Direkt am touristischen Zentrum einer der besonderen Städte im
Peak District Nationalpark liegt an der Granby Road dieser SPAR-Markt.
Vielen Dank an Thomas L. für die Zusendung des Bildes!
(
Google Street View)
So ein Salat taugt dann schon als vollwertiges Abendessen: Diverse Blattsalate (fertig geschnitten bei uns aus dem Kühlregal), Feta-Käse, Zwiebeln, Tomaten, Oliven, Mais, Paprika, Gurke. Dazu ein schönes Dressing – mehr braucht es gar nicht.
Gerade mal
fünf Jahre war nun bei uns das Zeiterfassungssystem von Bodet mitsamt der "Timebox"-Software im Einsatz – jetzt fliegt das alles wieder raus.
Das Terminal ist okay und macht auch einen guten Job.
Die Software dagegen ist in jeder Hinsicht ein Albtraum. Die hässliche Optik ist nur die eine Sache. An eine etwas sonderbare Farbgestaltung und den vollständigen Verzicht auf die gewohnten Elemente der Benutzeroberfläche von Windows kann man sich gerade noch gewöhnen. Was überhaupt nicht geht sind zwei mir bekannte Bugs, von denen einer nur lästig ist und der andere mindestens eine rechtliche Fragwürdigkeit darstellt.
Lästig ist, dass das Programm manchmal und anscheinend zufällig die tägliche Soll-Arbeitszeit von unterschiedlichen Mitarbeitern für unterschiedliche Wochentage auf den fixen Wert "8 Stunden" setzt. Das gilt dann ab einem bestimmten Datum für alle zukünftigen Daten des selben Wochentags. Das ist nicht weiter dramatisch, denn das Problem offenbart sich immer sehr schnell und lässt sich unkompliziert wieder zurücksetzen. Nervig ist es dennoch.
Viel schlimmer ist dagegen, dass teilweise alte Stundenaufzeichnungen nicht mehr angezeigt werden. Vor einem Zeitraum vor 1-2 Jahren werden einfach keine Buchungen mehr dargestellt. Die sind zwar noch im System drin, der Stundensaldo wird korrekt ermittelt, aber die Daten lassen sich nicht mehr einsehen. Das ist unmittelbar ärgerlich, wenn man ältere Aufzeichnungen nachsehen möchte. Die gesetzliche Aufbewahrungsfrist beträgt zwar auch nur zwei Jahre, aber toll ist der Verlust dieser Daten dennoch nicht.
Das neue System ist das
ELV Timemaster, bei dem wir augenscheinlich sogar die vorhandenen RFID-Karten weiterverwenden können. Das ist praktisch. Die "Arbeit" am Terminal bleibt unverändert, Karte davorhalten, fertig. Die Software dagegen ließ sich vorab ausführlich online testen und macht auf mich einen sehr brauchbaren Eindruck.
Ob jetzt die eine oder die andere Lösung bei einer Neuanschaffung besser gewesen wäre, darüber kann man streiten. Nicht aber darüber, dass die Veränderung hier nur zum Vorteil sein kann.
Ende dieser Woche schließt der rund 600 Meter (Luftlinie) entfernt liegende Netto-Markt in der Gottfried-Menken-Straße. Augenscheinlich dauerhaft. Ob wir die Schließung merken werden? Der mit etwas mehr als 400 Metern Abstand dem Netto nächstgelegene Markt ist ein Bio-Supermarkt, auf den der größte Teil der Kundschaft sicherlich nicht ausweichen wird. Die zweitnächste Alternative bin ich hier. Dann folgen ein REWE, Penny, noch ein Bio-Markt, noch ein REWE, noch ein Penny, ALDI und Combi.
Ich denke, dass wir das kaum spüren werden.
Unter dem Datum steht übrigens noch der Text "Unsere nächste Filiale in Ihrer Nähe freut sich auf Ihren Besuch!" – die genannte Filiale ist über 3 km Luftlinie quer durch die Innenstadt entfernt. Da wird wohl keiner für seinen kleinen Einkauf zwischendurch mal hinfahren …
Ich möchte kurz an den letzten Satz in
diesem Blogeintrag von Ende Oktober erinnern: "… wenn die Artikel laufen, werden wir sie irgendwie fest ins Regal mit einbauen …"
Von zwei Artikeln mal abgesehen, für die sich aber der Aufwand mit den Nachbestellungen nicht lohnt, waren die Produkte überwiegend Ladenhüter, bzw. sind teilweise sogar schon längst abgelaufen. Und das, obwohl das Display an prominenter Stelle hier im Markt stand.
Wir haben die restlichen Gläser nun zum halben Preis auf dem Restetisch stehen und das Projekt offiziell beendet. Schade. Das Konzept ist toll und die Produkte sind auch gut, die Cashewnüsse mit Chiliwürzmischung sind verboten lecker. Aber was nützt es, wenn es einfach nicht wie erhofft angenommen wird? Für nur für die Ideologie ist unser Laden leider zu klein.
Schnee in Bremen.
Wir haben bislang heute mehr Holzkohle als Streugut verkauft.
Und das war nicht nur ein Spruch zur Belustigung.
Aktuell suchen wir Aushilfen zum Verräumen der Ware. "Es reicht eine Kurzbewerbung per E-Mail" steht ausdrücklich dabei. Kleiner Job, wenig Bürokratie. Dafür braucht es ganz sicher keine komplette Bewerbungsmappe mit sämtlichen Referenzen.
Aber das da geht nicht einmal mehr als "Kurzbewerbung" durch. Echt nicht. Auch wenn drei der acht Wörter für ein "bitte" und den freundlichen Gruß mit der Tageszeit verwendet wurden. Ich wüsste gerne vorher ja zumindest ungefähr, wer mir da bei einem Termin gegenübersteht.
Guten Abend ich habih interes ein termin bitte
Da antworte ich erst gar nicht.
Beim Stecken der neuen Etiketten staunte ich etwas, als ich für den "Malibu" Kokos-Likör plötzlich ein Schild mit ausgewiesenen 25 Cent Einwegpfand in der Hand hielt.
Der alte Artikel ist laut Schild ausgelistet, der neue der offizielle Nachfolger. Aber wieso mit Pfand? Ich steckte das Schild zunächst hinter das noch vorhandene, denn vorerst haben wir genug alte Ware im Regal stehen. Ich zerbrach mir den Kopf: Wieso mit Pfand? Alkohol in Glasflaschen ist doch (noch, wer weiß, was die Zukunft bringt …) von der Pfandpflicht ausgenommen.
Später habe ich noch einmal in Ruhe recherchiert. Offenbar ist das ein Aktionsprodukt mit einer Dose
Malibu Pineapple, deren Inhalt es zwar kostenlos gibt, für die aber dennoch der Pfandwert bezahlt werden muss. Vielleicht bekommen wir sie ja noch. Vielleicht aber auch nicht, Malibu ist zwar lecker (hüstel), aber bei uns nicht gerade der Renner.
Natürlich
kann man den Schmelzkäse zwischen den Wurst-Snacks im Regal platzieren. Dann hat der Chef wieder was zum in sein Blog reinschreiben.
Trotz unserer vergrößerten Rampe auf dem Hof haben wir nach wie vor Platzprobleme. Wenn viel Ware geliefert wurde, steht da hinten durchaus mal alles mit Rollbehältern voll. Wenn die Kollegen übereifrig sind, auch mal bis an die Treppe ran.
Da kann man ja auch mal durchkrabbeln. Mut zum Risiko, ist bestimmt ein erhabenes Gefühl, wenn man gerade in so einem "Doppelrolli" (zwei ineinander gestellte Rollis) steht und man sich mitsamt dieses Gefährts die fünf Treppenstufen abwärts bewegt.
Ich war jedenfalls froh, als ich da durch war.
Ein etwa achtjähriger Junge gab Leergut an unserem Automaten ab. Ich hatte ihn auf der Videoanlage aus dem Augenwinkel dabei beobachtet, denn er war nicht nur "etwas zappelig" sondern ein Klischee-ADHS-Kind. Ständig in Bewegung und ständig an irgendwas am herumfummeln. Zum Schluss krabbelte er noch fast in den Kistenschacht des Automaten hinein.
Nachdem er fertig war, fummelte und drehte er am Griff des Flummiautomaten herum, den er zwischendurch längst entdeckt hatte. Ohne Münzeinwurf passierte aber nicht viel und so ging er weg – um nur fünf Sekunden später wieder zum Flummiautomaten zu gehen und zu versuchen, den (abgeschlossenen) Deckel zu öffnen. Klappte aber nicht, da das Schloss im Deckel genau solche Zugriffe verhindern soll. Der Junge verließ den Leergutraum.
Eine knappe Minute später kam er mit einem meiner Mitarbeiter nach hinten. Dieser kam zu mir ins Büro und erklärte mir, dass da ein Junge Geld in den Automaten gesteckt habe, aber dennoch kein Flummi rauskam. Ob ich mal gucken könnte.
"Häh?!", dachte ich. Fettgedruckt und unterstrichen (nicht klickbar). Wenn ich nicht im falschen Moment geblinzelt habe, hat der Kleine da ganz sicher kein Geld reingeworfen. Ich ging zu ihm hin, um die Sache zu klären.
"Was ist passiert?", fragte ich ihn.
"Der Automat hat meine 50 Cent geschluckt", sagte er ohne mit der Wimper zu zucken.
"Warte kurz", antwortete ich und guckte mir die Videoaufzeichnung an. Leergut, Leergutbon, Kistenschacht, am Griff fummeln, weggehen, am Deckel fummeln, weggehen, mit dem Kollegen wiederkommen. Kein Geld reingesteckt.
Ich ging wieder das Treppchen runter und fragte den Jungen noch einmal: "So, jetzt noch mal ganz von vorne. Was genau ist passiert?"
Der Junge wiederholte, dass der Automat "seine 50 Cent" geschluckt hätte und blieb auch bei der Aussage, als ich ihm sagte, dass mir das nicht so vorgekommen sei. "Wenn ich jetzt deine Mutter herbestellen und ihr unsere Videoaufzeichnung zeigen würde", bei diesen Worten deutete ich mit dem linken Zeigefinger auf die Kamera in der Ecke über dem Leergutautomaten, "was würden wir dann sehen?"
"Dass ich Geld reingesteckt habe."
Okay, noch ein Versuch …
"Hast du das gemacht, bevor oder nachdem du Leergut abgegeben hast?", wollte ich noch wissen. Nicht, dass wir aneinander vorbei reden und ich den Kleinen um sein Geld, bzw. den erwünschten Flummi bringe. "Danach", antwortete er. Ich bat ihn darum, noch einmal kurz zu warten und ging mit meinem Mitarbeiter zurück ins Büro. Mit insgesamt vier Augen sahen wir uns seinen kompletten Aufenthalt hier beim Leergutautomaten an, Leergut, Leergutbon, Kistenschacht, am Griff fummeln, weggehen, am Deckel fummeln, weggehen, mit dem Kollegen wiederkommen – und waren hinterher 100% sicher, dass er kein Geld, wirklich definitiv kein Geld, nichts, nada, nothing, rien, einfach absolut nix in den Automaten gesteckt hatte.
"Na, das wollen wir doch mal gucken, was seine Mutter dazu sagt", meinte ich zu meinem Mitarbeiter und wir gingen zum Flummiautomaten, wo der Junge wartete. Verzeihung, anfänglich gewartet hatte. Inzwischen stand er an der Kasse und wollte seinen Leergutbon einlösen.
"Wo ist denn jetzt deine Mutter?", fragte ich ihn und er zeigte durch das Schaufenster auf den Gehweg, wo eine Frau mit Kinderwagen stand. Ich ging zu ihr hin, der Junge folgte mir und nachdem sie überrascht gefragt hatte, was los sei, meinte ich zu ihr, dass ihr Sohn versuchen würde, uns zu verarschen.
"Das stimmt überhaupt nicht!", protestierte dieser.
"Natürlich stimmt das", erklärte ich und blickte zu seiner Mutter, "er behauptet, Geld in den Flummiautomat gesteckt und keinen Flummi bekommen zu haben und fordert das Geld von uns nun zurück."
"Habe ich ja auch."
Ich staunte, dass er jetzt immer noch an dieser Lüge festhielt. "Pass mal auf, wir haben das mit zwei Leuten auf dem Video gesehen. Wir sind doch nicht blöd."
"Vielleicht ist die Kamera ja blöd", konterte er.
(Boah, was für eine unerträgliche Mistmade …)
Netterweise klinkte sich die Mutter mit ein und fuhr in an: "Welches Geld denn überhaupt? Du hast doch gar kein Geld dabei gehabt?!" "Mein Taschengeld", antwortete er, aber seine Mutter glaubte ihm wohl ebenfalls nicht und verwies auf das zu Hause folgende Gespräch mit dem Papa.
"Klären Sie das einfach mit ihm, ich bin hier jetzt raus", sagte ich und ging wieder zurück in dem Markt und musste mich mal eben beim Schreiben dieser Zeilen abreagieren.
Am Mittwoch schrieb ich noch, dass diese Woche noch der Techniker für das Förderband (und auch die Schranke) an unserer zweiten Kasse kommen sollte – und gestern Nachmittag waren dann dann auch tatsächlich zwei Monteure da.
Endlich kann auch da wieder vernünftig und effizient gearbeitet werden, ohne dass unsere Kunden ihre Einkäufe um die seit Wochen auf dem funktionslosen Förderband zur Absperrung aufgestellten Einkaufskörbe herumbugsieren müssen.