Vorletzte Woche war von einem unserer Kühlregalelemente die Sicherung rausgeflogen. Das Problem ließ sich relativ schnell wieder beheben und das Gerät kühlte anschließend auch wieder – nur blieb es dabei dunkel.
Der Techniker stellte fest, dass die Treiber für die LED-Beleuchtung das Zeitliche gesegnet haben. Da er das nicht reparieren konnte, bestellte er alle vier komplett neu. Hier liegen tun sie schon, aber einbauen soll der gute Mann die mal selber. Eigentlich ist es so, dass ein Technikereinsatz nach erfolgter Zustellung der Ersatzteile erfolgt. Wir haben inzwischen schon zweimal angerufen und nachgefragt, aber kein Monteur in Sicht. Temperaturprobleme sind wohl dringender als Beleuchtungsprobleme.
Aber gemacht werden könnte es dennoch so langsam mal …
Ich ging zu Ines, die gerade Wein packte, hielt ihr meine Hand entgegen. Sie schlug ein und mit einem ganz förmlichen Händeschütteln sagte ich zu ihr: "Ich gratulieren Ihnen zu dieser hervorragenden Menschenkenntnis. Sie guckte mich mit ganz verwirrt und mit großen Augen an.
Was war geschehen?
Nun: Am Vormittag kam ein Mann zum Leergutautomaten, den Ines ganz spontan als VP, verdächtige Person, einsortierte. Wir klemmten uns an die Videoanlage und sahen ihm einen Moment zu. Den mitgeführten "Hackenporsche" hatte er verschlossen und er nahm sich in den folgenden Augenblicken einige recht unverdächtige Artikel aus dem Laden. Eine Packung Kekse, eine Flasche Cola. Danach ging er augenscheinlich nach vorne, vermutlich direkt zu Kasse.
"Der ist harmlos", mutmaßte ich etwas zu leichtfertig und wir setzten die Arbeit am Weinregal gemeinsam fort, ohne den Mann weiter zu beachten.
Einige Stunden später entdeckte ich im Regal mit den Körperpflegeprodukten zwei abgerissene Sicherungsetiketten unserer Warensicherungsanlage. Woher sie kamen ließ sich mit Hilfe der Videoaufzeichnung recht schnell herausfinden: Der Mann hatte zwischen Getränkeabteilung und Kasse noch mal eben zwei Flaschen Duschgel eingesteckt. Bei der Menge vermutlich eher für den Eigenbedarf, was ich immer besser ertrage, als wenn die "Profis" einem zur Drogenbeschaffung den Laden leerräumen, aber ärgerlich ist es dennoch.
Nach gut einem Monat ist von dem Aufsteller immerhin schon die oberste Ebene fast leer. Es besteht also zumindest eine gar nicht mal so schlechte Chance, dass wir die Geschirrhandtücher noch loswerden können.
Eine Packung hatten wir übrigens selber mit nach Hause genommen und ich muss sagen, dass die Tücher wirklich gut sind. Ich benutze sie gerne in der Küche.
In den letzten Tagen stand hier ein Einkaufswagen eines rund 1 km entfernten REWE-Marktes auf dem Gehweg vor dem Laden. Er war prall gefüllt mit Müll. Da schüttel ich ja zweimal den Kopf. Einerseits ist es ein Unding, diese Wagen überhaupt mitzunehmen – und dann sind sie keine Müllsammelbehälter.
Inzwischen ist er wieder weg, aber immerhin hatte der Wagen nicht auch mal wieder den Weg zu uns hier in den Laden gefunden. Ihr wisst ja: Grundsätzlich kann jeder Supermarkt mit jedem fremden Einkaufswagen etwas anfangen …
Vielen Dank an Blogleser Daniel, der während seiner Reise durch die Camargue im kleinen Örtchen Saintes-Maries-de-la-Mer unter anderem diese beiden SPAR-Märkte entdeckt und auch gleich für mich fotografiert hat.
Der SPAR auf dem oberen Foto befindet sich am nördlichen Rand von Saintes-Maries-de-la-Mer. Hier ist er bei Google Street View zu sehen, offenbar vor einer größeren Renovierung.
Für die große Ansicht auf das Bild klicken!
Dieser hier befindet sich in der Rue des Pénitents Blancs und damit nur wenige Meter vom Mittelmeerstrand entfernt. Street View ist dort in der kleinen Straße jedoch nicht verfügbar.
Juhu, Action! Ich durfte draußen vor dem Markt auf einer Leiter herumturnen und draußen am Markt die Lichterkette aufhängen. Das war eine ziemlich langes Gummikabel mit ansteckbaren E27-Fassungen, dich ich als "System-" oder "Illuminations-Lichterkette" kenne. Das war leider auch die einzige Weihnachtsdekoration, die wir so Jahr für Jahr aufgehängt haben …
Preise für die Kassiererinnen holen und Gemüse für die Kunden auswiegen.
Gutschriften ausschreiben und den Kunden geben.
Ware annehmen (Brot, Non-Food, Haribo).
Am Dienstag Nachmittag habe ich die Getränkebestellung (einweg) für Donnerstag gemacht. Anschließend holte ich den Rolli mit den Margarine-Resten aus dem Kühlhaus und habe die Margarine gepackt. Leergut annehmen. Mittwoch Vormittag habe ich Tiefkühlkost gepackt und das Kühlhaus (Tiefkühlbox) sortiert.
Nachmittags habe ich dann draußen im Eingangsbereich die große Lichterkette aufgehängt.
Cognac (oder auch Kognac) [ist eine] gesetzlich international geschützte Bezeichnung eines französischen Qualitätsbranntweins, der ausschließlich aus Weinen der Umgebung der Stadt Cognac in Südwestfrankreich hergestellt wird. Das Destillat des zweiten Brandes lagert mindestens 36 Monate in mächtigen Fässern aus dem Holz alter Eichen. In diesen Fässern bekommt er neben seiner goldgelbe Farbe auch noch Milde und Aroma. Fertige Cognacs sind aus Branntweinsorten verschiedener Lagen gemischt und auf mindestens 40% Alkoholgehalt eingestellt. Keine Jahrgangsangabe. Berühmte Sorten sind: Martell (Abb.), Hennessy, Courvoisier, Remy-Martin, Otard-Dupuy, Salignac usw.
Nicht mit allzu großer Eile, aber doch immer wieder nach und nach sind wir dabei, die alten Lichtbänder zu demontieren. Das soll irgendwann schon noch fertig werden, dann nach inzwischen weit über 23 Jahren sollte und müsste die Decke mal neu gestrichen werden. Dass sie reinweiß war, ist schon etwas länger her. Nur lohnt sich der Anstrich erst dann, wenn das ganze alte Gerödel demontiert ist, sonst haben wir hinterher ja gleich wieder dunkle Stellen in der frisch gestrichenen Fläche. Ein Angebot habe ich übrigens schon vorliegen, von der selben Firma übrigens, die auch unsere Fassade hier vom Haus neu gestaltet hat.
Ich bin nur zu froh, dass wir die neuen Lichtbänder befestigt bekommen haben. Mit einem Mix aus Holzschrauben, wenn wir einen der Binder getroffen haben, und Hohlraumdübeln für den Rest der Strohputz-Konstruktion halten die neuen Leuchten sehr gut. Teilweise war es etwas krampfig und auch wir mussten teilweise zwei Bohrungen nebeneinander setzen, aber im Großen und Ganzen war das für uns handwerklich erfahrene Ladenbetreiber nicht weiter schwer.
Als hier einst vor mehreren Jahrzehnten die alten Lichtbänder installiert wurden, hatten die Handwerker offenbar ähnliche Probleme. Da brauchte es dann aber manchmal mehr als nur einen Versuch, ein brauchbares Loch in die Decke zu bekommen:
Normalerweise bin ich relativ zurückhaltend, wenn es um solche Artikel geht, aber die Donuts mit den Zuckerguss-Spinnennetzen musste ich in der Vorbestellung einfach mal "anpiepen". Die Dinger sind übrigens kein Hexenwerk (Hrhr …), sondern einfach nur Schokodonuts mit etwa Dekoration.
Echte Spinnengewebe gäb's umsonst, aber die will ja keiner haben.
Fundstück von Ines auf einer Packung Weide-Rauchkäse von Ammerländer. Auf diesem Strichcode sind die selben Kühe zu sehen, wie auch schon auf der Ammerländer Bio-Milch, nur steht hier eben noch ein Traktor mit auf der Weide:
Am Vorabend wollte jemand, der hier ohnehin Hausverbot hatte, noch um ziemlich genau 22 Uhr in den Laden. Ein Kollege hielt ihn davon ab: "Wir haben eigentlich Feierabend. Nette Menschen würde ich noch reinlassen, aber du gehörst nicht dazu."
"Ich bin auch nett", antwortete dieser. Aber bei Ladendieben sind wir nachtragend und bis wir da jemanden wieder als "nett" durchgehen lassen, muss einiges passieren. Mein Mitarbeiter ließ ihn dennoch nicht rein, was der Typ als Anlass nahm, sich vermutlich unbeabsichtigt von seiner Aussage "nett" zu sein, ganz weit zu distanzieren. Er warf mit Beleidigungen um sich ("Hab' ich dir was getan, Du Hurensohn?!") und tat noch so, als würde er draußen gegen unsere Wand schiffen wollen.
Mit dem heutigen Schreiben einer Handelsagentur ist es amtlich: Da die Marken vom Hanseatischen Chocoladen Kontor GmbH & Co. KG, also vor allem Hachez, ab Ende dieses Jahres nicht mehr direkt hier aus Bremen sondern von einem großen Distributor vertrieben werden, ist das Ende von Hachez damit besiegelt. Damit ist von der alten Firma gar nichts mehr übrig und damit empfinde ich sie endgültig nicht mehr als "typisch bremisch". Ein paar Stadtmusikanten kann man auch auf jedes andere Produkt drucken, darauf kommt es nicht an. Das würde auch Zotter ohne Probleme schaffen.
Natürlich könnte ich die Produkte im Sortiment behalten. Es würde sich technisch nichts ändern – alle paar Wochen käme ein Außendienstler kommen und einen Auftrag aufschreiben, vermutlich mit Gutschrift für beschädigte oder alte Ware, und dann käme die neue Lieferung per Paketdienst und wir würden sie ins Regal packen. Niemand würde etwas merken. Dennoch ist für mich Hachez gestorben. Der Verkauf an den dänischen Konzern Toms vor über zehn Jahren war ein nachvollziehbarer Schritt, aber dass vor drei Jahren die Produktion nach Polen verlagert und nun der gesamte eigene Vertrieb eingestellt wurde, hat nun aus einem alten Original aus Bremen ein beliebig austauschbares Massenprodukt gemacht.
Jetzt nutzen wir das Regal noch für Weihnachtsware und was dann ab Januar passiert, werden wir sehen. Ich würde ja gerne einen weiteren Versuch mit Lindt starten. Auf mehr Fläche, nämlich fast dem kompletten Kopfregal, könnte das beiden Seiten noch mehr Spaß machen und dann kommt vielleicht auch mal der Außendienst regelmäßig vorbei.
Bei Facebook wurde mir ein Bild einer Sonnen-Bassermann-Suppendose angezeigt. Es war ein Werbebeitrag ("Vorschläge für dich") für irgendeine Gruppe mit lustigen Bildern und zeigte eine Dose mit der Aufschrift "Frülings-Eintopf". Haha, dachte ich, schöne Photoshop-Skills. Immerhin war das "h" dem Frühling absolut meisterhaft entfernt worden. Das sah überhaupt nicht nach einer Bildbearbeitung aus.
Nein, Sonnen-Bassermann scheint dieses Etikett wohl wirklich aktuell zu verwenden oder zumindest eine Charge mit diesem Fehldruck ausgeliefert zu haben. Bei uns stehen die nämlich auch im Regal … In das "Kleingedruckte" auf dem Etikett mal einen Bock zu schießen und diesen nicht zu bemerken, ist eine Sache. Aber ausgerechnet im Namen des Produkts, fett auf der Vorderseite? Ohauaha.
Erfahren habe ich das, weil mir seine suchenden Blicke aufgefallen waren und ich ihn einfach gefragt habe, ob er etwas suche. "Klar, zeige ich Ihnen", erklärte ich und führte ihn zum Regal.
Kopfschüttelnd folgte er mir, sich dabei lautstark darüber beklagend, dass Supermärke ja sowieso immer alles umbauen würden. Das Müsli habe ja sonst immer viel weiter links gestanden.
Dass das Müsli hier bei uns seit inzwischen rund fünf Jahren an der selben Stelle im selben Regal steht, versuchte ich erst gar nicht zu erklären.