Die kompletten Bauakten zum Gebäude hier in der Gastfeldstraße habe ich als pdf-Dateien auf dem Server liegen. Alles wurde säuberlich eingescannt und, zu meiner großen Überraschung, schien da eine automatisierte Texterkennung drübergelaufen zu sein. Jedenfalls lassen sich im Grunde sämtliche Texte markieren.
Unten seht ihr gelb hinterlegt einen originalen Absatz aus der ganz alten Bauakte. Offenbar ist die OCR-Software beim Bauamt nicht mit der Fraktur-Schrift klargekommen – was bei Copy&Paste herauskommt, könnt ihr oben drüber sehen.
Tzja – im Mai 2000 haben wir den Laden hier in der Gastfeldstraße eröffnet. Das war der Beginn meiner Selbstständigkeit, inzwischen knapp 18 Jahre voller Höhen und Tiefen. 13 Jahre davon könnt ihr das alles hier im Blog teilweise quasi live selber miterleben, der eine oder andere kann also mit mir mitfühlen.
Was mir erst vor ein paar Tagen bewusst geworden ist: Meine Firma wird in ein paar Wochen endlich erwachsen. Wird keine große Feier werden, denn das SPAR-Logo wird verschwinden und ich fände es irgendwie komisch, jetzt noch groß "18 Jahre SPAR in der Gastfeldstraße" zu zelebrieren und ein paar Monate später hat sich die Tanne dann erledigt. Also freue ich mich einfach für mich über die vergangene Zeit.
Aber vielleicht kann man das so sehen: In der Pubertät, also dem Übergang vom Kind zum Erwachsenen, verändert sich der Mensch deutlich sichtbar körperlich. Unsere aktuell laufenden Modernisierungsmaßnahmen sind sozusagen unsere Laden-Pubertät. Und wenn dann EDEKA vorne dran steht, ist die Firma endlich erwachsen.
Nach dem ich mich nun für die Bildschirme zum draufrumtatschen entschieden habe, kommen gleich die nächsten Fragen auf: Welches Logo soll eingeblendet werden? Es gibt ein neutrales (also ohne Betreibername) Edeka-Logo, das im verlinkten Beitrag auch zu sehen ist, aber das will und vor allem darf ich noch gar nicht verwenden.
Also wird es am oberen Rand der Bildschirme für die nächsten Monate erstmal einen ganz bekannten roten Streifen mit weißer Schrift und grüner Tanne geben.
Werbeanruf einer Firma, die sich als "Google-Partner" vorgestellt hat. Der Mann plapperte direkt los und erklärte mir, dass Google Maps ja schließlich das größte Branchenverzeichnis im Internet sei.
Damit wir mit unserer neuen "Backstube" mal weiterkommen:
Moin,
der Raum wird ca. 3,00m mal 2,90m groß. Bei einer Raumhöhe von ca. 3m ergeben sich 17,7m² Wandfläche abzüglich der Tür.
Zum Lager hin sollen die beiden Wände nur verputzt werden, innen sollen die Wände (auch der Altbestand inkl. Pfeiler) rundherum auf 2m Höhe gefliest werden. (große Fliesen, weiß) Gesamtfläche ca. 24m² abzgl. Tür
Der Fußboden muss ebenfalls gefliest werden. (zwingend rutschfest, Optik gerne hell feinkorn) (ca 9m²)
Habe gerade auch mit dem Veterinäramt / Lebensmittelkontrolle hier in Bremen gesprochen, auch von deren Seite gibt es zu dieser Planung keinen Einwand.
Ich schicke dieses Projekt mal mit dem Kassentisch ins Terminkalender-Rennen. Mal gucken, was zuerst steht.
Im Druckertreiber für unsere große Büromaschine kann man unter anderem einstellen, dass unabhängig vom zu druckenden Dokument ein "Wasserzeichen" (mit unterschiedlichen, einstellbaren Texten) mit ausgedruckt wird.
Fundstück im Stadtteil Kattenturm. Dort hat jemand seinen Anhänger nicht nur mit dem bekannten Kastenschloss gesichert, sondern den Hänger noch zusätzlich mit einer Kette am Baum befestigt.
Schon bitter, dass man zu solchen Maßnahmen greifen muss, weil das Ding sonst am nächsten Tag sonst "irgendwo" steht oder am Grund des nächsten Sees liegt.
Mit der Pfandbonspendenbox sind bis gestern 435,30€ zusammengekommen, die ich vorhin auf das "Feuerhilfe"-Konto überwiesen habe.
Von mir persönlich (und natürlich vor allem auch im Namen der betroffenen Familie) einen riesigen Dank an alle, die sich im Laufe der Zeit daran beteiligt haben. Die Box bleibt natürlich auch weiterhin dort hängen!
So sieht das nun aus. Von der grünen Fläche wird hinterher gar nicht mehr so viel zu sehen sein, da wir vor den dicken Pfeiler ein ca. vier Meter langes Kühlregal (Für Obst, Salate, Snacks) stellen werden. Es bleibt also auch da wieder nur der obere Meter sichtbar …
Für die Freunde unserer dunkelgrünen Wand sind wir nun auch noch dabei, den dicken Pfeiler gegenüber der jetzigen Gemüseabteilung im gleichen Farbton zu streichen:
Eine sehr alte Stammkundin kam vor einigen Tagen in den Laden und beklagte sich darüber, dass man ihr wohl an der Kasse eine gekaufte (also bezahlte) Flasche Wein nicht mitgegeben hätte und darum würde sie die jetzt gerne mitnehmen.
Da an der Kasse allerdings keine derartige Flasche stehengeblieben war und auf dem Packtisch ebenfalls nicht, vermuteten wir, dass irgendjemand anders diese mitgenommen hatte. Um das genauer herauszufinden, blickten wir in die Videoaufzeichnung, aus der sich allerdings eindeutig ergab, dass die Frau die Flasche in ihren Stoffbeutel gesteckt und auch mit aus dem Laden genommen hatte.
Das sagte ich ihr auch so. Und ergänzte noch mit leicht scherzendem Tonfall die Frage, ob sie die Flasche vielleicht in Gedanken schon ausgepackt und irgendwo zu Hause hingestellt hatte.
"Habe ich nicht!", antworte sie knapp und ergänzte: "Dann kann ich die sechsneunundvierzig ja abschreiben, wenn Sie mir den nicht mitgeben wollen.". Stand auf und ging.
Ein paar Tage vergingen, die Kundin war wieder im Laden. Eine Kollegin sprach sie freundlich an und erkundigte sich, ob die Weinflasche wohl wieder aufgetaucht wäre.
Das war sie tatsächlich! Allerdings nicht in der Wohnung der Frau, sondern im Gebüsch neben der Zufahrt zu ihrem Haus. Leer und mitsamt dem Stoffbeutel in dem die Flasche steckte.
Sie vermutet, dass ihr zwei dubiose Typen, die dort wohl neben dem Grundstück herumlungerten, den Beutel aus dem Rollator gestohlen hatten, während sie das Tor aufschloss.