Es ist schon einige Jahre her, dass ich mich am Tag vor Heiligabend in einen großen Supermarkt gestürzt habe. Überall genervte Menschen und lange Schlangen an allen Kassen.
Von hinten bahnte sich ein Junge den Weg zu den Kassen und blieb artig hinter den Wartenden stehen. Von vorne aus der Schlange fauchte eine Frau, offensichtlich seine Mutter: "Komm hier her!". Sie hatte sich früh mit nur wenigen Artikeln in der Hand in die Schlange gestellt und wollte nun, dass sich ihr Sohn, der noch mit dem Einkaufswagen etwas besorgt hatte, zu ihr durchdrängelte.
Alle Wartenden wurden auf die Lage des Jungen aufmerksam. Er wusste genau, dass man sich nicht vordrängeln darf und er zögerte. Seine Mutter nun lauter: "Komm endlich hier her!". Er bahnte sich dann zögerlich mit rotem Kopf den Weg vorbei an den Wartenden und erntete mehr Mitleid als Aggressionen.
Als er dann endlich vorne bei seiner Mutter ankam, sagte die hinter ihr wartende Kundin so laut, so dass es alle hören konnten:" Sagen Sie mal: Haben Sie keine Augen im Kopf? Das hier ist die Schnellkasse für bis zu 10 Artikel!". Also musste sich die Mutter mitsamt Sohn und Einkaufswagen an das Ende einer anderen Kassenschlange stellen.
Ich habe wieder gesehen, dass man mit etwas Geduld und Rücksicht solchen Konfrontationen entgehen kann. Und nicht nur ich lächelte trotz des Stresses in weihnachtlicher Freude und das Warten war nur noch halb so schlimm.
Zusendung von Hendrik, der diesen kleinen SPAR in Birmingham (genauer: dort im Chinatown, direkt hinter dem Bullring-Centre und der Fußgängerzone) entdeckt hat.
Das Angebot entspricht ungefähr den SevenEleven-Shops, bzw. einem Berliner Spätkauf, aber nicht gerade einem Vollsortimenter.
Nachdem die ganze Werbung für die kommende Woche geplant war, und natürlich unter anderem Fensterplakate für profane Dinge wie Konfitüre, Frischkäse, Saft und Weizenkorn gedruckt waren, fiel uns auf, dass die nächste Woche ja schon die Woche unmittelbar vor Weihnachten ist.
Also doch etwas angemessenere Artikel ins Angebot. Kaffee und Rotkohl zum Beispiel. Heute Abend noch alles neu zu machen, war nun nicht geplant, aber da muss ich jetzt noch durch…
Wenn man in einem Restaurant mehrmals nach der Rechnung gefragt hat, aber niemand kommt zum Abkassieren, darf man einfach gehen. Aber wie sieht das in einem Einzelhandelsgeschäft aus. Dazu hatte Gregor folgende Frage:
Wie lange muss ich denn als Kunde warten, bis mir ein Supermarktangestellter durch seine Anwesenheit die Möglichkeit anbietet zu zahlen?
Heute habe ich mal wieder im örtlichen Penny 15 Minuten mutterseelenallein an der Kasse gestanden, weit und breit kein Mitarbeiter zu sehen. Kein Scherz.
Hätte ich meinen Wagen da rausgeschoben, kein Mensch hätte mich bemerkt.
Irgendwie würde ich mich da nicht direkt als Ladendieb sehen, ich möchte ja gerne bezahlen, kann aber nicht.
Wenn ich mein Auto unverschlossen abstelle und es wird gestohlen habe ich grob fahrlässig gehandelt und die Versicherung hustet mir was.
Wenn mir ein Markt keine Zahlungsmöglichkeit anbietet, was dann?
In einem Restaurant hat man bereits gegessen und das lässt sich auch nicht mehr folgenlos umkehren. In einem Supermarkt kommt schlicht und einfach kein Kaufvertrag zustande und so wäre es natürlich ganz klassischer Ladendiebstahl, die Sachen einfach mitzunehmen. Aber vielleicht sieht das ja der eine oder andere Leser anders. Was meint ihr dazu?
Eine Kollegin war gerade konzentriert damit beschäftigt, ein Regal aufzuräumen und die Bestellung der dort platzierten Produkte aufzuschreiben. Zwei Heranwachsende betraten den Laden und unterhielten sich. Während sie an meiner Mitarbeiterin vorbeigingen, äußerte einer der beiden etwa folgenden Satz:
Beim $mitbeweber wird man ja immer von jedem Mitarbeiter gegrüßt. Voll nervig finde ich das.
Als Konsequenz setzte meine Angestellte ihre Arbeit im Regal einfach fort und tat dabei so, als wenn sie die beiden jungen Männer ignorieren würde.
Hier wird man dagegen gar nicht gegrüßt.
Da mischte sich meine Kollegin ein:
Wolltest du doch auch gar nicht. Gerade eben hast du dich jedenfalls noch lautstark darüber beschwert.
Eine Reaktion gab es keine mehr. Die beiden hielten kurz inne und gingen dann nur noch grinsend weiter.
Es ist November und überall stehen die Weihnachtssachen in den Gängen. Glänzende Kinderaugen betrachten Schokonikoläuse und Eltern erklären ihren Kindern, dass diese schönen Sachen nicht käuflich sind sondern vom Nikolaus, Weihnachtsmann oder Christkind abgeholt und den Kindern gebracht werden. Manche Kinder schauen traurig, andere gespannt und neugierig. Die Eltern sind erleichtert, wenn die Kinder die Geschichte schlucken.
Dazwischen ist ein älterer Herr, der die Haltbarkeitsdaten von Schokoladen überprüft und dann den gesamten Bestand dieser Schokoladensorte in den Wagen packt. Immerhin 6 Kartons. Er erzählt: "Die Schokolade ist so günstig und noch eine Weile haltbar. Im Februar fahren wir in ein Gefängnis und ein Kinderheim nach Rumänien und dort wollen wir den Kindern die Schokoladen schenken. Die kennen sowas gar nicht und bekommen auch nie was geschenkt. Für die ist das der Himmel auf Erden"
Ein älteres Ehepaar an der Kasse hörte das. Der Herr drückte dem anderen Herrn spontan 50€ in die Hand und fragte, was die Kinder sonst noch gebrauchen könnten. Seine Frau lud derweil die Einkäufe ein und drückte einem Mädchen, was mit ihren Eltern an der anderen Kasse stand, spontan eine Tüte Schokobonbons, die sie soeben gekauft hatte, in die Hand.
Der Herr mit den Schokoladenkartons wollte danach noch andere Geschäfte der Kette besuchen um weitere Kartons davon zu kaufen.
Nach wie vor habe ich hier noch einige schöne / lustige / unnötige / brauchbare / sinnfreie […] Sachen von getdigital.dehier stehen.
Damit wir die Artikel endlich mal unter der Leserschaft verteilen können und sich hier gerade die Themen Supermarkt, Weihnachtszeit und seltsame Erlebnisse treffen, habe ich mir folgendes ausgedacht:
Ihr schreibt mir ein Erlebnis in einem Supermarkt (oder irgendeinem anderen Einzelhandelsgeschäft), das euch vorzugsweise in der Weihnachtszeit passiert ist, und räumt mir (logisch, sonst funktioniert es nicht…) das Recht ein, die Story hier zu veröffentlichen.
Danach müssen die Leser entscheiden. Die (Autoren der) Geschichten mit den meisten Kommentaren gewinnen jeweils eines der Gadgets. Der Autor selber darf natürlich jeweils nicht mitkommentieren.
Nach vielem hin und her steht nun fest, dass wir aus organisatorischen Gründen auf der Seite der Technik-Abteilung, welche die Kassen installieren sollte, nicht mehr in diesem Jahr mit neuer Hardware ausgestattet werden.
Der vereinbarte Fixtermin ist der 14. Januar. Beten wir einfach mal gemeinsam, dass in den bevorstehenden 4,5 Wochen nichts Schlimmes passiert und dass wir vor allem an den heißen Tagen unmittelbar vor Weihnachten und natürlich vor allem auch an Silvester keine Kassen ausfallen…
Vor ein paar Tagen haben wir im Lager zwei große Kartons mit "SPAR"-Windrädern gefunden. ich hatte gar nicht mehr auf dem Schirm, wo die einst hergekommen waren, aber Blog sei Dank ließ sich das ja schnell nachschlagen. Och, so lange lagen die hier schon herum?
Aktuell verteilen wir sie an Kunden(kinder) und das dürfte dann das letzte SPAR-Werbematerial sein, das ich hier verteile. Von den SPAR-Werbetrucks mal abgesehen, aber das ist ja nun auch eine ganz andere Baustelle.
Habe jetzt erstmal in der neuen Fritz!Box die Funktion "Anklopfen" deaktiviert. Es gibt für mich kaum etwas Stressigeres, als wenn man in Ruhe telefoniert und plötzlich im Hintergrund jemand dazwischenfunkt.
Mir ist gerade aufgefallen, dass Feuerwerk dieses Jahr wieder einen Tag früher verkauft werden darf. Der 30. Dezember ist ja ein ein Sonntag und so können Böller und Raketen schon ab dem 28.12. erworben werden.