Clemens hat mir (unter anderem) dieses Foto eines SPAR-Marktes in Bristol zukommen lassen. Was für ein Zufall: Den Markt hatte ich doch erst vor ein paar Tagen. Trotzdem natürlich vielen Dank, denn dass er mir eine "Wiederholung" schicken würde, konnte Clemens im Oktober 2010 ja noch nicht wissen.
Ein Callcenter rief an und wollte mir Merchandisingartikel einer kleinen Hilfsorganisation anbieten. "
Sie haben uns ja im letzten Jahr auch so schön unterstützt…", erklärte mir die Frau am Telefon.
Ach, habe ich das? Wenn ich mich richtig erinnere, war das irgendwann
vor dem Blog, ist also
mindestens sechs Jahre her. Hah! Die Unwissenheit nutze ich schamlos aus: "
Ich möchte jetzt erstmal eine kleine Pause machen, etwas Abstand zwischen den Aktionen lassen."
Dafür hatte die Anruferin volles Verständnis, bedankte sich bei mir freundlich und legte auf. Trottel.
Ein Mann betrat mit einem Rucksack auf dem Rücken den Laden und steuerte direkt auf den Leergutautomaten zu. Dieses Verhalten war relativ normal, offensichtlich wollte er sein im Rucksack mitgebrachtes Leergut entsorgen.
Aber weit gefehlt.
Vor dem Leergutautomaten blieb er stehen, nahm den Rucksack ab, öffnete ihn, nahm eine zusammengeknotete Kunststofftragetasche voller leerer Gläser und Küchen-/Haushaltsabfälle heraus und stopfte diese in den Müllbehälter vor dem Automaten. Dann verschloss er den Rucksack wieder, setzte ihn auf und ging in Richtung Kasse.
Mir war's egal, was er davon hielt, aber ich pfiff ihn zurück und ließ ihn seinen Müll wieder einsammeln – was er auch murrend tat. Geht's noch?!?
Kirstin hat eine Frage an mich:
Hallo Björn,
mein Freund und ich waren letztens bei IKEA. Ich habe mich gefragt, warum gerade ein so großer Konzern mit in der Regel hohen Zahlbeträgen nicht die Möglichkeit anbietet, per Kreditkarte zu zahlen.
Weißt du, ob es enorme Kosten für den Einzelhändler sind und ob dieser dann für Visa, MasterCard etc. seperat zahlen muss?
Bei Kreditkartenzahlungen ist das Disagio relativ hoch, im Vergleich zu ec-Cash betragen die Kosten für den Händler etwa das Zehnfache, also rund 3-5 Prozent vom Umsatz.
Ich könnte mir vorstellen, dass IKEA aufgrund der eher großen Summen (und der damit verbundenen hohen Kosten) bewusst darauf verzichtet.
Andererseits sind Kreditkartenzahlungen meiner Meinung nach zumindest hierzulande noch eher die Ausnahme und den paar Kunden, die mit ihrer Kreditkarte zahlen wollen (oder Touristen, die nur eine Kreditkarte haben), biete ich diesen Service gerne an, wenngleich die Marge bei diesem Einkauf dann eben etwas schrumpft.
Versehentlich habe ich nicht die Rechnung eines Einzelauftrags aus dem Onlineshop gedruckt, sondern die Übersicht sämtlicher Aufträge der letzten Wochen.
Ich stand auf, ging zum Drucker, nahm den Papierstapel und stopfte ihn direkt in den neben dem Drucker stehenden Aktenvernichter.
Eine Kollegin stand gerade bei mir im Büro und hat die Aktion mitbekommen. Sie wusste natürlich nicht, was ich da ausgedruckt hatte, aber der Gesichtsausdruck war einfach unbezahlbar.
Wir hatten ein kleines Problem mit dem Leergutautomaten. Nichts Schlimmes, aber in der Folge mussten wir ihn neu starten und alleine bis die Software hochgefahren ist, dauerte es ein paar Minuten. Also war hier an der Leergutannahme für eine knappe Viertelstunde die klassische Handarbeit angesagt.
Eine Kundin mittleren Alters machte dabei einen Aufstand sondergleichen. Wenn wir die Sachen von Hand annehmen würden, könnte sie das ja nicht kontrollieren und man weiß ja nie, was dabei so passiert. Sie hat es nicht direkt so ausgedrückt aber ihre Wortwahl ließ schon erahnen, dass sie davon ausging, dass wir sie dabei bescheißen würden.
Meine Mitarbeiterin konterte: "
Dann haben Sie jetzt zwei Möglichkeiten. Entweder, Sie packen das alles selber aus und stapeln die Flaschen mal eben ordentlich hier in den Einkaufswagen, damit wir das zusammen durchzählen können – oder Sie kommen dann zurück, wenn der Automat wieder funktionsfähig ist."
Auf einmal waren wir wohl doch vertrauenswürdig: "
Nee, nee, das geht schon so.".
Meine Kollegin nahm die Flaschen von Hand an und als sie der Kundin den Leergutbon in die Hand drückte, wurde diese plötzlich superfreundlich und wollte wissen, ob wir noch Mitarbeiter suchen würden. Sie sei nämlich gelernte Einzelhandelskauffrau und derzeit auf Jobsuche.
Klar, erst unterstellt sie, dass wir sie betrügen würden und dann fragte sie hier nach einem Arbeitsplatz…
Dazu fällt mir nur eins ein:
Eine Kundin drückte mir ganz stolz eine kleine Plastiktüte voller Korken in die Hand. Naja – dachte sie zumindest. In Wirklichkeit waren es beinahe ausnahmlos Kunststoffnachbildungen echter Korken. Sie war einigermaßen enttäuscht. Kann ich verstehen, denn es handelte sich bestimmt um 150-200 Stück.
Ein etwas ungleich wirkendes Pärchen verließ den Markt. Aufgrund ihrer auffälligen Erscheinung und der Tatsache, dass sie sich recht eilig hinter den anderen Kunden hindurchgedrängt haben, um den Laden zu verlassen, habe ich mir die Videoaufzeichnung der vergangenen zwanzig Minuten angesehen. Dabei hat sich dann das folgende Ereignis offenbart:
Ein etwa Mittzwanziger kam herein und steuerte ziemlich direkt auf das Zeitschriftenregal zu. Dort las er in aller Ruhe in mehreren Magazinen.
Etwa zehn Minuten später betrat eine Frau mittleren Alters das Geschäft. Sie schlich eine Weile durch die unterschiedlichsten Gänge, schob sich schließlich eine Flasche Rotwein aus fairem Handel in die Jacke und ging durch einen der Hauptgänge in Richtung Kasse.
Als sie den Zeitungsgang passierte, warf der junge Mann das aktuell gelesene Magazin regelrecht aus der Hand und folgte ihr aus dem Laden.
Jetzt rätseln wir hier, ob die beiden irgendetwas miteinander zu tun hatten, oder ob das Timing einfach nur Zufall war.
Nebenbei bemerkt: "Fairer" Wein wird ab sofort auch mit Warensicherungsetiketten versehen. Traurige Welt.
Ein Außendienstler der Firma
Media GmbH besuchte mich hier im Laden und wollte mir eine Werbetafel schmackhaft machen.
Ihm schwebte eine 1x2m große Tafel (
etwas in dieser Art) im Innenbereich an der Wand neben dem Eingang vor, auf dem für drei Jahre acht Werbetafeln von Betrieben aus dem Großraum Bremen angebracht würden. Als Vergütung würde ich für die Zeit immerhin 1200 Euro bekommen, eine nicht ganz uninteressante Summe – wenngleich sie sich nach Abzug der Steuern auf grob 20 Euro effektive Vergütung pro Monat reduzieren. Da fällt es schon viel leichter, dieses Angebot abzulehnen.
Im
Außenbereich geht's ja noch, aber innen, finde ich, macht das die Läden ramschig. Wie sehr ihr das?
Eine als Stammkundin bekannte Frau mittleren Alters stand an der Kasse und wartete etwa an dritter Position in der Schlange. Plötzlich scherte sie aus und ging hinter den anderen Kunden vorbei in Richtung Ausgang. Als sie dabei die Antenne der Warensicherungsanlage passierte, löste diese Alarm aus. Die Kundin hielt inne, zog ihr Handy aus der Tasche und drückte es sich ans Ohr.
In ihrem Rucksack befanden sich zwei Flaschen Alkohol, deren Köpfe mitsamt der anhängenden Warensicherungsetiketten aus dem Rucksack herausragten.
Ich wertete den Vorfall als klaren Diebstahlsversuch, sie beteuerte dagegen, dass sie die Flaschen natürlich bezahlen wollte und lediglich durch einen eingehenden Anruf abgelenkt wurde.
Naja, im Zweifelsfall für die Angeklagte und so beließen wir es bei dem freundlichen Hinweis an sie, sich vorsichtshalber zukünftig nicht mehr ablenken zu lassen, da das doch schnell für einen Ladendiebstahl gehalten werden kann.
Sie schien es verstanden zu haben, wirkte verständnisvoll, bezahlte die beiden Flaschen und ging…
Vor einiger Zeit bekam ich ein Päckchen, in dem sich eine LIDL-Fototasche befand. Darin wiederum steckten viele Ausdrucke auf Fotopapier, in denen mir ein Mitarbeiter von LIDL oder eines beauftragten Fotolabor seine Begeisterung mitteilte.
Mir fehlten immer die richtigen Worte, um das Päckchen hier zu verbloggen. Nun befürchtete ich aber, dass das Präsent vollkommen in Vergessenheit gerät und daher einfach etwas verspätet an dieser Stelle: Vielen Dank dafür!
Zum Glück habe ich zwei Anbieter für ec-Cash. Ansonsten hätte ich mich schon schwer getan, dieses Ereignis zu veröffentlichen. Andererseits ist es inzwischen schon eine Weile hier und das Problem sollte behoben sein.
Eine Kundin wollte mit ec-Karte bezahlen. Das geht bei uns nur via ec-Cash, also mit verpflichtender Eingabe der PIN, und nicht mit dem elektronischen Lastschriftverfahren. Zufällig war gerade der Speicher des Terminals so weit voll, dass nur noch eine einzige Zahlung gebucht werden konnte, bevor der sogenannte "Kassenschnitt" gezogen werden musste.
Meine Kassiererin war etwas irritiert: "Die Kundin musste keine Geheimzahl eingeben. Kann es sein, dass die Zahlung vielleicht nicht gebucht wurde? Was meinst du dazu?" Ich sah mir den ausgedruckten Beleg an, auf dem unten "Zahlung erfolgt" stand und konnte nichts erkennen, was mich hätte stutzen lassen. Also durfte die Kundin ohne weitere Diskussion gehen.
Trotzdem rief ich die Hotline des Anbieters an und schilderte die Situation. "Nein, das kann nicht sein", erfuhr ich. Und: "Die Zahlung ist absolut korrekt verlaufen und natürlich muss Ihre Kundin dabei auch die Geheimzahl eingegeben haben. Vielleicht ging das so schnell und das Mitarbeiterin hat nur nicht gesehen?"
Dem war leider nicht so. Ich sah mir vorsorglich sogar noch einmal die Videoaufzeichnung an. Es blieb dabei: Die Kundin hatte das Terminal definitiv nicht angefasst. Die Belege wurden von ganz alleine ausgedruckt, nachdem meine Kassiererin die Karte der Kundin in den Kartenleser gesteckt hatte.
Eine Rückmeldung habe ich bislang noch nicht bekommen. Aber ich hoffe doch inständig, dass die Ursache für diese Geschichte gefunden und behoben wurde. Ich möchte nämlich nur ungern erleben, dass jemand mit meiner ec-Karte (erfolgreich) Schindluder treibt und ich es nichtmal anfechten kann, weil ja angeblich meine PIN verwendet worden wäre.