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Bakerman

Die Produkte, die wir tiefgefroren für das Bake-Off-Regal vorrätig halten, tragen unterschiedliche Markennamen. Es gibt welche unserer Eigenmarke "gut & günstig", andere sind aus der hauseigenen Bäckerei Schäfers und dann gibt es noch die Artikel von Bakerman:



Bei dem Namen Bakerman, was ja nun nichts anderes als "Bäcker" bedeutet, muss ich immer unweigerlich an eine Strophe aus dem Lied "The Bells of Notre Dame" aus dem Disneyfilm rund um besagte Kathedrale* denken:

Morning in Paris, the city awakes
To the bells of Notre Dame
The fisherman fishes, the bakerman bakes
To the bells of Notre Dame
Und schon ist der Ohrwurm im Kopf. Bitteschön:



*) PS: Die Geschichte dreht sich vor allem um die Kathedrale und das Leben in Paris, der Glöckner Quasimodo ist im Buch eigentlich nur, im Gegensatz zu sämtlichen Verfilmungen, ein eher beiläufiger Handlungsstrang. Ich habe es letztes Jahr als Hörbuch gehört. Über 20 Stunden, vorgelesen von Oliver Rohrbeck. Oder anders: Klugscheißer Justus Jonas hat einen zwanzigstündigen Vortrag über das alte Paris gehalten. Sehr witzig irgendwie. :-)

SPAR-Markt in Cala Millor / Mallorca

Mal wieder ein SPAR-Markt aus Cala Millor an der Ostküste Mallorcas. Auch in diesem Markt bekommt man die typische Sortierung, also viele Produkte für Touristen, von Strandspielzeug bis Sonnencreme, abgerundet mit einem wenig tiefen Standardsortiment:

Für die große Ansicht auf das Bild klicken!

Akustisch dichtgepflastert!

Ein junger Mann stand vor dem Leergutautomaten und gab einige Flaschen ab. Da ich gerade an unserem Konica-Minolta-Multifunktionsgerät stand und einige Seiten einscannte, bekam ich mit, dass der Automat eine Flasche verweigerte, die er eigentlich nehmen sollte.

"Die sollte er eigentlich nehmen, ich gucke mir das gleich mal an", rief ich ihm aus den wenigen Metern Entfernung zu und eigentlich hätte er es auch hören müssen und selbst wenn er der Sprache nicht mächtig gewesen wäre, so hätte er doch irgendwie reagieren sollen. Noch während ich sprach, zog er seinen Leergutbon, drehte sich um und warf im Weggehen die Flasche, die der Automat zuvor nicht annehmen wollte, achtlos in den Mülleimer. Ich rettete sie zunächst von dort und stellte sie neben die Leergutkasse.

Ein paar Minuten später sah ich, als der Kunde die Kapuze seines Hoodies zurückschlug, dass er darunter noch Kopfhörer trug. Ich vermute, es war keine Sprachbarriere, der Kerl hat mich schlichtweg nicht gehört. Wer sich bewusst dafür entscheidet, keine Kommunikation von außen zuzulassen, wird es mir wohl auch nicht übel nehmen, wenn ich den Pfandwert der Flasche an die Elefanten spende – und so geschah es dann.

Nachbestellt: Honig aus Delmenhorst

Von dem Honig aus Delmenhorst ist inzwischen der Großteil verkauft worden. Beim Imker habe ich gerade nachbestellt, er wird uns die Ware direkt nach Hause bringen und wir schleppen sie dann mit zur Firma. Warum sollte er auch extra für die paar Gläser nach Bremen reinfahren, wenn wir quasi um die Ecke wohnen? :-)

Da er noch keine Lust hatte oder Zeit gefunden hat, die Rechnung zu schreiben, ist die ganze Ware noch nicht bezahlt. Das Geschäftsmodell sollten mal alle Lieferanten einführen, dann füllte sich das eigene Konto noch etwas schneller, hehe. :-P


Loch im PVC-Boden im Kassentisch

Die Firma, die unsere Fußböden im kleinen Büro und im Aufenthaltsraum neu machen wird, kümmert sich in einem Sidequest auch noch um den Fußboden vom Kassentisch.

Warum ITAB in einem Kassentisch, der preislich im oberen vierstelligen Preissegment angeordnet ist, einen hauchdünnen Billig-PVC-Boden einlegt, erschließt sich mir nicht. Die 200 Euro mehr, um da ein massives Zeug mit brauchbarer Nutzschicht anständig einzubringen, bringen da auch keinen mehr um – dafür hätte man länger Spaß damit und nicht nach einiger Zeit Löcher im Boden.
Gut, das ganze Ding ist nun inzwischen auch schon wieder weit über acht Jahre alt und darf nach rund drei Millionen Kunden auch seine Gebrauchsspuren haben, aber das Loch im Bodenbelag ist ja nicht erst vor ein paar Tagen plötzlich aus dem Nichts entstanden.

Egal. Wir gucken mal, was die Firma da für eine Lösung vorschlagen wird.

Fotos folgen bei Gelegenheit. :-)


Seitlich beleuchtete Schäfchenwolken

Auf Fotos kommen die Eindrücke, die man persönlich erlebt hat, leider fast nie so richtig zur Geltung. Am Morgen lagen viele Schäfchenwolken über der Stadt, die von der aufgehenden Sonne seitlich angeleuchtet wurden.

Das Spiel aus Licht, Farbe und Schatten war beeindruckend – aber kaum abzulichten:


Die verschwundene zwanzigste Flasche

"Schrödingers Bier" ist keine neue Marke auf dem Biermarkt, sondern ein bei uns geschaffenes, physikalisches Phänomen: Die zwanzigste Flasche aus einer Beck's-Kiste war gleichzeitig an der Kasse stehen geblieben und in der Tasche einer Kundin verschwunden – bis zu dem Moment, in dem jemand die Videoaufzeichnung von dem Vorgang ansah.

Aber mal von vorne:

Eine Kundin hatte eine Kiste Bier mit 20 Flaschen gekauft. Da sie die Kiste aber nicht am Stück transportieren konnte, füllt sie die Flaschen in Taschen um und ließ den Rahmen gegen die 1,50 € Pfanderstattung zurück – eigentlich ein völlig alltäglicher Vorgang.

Etwas später rief sie hier an. Zu Hause hatte sie nämlich festgestellt, dass sie nur neunzehn Flaschen mitgenommen hatte. Die fehlende Flasche müsse wohl an der Kasse stehen geblieben sein, mutmaßte sie. Vermutlich, das war jedenfalls ihre Vermutung, handelte es sich dabei um die Flasche, welche sie meinem Mitarbeiter zum Scannen gegeben hatte. Offenbar hatte sie die Flasche danach nicht wieder eingepackt – und selbstverständlich sollen wir ihr diese nun aushändigen.

Das wäre grundsätzlich sogar nachvollziehbar. Es bleibt ja tatsächlich gelegentlich etwas an der Kasse liegen und es ist auch eigentlich noch nie ein Problem gewesen.

Da sich niemand an eine zurückgelassene Bierflasche erinnern konnte, musste in diesem Fall ein Blick in die Videoaufzeichnung nachhelfen. Darauf ist netterweise mit absoluter und vollkommen zweifelsfreier Sicherheit zu erkennen, wie die Kundin nach dem Bezahlvorgang die Flasche zurück in die Kiste steckte und schließlich am Packtisch eine Flasche nach der anderen aus dem Beck's-Kasten nahm und in ihre Taschen packte. Insgesamt zwanzig Stück. Keine einzige blieb auf dem Kassenband zurück, keine Flasche verblieb einsam in dem grau-grünen Kunststoffrahmen und schon gar nicht machte sich später irgendeine Bierflasche selbständig auf den Weg zurück in die Getränkeabteilung.

Die Frau war danach noch einmal persönlich hier und hat von der Kollegin gesagt bekommen, dass wir ihr keine weitere Flaschen aushändigen werden, da sie definitiv ihre 20 Flaschen mitgenommen hatte. Die Kundin regte sich auf, erzählte etwas von schlechter Google-Bewertung und stapfte davon.

Später rief sie wieder an. Mein Stellvertreter ging ans Telefon und berichtete, was es zu berichten gab: Alle Flaschen mitgenommen, sie kann sich das Video auch gerne selber ansehen – aber von all dem wollte die Frau nichts wissen. Sie will hier zukünftig nicht mehr einkaufen, denn so muss man sich als Kunde nicht behandeln lassen.

Ich rätsle immer noch, an welcher Stelle das so eskaliert ist. Jetzt werden wir dafür bestraft, dass die Kundin irgendwo eine Flasche Bier verschludert hat. "Im Zweifelsfall für den Kunden", so arbeiten wir hier eigentlich immer, aber in diesem Fall gab es nun ganz und gar keine Zweifel auf unserer Seite. Ich hätte ihr beweisen können, dass sie sämtliche Flaschen eingepackt hat, aber das Video wollte sie ja gar nicht sehen.

Ich weiß auch nicht, manchen Leuten ist nicht zu helfen …

Die Benennung der Weltkriege

Vor einer Weile war ich im Netz über diese Frage gestolpert:

Fred trifft in einem Restaurant einen Antiquar. Voller Freude behauptet dieser, er besitze ein Buch aus dem Jahr 1925 mit dem Titel "Meine Erlebnisse im ersten Weltkrieg".

Fred überlegt und kommt zu dem Schluss, dass der Antiquar ihn angelogen hat.

Warum?
Klar, wieso sollte jemand den ersten Weltkrieg als "ersten Weltkrieg" bezeichnen, wenn er noch gar nicht wusste, dass ein zweiter Weltkrieg folgen würde. Der Antiquar musste also zwingend gelogen haben!

Das ist zumindest die offizielle Antwort auf diese Frage.

Aber ist das auch wirklich richtig? Ich fing an zu überlegen, wie die Leute damals den Krieg, den wir heute als "ersten Weltkrieg" bezeichnen, überhaupt genannt haben. "Den Krieg"? "Den großen Krieg"? Ganz anders?

Tatsächlich wurde er überwiegend als "der Krieg" und "der große Krieg" betitelt, teilweise auch schon aufgrund der Vielzahl der beteiligen Nationen als "Weltkrieg" ohne eine Nummerierung.

Aber eben auch ohne die zwingende Implikation, dass ein zweiter Weltkrieg folgen würde, war der erste Weltkrieg nun mal der erste Krieg dieses weltweiten Ausmaßes und tatsächlich wurde der erste Weltkrieg auch schon vor dem zweiten Weltkrieg durchaus als erster Weltkrieg betitelt. Zum Beispiel vom Offizier und Kriegsberichterstatter Charles à Court Repington (Buch "The First World War, 1914–1918", Herausgegeben von Constable, 1920) und auch der Philosoph Ernst Haeckel sprach schon im September 1914 davon, dass dieser europäische Konflikt der "erste Weltkrieg im wahren Sinne des Wortes" werden würde.

Also: Auch vor dem 2. Weltkrieg wurde der 1. Weltkrieg durchaus schon so bezeichnet.

Phew, Kautschukboden hat auch seinen Preis

Inzwischen habe ich ein Angebot für das Verlegen eines Kautschukbodens in dem Raum vor dem Leergutautomaten bekommen. Ist nicht ganz so teuer wie die Epoxy-Beschichtung, aber ich empfinde auch 3.500 Euro netto noch für zu viel.

Damit will ich nicht das Material und schon gar nicht die Arbeitsleistung (Nachts / am Wochenende!) abwerten und das ist natürlich auch schon ein gewaltiger Unterschied zu 6.400 Euro, aber selbst bei diesem Preis fühlt es sich noch falsch an. Wir reden immerhin über eine Fläche von nur knapp zehn Quadratmetern.

Dass dieser zerfledderte graue Anstrich in dem Bereich vor unserem Leergutautomaten nicht toll ist, darüber brauchen wir nun wirklich nicht zu streiten. Aber …

Día de las Calabazas Muertas

Nachdem die Kürbisse hier nun ziemlich genau zwei Wochen im Laden herumstanden und von den Kunden ignoriert oder als zu teuer erachtet wurden, ging die gesamte Ware heute, abzüglich eines verkauften Kürbisses, heute in die Tonne. Zwischen komplett aufgelösten und "nur" schimmeligen Kürbissen war alles dabei – aber nicht einer von den verbliebenen Kürbissen hat überlebt.

Schade. :-(


Wodkaflaschenentsicherungsversuch

Ein ziemlich heruntergekommener Mann betrat von den Kollegen unbemerkt den Laden und steuerte direkt das Regal mit den Spirituosen an. Offenbar wollte er wohl eine Flasche Wodka unserer Eigenmarke klauen, denn er versuchte über eine Minute lang mit aller Kraft, die angebrachte Warensicherung zu entfernen. Relativ erfolglos, weshalb er die Flasche schließlich wieder ins Regal stellte und unverrichteter Dinge den Laden wieder verließ.

Im Video nur schwer zu erkennen ist, dass er zwischendurch den Deckel der Flasche abgeschraubt hatte, vermutlich in der Annahme, die am Hals der Flasche angebrachte Sicherung dann entfernen zu können. Aber auch das hat nicht geklappt. Dadurch, dass die Flasche nun geöffnet war, sind wir ihm überhaupt erst auf die Schliche gekommen. Ob geklaut oder nicht, die Flasche war nun ohnehin ein Totalverlust, denn so konnte man sie natürlich nicht mehr verkaufen …


Lustige Strichcodes – 838

Vielen Dank an Honza, der auf einer Dose "MIZU MATE" in der Sorte Mango diesen Strichcode entdeckt hat. Die spontane Vermutung, dass die Dekoration Mateblätter sein könnten, hat sich bei genauerer Betrachtung erledigt. Das Blatt rechts sieht aus wie von einem Eichenbaum und auch das linke Blatt hat, da kein gezackter Rand, mit Mate wohl auch nicht viel zu tun …

Irgendwelche Ideen? Ich habe jedenfalls keine Ahnung. :-)


Aufkleber: "Nur legal in diesem Markt"

Das leidige Dauerthema Ladendiebstahl … Besonders schmerzlich ist dabei die sogenannte Beschaffungskriminalität: Da wird nicht geklaut, weil jemand Hunger hat, sondern weil sich die Ware anschließend zu Geld machen lässt – und da werden dann nicht nur ein paar Teile für den Eigenverbrauch gestohlen, sondern Artikel, die man möglichst effizient zu Geld machen kann, und davon möglichst viel.

Ein Teil des Diebesguts landet mutmaßlich, nein: ziemlich sicher!, bei Wiederverkäufern, beispielsweise den vielen begehbaren Kiosken aka Quickshops hier in der Stadt. Dort lässt sich die originalverpackte Markenware problemlos wieder verkaufen, nachdem die Junkies etwa 10 Prozent vom eigentlichen Verkaufspreis bekommen haben.

Um diesen Weg zumindest etwas unattraktiver zu machen, haben ich mir vor einer Weile schon etwas einfallen lassen: Die Ware mit Aufklebern versehen, aus denen die Herkunft hervorgeht. Sowas wie TÜV-Siegel, die nicht mehr problemlos zu entfernen sind und beim Versuch auseinanderfallen. Leider ist diese Art Aufkleber relativ teuer (ca. 15 Cent pro Stück) und damit komplett aus dem Rennen. Deutlich günstiger sind kleine, runde Papieretiketten, die ich nun einfach mal probeweise bestellt habe und die wir demnächst einfach mal ergänzend zu unseren normalen Warensicherungsetiketten mitten auf die Vorderseiten besonders gefährdeter Artikel kleben werden.

Darauf steht unmissverständlich, dass das jeweilige Produkt nur bei uns im Markt legal erworben werden kann.

Natürlich verhindert so ein Aufkleber keinen Diebstahl. Aber er macht die Ware für potenzielle Hehler zumindest ein bisschen unattraktiver. Schließlich ist es einigermaßen erklärungsbedürftig, wenn im Kiosk um die Ecke plötzlich Produkte mit unserem Namen im Regal stehen. Bleibt die Frage, ob es überhaupt irgendjemanden, Hehler wie deren Kunden, auch nur annähernd interessiert. Oder ob diese Aufkleber überhaupt jemand liest. Das Phänomen ist ja hinlänglich bekannt.

Ob es etwas bringt? Wir werden sehen. Einen Versuch ist es wert. Da reicht es natürlich nicht, mal ein paar Artikel zu bekleben. Aber wenn man das dauerhaft macht und die Diebstähle damit nachhaltig verhindert werden, ist viel gewonnen. (Entschuldigt meine augenscheinliche Naivität, sowas entsteht aus purer Verzweiflung.)