Aufmerksame Blogleser haben sie inzwischen schon häufiger gesehen: Meine Pappmaché-Kuh, im ersten Augenblick schon liebevoll
Berta getauft. Warum sie ein weißes und ein schwarzes Horn hat, habe ich nie herausgefunden. Und ich habe auch nie daran etwas geändert. Berta ist eben so. Basta.
Wenn man einen leeren Laden zum erten Mal mit Ware auffüllt, unterscheidet sich das vom routinierten Nachfüllen deutlich. Die Platzierungen existierten noch gar nicht, darum mussten wir uns erstmal einen Überblick verschaffen, was alles geliefert worden war und dann die Artikel irgendwie in den Regalen unterbringen.
Um sich irgendwie einen Überblick verschaffen zu können, haben wir zunächst
sämtliche Ware thematisch sortiert vor die Regale gestellt. So wie auf diesem Bild sah es im Grunde im ganzen Laden aus:
Sie gehören dazu, aber eigentlich möchte ich den Anblick lieber vergessen: Auszeichner. Gut, wir haben heute immer noch welche im Einsatz. Vor allem, um Artikel mit Sonderpreisen zu versehen.
Die Zeiten, dass wir
jeden Artikel im Laden mit einem Preisetikett versehen mussten, sind zum Glück längst vorbei. Diesen Krampf habe ich mir hier ein halbes Jahr angetan, dann habe ich aufgerüstet und das Warenwirtschaftssystem mit Scannerkassen angeschafft.
Unter den Auszeichnern sieht man übrigens die große energiefressende Tiefkühltruhe, die inzwischen auch schon nicht mehr existiert.
Eben rief ein Mann an und erkundigte sich nach der Kühltruhe, die ich zu verkaufen hätte.
Wie, Kühltruhe?
Er erklärte, dass er im Internet gesehen hat, dass ich hier Tiefkühltruhen zu verkaufen hätte. Wo er das genau gesehen hat / haben will, konnte er mir nicht sagen ("im Internet"), aber wie auch immer – hier ist keine Kühltruhe zu verkaufen.
Könnte ja auch ein Aprilscherz gewesen sein, aber eigentlich wirkte der Anrufer nicht so, als ob er die Anfrage nicht ernst gemeint hätte.
Und wieder eine große Lieferung: Im 7,5-Tonner der Tischlerei stapeln sich viele Holzteile mit hellgrauer Beschichtung.
Wenige Stunden später formten sich daraus die beiden Unterbauten für die Gemüseabteilung. Von der Idee war das damals toll, gerade auch das "Dach" zwischen den beiden Stützen finde ich nicht schlecht.
Leider hat das "Dach" auch einen gewaltigen Nachteil gehabt. Davon abgesehen, dass die Gesamtfläche zur Obst- und Gemüsepräsentation einfach nicht ausreichend war, sind die Kunden am Gemüse schlicht und einfach vorbeigelaufen, weil sie nur eine Seite gesehen haben. Die Rückseite vom Dach und das einseitige Teil dahinter, wurde häufig übersehen – wenn man nicht gerade mindestens 1,75m groß war.
Im Jahre 2004 verschwand diese Konstruktion und wurde gegen das bekannte "U" ausgetausch, das wiederum bei meinem diesjährigen Umbau ebenfalls wieder abgebrochen werden wird.
Tataaaaaa: Der erste SPAR-LKW vor unserer Tür!
Oha, damals hatten wir hier noch Parkuhren an der Straße stehen. Die sind aber schon ziemlich lange weg. Ich kann mich gar nicht mehr an die Zeit vor dem Parkscheinautomaten erinnern.
Das war damals sehr aufregend. Mit jedem abgeladenen Rollbehälter ließ ich erstmal einen Blick über die Kartons wandern. Nicht für die Wareneingangskontrolle, sondern rein informativ. Es gab so viele Produkte, die wir teilweise gar nicht kannten und nur anhand des Namens bestell haben.
Es folgte das, was folgen musste – und was uns in den Jahren danach glücklicherweise nur sehr, sehr selten passiert ist:
Trit0r möchte wissen:
Was ist eigentlich aus Deiner "Hauskatze" geworden, die während der großen Baustelle auf der Strasse ständig in den Laden kam???
Du meinst vermutlich Lilly, die ich z.B.
hier und
hier und
hier erwähnt habe.
Ehrliche Antwort? Keine Ahnung. Seitdem die Baustelle weg ist, habe ich die kleine Miezmau nicht wieder gesehen. Hoffen wir einfach mal, dass ihr auf der befahrenen Straße nichts zugestoßen ist...
Vor allem für die nachtaktiven, mitlesenden Kunden dürfte die folgende Information interessant sein:
Am Ostersamstag und am Dienstag nach Ostern öffnen wir hier erst um sechs Uhr und nicht schon mitten in der Nacht.
Private Feiertagsverlängerung.
Das große Kühlregal ist inzwischen als solches erkennbar. Die Einzelteile sind aufgestellt und miteinander verbunden worden. Und nicht nur das: Auch die Anschlüsse für Kältemittel und Strom sind schon hergestellt. Wenn man genau hinsieht, erkennt man das Licht im Regal.
Sogar die Fachböden sind schon fast alle untergebracht – fehlt eigentlich nur noch die Ware.
Unser Packtisch. Die Leiste im unteren Bereich hat nicht lange gehalten. Irgendwann hat sie mal jemand als Tritt missbraucht und dabei mit seinem Körpergewicht die Schrauben rausgerissen...
Heutzutage hätte ich eine andere Konstruktion gewählt, bei der es mehr Sortiermöglichkeiten gibt. So steht unter dem Schlitz seit Ewigkeiten schon ein "gelber Sack" und für die Pappe haben wir immer einen großen Karton unter dem Tisch stehen. Aber das kennt man ja: Das Provisorium hält meistens am längsten...
Aufrüsten im Büro: Der Pentium2 mit 15"-Röhrenmonitor und analogem Modem für den Internetzugang war für damalige Verhältnisse echt gut. Die IBM-Tastatur habe ich immer noch im Einsatz, aber was aus dem Rechner geworden ist, weiß ich gar nicht.
Auf dem PC liegen übrigens RF-Sicherungsetiketten von der hier ursprünglich installierten Warensicherungsanlage. Die Einzelteile der Anlage standen jahrelang hier im Lager, bis ich irgendwann eingesehen habe, dass ein Aufbau des Systems undmöglich oder zu teuer ist. Das komplette Ding hat dann schließlich bei Ebay für 1 Euro den Besitzer gewechselt.
Der Browser meldete eben: "
Diese Seite ist auf Katalanisch. Soll sie mit der Google Toolbar übersetzt werden?"
Keine Ahnung, wie die darauf kamen. Ich konnte jedenfalls alles lesen. Auch ohne Katalanisch zu beherrschen, wohlgemerkt.
Ein Kunde staunte gerade gerade über die Vitrine im Kühlregal. "Ich habe noch nie in einem Supermarkt eine abgeschlossene Vitrine gesehen", erklärte er.
Ich habe ihn nicht gefragt, ob er nicht aus Bremen stammt, aber es hat schon in den Fingern gekitzelt. Ich kenne viele meiner Kollegen, die mindestens Spirituosen hinter Verschluss lagern.
Nun wurde endlich der Kassentisch geliefert. Der komplette Tisch besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen. Das kleinere ist schon so schwer, dass es nur mit mindestens drei bis vier Personen bewegt werden kann. "Mal eben wegtragen" klappt mit der Besetzung dann aber noch nicht.
Perfektes Timing: Nicht nur der Kassentisch, sondern auch die "Smokythek", das Verkaufssystem für Zigeretten, das hier im Laufe der Jahre vermutlich schon viele, viele tausende Euro gespart hat, wurde geliefert. Beide Teile zusammen werden hinterher die gesamte Kasse ergeben.
Hier noch einmal den zusammengebauten Kassentisch aus "Kundensicht". Die Smokythekt gehört auf die freie Fläche zwischen den beiden Förderbändern.
Rechts im Bild eine Palette Holzkohle, die wir Ende Mai mit im Eröffnungsangebot hatten.
Kollegin über einen Kunden, der vor allem durch eine recht starke olfaktorische Wirkung auffällt: "
Der riecht immer so ungelüftet."
So kann man's auch ausdrücken.
Fundstück in einem Baumarkt in Delmenhorst. Da macht sich der Hersteller extra die Mühe und beschriftet die Kartons richtig und dann sowas...
Langsam wird es Zeit für die Dekoration, zu der auch die komplette Beschriftung gehört. Von hauseigenen Grafikdesigner unserer SPAR-Großhandlung habe ich etliche Standardschilder zum angucken ausgedruckt bekommen. Auf dem linken Blatt sind die vielen Wegweiser zu sehen, die später über den Regalen hängen werden. Auf dem rechten Blatt kann man in ganz klein das "Herzlich Willkommen"-Schild sehen, unten die Beklebung der Schaufenster und dann mehrere Schriftbeispiele für die Bedienungstheke.
Hier ist zu sehen, für welche Schriftart ich mich letztendlich entschieden habe. Aus damaliger Sicht und im Vergleich mit dem Rest des Ladens waren die roten Texte mehr als nur ausreichend...
"Leergut-Annahme hier" hängt heute noch an der selben Stelle.