Da meine Anrufe bei der Auftragsannahme der Firma ja ohne nennenswerte Reaktion bleiben, versuche ich's mal auf diesem Wege. Wir haben
mal wieder und
wie in den letzten Wochen schon so oft das "Defekt!"-Schild am Automaten hängen.
Wären es immer wieder verschiedene Gründe, die das Gerät streiken lassen würden, die man vielleicht sogar mit der Gesamtzahl der inzwischen angenommenen Gebinde begründen könnte, hätte ich dafür ja noch Verständnis.
Aber: Es ist immer und immer und immer und immer und immer wieder die selbe Fehlerquelle. Nämlich die spackige Konstruktion, die die Mehrwegflaschen auf den Flaschentisch sortiert. Entweder verklemmen sich die Flaschen unter dem Förderband oder die dünnen Blechstreifen verbiegen sich oder der Näherungsschalter wird von dem darunter rotierenden Metallteil abgefräst oder eine Lichtschranke fällt ab, weil sich die Schrauben lockern oder der Antriebsmotor bzw. das daran hängende Getriebe verreckt. Aber immer wieder ist es dieser blöde Aufrichter / Ausschieber.
Es wäre nicht so frustrierend, wenn man nicht immer wieder mit dem selben Problem, bzw. der selben Fehlermeldung vor dem nicht funktionierenden Automaten stehen würde.
Eine Kollegin berichtete mir beiläufig von einer ihrer Freundinnen, die bei einem meiner Mitbewerber hier im Stadtteil arbeitet: "
Die hat da nur als kleine Kassiererin angefangen, ist aber inzwischen an der Info beschäftigt."
Wow, was für ein Werdegang. Chapeau!
Schon irritierend, wenn man die im Blogtitel genannte Frage selber zu hören bekommt. Als Mitarbeiter!
Ich hockte vor einem Regal und war dabei, eine Bestellung in mein kleines Datenerfassungsgerät zu hacken. Um mich herum waren keine Kunden, das wusste ich, lediglich eine Stammkundin kam durch den Eingang auf mich zu und hielt sich im Bereich hinter mir auf. Plötzlich frage Sie: "
Suchen Sie etwas?"
"
Hey!", grinste ich zurück. "
Normalerweise stellen wir Mitarbeiter diese Frage."
Aber vielleicht sah mein Bestellversuch ja so verzweifelt und umständlich aus, dass sie Mitleid mit mir bekam.
Andreas hat mir zwei Fotos für meine Serie geschickt. Aufgenommen hat er sie im einzigen Supermarkt der Republik
Palau. Vielen Dank dafür.
Den Sinn des unteren Schildes verstehe ich nicht und vielleicht hat es auch nur jemand mutwillig oder versehentlich falsch hingehängt. Aber das Schild über der Obsttheke ist klasse.
Eine Heftklammer ist durch die Schlitze des Lautsprechers eines unserer Gigaset-Mobiltelefone gerutscht und hängt nun an dem Magneten des Lautspreches direkt vor der Membran fest. Mit den mir hier gegebenen Mitteln bekomme ich das Ding erstmal nicht raus, dafür sind die Öffnungen zu klein.
Aber die Klammer
muss unbedingt wieder raus. Nicht, dass man mit dem Gerät nicht mehr telefonieren könnte – aber jedes Mal, wenn es klingelt oder man die Freisprecheinrichtung benutzt, tötet einem das hässliche (und vor allem laute) Geschrabbel von der Klammer auf der Kunststoffmembran den letzten (Hör-)Nerv.
Eine Kundin wollte wissen, ob wir frischen Spinat bekommen können. Ich verweise an Radio Eriwan und leite ein mit: "Im Prinzip ja..."
Die Antwort ist allerdings keineswegs widersprüchlich oder böse, sondern kurz und präzise: Kaum einer kennt frischen Spinat. Das Zeugs gibt es kleingehackt und mit Blubb aus dem Tiefkühlfach, manchmal auch als Blattspinat. Aber frisch? Diese großen unförmigen Blätter? Die kann man essen?
Tzja - schon mehrfach bestellt, insgesamt das meiste weggeworfen und zur Erkenntnis gekommen, dass frischer Spinat einfach kein Artikel für uns hier ist.
So schnell geht es mit der Lieferung. Die "German Bratwurst Sausage" schmecken schon etwas gewöhnungsbürftig.
Das könnte nun allerdings auch mit der Uhrzeit zu tun gehabt haben.
...stellt man sich eben auf den Gehweg.
Ich kann nicht sagen, wie lange der Wagen tatsächlich schon oder noch so geparkt war. Ein Fahrer war jedenfalls nicht in Sicht. Manche Leute glauben anscheinend echt, dass sie mit ihrem Mercedes-Stern eine eingebaute Vorfahrt oder sonstige besondere Rechte erworben haben. Naja, das Image muss ja gepflegt werden.
(Sagt ein E-Klasse-Fahrer, der sogar einen funktionieren Blinker an seinem Auto hat und diesen regelmößig benutzt.)
Ein Typ, etwa Mitte zwanzig und mit wenig vertrauenerweckender Erscheinung erschien an der Lagertür und ging zwei Schritte hinein. Ich beobachtete zufällig die Szene auf dem Überwachungsmonitor und wartete gespannt ab.
Nachdem er sich schnell umgesehen hatte, ging er einfach bis nach hinten hin und sah sich dabei ausgiebig um. Er war gerade nur fünf Meter gekommen, als ich ihn von hinten ansprach. Dazu sollte erstmal ein fragendes "
Äh, hallo?!?" reichen.
Schnell kam er wieder zurück und erzählte mir, dass er "die Mappe für seinen Neffen" hier abholen soll. Der wollte hier ein Praktikum machen.
"Hier hat keiner ein Praktikum gemacht."
"Doch, klar, Mann. Fragen sie den Chef hier."
"Und warum rennen Sie hier einfach ins Lager?"
"Die Mappe von meinem Neffen, wo ist die? Er braucht die wieder, sonst bekommt er in der Schule eine Sechs."
"Wir haben keine Mappe."
"Sie müssen hier mal den Chef fragen, der wird Ihnen das bestätigen."
"Ich bestätige Ihnen erstmal, dass hier immer noch der Zutritt für betriebsfremde Personen verboten ist."
"Da steht kein Schild, dass man hier nicht reingehen darf."
"Ich denke, da muss kein Schild stehen. Etwas gesunder Menschenverstand sollte ausreichen, um einen davon abzuhalten, fremde Räume zu betreten. Außerdem traue ich Ihnen nicht und möchte, dass sie jetzt nicht nur mein Lager, sondern den ganzen Laden verlassen."
Ich geleitete den Typen noch bis zum Ausgang, nicht ohne mich auf halber Strecke noch von ihm provokativ mit dem Ellbogen gegen die Kasse schubsen lassen zu müssen.
Ohmann...
Bin gerade über eine
Pressemeldung gestolpert, in der es u.a. im Vorspann lautet: "
Laut Financial Times Deutschland haben neun Chiphersteller mit der EU-Kommission einen Vergleich wegen illegaler Preisabsprachen ausgehandelt."
Oha, und das, wo ich doch so gerne Chips esse. Hoffentlich sind die Walker's davon nicht auch betroffen.
Aber: Weiterlesen, aufatmen, entspannen. Es geht nämlich um Speicherchips.

(Auch wenn das natürlich für den einen oder anderen Leser genauso interessant sein dürfte, wie für mich wenn die Meldung von Lebensmitteln gehandelt hätte.)
Ein Kollege wollte wissen, ob das ein Graubrot ist.
Jetzt ja.
Von Torsten hatte ich auch ein paar Bilder bekommen, die mich zu dieser Reihe inspiriert haben. Vielen Dank dafür.
Hier seht ihr die neuen Flachvasen, in denen man dem neuesten Modetrend folgen kann, Wasserpflanzen dekorativ auf dem Tisch zu bringen. Die Modelle gibt es auch in Hitzebständig, so dass der hungrige Pflanzenfreund das Blühgemüse bequem und ohne die empfindlichen Fruchtkörper anfassen zu müssen in den Backofen geben kann:
Ist nix, kost nix. Der Fachmann erkennt sofort, dass bei dem Schild übrigens die vorgeschriebene Grundpreisangabe fehlt. Hoffentlich gibt das keinen Ärger.
Lisa und Luis haben mir ein Bild zugemailt:
Hallo Björn,
gestern waren wir beim WEZ in Minden und haben beim einkaufen einen begehbaren Kühlschrank entdeckt der mit Getränken für die Kunden befüllt war. Wir haben garnicht schlecht geschaut und waren am überlegen ob wir da einfach so reingehen können, aber ja das darf man.
Ich fand die Idee eigentlich garnicht so schlecht, auch wenn es ein wenig komisch aussah 
Hast du auch schonmal an so etwas bei dir im Laden gedacht, aber wahrscheinlich hast du dafür garkein Platz oder?
Platz? Was ist das?
Aber selbst wenn ich ausreichend Fläche hätte, würde ich so einen Raum nicht installieren. Zumindest nicht in der Form mit so einer Tür, wie ihr ihn da entdeckt habt.
Aurmerksamen Lesern ist vermutlich auch sofort klar, warum ich so denke: Das Risiko, dass sich hinter dem Schutz der Tür unbemerkt die Taschen vollpackt, wäre mir persönlich einfach viel zu hoch.
Inzwischen wurden um die
vor knapp zwei Wochen gepflanzten Bäume hier in der Straße jeweils drei Stangen aufgestellt. Daran werden die Bäume im oberen Bereich abgespannt werden und vor allem werden sich auf diese Weise die Parkrempler unaufmerksamer Autofahrer in Grenzen halten, bzw. gänzlich vermieden werden.
Jürgen hat eine Frage zur Sortimentsgestaltung:
Bei meinem Supermarkt kann ich ab und zu beobachten, dass zu bestimmten Produkten eine hauseigene Billigmarke ins Sortiment aufgenommen wird. Diese wird dann direkt neben einem Markenprodukt platziert. Manchmal kann man schon an der speziellen Form des Glases erkennen, dass vermutlich der gleiche Produzent dahinter steckt. Mit der Zeit verschwindet natürlich die teure Marke und übrig bleibt das Billigprodukt (was ja wohl nicht so toll für den Produzenten ist). Bilde ich mir das nur ein, oder kannst Du dieses gezielte Ausspielen der Hersteller bestätigen?
Zu den Gläsern: Eine für bestimmte Produkte eingeführte und bekannte Glasform wird natürlich gerne kopiert. Dazu kommt, dass es nicht so viele Hersteller für Gläser gibt. Dadurch ergibt sich, dass konkurrierende Produkte oftmals in ähnlichen Behältnissen ausgeliefert werden. Ein gutes Beispiel dafür ist Ahornsirup. Ich glaube, den gibt es nur in diesen flachen Flaschen mit dem kleinen Heckel oben am Hals. Hier die
Ergebnisse der Google-Bildersuche. Es gibt zwar Ausnahmen, aber es ist auf Anhieb zu erkennen, dass die unterschiedlichen Marken in nahezu identischen Flaschen angeboten werden.
Die Vermutung, dass teure Marken durch Billigprodukte gezielt verdrängt werden, kann ich nicht bestätigen. Natürlich kann diese Entwicklung so stattfinden, aber ich würde nicht als Händler gezielt die billigen Produkte fördern, um den Herstellern zu schaden. Nein, ich würde mich dabei nach den Wünschen meiner Kunden richten und wenn dann das günstigere Produkt aus Preis- oder vielleicht sogar Qualitätsgründen besser läuft und die teure(re) Markenware auf Dauer nur den Regalplatz blockiert, findet die Entscheidung natürlich zugunsten des "Billigproduktes" aus.