Pascal hat mir ein Foto eines SPAR-Marktes geschickt. Dazu schreibt er:
Moin Björn,
hier noch ein Bild eines Spar-Marktes aus Cala Rajada. Ich dachte erst ich fotografiere alle Märkte die ich zufällig finde, aber irgendwie gibt es die dort an jeder Ecke. Deshalb hier einer den du bisher noch nicht gebloggt hast.
Doch, hatte ich. Am 5. März war dieser Markt zum ersten Mal zu sehen. Und am 7. August auch noch einmal. Und jetzt am 22. September wieder. Und wenn mir noch jemand ein Bild davon schickt, bekommt dieser kleine Markt seine ganz eigene Rubrik. Aber immerhin haben wir ihn jetzt mal von beiden Seiten. Nur dass es SPAR-Märkte dort "an jeder Ecke" gibt, glaube ich langsam nicht mehr. Drei Zusendungen aus Cala Rajada – und immer wieder der selbe Laden.
Es ist wirklich traurig, mitzubekommen, wie manche Menschen im Alter immer weiter abbauen.
Eine ganz liebe und mindestens genauso alte Stammkundin der ersten Stunde war eben wieder hier. Körperlich ist (zumindest äußerlich) noch alles gut bei ihr. Aber in einem höchstens fünfminütigen Gespräch dreimal zu fragen, wie lange ich den Laden schon habe, sich zweimal nach meinem Namen zu erkundigen und ebenfalls zweimal darauf hinzuweisen, dass sie mich schon so lange nicht mehr gesehen hat (was allerdings nicht stimmt, da wir uns mindestens 1-2x pro Woche hier im Laden über den Weg laufen), ist echt traurig.
Ein Typ hatte sich die Umhängetasche mit Kaffee vollgestopft und wollte den Laden einfach verlassen. Die Warensicherungsanlage löste Alarm aus, ein Kollege, der gerade in Zivilbekleidung in der Nähe des Ausgangs stand, hielt den Dieb auf.
"Was hat denn da Alarm ausgelöst?", wollte ich wissen.
Seine Antwort: "Diebesgut."
Was für eine Antwort. Ernüchternd wie wahr.
Der Rest verlief gewohnt unspektakulär: Adresse überprüfen, Daten aufnehmen für die Anzeige, Hausverbot...
Ich habe den Abschlagsbeleg ("Kassenschnitt") eines ec-Terminals vermisst. Der lag mit hundertprozentiger Sicherheit zunächst noch auf dem Schreibtisch. Verflixt, ich brauche den doch für die saubere Abrechnung. Ich könnte natürlich beim Anbieter anrufen und mir die Zahlen durchgeben lassen, aber wenn der Zettel doch schon vorhanden war? Wo is der nur?!?
Eine knappe halbe Stunde durchsuchte ich sämtliche Kassenabrechnungen der letzten Tage. Hatte ich ihn vielleicht mit den normalen ec-Belegen irgendwo rangeheftet? Es war eine sehr mühsame Suche, denn die Belege unterscheiden sich kaum. Nachdem ich rund zweihundert Zettelchen überprüft hatte, war mein Kassenschnittbeleg immer noch nicht da.
Schließlich habe ich doch noch die Altpapiertonne durchgesehen, die unter dem Schreibtisch steht. Aber: Nüx. Das kann doch nicht angehen? Inzwischen hatte ich das komplette Büro auf den Kopf gestellt. Mit aller Logik KONNTE sich der Beleg nur irgendwo auf dem Schreibtisch, zwischen den Abrechnungen oder, Schwerkraft sei Dank, irgendwo im Bereich UNTER dem Schreibtisch befinden. Aber auf dem Fußboden und im Mülleimer hatte ich nachgesehen.
Sowas löst sich doch nicht in Luft auf?!?
Das nicht.
...bleibt aber gerne mal aufgrund der statischen Aufladung an der Unterseite einer herausnehmbaren Kunststoffschublade kleben, die man auf dem Schreibtisch stehen hatte.
In meinem Einführungs-Überraschungs-Schokoladenpaket, das ich zu Beginn meiner Botschafter-"Tätigkeit" bekommen habe (und leider nicht mehr im Original verbloggen kann, da meine Mutter die ganze Schokolade im Eifer im Laden einsortiert hat), war unter anderem eine Tafel der Sorte "Olympia". Sie war allerdings etwas flacher und größer als die normalen Tafeln. "Vielleicht noch ein Exemplar der ersten Stunde", freute sich meine Mutter und nahm sie für den späteren Genuss mit nach Hause.
Der Genuss fiel allerdings Flach: In der Packung steckte keine Schokolade, sondern ein dünnes Notizbuch mit goldenem Umschlag. Das war mal eine witzige Überraschung. (Wenngleich es im ersten Moment erstmal eine Enttäuschung für die aufgeregten Geschmacksnerven war...)
Ein uns hier im Laden allen bekannter Flaschensammler, ich nenne ihn hier im Blog einfach mal "Shane", stand vor dem Leergutautomaten und hat alles aufgehalten. Während eine Kollegin den hinter ihm wartenden Kunden das Leergut händisch abnahm, kümmerte ich mich um die ständigen Fehlermeldungen des Automaten.
Ohmann...
Da hat er doch tatsächlich irgendwelche gefundenen, gesammelten, verdreckten, raponierten, ausgeschnittenen und aus was ich nicht alles für Quellen stammende Pfandlogos auf so ziemlich jede ansonsten wertlose Dose oder Flasche geklebt, die er finden konnte. "Geklebt" trifft es nicht ganz. Eher "mit Speichel draufgepappt". Hielt natürlich nicht, die Etiketten sind abgefallen und lagen im Automaten teilweise vor den Lichtschranken und haben eine Fehlermeldung nach der anderen ausgelöst...
Dieses Foto hat Luis auf dem Parkdeck eines meiner Mitbewerber gemacht. So kann es passieren, wenn sich vor den Einkaufswagenboxen keine Absperrungen befinden, die solche langen Einkaufswagenschlangen verhindern.
Diese Gitter führen manchmal allerdings zu anderen Merkwürdigkeiten, wie man hier sehen kann...
Vor ein paar Tagen habe ich ein Buch zugeschickt bekommen: "Konzept-Entwicklung / Basiswissen für vernertzte Kommunikation und Medien" heißt das Werk von Maria Grotenhoff und Ina Krüger.
Aber was soll ich damit anfangen? Und warum schicken sie es mir? Soll ich darüber bloggen und Werbung für das Buch machen? Wäre ein bisschen zu einfach...
Irgendwann beim gründlichen Durchblättern fiel mir oben auf Seite 71 etwas auf:
Das erklärt natürlich, warum sie mir das Buch zugeschickt haben. Und – ja! – natürlich blogge ich darüber. Danke für die Ewähnung.
Was soll daran ungewöhnlich sein? Erstmal nichts. Ein Kunde wollte die grünen Flaschen als Leergut abgeben und nutzte den "La Bamba"-Pappkarton für den Transport. Ich staunte etwas und der Mann erklärte mir, dass er die Dinge beim Ausmisten seines Kellers gefunden hatte.
Glaubte ich sofort.
Geld gab's übrigens keins für die Flaschen. Mineralwasserflaschen ohne Pfand... Das wäre heutzutage hierzulande ja undenkbar:
Initiativbewerbung eines jungen Mannes, der einen Ausbildungsplatz sucht. Das Anschreiben beginnt folgendermaßen:
Sehr geehrter Herr Harste,
durch Frau Meiermüllerschulz habe ich erfahren, dass Sie auch Ausbildungsstellen anbieten.
1. Habe ich schon wieder einen Auszubildenden ab diesem Jahr und das wusste ich auch schon vor einigen Monaten. Also selbst wenn ich mich mit irgendjemandem darüber unterhalten hätte, wäre die Aussage gewesen, dass ich keine weiteren Ausbildungsplätze zu vergeben habe.
2. Wer ist Frau Meiermüllerschulz?!? Ich kenne keine Person mit diesem Namen. Wie kann die solche Dinge über mich behaupten?
Also entweder hat sich der Bewerber in der Adresse vertan oder er wurde einfach nur von jemandem, der sich als Meiermüllerschulz ausgibt, verarscht.
Die Quelle für das Bild kenne ich leider nicht (sollte sich jemand in seinen Urheberrechten verletzt fühlen, bitte melden) – aber wie traurig ist es, wenn sogar schon aus lauter Verzweiflung Toilettenpapierrollen mit einem Warensicherungsetikett gesichert werden, weil Kunden die Rollen ansonsten einfach mitgehen lassen?
Diese Werbung für eine Computerwerkstatt hing bis vor einiger Zeit an einer Werbetafel auf dem Parkplatz vom METRO-Großmarkt hier in bremen. Die Idee fand ich ganz witzig, das Foto habe ich vor ein paar Jahren schon geknipst. Und heute... Weiß doch kaum noch jemand, was Windows 98 überhaupt war.
Trotz gründlicher Grundierung hält die Latexfarbe an der Gipskartonwand rund um den Leergutautomaten nur bedingt. Als Fläche ist das kein Problem, aber sobald irgendwo ein kleiner Schaden ist, kann man die Farbe ablösen wie die abpellenden Hautschichten nach einem Sonnenbrand.
Hat jetzt auch die kleine Tochter eines Kunden festgestellt. Während Papa die Flaschen in den Automaten gesteckt hat, zupfte die Kleine in aller Ruhe in großen Stücken die Farbe von der Wand.