich ganz andere Gedanken. :-)

Für die große Ansicht auf das Bild klicken!


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Gummiferkel mit Siegel

Blogleserin Mareike ist über diese Packung Katjes "Fred Ferkel" gestolpert. Natürlich nicht richtig, dafür ist der Kunststoffbeutel wohl zu klein – aber besonders aufgefallen ist ihr das aufgedruckte CMA-Gütesiegel oder der ebenfalls aufgedruckte schwarze Balken, mit dem eben jenes Siegel wieder durchgestrichen worden ist.

Auf den Packungen, die ich hier im Laden habe, ist das Siegel gar nicht mehr drauf. Offenbar hat man es eine Weile verwendet und seit kurzer Zeit nicht mehr. Weiß jemand genaueres darüber?


Coca-Cola und Pombären

Eine Mutter schob ihr knapp 2 Jahre altes Kind im Kinderwagen durch den Laden. Das kleine Mädchen war schon nicht mehr "proper" oder "pummelig", sondern schlicht und einfach fett.

Warum das so sein dürfte, erfuhren wir direkt an der Kasse. Die soeben gekaufte Tüte "Pombären" wurde aufgerissen und dem Mädchen in die Hand gedrückt. Fleißig schaufelte sie sich die Snacks in den Hals. Nachgespült wurde mit einer Flasche Coca-Cola. Nicht light, nicht koffeinfrei, sondern original Coke.

Das ist doch mal ein ausgewogenes und nahrhaftes Frühstück. Gut, ich habe sowas auch schon geschafft, aber ich zu der Zeit war ich 30 Jahre älter als das Kleinkind und ganz allgemein kann ich diese Entscheidung selber treffen. Für das kleine Mädchen wird diese Ernährung vermutlich normal sein oder normal werden. Leider. :-O

Weckdienst

"Weckst du mich Freitag wieder?", erkundigte ich mich bei unserem Getränkelieferanten. "Klar!", antwortete dieser mit rauher Stimme.

Lachend winkte ich ab und verzichtete auf den Anruf.

Einmal nach über elf Jahren verschlafen. Kann ja mal vorkommen. Letztendlich hat's den Geschäftsbetrieb heute Morgen ja auch nur um eine Viertelstunde verzögert. :-)

Links CXXXIV

Gespräche, die ich als Kunde NICHT mit anhören möchte

Ab 2015 gibt es noch eine weitere Mülltonne

Trotz Einschränkungen wird wieder mehr geraucht

Darum ist bei uns der Kaffee eingeschlossen

SPAR in Russland. Früher. Etwas später. Und heute.

Warum Kinder wochenlang Nutellatoast essen dürfen

Negative Kalorien - 15 Lebensmittel, die Fett verbrennen

Wein-Diebstahl: Man muss nur dreist genug sein

EU will ihr Verbot von Legebatterien durchsetzen

Draw a Stickman

Zwiebel-Holzdisplay

Vor ein paar Wochen konnten wir ein Holzdisplay mit mehreren Etagen voller verschiedener Zwiebelsorten bestellen. Inzwischen haben wir es geliefert bekommen und die (doch relativ hochwertigen) Sorten verkaufen sich auch tatsächlich. :-)

Letztendlich ging's mir vor allem um das Holzregal. Darin könnte man nämlich wunderbar, wenn die Zwiebeln und der Knoblauch irgendwann mal abverkauft sind, abgepackte Nüsse unterbringen.


Schwein und Rind

Ein türkischer Kunde sprach eine Kollegin an:
Habt ihr so Tüten, in denen man was einfrieren kann?

Du meinst Gefrierbeutel?

Ja, genau. Die größten, die es gibt.

Wir haben hier momentan nur welche bis 3 Liter Inhalt.

Keine größeren?

Leider nicht. Was willst' denn einfrieren? Ein halbes Schwein?
Eine gedankenverlorene Äußerung, die der Kunde gleich mit Humor beantwortet hat:
Nee. Ein ganzes Rind.
Hmpf. :-)

Labor-Dosen

Diese "Beck's"-Dosen hat ein Kunde als Leergut abgeben wollen. Offenbar befanden sich darin mal ein paar Proben, die erst noch den Weg durch's Labor (und vielleicht auch einen Inbev-Mitarbeiter?) gelaufen sind. Mit der Beschriftung kann ich als Laie natürlich gar nichts anfangen, aber solche Dinge aus dem "Inneren" der Brauerei sieht man ja auch eher selten. :-)


Hallensuche, Zwischenstand

Manchmal geschehen doch echt noch Wunder. Aktuell habe ich nämlich zwei Objekte hier in und um Bremen, die in die nähere Auswahl gekommen sind.

Das erste Objekt ist eine richtige Halle mit Bürotrakt. Freistehend, gepflegt – und liegt fast unmittelbar an einer Strecke, die ich sowieso mindestens einmal pro Woche entlangfahre. Ich hoffe ja inständig, dass das etwas wird.

Das zweite ist preislich zwar interessanter, allerdings 5-10 Autominuten weiter weg und Teil eines größeren Gebäudes, das einer Eigentümergemeinschaft gehört. Das schmälert mein Interesse an der Sache etwas, da man für viele Dinge plötzlich Rechenschaft ablegen muss, bzw. sie gar nicht erst machen kann.

Diese Woche soll ich mehr erfahren. Ich bin gespannt.

Timing

Perfektes Timing ist es, wenn man gerade den letzten Paketaufkleber auf die Shoppakete geklebt hat und keine zehn Sekunden später der Hermes-Fahrer durch die Tür tritt.

Inzwischen habe ich mich ja daran gewöhnt, dass bei ihm das "12-15-Uhr"-Zeitfenster um 11:30 Uhr anfängt. :-)