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Ruhe im Sale!

Bin ich eigentlich zu altmodisch oder geht auch anderen Leuten dieser inflationäre Gebrauch des Begriffs "Sale" auf den Zeiger?! Mittlerweile wird fast jeder innerstädtische Laden zu jeder Jahreszeit damit dichtgepflastert. "Sale" hier, "Sale" da, "Sale Sale Sale" auf dem Kundenstopper vor der Tür, "Sale" quer am Schaufenster, "Sale" auf den kleinen Preisschildern, "Sale" überall.

Wenn das der Garant für Umsatz sein soll, mache ich das hier auch. :-P

(Nein, war ein Scherz. Ich kann "Sale" nicht ausstehen.)

Teure Rechnungen für Fehlalarme

Unsere neue Eingangstür hatte uns in den Wochen nach dem Einbau übrigens noch eine Menge Ärger bereitet.

Es fing damit an, dass am Karfreitag ein Kunde, der den Feiertag wohl nicht auf dem Schirm hatte, meinen Laden betreten wollte. Er bremste seine Schritte, indem er die Tür aufzudrücken versuchte – und löste auf diese Weise unbeabsichtigt unsere Alarmanlage aus. (15 Jahre ohne irgendeinen Alarm und dann sowas…)

So unterbrach ich das Frühstück und fuhr zur Firma. Die Polizei wartete schon auf mich, Einbruchspuren waren aber keine zu finden. Ich ging davon aus, dass es am nicht geschlossenen Riegel für den anderen Türflügel lag, dass die Tür so wackelig war und dadurch der Alarm ausgelöst wurde.

Hebel hoch, ab nach Hause. Zwei Stunden später wieder Alarm. Wieder hat offenbar jemand versucht, in den Laden zu kommen. Hatte wohl einfach wild an der Tür gerüttelt und dabei ebenfalls wieder den Magnetkontakt der Alarmanlage unterbrochen.

In der Woche danach wurde vom Lieferanten nachgebessert, der Magnet etwas versetzt. Es folgten in den folgenden Wochen noch einige Fehlalarme, sogar meine Nachbarn lachten mich deswegen schon aus, und einige Korrekturen an dem Magnetkontakt. Mittlerweile wurde der Magnet umgebaut und funktioniert tadellos. Selbst mutwillig konnte ich den Alarm nicht mehr auslösen. Sehr schön.

Weniger schön ist, dass ich für drei der Polizeieinsätze jeweils knapp 150€ Gebühr zahlen durfte, die mir niemand ersetzt hat. Keine der beteiligten Firmen hielt sich dafür alleinverantwortlich, also bleibe ich mal wieder auf dem Schaden in Höhe von rund 450 Euro sitzen. Kennt man ja nicht anders…

Der Platz für die neue Gemüseabteilung

Anstelle dieser Regale soll an der Wand in Eingangsnähe zukünftig die Gemüseabteilung stehen. Als Möbel sind nach wie vor diese Regale vorgesehen. Die große Frage ist momentan noch, wie ich die Wand drumherum, also vor allem obendrüber, gestalten werde. Der weiß-rote streifen kommt weg, das Dach auch. Und dann? Neutral Weiß streichen? Grün streichen, wie man es in vielen Gemüseabteilungen sieht? Sachlich Grau? Oder doch in mediterranen, warmen Farbtönen, wie es vor ein paar Jahren mal üblich war? Das muss ja keine endgültige Entscheidung sein, aber zumindest die nächsten Jahre werden wir den Anblick vor Augen haben.

Und machen wir eine Beschriftung an die Wand und vor allem, wie sollte sie gestaltet sein? "Obst & Gemüse" hätte ich da schon gerne stehen. Aber wie löst man sowas modern, gerne beleuchtet, und so, dass man diese Beschriftung auch für die anderen Sortimente rund um den Laden verwenden kann, ohne dass es überladen aussieht? Die Entscheidung muss nicht in den nächsten Tagen fallen und auch da werden wir noch den richtigen Weg finden! (Wie immer gilt: Ideen und Meinungen Dritter nehme ich gerne entgegen!)

Ja, da hängt ein Kabel mitten im Bild von der Decke. Das ist die Stromversorgung für die kleine Kühltruhe in der jetzigen Gemüseabteilung.


Rumpeln um Sechs

Ist doch für alle Beteiligten toll, wenn dem Getränkelieferanten morgens um sechs Uhr eine Palette mit (zum Glück nur PET-Flaschen) Vollgut auf der Hebebühne zusammenbricht. vielleicht wird der Rest umso angenehmer…

Ape für Lieferdienst?

Momentan überlegen wir ja, den Lieferdienst komplett neu aufzubauen. Vielleicht sogar mal in einer "großen Version", für den ich sogar ggf. eine Ape oder ein ähnliches Fahrzeug anschaffen würde.

Hauptproblem momentan ist noch, wie ich die Lieferungen überhaupt genau abrechnen kann. Früher haben wir ein paar pauschale Sätze (Strecke, Anzahl Kisten, Stockwerk...) gehabt, nach denen wir die Lieferungen den Kunden abgerechnet haben. Das Geld hat mein Mitarbeiter im Rahmen seiner Nebenbeschäftigung direkt wieder von mir ausgezahlt bekommen. Das ist seit 2015 in der Form leider gar nicht mehr möglich, da alles präzise nach geleisteten Stunden abgerechnet werden muss.

Wir haben allerdings einen Bewerber für den Posten in der Pipeline und ich hoffe, dass wir zusammen demnächst mal in einem umfassenden Gespräch die möglichen weiteren Vorgehensweisen ausarbeiten können.
Wäre jedenfalls schon schön, wenn wir mit den Hauslieferungen wieder anfangen könnten. Damit sind wir hier im Gebiet nämlich einzigartig und dem Rewe-Lieferdienst das Feld kampflos zu überlassen wäre schon echt traurig.

Bügelflaschenhaken

Ihr merkt es wahrscheinlich schon: Es gibt kaum etwas von unserem neuen Leergutautomaten zu berichten. Das Ding läuft einfach. Hin und wieder tauchen zwar noch Gebinde auf, die wir ihm erst noch beibringen müssen, aber insgesamt ist das Gerät eine Wohltat.

Aber einen Haken hat er, fast buchstäblich. Diese blöden Bierflaschen mit Bügelverschluss sollen ja ausdrücklich geöffnet zurückgegeben werden. Mag unsere Maschine aber gar nicht so gerne. Manchmal verhaken sich nämlich diese schlabberigen Drahtgestelle an einer kleinen Blechkante auf dem Weg, den die Flaschen durch den Automaten nehmen sollen. Mal gucken, ob das jetzt ein paar Ausnahmen waren oder ob das häufiger passieren wird. dann sollten wir uns mal Gedanken machen, wie man das beheben kann…


Der Eimer für's Grobe

Im Beitrag "Beckenplanung" weise ich speziell auf den vierten Punkt hin. Warum das so wichtig ist, ziegt sich gerade mal wieder und damit habe ich auch ein sehr anschauliches Beispiel für euch!

Momentan haben wir vor dem Leergutautomaten einen alten Blumeneimer stehen, in den die Kunden ihre Getränkereste kippen können. So weit, so gut…



Der Blick in den Eimer offenbart exakt das, was ich im April prophezeit habe: " vor allem Zigarettenkippen, abgelöste Etiketten, Flaschenverschlüsse und Schimmel-Klumpen". Schimmel ist da zwar gerade nicht zu sehen, aber der Rest ist nicht zu leugnen. Kippt man das Zeugs in ein normales Waschbacken, ist der Abfluss im Nullkommanichts dicht. Wer fasst da dann freiwillig rein, um das Zeugs rauszuholen? Los, Freiwillige vor! :-P

Eine Lösung ist übrigens schon in Sicht, aber das wird noch etwas dauern.


Umdrehn!

Ein nicht mehr ganz so nüchterner Mann wollte Leergut abgeben. In einer Tour versuchte er, die Mehrwegflaschen mit dem Hals voran in den Leergutautomaten zu stopfen. Klappte natürlich nicht und so meckerte das Gerät bei jeder Flasche erneut herum.

Kollege Gregor kam zufällig vobei und warf ihm einen Praxistipp entgegen: "Versuchen Sie's mal andersherum!"

"Wenn'de meinssss'!", lallte er, drehte sich um und versuchte, die Flaschen mit dem Rücken zum Gerät stehend in die Öffnung zu bugsieren. Gregor hat ihn schließlich erlöst und die Flaschen händisch entgegengenommen.

Apropos Ficken

Eigentlich gar kein Thema mehr für's Blog, aber passte zu schön zum letzten Beitrag und ist mir dadurch eigentlich erst wieder ins Gedächtnis gerufen worden: Bis vor ein paar Jahren hatten wir hier schräg gegenüber (für die Einheimischen: In einem Haus neben dem Frisör, ziemlich genau bei der Bushaltestelle Meyerstraße) ein gewisses Etablissement, in dem sich vor allem oder ausschließlich junge Frauen aus dem Ostblock aufhielten, ich gehe von einem nicht offiziellen Betrieb aus.

Es sorgte immer wieder bei für Erheiterung bei uns, wenn die Damen mit übergeworfenen Schlabberklamotten oder Trainigshose rüberkamen und ganz schnell nur ein paar Kondome gekauft haben.
(Bitte jetzt keine Diskussion darüber, ob die Schicksale dahinter auch erheiternd waren. Das werden wir nie erfahren…)

FICKÖÖÖÖÖN!!!

Wer Ficken will, muss zu uns kommen!

Kollege Gregor sei Dank haben wir den Likör nämlich seit heute im Sortiment.

Also: Bei uns gibt es Ficken. Gegend Geld natürlich und erst ab 18.

Übrigens ohne Koks. :-)


Rrrrrrrrrrrrrrring!!!

Nachdem mein Mitarbeiter draußen an der Lagertür gefühlte zehn Minuten wenigstens dreißig Sekunden ununterbrochen geklingelt hat, wissen wirklich alle anwesenden Personen, dass sich die Klingel in einwandfreiem Zustand befindet. :-P