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Langsamdreher nicht gleich Ladenhüter

In diesem Kommentar schlug Felix zur Ermittlung des perfekten Ladenhüters vor: "Die 10 Artikel aus der Warenwirtschaft, die sich am seltensten verkauft haben, wären doch ein interessanter Post :-) "

Die Idee ist gut, funktioniert aber leider in der Praxis nicht ganz korrekt. Zumal bei meinen Ladenhütern hier im Blog auch immer noch als Faktor mein subjektives Empfinden hinzukommt. Ein (für unsere Verhältnisse teurer) Whisky für 50 Euro ist gefühlt nicht gleich ein Ladenhüter nach meiner Definition, auch wenn man davon nur wenige Flaschen im Jahr verkauft.

Um zu den 10 am wenigsten verkauften Artikeln aus der Warenwirtschaft zurückzukommen: Auch das kann täuschen. Hat man zum Beispiel einen Artikel erst im Laufe des Jahres ins Sortiment aufgenommen, vielleicht erst Mitte Dezember, ist natürlich klar, dass davon im ganzen Jahr nicht viele Teile verkauft wurden. Manchmal bekommt man zum Beispiel auch nur Einzelstücke geliefert; es gibt viele Wege, diese Statistik zu demolieren.

(Spannender ist da definitiv die Frage nach den Top-10-Artikeln, aber da versuche ich gar nicht erst, unserer ollen Warenwirtschaft diese Daten für das gesamte Sortiment zu entlocken. Das geht bestimmt, aber vermutlich ist sogar SAP intuitiver zu bedienen …)

Präsentkorb mit Wiederholung

Das Konzept mit üppig gefüllten Präsentkörben ist zumindest bei uns im Markt schon länger kein Thema mehr. Ich habe das Gefühl, dass bis in die 90er-Jahre die Körbe deutlich beliebter als heutzutage waren.

Im Rahmen einer aus etwa 15 Leuten bestehenden privaten Gruppe, in der wir auch aktiv sind, wurde vor zwei Wochen für einen Dienstleister ein Weihnachtsgeschenk beschlossen. "Jeder gibt ein paar Euro und dann machen wir einen Präsentkorb", hieß es. Und mit Blick in unsere Richtung folgte die Frage, ob wir den wieder zusammenstellen könnten.

Das taten wir, aber ich muss zugeben, auf mich wirken diese Körbe inzwischen wirklich altbacken. Dabei sind sie eigentlich eine schöne Möglichkeit, ein durchaus teures aber nicht unnötiges Geschenk zu machen. In diesem Korb befindet sich Ware im Verkaufswert von etwas über 100 Euro!



"Wieder" übrigens deswegen, weil im (inzwischen ja vor-) letzten Jahr es genauso ablief. Das Foto von dem Korb hatte es aus Zeitgründen nie ins Blog geschafft. Ich musste aber schmunzeln, denn die beiden Körbe sind sich inhaltlich sehr ähnlich gewesen. Man merkt, wer sie zusammengestellt hat … :-)


Liegengebliebenes Blogmaterial (2. HJ 2022)

Da denkt man immer, man hat so viel Zeit – aber dann bleibt doch immer so unendlich viel liegen, um das man sich gerne mal gekümmert hätte. So bleiben auch immer Blogeinträge auf der Strecke, die ohne jeden zeitlichen Bezug komplett wertlos werden. Kleine Anekdoten mit Kunden kann man auch "irgendwann" mal verbloggen, aber gerade auch bei sowas wie Aktionsartikeln hat das nicht viel Sinn.

Miso-Paste haben wir "endlich" im Sortiment. Jahrelang haben immer wieder Kunden danach gefragt, nun hat sie unser Lieferant endlich ins Sortiment aufgenommen. Ist inzwischen nicht mehr so sonderlich spektakulär …



Immer mal hatten Leute nach den Getränken von Nocco gefragt. Im Sommer hatte ich mich mal dazu hinreißen lassen, ein Display davon zu bestellen.

Ja, wir haben die Artikel verkauft. Nein, kein Ladenhüter. Aber ehrlich: Ein Renner waren die Dosen auch nicht. Ich war ganz froh, als das Display abverkauft war. Würde ich nicht wieder bestellen.



Nach meinem Blogeintrag mit der Drei-Fragezeichen-Pizza hatten wir tatsächlich doch noch mehr von der Pizza bekommen. Große Freue meinerseits! Aber da ich mittlerweile so gut wie nie Tiefkühlpizza esse, habe ich sie dann schließlich doch erfolgreich verpasst und nie auch nur eine davon gegessen.



Im Sommer lief eine weitere Sammelfanten-Aktion, Thema Märchen.
Erfolgreich nicht darüber gebloggt.



Auch im Sommer hatten wir ein kleines Display mit Schogetten in unterschiedlichen Sommersorten bekommen. Schogetten laufen bei uns eigentlich ganz gut. Dieses Display war eher ein Flop. (Könnte man doch noch zum Ladenhüter des Jahres nominieren.)



Schon Anfang des Jahres hatte unser Elektriker den Mauerdurchbruch zwischen Kassenbüro und Verkaufsfläche, durch den die vielen Netzwerk-, aber auch einige andere Kabel führen, mit einem Brandschott ausgekleidet. Diese Dichtmasse ist selber nicht brennbar, quillt aber bei Hitze auf und verstopft das Loch vollständig.



Hier hatte ich mal versucht, diesen Effekt bei einem kleinen Stück der Masse auf Video festzuhalten. Ist aber nicht sehr aussagekräftig geworden:



Yfood ist ja so eine Hassliebe bei mir. Wir verkaufen viel davon, aber irgendwie mag ich das Produkt nicht wirklich. Diese Werbung, die mir bei Facebook angezeigt wurde, bringt die Perversion doch auf den Punkt. Ich meine, Essen ist mehr als nur Nahrungsaufnahme. Es ist Genuss und Leidenschaft. Klar KANN man das mal auf fünf Minuten reduzieren – aber diese Eigenschaft so sehr hervorzuheben, finde ich mehr als gruselig …



Wir können die Coeur de Boeuf nicht immer bekommen, aber wenn, dann haben wir sie auch im Sortiment – wenngleich sie bei uns leider nicht besonders gut laufen. Ich finde die Ochsenherztomaten alleine schon wegen ihrer Größe beeindruckend.



Im April hatten wir im Bake-Off-Regal Amerikaner mit Ottifanten-Aufruck:



Diesen Brief hatten wir hier Ende März bekommen. Wir haben auch ohne dieses Schreiben schlagartig auf sämtliche Corona-Maßnahmen hier im Markt verzichtet. Wer Maske tragen will, darf natürlich – nur zwingen tun wir niemanden zu irgendwas.


Arbeiten im TK-Raum

Die Arbeiten im TK-Raum sind in vollem Gange. Seit einer Woche taut der Raum ab, morgen kommen die Techniker von AHT und kümmern sich um die technische Seite.

Ich kümmere mich um den Rest. Mit dem dicken Eisklumpen an der Decke kam letztendlich auch ein Teil des Verputzes herunter. Auf mehr als einem halben Meter Länge sieht man die schwarze Dämmschicht hinter dem Drahtgeflecht.
Vorhin hatte ich zunächst das gesamte lose Material abgeklopft, damit eine vernünftige Basis entsteht, an der man die neue Spachtelmasse ansetzen kann:



Mit spezieller Spachtelmasse (frost- und wasserfest) geht es der offenen Stelle an den Kragen. Erst mal eine dünne Schicht als Basis. Wenn die angezogen ist, werde ich eine zweite Schicht aufbringen und alles glätten. Danach kommt noch weiße Farbe (natürlich frost- und wasserfest) auf die Decke – fertig.



Naja, fast fertig.

Auf die beiden Träger, an denen der Verdampfer hängt (im oben verlinkten Beitrag zu sehen) kommt noch ein großes Stück Alublech. Damit wird die Decke dann vor eventuell wieder entstehendem Eis geschützt. Wenn sich an dem Blech Eis bildet, reicht ein kleiner Schlag mit der Hand und alles fällt runter, ohne wieder ein Loch in die Decke zu reißen.

Das Stück Blech ist übrigens 1,1 m² groß und ist zweimal diagonal leicht gekantet. Dadurch ist es so stabil geworden, dass es nicht in der Mitte durchhängt. Super Sache! Schön, wenn man mit dem Metallbauunternehmen schon seit Jahren zusammenarbeitet und solche Sachen tatsächlich mal innerhalb von zwei Stunden "schnell mal eben nebenbei" für einen erledigt werden können.


Verheiztes Heizkabel

Die Arbeiten bei uns im Tiefkühlhaus werden morgen fortgesetzt. Ein Grund, warum der Kühlraum so extrem vereist ist, ist wohl auch in einem defekten Heizkabel zu suchen, das normalerweise das Kühlaggregat und das Ablaufrohr eisfrei hält.
Hier sieht man das Heizkabel im Eis und dazu möchte ich gerne den Techniker zitieren: "Die Heizung darf nicht über kreuz verlegt werden, dann geht die kaputt."

Nun … DAS erklärt wohl einiges:


Ladenhüter des Jahres 2022?

Im vergangenen Jahr hatten wir übrigens gar keinen richtigen "Penner"-Artikel, den ich zum Ladenhüter des Jahres 2022 nominieren könnte. Manche Produkte liefen schlechter als andere, aber insgesamt hatte ich nicht das Gefühl, dass wir uns irgendwo ein ziemlich faules Ei eingefangen hatten.

Kurz vor Jahresende haben sich die Milka-Mischbeutel noch schnell den einzigen Platz in dieser Liste gekrallt – aber letztendlich waren sie als Saisonartikel ja auch nur wenige Wochen hier auf der Fläche zu sehen.

Meldung vom 1. Weihnachtstag 2022

Am ersten Weihnachtstag fiel uns auf, dass wir noch einiges an Lebensmitteln benötigten. Alleine schon deshalb, da sich mehr Besuch anbahnte als wir ursprünglich geplant hatten.

Aber wozu hat man denn seinen eigenen Supermarkt, in den man auch an Feiertagen mal eben "einbrechen" und alles rausholen kann, was man noch braucht? Eben. :-)


Mein Berichtsheft in Echtzeit (Teil 75)

In dieser Woche gab es für mich ja mal richtig viel Abwechslung, wenngleich natürlich Putzjobs auch damals bei den Lehrlingen schon nicht sonderlich beliebt waren. Aber der Teil mit der Neugestaltung der Getränkeabteilung war natürlich genau mein Ding. Damals haben wir Platzierungen immer "nach Gefühl" und der Optik gemacht und auch die Vorgesetzen (Marktleiter) haben das genau so gehandhabt.

Dass es konkrete Platzierungsrichtlinien gibt, die zentralseitig vorgegeben sind, habe ich erst bei PLUS kennengelernt. Bis dahin haben wir immer (auch in den beiden Märkten, in denen ich nach meiner Ausbildung war) die Regale nach bestem Wissen und Gewissen gestaltet.



Gleich am Mittwoch habe ich Tiefkühlkost gepackt (Iglo-Gemüse). Anschließend habe ich das Käse-Kühlhaus saubergemacht (Fußboden schruppen, Wände abputzen).
Am Donnerstag habe ich die Ware angenommen und ins Lager gefahren. Getränke packen und die Getränkeabteilung umräumen. Ich habe dort eine Borte aus dem Regal herausgenommen, so dass wir die Tip-Tetrapackungen etwas großflächiger anbieten können.
Ware von "United Parcel Service" annehmen.
Leergut annehmen, Papppresse ausleeren.
Freitag habe ich in der Gemüseabteilung gründlich aufgeräumt, alte Ware (verdorbene) aussortiert und die gesamte Seite mit den Früchten (Exoten, Süd- und Zitrusfrüchte) aufgeräumt.



Die Reissorten II

Natur-Reis
Naturbelassen und ungeschält strotzt der Natur-Reis nur so vor Gesundheit, denn die Silberhaut mit den Ballaststoffen bleibt erhalten.

Parboiled-Reis
Durch das Parboiled-Verfahren veredelt behält dieser Langkorn-Reis weitgehend seine natürlichen Vitamine und Mineralstoffe.

Wild-Reis
Im eigentlichen Sinne kein Reis, sondern ein Wassergras aus Kanada. Seine nadeligen, dunklen Körner entwickeln einen feinen, nussartigen Geschmack.

Basmati-Reis
"Der Duftende" gilt als der Festtagsreis der Maharadschas. Die mineralstoffreichen Flüsse des Himalaya verleihen ihm seinen kräftigen Geschmack.

Abdekoriert 2022

In gewohnter Vorgehensweise haben wir auch diesmal wieder direkt nach dem Jahreswechsel die gesamte Weihnachts- und Silvesterdekoration entfernt.

Ines scherzte gerade schon, dass dann ja Platz ist, die Osterdeko aufzuhängen.


2022 --> 2023

Ein weiteres seltsames Jahr geht in wenigen Stunden zu Ende. Seit Anfang 2020 ist irgendwie nichts mehr normal. Corona, der Irre vom Kreml, Energiekrise, die allgemeine wirtschaftliche Situation – ich muss es vermutlich nicht detaillierter auflisten. Was kommt im nächsten Jahr? Wie geht die gesamte Entwicklung hier im Land und auf der Welt weiter? Keiner weiß es.

Ernsthaft demütig blicke ich auf das Jahr hier in der Firma zurück. Es war zwar ein Jahr voller Merkwürdigkeiten und Herausforderungen, aber ich betrachte es nicht als Selbstverständlichkeit, in diesen Zeiten noch steigende Umsätze zu haben. Mein ganzer Dank gilt meinen treuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und natürlich auch sämtlichen Kundinnen und Kunden, ohne deren reges Konsumverhalten hier logischerweise überhaupt nichts ginge.

Mein Dank gilt auch euch allen da draußen, die hier nach wie vor treu mitlesen. Momentan ist es sogar hier im Blog mal wieder ruhiger als es mir lieb ist, aber ich komme einfach zu nichts. Mein "Blogbilder"-Verzeichnis voller Bilder, E-Mails und Notizen beinhaltet über 500 Einträge, viele inzwischen ohne aktuellen Bezug und schon wieder obsolet. Dazwischen die vielen Zusendungen von SPAR-Märkten und anderen Dingen. Wenn ich die Zeit finde, wühle ich mich da durch.

Wie auch immer: Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr. Wir machen jetzt auch Feierabend und werden dieses Jahr im kleinen Kreis ausklingen lassen.


Schreck zum Jahresende

Vermutlich hat vorhin eine Feinsicherung in der Steuerung für eines der Förderbänder an unserer Kasse ausgelöst. Dabei hat es dann offenbar vor Schreck auch gleich den in dem Kreis vorgeschalteten FI-Schalter mit runtergerissen. Sollte eigentlich nicht passieren, ist aber momentan die einzige Erklärung für den Zwischenfall.

An dem FI hängen jedenfalls mehrere Stromkreise, nämlich die komplette Kasse und unser kleines Büro. Die Kassencomputer mitsamt Peripheriegeräten und auch die Computer im Büro hängen jeweils an eigenen USVs. Nicht so unsere Fritzbox und damit unser Internetzugang und auch die gesamte restliche Netzwerktechnik. Bis ich den Fehler gefunden hatte, dauerte es ein paar Minuten, bis dann mit Hilfe unserer IT-Hotline alles wieder rund lief, vergingen weitere 10 Minuten. Insgesamt waren es wohl 15 Minuten mit massiven Problemen an der Kasse.

15 Minuten, in denen ich hier Blut und Wasser geschwitzt habe. Aber genauso auch meine Mitarbeiter an der Kasse, denen die wartenden und immer ungeduldiger werdenden Kunden auf die Finger geguckt haben. Immerhin hatten wir vorhin gerade den Laden brechend voll und an jeder unserer drei Kassen stand eine lange Schlange.

Warum das Förderband auch nach Austausch besagter Feinsicherung nicht wieder funktioniert, darf sich im neuen Jahr mal ein Techniker von Firma Itab angucken. Vielleicht ist da ja in der Steuerung irgendwas kaputtgegangen, was dann schließlich auch für das Durchbrennen der Sicherung und vielleicht auch direkt für das Auslösen des FI verantwortlich war.

Phew … :-O

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